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Definition von SV-Fähigkeit oder was ist SV?


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12 Antworten in diesem Thema

#1 Ninjutsu-Fan

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Geschrieben 12 Oktober 2011 - 20:40 Uhr

Hallo zusammen,

mich würde mal interessieren ob Ihr schon mal in Situationen geraten seid, wo Ihr das gelernte im Selbstverteidigungsfall anwenden konntet bzw. musstet?

Bearbeitet von Mac, 14 Oktober 2011 - 19:27 Uhr.
Hallo zusammen, aus einer allgemeinen Frage haben sich fehlende Begriffsdefinitionen ergeben. Nach Rücksprache mit dem Threadersteller, wurde dieser Thread umbenannt und für die neue Diskussion freigegeben und hierhin verschoben. Viel Spaß!


#2 Björn

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Geschrieben 12 Oktober 2011 - 21:21 Uhr

Ein Ehrlicher Tip... frag nicht hier nach sonder eher in dort wo Du trainierst, das wird eher von Erfolg gekrönt sein ;)

Grüße
Björn
Lerne ich zu kämpfen, nur des lernens willen? Oder lerne ich um zu kämpfen?

#3 GastKagami_*

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Geschrieben 12 Oktober 2011 - 22:56 Uhr

Wahre oder unwahre Geschichten kann er doch - stilunabhängig - sowohl hier als auch vor Ort hören (zumal Klappern ja zum Handwerk gehört). Generell ist so
ein Nachfragen bezüglich eines brauchbaren Ergebnisses auch reine Glückssache (und noch zu erkennen ob solch ein Fall dann gerade vorliegt oder nicht.....).

#4 Mac

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Geschrieben 14 Oktober 2011 - 08:54 Uhr

Hi Ninjutsu-Fan,

Zitat

wo Ihr das gelernte im Selbstverteidigungsfall anwenden konntet bzw. musstet

Die Frage ist, was Du genau meinst.

Meinst Du, sich prügeln zu müssen?

Meinst Du, die Erfahrung zu nutzen, Körpersprachenveränderungen zu erkennen und auf dieser Beobachung frühzeitig zu deeskalieren?

Meinst Du, Veränderungen im Umfeld wahrzunehmen und die entsprechende Stelle zu verlassen bevor was passiert?

Je nach Definition hast Du an einem Tag möglicherweise viele erfolgreiche Anwendungen des Gelernten.
Natürlich macht sich für die Öffentlichkeit die erste Möglichkeit besser, 25 Leuten im Alleingang platt gemacht zu haben, darüber kann die Bild dann viel schreiben.

In der Praxis sind es aber mehr die Optionen zwei und drei, die Anwendung finden und die trotz des Erfolgs für Dritte meist eher unspektakulär sind.
Auch wenn es in den Situationen bei einem selber durchaus zu massivem Adrenalinausstoß und auch Schwitzerei kommen kann.

Viele Grüße

Mac :-)
Renne um Dein Leben, wenn ich lächele.

Wie soll ich wissen was ich denke, bevor ich lese was ich schrieb?

Ich wollte mich eigentlich geistig mit Dir duellieren, doch ich sehe Du bist unbewaffnet.

#5 Lars

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Geschrieben 14 Oktober 2011 - 10:14 Uhr

Beitrag anzeigenschauhin sagte am 14 Oktober 2011 - 08:17 Uhr:

Wie kannst du dann Leute zu einem andren System schicken?

Vermutlich weil er verstanden hat, dass manche Bewegungsmuster (Taijutsu) mit den Trainingsmethoden anderer Systeme so konditioniert werden, dass sie in einem Ernstfall besser abrufbar sind.

Zitat

Es gibt wenige die BBT auch Sv tauglich zeigen und erklären können - witziger weiße sind das meist Leute die auch

"Erfahrungen" haben und nicht durch das komische "Feeling und .." Gequatsche auffallen.

Was ist denn SV Tauglichkeit? Und was nutzt es, wenn der Lehrer Erfahrungen hat? Kann jeder, der Erfahrungen hat, seine Schüler mental so schulen, dass sie sein Zeug in einem Ernstfall auch einsetzen können?

Das mit den eigenen Erfahrungen wird meiner Meinung nach völlig überbewertet. Ganz davon abgesehen, dass z.b. die großen SV Systeme keine Leute als Trainer einsetzen würden, die kein einwandfreies Führungszeugnis haben, womit den Erfahrungen schonmal Grenzen gesetzt werden, kann Erfahrung des Trainers lediglich helfen, große technische Schnitzer zu vermeiden, sie macht aber aus einem Menschen keinen guten Lehrer. Ein guter Lehrer braucht einen didaktischen Hintergrund.

Dazu kommt ein anderes Problem: was heißt denn Erfahrung, was sind das für Erfahrungen, wie lange sind die Erfahrungen her und in welcher Relevanz stehen sie zum BBT ? Wenn wir von relevanten praktischen Erfahrungen sprechen, dann geht es doch darum, dass jemand sein BBT, das er unterrichtet und die Art, wie er es unterrichtet, regelmäßig im Praxisbezug prüft. Dann hat er ein direktes Feedback, inwiefern sein System brauchbar ist. Die meisten Kampfsportarten machen das im Ring. Ob der Lehrer mal vor 20 Jahren jedes Wochenende in einer Kneipe mit anderen Betrunkenen Schwinger ausgetauscht hat, macht sein BBT nicht besser.


Zitat


BBT oder besser vereinzelte Ryu sind so Wie sie sind absolut SV tauglich!


Steht die Frage im Raum, was "SV Tauglichkeit" für Dich ausmacht?



Zitat

Krav Maga (bitte nicht daran fest beißen - es könnte auch andere System hier stehen!) kann genauso tauglich oder

untauglich sein wie eine Ryu des BBT !

Es gibt dennoch einen Unterschied zwischen den modernen Hybriden und den traditionellen Hybriden. Die modernen Hybriden werden ständig überarbeitet, Techniken verworfen, neue hinzugenommen. Aus einem Praxisbezug heraus. Meiner Meinung nach ein ganz wichtiger Unterschied zu einem traditionellen System, das eben nicht ständig aus einem Praxisbezug heraus verändert wird.


Zitat

DAS ist von Lehrer abhänig - Ich selbst habe jetzt vor kurzen ein Training
mit erlebt in dem eine RYU mal SV lastig gemacht wurde - es war überzeugend.


"Überzeugend sein" ist eine Sache. Wie wurde es geprüft, dass die "SV Variante (weiß nicht, wie ich es besser formulieren soll) auch wirklich SV tauglich ist ?

Bearbeitet von Mac, 14 Oktober 2011 - 19:34 Uhr.
In Rahmen der Bearbeitung des Themas wurde der Thread gesplittet und der Beitrag, auf den sich Lars in Teilen bezieht ist im zweiten Thread. Jedoch passt die Antwort ansonsten hier hinein.


#6 Mac

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Geschrieben 14 Oktober 2011 - 10:48 Uhr

Hi Lars,

man kann auch alles zerreden. :-)

Was ist denn "SV-tauglich".
Wann ist eine SV erfolgreich?

Auch da gibt es feine Fragestellungen:

2 kloppen sich, 1 Angegriffener überlebt = erfolgreich
2 kloppen sich, 1 überlebt unverletzt, der Angegriffene als Krüppel = erfolgreich
2 kloppen sich, 2 kriegen dicke was drauf und trennen sich dann unter dem üblichen Wortgeplänkel = erfolgreich

Erfolgreich weil überlebt.

2 kloppen sich, 1 bekommt nichts ab, der andere hat eine Schramme = ist der Geschrammte nun ein Looser?

Ich finde in solchen Diskussionen immer spannend, wie davon ausgegangen wird, dass Allgemeinplätze von anerkannter und genereller Bedeutung sind.
Denn zu gerne wird erfolgreiche SV (welche ich primär im körperlichen Sinne wahrnehme) mit veletzter Eitelkeit in einen Topf geworfen, eben weil jemand trotz der Striche am Gürtel oder der Aufnäher eins auf die Mütze bekommen hat.

Viele Grüße

Mac :-)
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#7 Mac

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Geschrieben 14 Oktober 2011 - 11:09 Uhr

Hi Lars,

Zitat

Wie wurde es geprüft, dass die "SV Variante (weiß nicht, wie ich es besser formulieren soll) auch wirklich SV tauglich ist ?

Ja dann mal her mit den Kriterien, die Techniken objektiv SV-fähig machen überprüfbar machen.
Dies dann bitte noch in Abgrenzung zu Menschen, die keine Erfahrung mit KKs haben.

Darauf bin ich gespannt.

Viele Grüße

Mac
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Wie soll ich wissen was ich denke, bevor ich lese was ich schrieb?

Ich wollte mich eigentlich geistig mit Dir duellieren, doch ich sehe Du bist unbewaffnet.

#8 Lars

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Geschrieben 14 Oktober 2011 - 11:13 Uhr

Beitrag anzeigenMac sagte am 14 Oktober 2011 - 11:09 Uhr:

Hi Lars,

Zitat

Wie wurde es geprüft, dass die "SV Variante (weiß nicht, wie ich es besser formulieren soll) auch wirklich SV tauglich ist ?

Ja dann mal her mit den Kriterien, die Techniken objektiv SV-fähig machen überprüfbar machen.

Das war ja meine Frage...

#9 Kusarigama Shogei

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Geschrieben 14 Oktober 2011 - 11:31 Uhr

Ich für meinen Teil musste noch nie irgendwas anwenden. Man kann sehr viel mit Körpersprache machen, mit Stimme und so. Schläger rechnen meistens nicht damit, dass es Leute gibt, die sowas wie Zivilcourage zeigen. Die denken eher, dass die Leute wegschauen.

Wenn Krieg die Antwort ist, stellen wir die falschen Fragen


#10 Fidibus

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Geschrieben 14 Oktober 2011 - 22:22 Uhr

Zitat

mich würde mal interessieren ob Ihr schon mal in Situationen geraten seid, wo Ihr das gelernte im Selbstverteidigungsfall anwenden konntet bzw. musstet?

Ja, eindeutig.


Gruß Fidibus
Am Beginn einer Katastrophe steht immer eine beschissene Vermutung....

I tried religion, meditation, even therapy... then I realized all I really needed was more horsepower.

Ich bin gegen Gewalt.......Es sei denn, sie ist gut gemacht....

#11 Daemonday

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Geschrieben 15 Oktober 2011 - 12:15 Uhr

Jup musste ich sehr oft, allerdings beruflich.

Lg
Micha
-Michael May-

Bujinkan Dojo Wakagi Nürnberg http://wakagi.de/

#12 Catwoman

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Geschrieben 15 Oktober 2011 - 20:55 Uhr

Huhu ihr,

ich denke, es hat sich hier herauskristallisiert, dass die Frage ist: Wo oder wann fängt denn Selbstverteidigung überhaupt an? :)

LG Cat
"(und bei Katzen ist die vollkommen irrationale Launenhaftigkeit biologisch angelegt. Wenn man so will: Die sind von Natur aus wahnsinnig.)" Terao, 02.03.12

shikin haramitsu daikomyo

http://www.onsideklettersport.de/

#13 Terao

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Geschrieben 16 Oktober 2011 - 17:17 Uhr

Wiki sagt:

Zitat

Als Selbstverteidigung wird die Vermeidung und die Abwehr von Angriffen auf die seelische oder körperliche Unversehrtheit eines Menschen bezeichnet.[1] Die Spannweite solcher Angriffe beginnt bei Nichtbeachtung, unbedachten Äußerungen, Einnehmen von Gemeinschaftsraum, setzt sich fort über Beleidigungen, Mobbing und Körperverletzung und reicht bis zu schwersten Gewaltverbrechen. Dabei ist jedoch immer die Ausübung von Macht das Ziel des Täters.[2] Die weit überwiegende Anzahl solcher Angriffe wird nicht von Fremden, sondern von Bekannten (Schulkameraden, Verwandte, Ehepartner) verübt.[3] Bei der Verteidigung gegen nicht-körperliche Angriffe spricht man heute auch von Selbstbehauptung (als Substantiv zu sich behaupten).[4]

Dürfte also wohl jeder schon Erfahrungen mit gemacht haben (zumindest mit den milderen Formen).