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Chang Interview


64 Antworten in diesem Thema

#1 Rene

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Geschrieben 07 September 2011 - 00:19 Uhr

http://www.art-of-en...g_interview.htm

auch gefunden und hab mich mal dazu entschlossen das hier zu posten.


lg

Bearbeitet von Rene, 07 September 2011 - 00:21 Uhr.


#2 Björn

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Geschrieben 07 September 2011 - 08:03 Uhr

Danke für den Text,
ich find den sehr interesant und er wirft einige Fragen auf ^^
Lerne ich zu kämpfen, nur des lernens willen? Oder lerne ich um zu kämpfen?

#3 pugilism

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Geschrieben 07 September 2011 - 09:29 Uhr

Ich finde das ganze Interview sehr ironisch :D

Auf der einten Seite kritisiert er auf der ganzen Linie die anderen Tai Chi Stile. Und sein Stil ist so brutal, das es regelmässig zu Verletzungen kommt. Eigentlich kennt nur er die Wahrheit und anstatt seinen Stil der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und so das "Niveau" wieder ein Bisschen zu heben, nimmt er sein Wissen lieber mit ins Grab..

Das ist dämlich..
- Seinen Kampfstil gegen einen unkooperativen Gegner in einem freundlichen Sparring mal zu testen ist wohl das Mindeste bevor man grosse Reden über dessen Tauglichkeit schwingt.....
- Klassische KK-Attacken:

Stop and freeze Attack: Aus zwei Meter Entfernung wird ein Faustschlag gestartet und die Technik wird durchgezogen komme was wolle, abrupt wird die Bewegung mit ausgestrecktem Arm gestoppt und der grosse Sifu/Sensei kann eine im Minimum, 10 Fachcombofaustattacke demonstrieren. Zweitangriffe sind nicht möglich weil das Chi des Meisters dies verhindert.

Rhino Attack: Aus zwei Meter Entfernung, vielleicht sogar noch mehr, Ausgangsposition im besten Fall noch kniend am Boden, rennt der Angreifer auf sein Ziel los. Der Faustarm bleibt während der ganzen Bewegung gestreckt und man rennt unbeirrt weiter. Sollte sich das Ziel zur Seite bewegen, so rennt man weiter am Ziel vorbei. Sollte das Ziel Kontakt mit dem Angriffsarm aufnehmen so lässt man sich willenlos in ein Wurf oder Hebeltechnik führen. Zweitangriffe sind auch während dieser Bewegung unmöglich wegen einer KI-Blockade welche sich durch das eigene Momentum ergiebt.

Die Wichtigste Regel überhaupt in den klassischen KK's: Wenn wir alle gaaaaaaanz fest daran glauben, dann funktioniert es auch......

#4 Björn

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Geschrieben 07 September 2011 - 09:47 Uhr

Chinesen halt...
was soll man dazu sagen... anscheinend fühlen nur die Herren sich in der Lage das System auch gerecht einzusetzen und kein schabernack damit zu veranstalten...
Tja eine Ära geht zuende...
Lerne ich zu kämpfen, nur des lernens willen? Oder lerne ich um zu kämpfen?

#5 pugilism

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Geschrieben 07 September 2011 - 09:56 Uhr

Früher als man die Kunst noch primär zum Kämpfen gebraucht hat, machte diese Geheimniskrämerei noch Sinn. Warum dem Feind einen Vorteil verschaffen? Aber heute?
- Seinen Kampfstil gegen einen unkooperativen Gegner in einem freundlichen Sparring mal zu testen ist wohl das Mindeste bevor man grosse Reden über dessen Tauglichkeit schwingt.....
- Klassische KK-Attacken:

Stop and freeze Attack: Aus zwei Meter Entfernung wird ein Faustschlag gestartet und die Technik wird durchgezogen komme was wolle, abrupt wird die Bewegung mit ausgestrecktem Arm gestoppt und der grosse Sifu/Sensei kann eine im Minimum, 10 Fachcombofaustattacke demonstrieren. Zweitangriffe sind nicht möglich weil das Chi des Meisters dies verhindert.

