Frieden als Ziel des budo - nicht allein im Aikido
#1 Gastpilgrim_*
Geschrieben 06 Oktober 2011 - 18:36 Uhr
aiki jujutsu als ein Weg uns selber und die Meund Frieden:
"The purpose of practice of Daito-ryu is not to win matches. Nor is the final purpose to fight. The purpose of Daito-ryu practice is to better our own lives and the lives of those around us." Ein Satz, der auch von Ingolf stammen könnte.
Kenjutsu als Weg zum Frieden:
"Yagyu Munenori, who was an adviser to the Shogun and advocate of Budo, suggested "Katsujinken". He explained, " Kenjsutsu is not the methods to kill a people. It is the methods to live with peace." Fast gleichlautende Zitate gibt es eben auch von anderen Vertretern von koryu.
Wie ich ja schon manchmal angemerkt habe:
Im moralisch-ethischen Anspruch unterscheiden sich viele budo nicht. Und dennoch - oder vielleicht gerade darum? - gibt es keine "Anpassung der Techniken.
#2
Geschrieben 06 Oktober 2011 - 22:22 Uhr
Zitat
Es ist wohl doch ein Unterschied, ob man das Üben meint und das Ziel des Übens definiert, oder ob man die Kampfkunst und deren Essenz selber meint.
Die Essenz des Aikido ist es nicht, Kehlen durchzuschneiden. Auf dieses Ziel sind die Techniken nicht mehr ausgerichtet.
#3
Geschrieben 06 Oktober 2011 - 22:36 Uhr
Budokünste sollen zur Wahrung der Ehre, der Gerechtigkeit und als Verteidigung eingesetzt werden, nich als Vernichtungsmittel. Darum sind auch bei vielen Budoarten Höflichkeit, Disziplin und der moralisch-ethische Aspekt auch so wichtig. Bei vielen Budokünsten ist der Mensch noch als Mensch im Vordergrund. Er wird auch wenn als Gegner doch respektiert. Das macht ja auch zB. Karate für mich so interessant, dass der moralisch-ethische Aspekt so positiv ist obwohl es ums Kämpfen geht. Auch mit seinem Gegner kann man respektvoll umgehen und ihn so behandeln wie man selber behandelt werden möchte. Man kann durch Selbstdisziplin, Respekt und Kampfgeist erlernen aus seinem Leben und seiner Umgebung das Beste herauszuholen um in Frieden mit sich selbst und seinen Mitmenschen zu leben. Da bin ich der gleichen Meinung.
ten-chi sagte am 06 Oktober 2011 - 22:22 Uhr:
Zitat
Es ist wohl doch ein Unterschied, ob man das Üben meint und das Ziel des Übens definiert, oder ob man die Kampfkunst und deren Essenz selber meint.
Die Essenz des Aikido ist es nicht, Kehlen durchzuschneiden. Auf dieses Ziel sind die Techniken nicht mehr ausgerichtet.
Klar ist das Üben nicht grade immer eine friedliche Art, man lernt schliesslich zu kämpfen, aber der Sinn dahinter ist doch das was zählt. Normalerweise erlernt man eine KK nicht um jemanden abzustechen, sondern in besonderen Situationen sich zu wehren. Ich denke dass auch dieser Aspekt und nicht das Trainieren des Kampfes gemeint ist, wobei ich der Meinung bin auch beim Kämpfen kann man respektvoll mit seinen Gegnern umgehen.
Bearbeitet von North by Northwest, 07 Oktober 2011 - 16:19 Uhr.
#4 Gastcalifax_*
Geschrieben 06 Oktober 2011 - 22:45 Uhr
weltraumkarate sagte am 06 Oktober 2011 - 22:36 Uhr:
Budokünste sichern den Frieden indem sie jeden Angreifer mit sicherer Vernichtung bedrohen.
Genau deshalb sind es Kampf- und Kriegskünste und keine Kindergartenspiele.
Uechiba beispielsweise hat seine Gegner nicht wegkomplimentiert, er hat sie mit dem Schwert mittendurch geschnitten.
weltraumkarate sagte am 06 Oktober 2011 - 22:36 Uhr:
An armed society is a polite society. You simply don't start a fist fight with the guy who's holding the gun.
(Quelle leider vergessen)
weltraumkarate sagte am 06 Oktober 2011 - 22:36 Uhr:
Das ist ein schönes Bekenntnis zur Todessehnsucht.
weltraumkarate sagte am 06 Oktober 2011 - 22:45 Uhr:
...zum Wehren gehört ganz selbstverständlich, daß man den Gegner gegebenenfalls absticht.
Wer diese bittere einfache Wahrheit nicht akzeptieren kann, sollte nochmal darüber nachdenken, was eigentlich Kampf ist und was er da trainiert.
weltraumkarate sagte am 06 Oktober 2011 - 22:45 Uhr:
Nö. Man kann respektvoll sterben. Aber einem Messerstecher oder einer auf Bordsteinspringen versessenen Gruppe klar zu machen, wer zuerst stirbt, hat nicht sehr viel mit Respekt im herkömmlichen Sinne zu tun. Nichtmal beim vergleichsweise harmlosen Fresse-Einschlagen.
Bearbeitet von North by Northwest, 07 Oktober 2011 - 16:20 Uhr.
#5
Geschrieben 06 Oktober 2011 - 22:51 Uhr
@califax
Es ist doch klar dass man sich wehrt, man lernt keine KK um dazustehen und sich verkloppen zu lassen! Aber man sollte wie du auch sagtest sich im klaren sein was Kampf bedeutet.
Bearbeitet von North by Northwest, 07 Oktober 2011 - 16:20 Uhr.
#6 Gastcalifax_*
#7
Geschrieben 06 Oktober 2011 - 23:12 Uhr
Das was du sagst trifft in der heutigen Zeit, mit Ultrawaffen gegen unbewaffnete Menschen vorzugehen voll zu. Da ist wirklich kein Respekt vor Menschenleben oder Würde! Auch nicht wenn eine Gruppe von verrückten auf eine wehrlose Person eindreschen. Wenns aber um einen Kampf geht wo 2 Personen gegeneinander kämpfen ist es denke ich eine andere Art von Kampf, die durchaus respektvollen Umgang mit dem Gegner als Voraussetzung haben kann (nicht immer muss). Viele Budokünste sind entstanden als Verteidigung und nicht als Angriff, als solche sollte man sie auch sehen.
Bearbeitet von weltraumkarate, 06 Oktober 2011 - 23:14 Uhr.
#8 Gastcalifax_*
Geschrieben 06 Oktober 2011 - 23:26 Uhr
weltraumkarate sagte am 06 Oktober 2011 - 23:12 Uhr:
Interessenskonflikte, Gier, Eifersucht, Wut.
Das Gequatsche von Ungerechtigkeit und Unterdrückung ist reine Propaganda, wenn die Entscheidung zum Kampf bereits gefallen ist, und man nur noch naives Kanonenfutter für die erste Reihe sucht.
weltraumkarate sagte am 06 Oktober 2011 - 23:12 Uhr:
Sorry, aber das ist romantischer Blödsinn. Jemanden mit bloßen Händen zu töten oder ihm den Kehlkopf durchzubeißen, hat einen Dreck mit Respekt zu tun. Es gibt keinen Respekt im Kampf. Es gibt nur Angst, Wut und Hass.
weltraumkarate sagte am 06 Oktober 2011 - 23:12 Uhr:
Welche wären das zum Beispiel? Ich kenne keine einzige.
Das ideologische Gequatsche von Angriff und Verteidigung ist reine romantisierende Propaganda. Im Kampf ist der Unterschied zwischen Angriff und Verteidigung nur eine Frage des Timings und der Aufmerksamkeit.
#9
Geschrieben 07 Oktober 2011 - 00:38 Uhr
Ich denke, man muss eine Unterscheidung treffen zwischen dem was heute under "budô" verstanden wird und dem, was man früher unter "budô" verstanden hat.
Viele Künste sind heute "zahm" geworden und widmen sich anderen Zielen als dem Abschlachten von Menschen. Darum braucht man mittlerweile auch so lange, um sie zu meistern.
Früher gab es zwar ebenfalls eine Ebene jenseits des schlichten brutalen Metzelns, ich denke aber nicht, dass diese einen größeren Raum eingenommen hat, als die Techniken selbst.
Man darf nicht alles glauben, was einem so zu den heheren Zielen der KK erzählt wird, selbst wenn es der japanische Sensei ist.
Da spielt viel Romantik und Jahrhunderte der "Domestizierung" der KK mit rein.
Wenn es heißt "du oder ich" bestehen die meisten doch auf dem "du".
.
"Allein sind die Menschen noch annehmbar, doch wenn sie Cliquen bilden, fangen sie an, zu verblöden. Sie verfallen dem Gruppenwahn. Sie sind so sehr darauf aus, in Gruppen zu verblöden, dass sie dafür extra Vereine gründen und Mitgliedsbeiträge bezahlen. [...]" (Sawaki Kôdô)
#10 Gastpilgrim_*
Geschrieben 07 Oktober 2011 - 08:26 Uhr
Shava sagte am 07 Oktober 2011 - 00:38 Uhr:
Alles aber, was Menschen tun, ist eingebettet in ihre Weltsicht. Und viele alte budo hatten/haben eben das Selbstbild, daß ihr Tun - und das heißt dann eben auch den Gegner zu schneiden - dem Frieden, dem Fortkommen des einzelnen Übenden und der Menschen insgesamt dient. Das ist nicht eine Frage von Romantik. Sondern der Bezug von Gegner schneiden und Frieden herstellen wird schlicht und einfach anders hergestellt, als es in unseren Köpfen oder Herzen heute verdrahtet ist.
"to cut the enemy's throat" und "to better our own lives and the lives of those around us" mag für uns widersprüchlich klingen. Aber aus einer anderen Perspektive existiert dieser scheinbare Widerspruch nicht unbedingt.
Ueshiba Morihei wird von aikido oft als Bild des Friedens dargestellt. Weder findet sich das, was wir mit der Vorstellung eines friedfertigen, friedvollen Menschen verbinden in seiner Biographie. Noch findet es sich in den beiden einzigen Technikmanualen, die er herausgegeben hat. Im Gegenteil, es gibt die gleiche Ambivalenz auch dort.
Und, wenn ich das mal vorsichtig einwerfen darf, auf politischer Ebene ist es hier und heute usus, Frieden durch Kampfeinsätze herstellen zu wollen. Ob das nun tauglich ist oder nicht, es spiegelt aber dieselbe Ambivalenz.
Sich abzugrenzen, eigene Bedürfnisse wahrnehmen, äußern und verwirklichen, Selbstwirksamkeit erleben, Selbstbestimmung, ... wir kennen heute viele Worte für etwas, das Menschen aller Zeiten immer schon eigen war: Die Wahrung und Umsetzung der eigenen Interessen. Wir leben in einer Kultur/Umwelt, in der das im Normalfall schlicht verbal zu realisieren ist. "Nein!" oder "Ich möchte ..." reichen aus. Sobald aber Sprache - aus welchem Grunde auch immer - nicht mehr wirkt, werden materielle, körperliche Aspekte wichtig.
Ich weiß kein budo, das als reine Verteidiungskunst entstanden ist.
Im aikido ist dieser Gedanke jedenfalls erst nach Ueshiba und auch nciht in allen Richtungen eingeführt worden. Es gibt im japanischen budo meines Wissens lediglich die Frage, ob es technisch betrachtet sinnvoller ist, selber die Aktion zu initiieren um den Gegner zu Reaktion zu verdammen. Oder ob man im Vorteil ist, wenn man auf die Aktion des Gegners reagiert. Das sind aber wirklich rein technische Fragen, die sich z.B. mit go no sen, sen no sen und sensen no sen beschäftigen.
aikido wird oft als eine Reaktion auf einen Angriffverstanden. Nach allem, was ich inzwischen meine gelernt zu haben, geht diese Anschauung weder auf Ueshiba zurück, noch stimmt sie so rein technisch betrachtet. Noch 1938 beschreibt Ueshiba deutlich, daß tori angreift und daraus bestimmte Situationen entstehen. Und ich kenne das auch noch heute so als einen (nicht den einzigen) technischen Aspekt.
#11
Geschrieben 07 Oktober 2011 - 08:28 Uhr
Bearbeitet von weltraumkarate, 07 Oktober 2011 - 08:37 Uhr.
#12 Gastcalifax_*
Geschrieben 07 Oktober 2011 - 08:32 Uhr
#13
Geschrieben 07 Oktober 2011 - 08:36 Uhr
Zitat
Einen recht interessanten Ansatz zu einer Theorie der Gewalt (auch und gerade der sehr extremen) liefert m.Mn.n. Jan Philipp Reemtsma: http://www.sueddeuts...chkeit-1.258511
#14 Gastpilgrim_*
Geschrieben 07 Oktober 2011 - 09:12 Uhr
weltraumkarate sagte am 07 Oktober 2011 - 08:28 Uhr:
Wenn man sich mit Mitteln einer KK verteidigt, wird man Verletzungen, Schmerz, Schäden zufügen.
Die Frage, ob das ethisch / moralisch "richtig" ist, muß man immer für sich beantworten. Rein sachlich ist auch das schlicht Gewalt.
Warum man kämpfen muß?
Weil nur in den allerseltensten Fällen die Umsetzung eigener - völlig berechtigter - Interessen möglich ist, ohne die Interessen eines anderen zu berühren. Das scheint zwar oft so, aber wenn man genau hinschaut, ist das lediglich eine Illusion.
#15
Geschrieben 07 Oktober 2011 - 09:23 Uhr
Ich glaube aber trotzdem fest daran dass Liebe stärker ist als Hass. Schauen wir mal in unsere heutige Zeit. Überall ist Krieg. Irak, Afghanistan, Palästina, Besetzung im Gazastreiefen, Bürgerkrieg in Libyen, Syrien, Südsudan, Tschechien, Kurden in der Türkei.... ich denke die Liste würde etlich lang werden. Krieg entsteht überall da wo Menschen andere Menschen unterdrücken wollen, um ihre eigenen Interessen zu verwirklichen. Es ist eine Art der Macht und des materiellen an sich reißen wollens, wer ist stärker nur in größerem Format. Die Politik und Medien spielen hierbei natürlich eine sehr große Rolle. Der Angreifer hat dabei nicht unbedingt edle Gedanken, meistens sind das finanzielle Gründe wie zB. beim Irakkrieg, als die USA die Ölvorkommen an sich reißen wollten usw. Und inwieweit es richtig ist das Deutschland immer noch in Afghanistan ist, ist eine Frage die den Rahmen hier sprengen würde.
Aber kommen wir zu unseren Budokünsten. Auch bei diesen ist es letzendlich das Gleiche. Nur im kleineren Format. Der Angreifer will gewinnen um jeden Preis. Entweder man setzt sich mit ihm auseinander und kämpft oder man unterwirft sich ihm. Aber wer gibt schon freiwillig auf? Schliesslcih will niemand verlieren und sich kampflos ergeben. Hier ist nun die Frage wie führe ich meinen Kampf? Antworte ich dem Gegner so wie er es mit mir macht, unmenschlich und herzlos, oder würdevoll und ehrenhaft. Vielleicht so scheint es im ersten AUgenblick, das man verloren hat aber trotzdem ist man doch der Gewinner. Als die Atombombe (unmenschlich) in Hiroschima eingestzt wurde, haben die Japaner den Krieg verloren, so schiens, aber heute sind sie die Gewinner. Nicht nur der Herzen sondern auch finanziell stehen sie unabhängiuger als die USA da, die skrupellosen immer noch versucht zu einer Weltmacht zu werden, dabei aber finanziell selber nicht mehr zu retten ist.
Auch wenn man im ersten Augenblick denkt dass man durch Vernichtung und Sieg im Kampf weiterkommt ist es letzendlich nur eine Zerstörung, trotzdem oder gerade deswegen sollte man seinen Wiederstand nicht genauso gestalten wie sein Angreifer. Wenn mir einer mit einer Pistole droht besorgee ich mir nicht auch eine Pistole. Gewalt ruft nur Gegengewalt hervor, ausser man wehrt sich dagegen friedlich. Man soll sich verteidigen mit Mitteln die einem zur Verfügung stehen aber nicht um jeden Preis und seine Menschenwürde abstreifend.
Ich gestehe ich bin eher pazifistisch, (ausser es geht um lästige Mücken die kille ich auch mal mit der Fliegenklatsche
Bearbeitet von weltraumkarate, 07 Oktober 2011 - 09:24 Uhr.
#16 Gastpilgrim_*
Geschrieben 07 Oktober 2011 - 09:44 Uhr
weltraumkarate sagte am 07 Oktober 2011 - 09:23 Uhr:
Zitat
Zitat
Der Gedanke, man sei aus dem Mechanismus von Gewalt und Gegenwalt ausgestiegen, ist mir nicht plausibel und - wie schon gesagt - meiner Ansicht nach unehrlich sich selbst gegenüber.
Zitat
Und dort, wo Pazifismus ein budo tatsächlich auch technisch zu prägen beginnt, wie ich es z.B. in manchen Richtungen des aikido wahrzunehmen meine, verliert das budo seinen eigentlichen Charakter und rein technisch seine Fähigkeiten.
Ich erlebe immer wieder, daß gerade diejenigen Lehrer, die technisch sehr "stark" sind und gewiß keine Pazifisten, sehr bescheidene und friedvolle Menschen sind.
#17
Geschrieben 07 Oktober 2011 - 10:10 Uhr
Da gebe ich dir recht, das man wenn man sich wehrt natülich auch Gewlt anwendet. Aber für mich ist hier die Frage des Ziels. Wende ich Gewalt an um anzugreifen und zu zerstören, oder wende ich Gewalt an um mich zu wehren und um zu überleben. Wenn man sich verteidigen muss um zu überleben, dann ist es ein menschliches Recht, denn jeder hat das Recht zum Leben und zum Überleben, dann ist es aber keine Gewalt sondern Wiederstand. Wenn ich aber Gewalt anwende um zu eliminieren, dann ist es ungerechte Gewalt. Hört sich vielleicht doof an, dass ich das so unterteile, aber ich denke es gibt schon einen Unterschied zwischen der Gewalt beim Angriff und der Verteidigung.
Ausserdem sagte ich "ich bin eher pazifistisch", was ich damit meinte ist, dass ich eher dafür bin in erster Linie ohne Gewalt Lösungen zu finden. Aber wenns gar nicht anders geht lasse ich mich auch nicht einfach verprügeln, dann wehre ich mich und dafür sind Budokünste meiner Meinung nach auch da.
So ist es auch richtig, man sollte das was man erlernt technisch korrekt und gut lernen. Technisch stark sein bedeutet nicht das man ein Angreifer auf der Lauer ist. Man erlernt Budo auch nicht, um jemanden grundlos anzugreifen, oder?
Ich glaube nicht das durch den Pazifismus der Charakter und die Technikqualität eines Budos verloren geht. Hier kommt wieder die Einstellung zu der Sache. Warum erlerne ich es und wann oder wo will ich es anwenden? Wenn ich eine falsche Einstellung habe dann kann ich auch ohne Pazifismus trotzdem nix lernen. Der Ehrgeiz für die Sache ist das Entscheidende. Ich möchte zB. das Beste erreichen was ich körperlich in der Lage bin zu erreichen. Ich sehe Karate auch in 2 Kategorien, erstens als Körperliche Fittness und zweitens als self-defence. In beiden Situationen spielt für mich Gewalt erst mal keine Rolle. Die kommt erst wenn man reell angegriffen wird ins Spiel. Und wenn das irgendwann mal passieren sollte, was man ja nie ausschliessen kann, dann ist es doch das normalste der Welt das erlernte einzusetzen, und da sehe ich ehrlich gesagt auch keine Gewalt drin sondern nur Wiederstand.
Bearbeitet von weltraumkarate, 07 Oktober 2011 - 10:11 Uhr.
#18
Geschrieben 07 Oktober 2011 - 10:15 Uhr
- Klassische KK-Attacken:
Stop and freeze Attack: Aus zwei Meter Entfernung wird ein Faustschlag gestartet und die Technik wird durchgezogen komme was wolle, abrupt wird die Bewegung mit ausgestrecktem Arm gestoppt und der grosse Sifu/Sensei kann eine im Minimum, 10 Fachcombofaustattacke demonstrieren. Zweitangriffe sind nicht möglich weil das Chi des Meisters dies verhindert.
Rhino Attack: Aus zwei Meter Entfernung, vielleicht sogar noch mehr, Ausgangsposition im besten Fall noch kniend am Boden, rennt der Angreifer auf sein Ziel los. Der Faustarm bleibt während der ganzen Bewegung gestreckt und man rennt unbeirrt weiter. Sollte sich das Ziel zur Seite bewegen, so rennt man weiter am Ziel vorbei. Sollte das Ziel Kontakt mit dem Angriffsarm aufnehmen so lässt man sich willenlos in ein Wurf oder Hebeltechnik führen. Zweitangriffe sind auch während dieser Bewegung unmöglich wegen einer KI-Blockade welche sich durch das eigene Momentum ergiebt.
Die Wichtigste Regel überhaupt in den klassischen KK's: Wenn wir alle gaaaaaaanz fest daran glauben, dann funktioniert es auch......
#19 Gastcalifax_*
Geschrieben 07 Oktober 2011 - 10:18 Uhr
pugilism sagte am 07 Oktober 2011 - 10:15 Uhr:
Yep, nämlich das größte Massaker und die schlimmste Massenvertreibungsaktion, die Indien für lange Zeit erlebt hatte.
Sogar der Afghanistankrieg ist noch eine der Nachwirkungen seines segensreichen Handelns.
Hätte er seinen pazifistischen Erfolg wie von ihm beabsichtigt auf Europa ausgedehnt, würden wir heute unterm Hakenkreuz leben.
#20
Geschrieben 07 Oktober 2011 - 10:24 Uhr
Zitat



