ingolf sagte am 26 September 2011 - 14:08 Uhr:
Sozusagen wie bei uns auch bei vergleichbaren Veranstaltungen: Geladene Gäste auf den besten Plätzen, die anderen, die aus Interesse oder Verbundenheit kommen, weiter hinten ...
Was ist denn aber eigentlich das Thema der Frage: "Öffentlich oder nicht?" Was daran beschäftigt dich oder was macht das für dich für einen Unterschied?
Was bei einer shinto Zeremonie in den öffentlichen, d.h. auch Laien zugänglichen, Bereich – inhaltlich wie räumlich – gehört, und vor allem: Warum es dort hingehört, ist doch wahrscheinlich eine Frage, die von uns hier niemand wirklich zufriedenstellend klären kann? Warum etwas öffentlich vollzogen wird und warum nicht und welche Bereiche des Zeremoniells der Arkandisziplin unterliegen, ist doch in den Religionen und deren Konfessionen recht unterschiedlich?
Insgesamt aber ist das shinto doch eine Religion, die recht „öffentlich“, also für die Laien zugängnlich ist, oder?
Welchen Teil ihres Curriculums eine ryu offen zeigt und was nicht gezeigt wird, das ist ja noch einmal eine ganz andere Frage. Aber daß es allgemein üblich ist, nur einen bestimmten Ausschnitt öffentlich zu zeigen, das ist doch historisch, wie auch inhaltlich eigentlich selbstverständlich?
Und wie gesagt: Auch im aikido ist das so! Die Menschen, die von Ueshiba nur das kennen, was er offen bei Vorführungen gezeigt hat und was man also entsprechend heute auf Videos sehen kann, haben ein falsches Bild von dem, was er unterrichtet hat. Und nicht nur für ihn gilt das, sondern auch für andere Lehrer. Und in den koryu ist es eben üblich nur ganz bestimmte, Teile zu zeigen. Oder bestimmte Dinge leicht verfremdet zu zeigen. Dabei ist auch diese Verfremdung selber schon wieder ein komplexer Akt und nicht einfach beliebig..
Aber auch was dieses Thema angeht, frage ich mich: Was ist daran so spannend für dich? Koryu sind nicht einfach so offent, wie ein Fußballverein. Und nicht darauf angelegt, daß jeder efnach so sehen, nach- und mitmachen kann.
Wenn das bei euch im Ki-Aikido nicht so ist, dann ist das eben so. Ihr habt euch ja auch in anderen Punkten von der Tradition befreit und seid eigene Wege gegangen? Ob und warum andere es anders machen, muß dich doch eigentlich nicht umtreiben?
Was also ist das Thema, das unter deinen Fragen liegt?
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Andere Menschen – und offensichtlich nicht nur die je aktuellen Besucher dort vor Ort – erleben diesen Vorgang in ihrem Lebenszusammenhang deutlich anders.
„ich will einfach ein schönes Video der Koryu Bugei geniessen“, hat Naninwai geschrieben. Mir geht das ganz ähnlich. Ich mag jetzt nicht meine Emotionen hier ausbreiten. Aber wenn ich z.B. das aikido von Endo sensei sehe, erlebe ich eine tiefe innere Ruhe. Und bei bestimmten anderen optischen Eindrücken erlebe ich vergleichbare, verwandte Phänomene. Das hier gepostete Video gehört in diesen Kreis mit hinein. Es ist „einfach schön“ das anzuschauen.
Menschen, die einen religiösen Bezug zu diesem Schrein haben oder zu dieser ryu oder zu den Inhalten des Festes oder … werden das Erleben dieses enbu als etwas deutlich Positives wahrnehmen.
darum.
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Wenn man sich bewußt macht, daß es hier nicht um die Vorführung eines deutschen Turnvereins bei Sportfest geht, sondern sich die existentielle Bedeutung vor Augen führt, dann kann man vielleicht ahnen, daß ein enbu eher anders einzuordnen ist.
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