Rhino Attack: Aus zwei Meter Entfernung, vielleicht sogar noch mehr, Ausgangsposition im besten Fall noch kniend am Boden, rennt der Angreifer auf sein Ziel los. Der Faustarm bleibt während der ganzen Bewegung gestreckt und man rennt unbeirrt weiter. Sollte sich das Ziel zur Seite bewegen, so rennt man weiter am Ziel vorbei. Sollte das Ziel Kontakt mit dem Angriffsarm aufnehmen so lässt man sich willenlos in ein Wurf oder Hebeltechnik führen. Zweitangriffe sind auch während dieser Bewegung unmöglich wegen einer KI-Blockade welche sich durch das eigene Momentum ergiebt.

Die Wichtigste Regel überhaupt in den klassischen KK's: Wenn wir alle gaaaaaaanz fest daran glauben, dann funktioniert es auch......

#6 Björn

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Geschrieben 07 September 2011 - 10:15 Uhr

Alte Traditionen? Ich hab da auch kein verständniss für, aber dieses Verhalten ist weit verbreitet... nicht nur in China...
Lerne ich zu kämpfen, nur des lernens willen? Oder lerne ich um zu kämpfen?

#7 Rene

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Geschrieben 08 September 2011 - 00:54 Uhr

Beitrag anzeigenBjörn sagte am 07 September 2011 - 08:03 Uhr:

Danke für den Text,
ich find den sehr interesant und er wirft einige Fragen auf ^^

Hi Björn
ich finde den auch interessant. Was für fragen denn?

Beitrag anzeigenpugilism sagte am 07 September 2011 - 09:29 Uhr:

Ich finde das ganze Interview sehr ironisch :D

Auf der einten Seite kritisiert er auf der ganzen Linie die anderen Tai Chi Stile. Und sein Stil ist so brutal, das es regelmässig zu Verletzungen kommt. Eigentlich kennt nur er die Wahrheit und anstatt seinen Stil der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und so das "Niveau" wieder ein Bisschen zu heben, nimmt er sein Wissen lieber mit ins Grab..

Das ist dämlich..

Ich hab das eher so verstanden das er sagte sein Training war sehr hart. Aber nicht das taijiquan als solches.
Ich habe auch nicht gelesen das sein taiji besser war als alle anderen. Er hat doch nur gesagt das die yang cheng fu linie sich nicht so gut zum Kämpfen eignet.

Und was nimmt er mit ins Grab? Es ist nun mal so das die linie yang shau hou in Vergessenheit geraten ist. Yang cheng fu war erfolgreicher und bekannter. Aber es gibt doch immernoch leute die diese alte linie vertretten wollen.
Und das er sich zur damaligen Zeit nicht über den Einfluss der chenesichen Regierung auf das taijiquan äußern wollte ist doch mehr als verständlich.

Auch klar das er über einige techniken nicht sprach. Aber heute kann man doch als wiklich interessierter lesen. Es gibt ganze bücher darüber. Es gibt nun mal schlage etc. die sehr traurige ergebnisse bringen können.
Taijiiquan war nunmal zur damaligen zeit noch kein "liebhabschubssport".

Oder hab ich was falsch verstanden?

nette Grüße

Bearbeitet von Rene, 08 September 2011 - 00:56 Uhr.


#8 Björn

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Geschrieben 08 September 2011 - 06:19 Uhr

Guten Morgen Rene,
Ich für meinen Teil trainiere einen Tai chi Stil aus der Yang Chen Fu Linie der hier im Forum teilweise beliebäugelt wird...
nunja zu meinen Fragen...

Wie nah sind wir noch am ursprünglichem Yang Tai chi chuan?
Wenn die Form sich geändert hat sind dann die innere Prinzipien gleich geblieben?
...
mir schwiiren da noch ein paar im KOpf die ich noch nicht in Worte fassen kann aber das wird sich ncoh ergeben ^^

Als Liebhabschucbssport hab ich Tai chi chuan in letzter Zeit weniger kennen gelernt ^^ man muss nur die richtigen suchen in Deutschland dann findet man auch Leute mit blauen Flecken ;)

Grüße
Björn
Lerne ich zu kämpfen, nur des lernens willen? Oder lerne ich um zu kämpfen?

