Vollkontakt, was bedeutet das?
#1
Geschrieben 08 Oktober 2011 - 14:33 Uhr
Was bedeutet Vollkontakt für euch?
Sind Knie- und Ellbogentreffer erlaubt für Vollkontakt? Sind Kopftreffer in Ordnung für Vollkontakt?
www.lee-kamwing.de
#2
Geschrieben 08 Oktober 2011 - 15:11 Uhr
Im Sparring und Training bedeutet Vollkontakt meistens eher Leichtkontakt (KO ist nicht das Ziel), sondern betrifft vielmehr den Punkt, dass nicht unterbrochen wird, bei guten Treffern. Das führt zu einem anderen Kampfverhalten und anderen Technikauswahl. Es hat dann keinen Sinn möglichst lange, schnelle Einzeltechniken dem Fechten gleich anzubringen, die Distanz verkürzt sich etwas und Deckung wird wichtiger.
Verschiedene Systeme haben da verschiedene Formen und Mischformen und man kann schön sehen, wie das Reglement das Kampfverhalten bestimmt. Im TKD wird zwar Vollkontakt gekämpft, aber es darf nicht zum Kopf geschlagen werden (nur getreten) und es wird nach einem satten Treffer unterbrochen. Da nur Kicks gute Punkte bringen, besonders zum Kopf, tauschen die Kontrahenten idR ein, zwei Tritte aus und umklammern sich dann schreiend, um weitere Kicks zu unterbinden, bis sie getrennt werden. Im MT geht's in dieser Distanz dann erst richtig los. Im Kyokushin darf auch nicht zum Kopf geschlagen werden, aber weil nicht unterbrochen wird, wird halt in der Halbdistanz auf der Brust des anderen rumgeklopft, bis einer umfällt.
Bearbeitet von Luggage, 08 Oktober 2011 - 15:13 Uhr.
#3
Geschrieben 08 Oktober 2011 - 15:12 Uhr
sondern 1. die Aussage, dass die (erlaubten) Trefferzonen mit den (erlaubten) Waffen VOLL getroffen werden dürfen...
und 2. dass (erlaubte) Bewegungen mit VOLLEM Körpereinsatz gebracht werden dürfen.
Klassisches Boxen ist z.B. eine Vollkontaktkampfsportart. Sowohl Trefferzonen als auch das Waffenarsenal sind durch die Regeln begrenzt. Judo ist ebenso eine Vollkontaktkampfsportart, obwohl es keine Schläge oder Tritte gibt.
Bearbeitet von Den, 08 Oktober 2011 - 15:14 Uhr.
#4
Geschrieben 08 Oktober 2011 - 15:15 Uhr
Den sagte am 08 Oktober 2011 - 15:12 Uhr:
#11
Geschrieben 08 Oktober 2011 - 15:47 Uhr
Luggage sagte am 08 Oktober 2011 - 15:39 Uhr:
Aber natürlich. Deshalb schreibe ich es ja. Sicher zieht man einen Nikkyo bei einem Anfänger nicht voll durch. Aber was einige Shihan mit Danträgern machen, oder wenn ein paar mit entsprechend trainierten Gelenken zusammen üben, dann kann man ruhig von voll durchziehen sprechen.
Aikido Hebel haben den Vorteil, dass die Gelenke nicht sofort brechen, da in der natürlichen Bewegunsrichtung gehebelt wird. Bei entsprechendem Training und gutem Ukemi ist es durchaus möglich. Ich habe mal einige Zeit ju-jutsu trainiert, dort konnte mich aufgrund des entsprechenden Trainings niemand hebeln. Andersherum: Ach je, sofort wurde mit Schmerzverzerrtem Gesicht geklopft. Es hieß dann, ich wäre zu brutal...
Bearbeitet von ten-chi, 08 Oktober 2011 - 15:49 Uhr.
#12
Geschrieben 08 Oktober 2011 - 15:57 Uhr
ten-chi sagte am 08 Oktober 2011 - 15:47 Uhr:
Luggage sagte am 08 Oktober 2011 - 15:39 Uhr:
Aber natürlich. Deshalb schreibe ich es ja. Sicher zieht man einen Nikkyo bei einem Anfänger nicht voll durch. Aber was einige Shihan mit Danträgern machen, oder wenn ein paar mit entsprechend trainierten Gelenken zusammen üben, dann kann man ruhig von voll durchziehen sprechen.
Aikido Hebel haben den Vorteil, dass die Gelenke nicht sofort brechen, da in der natürlichen Bewegunsrichtung gehebelt wird. Bei entsprechendem Training und gutem Ukemi ist es durchaus möglich. Ich habe mal einige Zeit ju-jutsu trainiert, dort konnte mich aufgrund des entsprechenden Trainings niemand hebeln. Andersherum: Ach je, sofort wurde mit Schmerzverzerrtem Gesicht geklopft. Es hieß dann, ich wäre zu brutal...