#9 Rene

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Geschrieben 08 September 2011 - 20:05 Uhr

Beitrag anzeigenBjörn sagte am 08 September 2011 - 06:19 Uhr:

Guten Morgen Rene,
Ich für meinen Teil trainiere einen Tai chi Stil aus der Yang Chen Fu Linie der hier im Forum teilweise beliebäugelt wird...
nunja zu meinen Fragen...

Wie nah sind wir noch am ursprünglichem Yang Tai chi chuan?
Wenn die Form sich geändert hat sind dann die innere Prinzipien gleich geblieben?
...
mir schwiiren da noch ein paar im KOpf die ich noch nicht in Worte fassen kann aber das wird sich ncoh ergeben ^^

Als Liebhabschucbssport hab ich Tai chi chuan in letzter Zeit weniger kennen gelernt ^^ man muss nur die richtigen suchen in Deutschland dann findet man auch Leute mit blauen Flecken ;)

Grüße
Björn
Hi Björn,

ich würde den shnake stil nicht unbedingt mit yang cheng fu in verbindung bringen. Jedenfalls nicht mit dem was heute als yang cheng fu verkauft wird. Der shnake stil ist schon sehr interessant; naja die meisten hängen sich an dem geneigten oberkörper auf. Ich denke aber es gibt im shnake stil einige dinge die mehr beachtung verdienen.

ich sags immer wieder gern ich find Thirry alibert gut. Sehe ich immer wieder gern ;) also seine Interpretation des alten yang lu chan stil. Obwohl das ja auch sehr umstritten ist in der taiji-welt. Ist Erl M. auch. Komisch...irrgentwie ist alles was nicht nach dem modernen yang stil aussieht umstritten ; )

Ja ... das sind gute fragen. ich denke wir sind mit den modernen stilen das yang stils nicht mehr allsoweit dran.
Aber wer kann schon 100% sagen wie das mal ausgesehen hat. es spielt eigentlich auch keine Rolle ob einige Bilder in der Form weggelassen wurden. Auch nicht wie die zusammengestellt waren. Vielmehr ist interessant wie die einzelnen Bewegungen ausgeführt wurden.Also die noch verbleibenden. Ich denke auch von den Anwendungen hat sich viel verändert. Aber kann man das nicht rekonstruieren ? Wie gesagt das was Thirry alibert u.a. zeigt finde ich schon ganz gut.
Mit den Prinzipien ist das sone Sache. kommt auch auf die interpretation an. Ist doch bei euch im shnake stil auch.


Naja es gibt natürlich auch schulen die sich der kampfkunst Tajiquan widmen. Aber es ist mehr so das wenn man von taiji in der öffentlichkeit spricht die leute an meditativen bewegungen aus dem alten china denken. Ich glaube - kenne mich in vielen anderen kampfkünsten aber nicht so aus- das es in keiner anderen kampfkunst so viele unterschiedliche Gesichter gibt.


nette Grüße

Bearbeitet von Rene, 08 September 2011 - 20:06 Uhr.


#10 Rene

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Geschrieben 08 September 2011 - 20:31 Uhr

Achso.. wollte ja noch über die oberkörperhaltuzng bei euch im shnake stil was sagen.

Ich denke eigentlich nicht das es was besonderes ist. Oder ein anderer stil. Wenn man sich mal die Geschichten durchliest dann sollen die zur damaligen Zeit auch unter Tischen gelaufen sein. Also schon sehr tief. Yang lu chan hatte noch den alten großen Rahmen- der mittlere und kleine kamm ja dann erst später( meines wissen nach)- und lu chan ist warscheinlich auch tiefer gekaufen.
Wenn man nun so tief läuft MUSS man nach vorn geneigt laufen. Oder man kann nicht zu 100:00. Also um so tiefer man läuft um so mehr macht sich das äußerlich bemerkbar. Ich denke daher rührt das ganze. Irrtum natürlich nicht ausgeschlossen;)

#11 Nordlicht

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Geschrieben 08 September 2011 - 23:38 Uhr

Es ist eigentlich ganz einfach. Wenn man ein wirklich guter Kämpfer werden will, muß man sehr hart trainieren. Am besten täglich, Vollzeit, 6 Stunden aufwärts. Das mindestens ein paar Jahre. Wenn man das tut, kann man sehr gut werden. Der Stil ist dann eigentlich mehr oder weniger egal.
Allerdings geht man dann ein hohes Risiko für Sehnen, Knie, usw. ein. Das heißt, man hat dann eine gute Chance, überhaupt nicht mehr trainieren zu können. Siehe z.B. diese Doku.
Oder man trainiert von Anfang an weniger. Dann kann man so auf ein gutes Hobby-Niveau kommen.
Ein Risiko einer Sportverletzung gibt es immer noch.
Oder man macht ein bißchen den Stil von Yang Chengfu. Der hat (fast) alle gefährlichen Bewegungen herausgenommen, und auch die schnellen. Damit wird man sicher nicht Bruce Lee (der sich auch mehrfach beim Training schwer verletzt hat). Dafür ist das Verletzungsrisiko sehr gering. Die anderen lästern dann darüber. Auch in China, auch schon damals - siehe Chang.
Na, und? Dafür übe ich noch, wenn die anderen nur noch bandagiert herumlaufen können.
Man muß sich entscheiden. Ich bin sehr froh darüber, daß Yang Chengfu getan hat, was er getan hat.

Viele Grüße

#12 Rene

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Geschrieben 09 September 2011 - 10:38 Uhr

ja ja wenn er das gemacht hat, was man sagt er hätte es gemacht ;)

Es gibt eine ALTE yang cheng fu form die sieht dann noch anders aus. Auch darf man den Einfluß der Chinesischen regierung auf das Taiji nicht vergessen. Aber ich will jetzt hier nicht wieder davon anfangen.

Die Bewegungen im Shnake stil so wie sie mir bekannt sind- und ich spreche nicht von dem vorgeneigten oberkörper- finde ich auch woanders wieder ZB. bei Thierry alibert , erl Montague... die von sich ja sagen ( sagten) das sie den alten stil praktizieren. Die spechen aber nicht vom shnake stil,oder? . Ich bewege mich auch so ... bin aber auch kein shnake' er ( oder doch..hm..? )
Deshalb hat aber niemmend bänder, sehnen ..etc schaden bekommen, oder?

Ich denke auch man muss es vergleichen - nicht theoretisch- sondern man muss es Praktisch vergleichen um zu verstehen.
Nordlicht hast du dir mal die Frage gestellt warum man die natürlichen Bewegungsmöglichkeiten der Wirbelsäule einschränken sollte. Anstatt sich die zu nutze zu machen.
Ich könnte jetzt noch mehr auflisten, lass es aber mal bei dem .

Auch der Gesundheitliche Teil ist bei den Modernen nicht mehr so hoch einzuschätzen wie bei den Alten. Das ist meine Meinung. Aber wie gesagt man muss es Praktisch vergleichen.

Für mich gab es EINEN Yang stil ( abgesehen von der Individualität des einzelnen.) . Den ist man in unterschiedlichen tiefen gelaufen. Durch die unterschiedlichen tiefen ergeben sich dann äußerlich etwas andere oberkörperhaltungen. Und ich denke das die Bewegungsprinzipien die des "Shnake stils" ( davon ausgehend das ich auch verstanden habe ) waren. Und die auch heute noch woanders immerwieder anzutreffen sind.

nette Grüße

Bearbeitet von Rene, 09 September 2011 - 10:49 Uhr.


#13 Rene

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Geschrieben 09 September 2011 - 14:15 Uhr

bevor das jetzt falsch verstanden wird.

Ich weiß das es zwei linien sind yang cheng fu ... Ip-Familie,Bob Boyd.
Und Yang shao hou. Aber beide haben den selben Ursprung.

Thierry alibert u. Earl montague haben nichts mit Bob Boyd ( snake TCC so isses dann auch richtig geschrieben ;)zu tun. Aber beide sind sich in der Art der Bewegung ähnlich. Wie gesagt hat alles einen gemeinsamen Ursprung.

einfach mal bewegen oder bewegen lassen. Man muss das Praktisch fühlen denke ich.

LG

Bearbeitet von Rene, 09 September 2011 - 14:19 Uhr.


#14 Björn

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Geschrieben 09 September 2011 - 15:24 Uhr

Hi Rene,
zur Vorneigung, ja wir snaker laufen anfangs recht vorgeneigt weil wegen 100/0... unser bestreben liegt aber trotzdem darin so aufrecht wie es die innere Bezüge erlauben zu laufen was natürlich schwieriger wird je tiefer man die Form läuft.

Zu dem Begriff snake kann ich nur sagen, das dies erst zu Zeiten von Ip Tai Tak und Bob Boyd entsstanden ist, um halt zu differenzieren was Ip 30 Jahre lang von Sau Chun gelernt hat und sich auch erst mit Bob das sogenannte "Ip"(Yang) Tai chi chuan wegen verschiedenen differenzen mit anderen "Lineholdern" der Familie Yang entstand...

Grüße
Björn
Lerne ich zu kämpfen, nur des lernens willen? Oder lerne ich um zu kämpfen?

#15 Nordlicht

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Geschrieben 09 September 2011 - 20:22 Uhr

@Rene: Sehe gerade, daß Du damals ja auch auf das Interview mit Wang hingewiesen hattest:

http://www.kampfkuns...showtopic=41003

Das war ja auch so einer, der über Yang Chengfu's Stil gelästert hatte:

Zitat

Was seine Trainingsmethode betrifft, ein Schlag mit der Faust hier und ein Klatsch mit der Handfläche da, ein Tritt links, und ein anderer rechts. Das ist bemitleidenswert und lächerlich.
Wie gesagt sehe ich Tai Chi als KK mit Qigong-Einfluß. Im Chen-Stil und den frühen Yang-Formen den Akzent mehr auf der KK, bei Yang Chengfu dann mehr auf dem Qigong und weniger auf der KK. Leuten, die keine Vorstellung haben, was Qigong ist, würde ich heute sagen, Tai Chi nach Yang Chengfu ist eine "meditative Heilgymnastik auf der Grundlage von Kampfkunstbewegungen".
Jedenfalls ist es das jetzt für mich, solange ich einmal täglich diese Form mache (das sind jetzt schon 5 oder 6 Jahre).
Das schließt aber nicht aus, daß man mit diesen Bewegungen auch SV üben kann. Kann sein, daß dafür andere Stile wie z.B. Kickboxen besser geeignet wären. Muß aber nicht. Um das Kämpfen geht es bei diesem Tai Chi-Stil eben auch nur zu einem Teil.

Gruß

#16 Rene

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Geschrieben 10 September 2011 - 14:55 Uhr

@ Björn

ja glaube ich gern das der Begriff snake styl zur damaligen zeit noch nicht aufgetaucht ist. Ich denke die haben damals auch noch nicht so ein schubladendenken gehabt wie wir heute.

@ Nordlicht

Es ist doch gut das dir deine Gesundheit sehr wichtig ist. Und es wäre auch sehr schade würde man das Tajiquan nur aufs kämpfen reduzieren. tajiquan ist ein rundum Packet;). Gut es mag damals wie heute leute gegeben haben, die sich nur auf die Birne hauen wollten... hm ...mag sein.
Aber man darf nicht vergessen das dass tajiquan ( andere Innere auch) aus dem nei gung hervorgeht. Also auch wenn man nur der Gesundheit wegen Trainiert darf dieses wissen nicht fehlen.

Die äußere Form ist schon wichtig den sie soll das innere ansprechen. Man kann nicht alles weglassen , dann nur noch die äußere Bewegung nehmen die dann auch noch verändern ( nicht zum Vorteil ) und dann "taiji quan eine alte kunst aus China" drauf schreiben.

Was dann bleibt ist eine beruhigende Gymnastik . Auch gut, aber kein taijiquan !

lg

Bearbeitet von Rene, 10 September 2011 - 15:01 Uhr.


#17 Rene

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Geschrieben 10 September 2011 - 16:57 Uhr

Ich habe immer so den Eindruck das leute die nur wegen ihrer Gesundheit trainieren alles ein bißchen halbherzig machen. ?
Ist nicht auf dich bezogen Nordlicht !
Wie wir das, was wir erlernen Benutzen, ob nun für den kampf oder unserer Gesundheit ist jedem selbst überlassen. Der eine geht weiter den Gesundheitlichen weg. ein anderer den weg der kampfkunst. Und wieder ein Anderer möchte dann beides.

weißt du wie ich das meine ?

#18 Sascha

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Geschrieben 11 September 2011 - 09:08 Uhr

Beitrag anzeigenRene sagte am 10 September 2011 - 14:55 Uhr:

@ Björn

ja glaube ich gern das der Begriff snake styl zur damaligen zeit noch nicht aufgetaucht ist. Ich denke die haben damals auch noch nicht so ein schubladendenken gehabt wie wir heute.


Ip Tai Tak sagte das Yang Sau Chung und sein Vater in zwei Kategorien unterteilt haben, den "Student Style" und den "Family Style". Mit dem ersten haben sie das Geld gemacht, mit dem zweiten gekämpft. Je beliebter ein viel zahlender Schüler war, desto näher ist er dem Family Style gekommen, aber komplett weiter gegeben wurde er laut Ip Tai Tak nur vom Vater zum Sohn. Ip hat die Stile dann etwas moderner beschrieben und die Bewegungsmuster dann anhand von typischen Tierbewegungen eingeteilt. Kranichstil (weit, offen, nutzlos im Kampf), Tigerstil (gradlinig, super Statik beim Pushen durch Fokus auf gegeneinander verspannter Beinmuskulatur bei 70/30 Ständen, zu langsam zum Kämpfen) [das waren die beiden Schülerstile] und der Snakestyle (flexibel und gewunden, nicht so stabil im Pushen wie Tigerstyle aber dafür auf Kampf/SV ausgerichtet und optimiert)[der Familienstil]. Alle drei können sehr gut für die Gesundheit und Entspannung sein, das hängt wie immer vom Lehrer ab, und man kann genauso mit allem sein Schindluder treiben. Ich habe sie alle drei trainiert, der Gesundheitseffekt ist da, keine Frage, aber da ich aus der Kampfkunst/SV Liga komme war ich mit den ersten beiden Varianten von Anfang an nie zufrieden - jetzt bin ich es ;)

PS: Auch hat Ip die inneren Wirkungen/Funktionen der Energiebahnen nicht mit Flüssen und Seen beschrieben, sondern mit U-Bahnen und Aufzügen - er war ein etwas modernerer Hong-Kong Chinese
There is no way to happiness, happiness is the way.


In Modfunktion schreibe ich BLAU

#19 Rene

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Geschrieben 11 September 2011 - 12:57 Uhr

hallo Sascha ,
Vielen dank, gute Erklärung.

Dann ist doch meine Vermutung das es Zur damaligen zeit Lu Chan's noch keine solche Unterteilung gab richtig. Oder Irre ich mich ?

Was das Gesundheitliche angeht...hm... ich habe Anfangs das Moderne Taiji gelernt .. und war weder mit dem Gesundheitlichen noch aus der Sicht des Kämpfens zufrieden. Eisblock hinundher geschiebe , zu wenig Bewegung , nicht flexzibel genug, Zu wenig verwurzelung wenn man dann doch mal auf einen bein zu 100:00 stand. Ich habe bemerkt das ich sobald ich das eine bein hebe auf dem anderen viel zu unsicher stand. Denke aber man sollte auf einen Bein drehen können und das andere dabei frei bewegen. Zu wenig bewegung zwischen unterem Dantian und Jadekissen ( weiß nicht ob Ihr das auch so nennt ) .
Viel zu offen, zu langsam weil zu lange Bewegungen. Von einander getrennte Bewegung ( mag aber am station gelegen haben)
Von der Inneren Arbeit mal ganz abgesehen.
Und ..und ..und

Ja natürlich man bewegt sich, wird Gelenkiger. Wird ruhiger , hat einen ruhigen Atemfluss, und geht den Tag viel entspannter an Man kann sich mit dem modernen stil schon wohlfühlen. Ist aber nicht mein Weg.

Moderner Kong kong Chinese :) :) . Ja ist doch gut. Ist doch egal wie man es benennt solange es verstanden wird.


nette Grüße
rené

PS : ja es mag vielleicht auch am Lehrer liegen ;)

Bearbeitet von Rene, 11 September 2011 - 13:02 Uhr.


#20 Rene

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Geschrieben 11 September 2011 - 13:32 Uhr

mal abgesehen von den fehlenden spiralen. Aber das scheint bei einigen schulen ja ne wansinnige Vertiefungsstufe zu sein.

So genug gemekert :)

Bearbeitet von Rene, 11 September 2011 - 13:34 Uhr.