Ich stehe gerade etwas neben mir.... wie kann man einen Hebel in der Bewegungsrichtung der Gelenke effektiv ausführen? Ich bin Mediziner und dann bewegt man eigentlich nur, wie ein Physiotherapeut, die Gelenke des Gegners?
Ich brauche mal ein Video, wo man das sieht, bitte.
www.lee-kamwing.de
#13
Geschrieben 08 Oktober 2011 - 15:59 Uhr
ten-chi sagte am 08 Oktober 2011 - 15:47 Uhr:
Aikido Hebel haben den Vorteil, dass die Gelenke nicht sofort brechen, da in der natürlichen Bewegunsrichtung gehebelt wird. Bei entsprechendem Training und gutem Ukemi ist es durchaus möglich. Ich habe mal einige Zeit ju-jutsu trainiert, dort konnte mich aufgrund des entsprechenden Trainings niemand hebeln. Andersherum: Ach je, sofort wurde mit Schmerzverzerrtem Gesicht geklopft. Es hieß dann, ich wäre zu brutal...
Tjoa, muss ich so stehen lassen, mangels Erfahrung auf dem Sektor. Ehrlich gesagt kann ich mir aber nicht vorstellen, dass das in einem unkooperativen Kampf funktionieren soll, ohne den Gegner ernstlich zu verletzen. Gutes Ukemi und locker mit-flowen geht nicht mehr, wenn man mehr als dieses eine-Aktion-und-dann-Freiflug-Randori macht, das ich als Aikido-Freikampf kenne.
Bearbeitet von Luggage, 08 Oktober 2011 - 15:59 Uhr.
#14
Geschrieben 08 Oktober 2011 - 16:19 Uhr
Zitat
Vielleicht Semikontakt?
Auch schwierig bei der Definition: Das Stoppen nach einem "Treffer" und der KO. In nicht wenigen Kampfsportarten gibts ja eine Art symbolischen KO in Form eines Ippon (der aber bei weitem nicht jedem "Treffer" zugesprochen wird). Der macht den anderen zwar nicht wie ein Box-KO objektiv kampfunfähig, symbolisiert aber genau das und beendet somit auch den Kampf. Hebel und Würger fallen da auch drunter.
Bearbeitet von Terao, 08 Oktober 2011 - 16:27 Uhr.
#15
Geschrieben 08 Oktober 2011 - 17:19 Uhr
Luggage sagte am 08 Oktober 2011 - 15:59 Uhr:
Stimmt, es wäre doch aber eine Frage des Regelwerks, welche Verletzungen in Kauf genommen werden und welche nicht.
NAtürlich gibt es im Aikido keine Wettkämpfe, deshalb sagte ich "wenn es welche gäbe".
Terao sagte am 08 Oktober 2011 - 16:19 Uhr:
Nein, es geht nicht um knallhart, sondern im Gegenteil darum, weich zu werden.
Diese "moderne" Übungsweise ermöglicht es erst, die Techniken "duchzuziehen" und seinen Trainingspartner sozusagen als "Sandsack" zu beanspruchen. Dadurch ist es möglich die Energie die man entfalten kann, maximal zu entwickeln. Wenn die Bewegung jedesmal stoppt, fliesst nichts.
Im Daito-ryu gab es faktisch kein Ukemi, die Techniken waren darauf ausgelegt sofort Kampfunfähig zu machen. In dieser Weise haben sich die Techniken weiterentwickelt.
#16
Geschrieben 08 Oktober 2011 - 18:47 Uhr
#17
Geschrieben 08 Oktober 2011 - 19:00 Uhr
ten-chi sagte am 08 Oktober 2011 - 17:19 Uhr:
Luggage sagte am 08 Oktober 2011 - 15:59 Uhr:
Stimmt, es wäre doch aber eine Frage des Regelwerks, welche Verletzungen in Kauf genommen werden und welche nicht.
NAtürlich gibt es im Aikido keine Wettkämpfe, deshalb sagte ich "wenn es welche gäbe".
#18
Geschrieben 08 Oktober 2011 - 20:43 Uhr
Luggage sagte am 08 Oktober 2011 - 15:15 Uhr:
Beim BJJ ist es üblich, Hebel nicht durchzureißen und dem Gegner Gelegenheit zum Tappen zu geben, bevor man ihm die Gelenke demoliert. Das ist aber eher eine Frage der Sportlichkeit, nicht der Regeln, und ich würde mich auch nicht darauf verlassen.
#19
Geschrieben 08 Oktober 2011 - 21:11 Uhr
#20
Geschrieben 08 Oktober 2011 - 21:19 Uhr
Terao sagte am 08 Oktober 2011 - 21:11 Uhr:



