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Kendo - Ergänzendes/Unterstützendes Training


39 Antworten in diesem Thema

#1 Laker4life

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Geschrieben 19 Oktober 2011 - 08:34 Uhr

Guten Morgen Zusammen,

ich würde gerne wissen ob Ihr euch, neben dem Kendo Training, auch mit anderen Sportarten und/oder Fitnessstudio fit haltet? Mich würde interessieren ob es bestimmte übungen gibt die einem auch beim kendo weiterhelfen. Ich bin mir schon bewusst das das beste Training für Kendo immernoch Kendo ist aber vllt. kann man nebenbei was machen?

Gruß
Laker

#2 Gastyamamoto49_*

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Geschrieben 19 Oktober 2011 - 09:08 Uhr

Schwimmen.

#3 Terao

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Geschrieben 19 Oktober 2011 - 09:23 Uhr

Ich würde mal sagen, dass man von Kurzzeitausdauer (hohe Sauerstoffschuld) und allgemeiner "Allround-Muskulatur" noch am meisten profitieren würde. übungen dafür wären Seilspringen (oder Haya Suburi), Treppenhochlaufen und ein bißchen Hanteln. Auch hab ich den Eindruck, dass Bauch- und untere Rückenmuskulatur beim Kendo zwar gebraucht, aber nicht so wahnsinnig trainiert werden. Und stärkere Beine können auch nie schaden.

Schaden kann ein auch sonst sportlich trainierter Körper eh nie. Kendo allein ist ja von der Belastung her doch ziemlich einseitig. Vielleicht ist es deshalb nicht mal die schlechteste Idee, GERADE auch Sachen zu trainieren, die im Kendo NICHT gebraucht werden (viele Kendoka - auch ich - sind etwa hundssteif in den Beinen...).

#4 Laker4life

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Geschrieben 19 Oktober 2011 - 09:44 Uhr

Danke für die Tipps Terao! Der Hintergrund bei mir ist auch das ich seit über einem Jahr kein Kendo mehr gemacht habe (=Faulheit) und im Frühjahr wieder damit anfangen will. Ich geh jetzt seit August 2-3 Mal in der Woche in die Muckibude und halte mich so etwas fit.

Ich hatte beim Kendo immer die größten Probleme bei Kirikaeshi und Suburi übungen, da ging mir nach kürzester Zeit die Puste flöten. Ich habe zwar immer versucht nicht zu verkrampfen aber so wirklich rund war das nie. Ich versuche aktuell meinen Rumpf und überkörper zu stärken da ich hier die größten Defizite vermute.

#5 Trismegistos

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Geschrieben 19 Oktober 2011 - 09:57 Uhr

Da kann man sicher eine ganze Menge machen.
Ich selbst muss mir leider eingestehen doch auch weniger zu machen, als ich gerne würde, einfach aus mangelnder Disziplin.

Als theoretisch ausreichende übungen würde ich Laufen und Suburi bezeichnen.
Wer davon genug macht, macht schon sehr viel für sein Kendo.

Aber natürlich gibt es viel mehr, was man darüber hinaus machen kann:

- Kniebeugen (mit die beste übung überhaupt)
- Treppensteigen
- Seilspringen
- Beinübungen auf einem Raster (-muster auf dem Boden, wie man es aus American Football Trainings kennt)
- Bauch- und untere Rückenmuskulatur stärken, generell Rumpfstabilität schaffen
- Handgelenksübung mit Flaschen (gefüllt mit Wasser, Sand, Sand/Wasser)
- grundlegender Muskelaufbau (aber nicht zu viel)
- Schnellkrafttraining

Und nicht zu vergessen übungen vor dem Spiegel (Tipp eines Hachidan) zur Verbesserung der Mitte.
Oder Hometraining an einem Dummy. (Tsuki und andere)
Auch Meditation würde ich im Prinzip zumindest bedenken (praktisch umgesetzt hat das Korea 2003 im Zuge ihrer Vorbereitungen zu den WKC in Glasgow, siehe Eiga-Doku: "A single blow")

Und ansonsten natürlich alles, was man im Zuge seiner regulären Kendo Trainings lernen, üben und umsetzen sollte.

Ein persönlicher Tipp von mir, wäre es regelmäßig das Gespräch mit dem eigenen Lehrer zu suchen.
Sicherlich ist das sehr unterschiedlich von Lehrer zu Lehrer, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass mein Lehrer mir sicherlich hilft und mir sagt worauf ich achten soll, aber wenn ich ihn in einer ruhigen Minute von mir aus anspreche und um Hilfestellung oder Korrekturen bitte er ein wahres Feuerwerk an hilfreichen Erklärungen und Details entfacht.
Es ist generell so, dass die Schüler auch mehr bekommen können, wenn sie nur fragen. Viele tun dies nicht.

Eine kleine Problematik zum Thema Sport-übungen möchte ich auch noch streifen,....egal wer was vorschlägt, es kommt immer einer der das Gegenteil behauptet.
Man kann fast zu allem eine Gegenmeinung finden. Kniebeugen sind da ein gutes Beispiel. Man hört/liest immer wieder die wären nicht gut für's Knie, dann sagen Leute wieder es wäre gerade gut und stabilisiere das Knie. Am Ende weiß man so viel wie vorher.
Im schlimmsten Fall macht man eine übung gar nicht, aus Angst man könne etwas falsch machen. Und das kann's nicht sein.
Meine Erfahrung sieht so aus, dass der menschliche Körper nahezu übermenschliches zu leisten vermag und so lange übungen wirklich korrekt(!) ausgeführt werden, es auch keine Probleme gibt. Grundsätzliche Sporttauglichkeit vorausgesetzt. Der Fehler den immer wieder Leute machen ist es sich im Anfangseifer zu übernehmen, dann bestraft sie ihr Körper für die überbelastung. Hierzu gibt es aber mehr als genug sinnvolle Literatur auf dem Buchmarkt. Wie generell zu Trainingsmethoden.

Bearbeitet von Trismegistos, 19 Oktober 2011 - 09:59 Uhr.

Die Reise auf einer 1000 Ri langen Straße beginnt mit dem ersten Schritt...

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#6 Luggage

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Geschrieben 19 Oktober 2011 - 10:09 Uhr

Na toll, jetzt hatte ich einen langen Beitrag getippt und der wurde mir zerschossen - also nochmal...

Terao hat schon vieles gesagt, für Kendo gilt da nichts anderes als für alle anderen Kampfsportarten auch: Grundlagenausdauertraining und spezifisches Intervalltraining (anaerobe Ausdauer - Sprinthärte!), Krafttraining zur Entwicklung der Muskulatur, die die Hauptlast der Sportart trägt und zur Vermeidung von Dysbalancen und funktionellen Verkürzungen, insbesondere Corepower sowie regelmäßiges Stretching aller Muskelgruppen.

Zeitsparend könnte man 2-3mal/Woche folgenden Kraftzirkel-Sequenzplan durchziehen, der im Prinzip gleichzeitig Kraft- und Cardiotraining in annährend Rundenlänge stets mit Ganzkörperbelastungen darstellt und damit nah an der Zielanwendung Kendo ist:

I.) Cardio-Sequenz: 5x1:30min intensiv Seilspringen, je 30sek Pause dazwischen
- 2min Pause -
II.) Kraftzirkel (Immer nur einen Satz, dann weiter zur nächsten übung, 30sek Pause zwischen den übungen, Ausführungstempo 311)
1.) Kurzhantellunges, 15x/Seite (youtube.com/watch?v=rSvAMBGbQAY)
2.) Alternierendes Kurzhantelbankdrücken auf dem Physioball, 15x/Seite (youtube.com/watch?v=FaoK2SlhotA&feature=related)
3.) Alternierendes Kurzhantelrudern im Liegestütz, 8-15x/Seite (youtube.com/watch?v=VqaeYAbNGFU)
4.) Russiantwist auf dem Physioball 10x/zu jeder Seite (youtube.com/watch?v=jJG2g5nuZLE&feature=related)*
5.) Romanian Deadlift mit Kurzhanteln 15x/Seite (coreperformance.com/knowledge/movements/romanian-deadlift-2-arm-1-leg.html)
- 2min Pause -
Zurück zu I.)...
____________
* Ausführung etwas suboptimal: Beine weiter auseinander stellen und Hüfte stabil parallel zum Boden halten, nur Schultern drehen

Am besten baut man eine Progression ein, um stets neue Reize zu setzen und sich zunächst nicht zu überfordern. D.h. in der ersten Woche nur einen Durchgang, in der zweiten 2, in der dritten 2-3, in der vierten 3, in der fünften 3-4 und in der sechsten einen neuen Plan machen um neue Reize zu setzen.

#7 Terao

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Geschrieben 19 Oktober 2011 - 10:14 Uhr

OK, Du meinst also weniger zusätzlich zum Kendo, als vielmehr anstatt/vorbereitend. Dann würde ich auch noch Suburi mit 1-kg-Suburito empfehlen. Hab damit im Urlaub viel hantiert: Jogeburi, Shomen, Sayumen, Nanameburi. Gerade letzteres zieht schön durch den ganzen Körper. Wenn man`s länger/schneller macht, zieht es auch ganz gut Sauerstoff. Vorteil auch: Man muss das Ding aufgrund seines Gewichts und seiner Kopflastigkeit sehr kontrolliert und mit dem ganzen Körper bewegen, um ne vernünftige Geschwindigkeit und Flüssigkeit hinzubekommen. Und danach fühlt sich ein Shinai wie ein Federchen an...
Sollte man allerdings nur machen, wenn die Suburibewegungen gut sitzen und die Gelenke (v.a. Handgelenke/Unterarme) ein bißchen was gewohnt sind, und sich langsam herantasten. Sonst kann man sich damit (technisch wie körperlich) auch schnell was kaputtmachen.

Wie lange hast Du denn vor Deiner Pause Kendo gemacht?

Bearbeitet von Terao, 19 Oktober 2011 - 10:28 Uhr.


#8 Laker4life

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Geschrieben 19 Oktober 2011 - 10:31 Uhr

Vielen Dank für die ausführlichen Informationen. Aktuell bewege ich mich zu 90% im Gerätebereich, hier mal eine kleine übersicht, ich hoffe ich hole nicht zu weit aus:

Schultern:
- Butterfly Reverse

Brust:
- Brustpresse
- Butterfly

Rücken:
- Ruderzugmaschine
- Rückenstrecker

Bauch:
- Crunch

Beine:
- Beinpresse 45°
- Wadenheben sitzend
- Wadenheben an Beinpresse
- Adduktion
- Abduktion
- Hackenschmitt Kniebeuge

Cardio:
- Laufband


Aktuell liegt mein Schwerpunkt bei den Beinen, was ja sich Sinn macht. Welche übung würde im Bezug auf Suburi/Kirikaeshi bzw. allgemein der Aushol- und Schneidebewegung, Sinn machen?

Gruß
Laker

Bearbeitet von Laker4life, 19 Oktober 2011 - 10:41 Uhr.


#9 Laker4life

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Geschrieben 19 Oktober 2011 - 10:40 Uhr

Beitrag anzeigenTerao sagte am 19 Oktober 2011 - 10:14 Uhr:

OK, Du meinst also weniger zusätzlich zum Kendo, als vielmehr anstatt/vorbereitend. Dann würde ich auch noch Suburi mit 1-kg-Suburito empfehlen. Hab damit im Urlaub viel hantiert: Jogeburi, Shomen, Sayumen, Nanameburi. Gerade letzteres zieht schön durch den ganzen Körper. Wenn man`s länger/schneller macht, zieht es auch ganz gut Sauerstoff. Vorteil auch: Man muss das Ding aufgrund seines Gewichts und seiner Kopflastigkeit sehr kontrolliert und mit dem ganzen Körper bewegen, um ne vernünftige Geschwindigkeit und Flüssigkeit hinzubekommen. Und danach fühlt sich ein Shinai wie ein Federchen an...
Sollte man allerdings nur machen, wenn die Suburibewegungen gut sitzen und die Gelenke (v.a. Handgelenke/Unterarme) ein bißchen was gewohnt sind, und sich langsam herantasten. Sonst kann man sich damit (technisch wie körperlich) auch schnell was kaputtmachen.

Wie lange hast Du denn vor Deiner Pause Kendo gemacht?

relativ genau 2 Jahre, ich bin bis zum 5. Kyu gekommen. Am Ende war das Training mehr ein Krampf, bin fast nur noch hingegangen weil es halt sein soll und kaum noch wegen dem Spaß an sich. Durch Faulheit und Frust habe ich mich entschlossen eine Pause einzulegen, komplett aus dem Kopf war Kendo aber nie und ich wollte schon früher wieder anfangen.

Frust kam eigentlich nur auf weil ich mit mir und meinem Kendo nicht wirklich zufrieden war und ich die Flinte nur noch ins Korn werfen wollte. Die eigene Faulheit kam da auch noch hinzu.

Bearbeitet von Laker4life, 19 Oktober 2011 - 10:43 Uhr.


#10 Terao

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Geschrieben 19 Oktober 2011 - 10:44 Uhr

Zitat

Welche übung würde im Bezug auf Suburi/Kirikaeshi bzw. allgemein der Aushol- und Schneidebewegung, Sinn machen?
Da braucht man eigentlich alle Muskeln. Natürlich auch die Arme (auch wenn der Fokus beim üben der Techniken, da die Arme sowieso jeder automatisch einsetzt, didaktisch eher auf Rumpf/Beinen liegt). Also je mind. eine (regelmäßig wechselnde) übung für Bizeps, Trizeps, Brust, Schulter, oberen Rücken, und natürlich viel für die Unterarme.

Von allzu speziellen, nur auf die spezifische Bewegung zugeschnittenen Kraftübungen halte ich nix. Bei komplexeren Bewegungen haben nahezu alle Muskelgruppen zumindest eine Stützfunktion.

Zitat

relativ genau 2 Jahre, ich bin bis zum 5. Kyu gekommen.
Naja, ist so an der Grenze. Schwer einzuschätzen, aber ich würde sagen, eher nicht Suburito ohne Aufsicht.

Bearbeitet von Terao, 19 Oktober 2011 - 10:48 Uhr.


#11 Trismegistos

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Geschrieben 19 Oktober 2011 - 10:48 Uhr

Ich darf vielleicht mal den guten alten Les Denniston zitieren:
"It's important to continue, no matter how bad you are or how bad you feel you are. Always continue!"
(aus "Way of the warrior: Aikido & Kendo 4/4)
Die Reise auf einer 1000 Ri langen Straße beginnt mit dem ersten Schritt...

http://www.youtube.c...TheTrismegistos

#12 Laker4life

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Geschrieben 19 Oktober 2011 - 10:51 Uhr

Beitrag anzeigenTerao sagte am 19 Oktober 2011 - 10:44 Uhr:

Zitat

Welche übung würde im Bezug auf Suburi/Kirikaeshi bzw. allgemein der Aushol- und Schneidebewegung, Sinn machen?
Da braucht man eigentlich alle Muskeln. Natürlich auch die Arme (auch wenn der Fokus beim üben der Techniken, da die Arme sowieso jeder automatisch einsetzt, didaktisch eher auf Rumpf/Beinen liegt). Also je mind. eine übung für Bizeps, Trizeps, Brust, Schulter, oberen Rücken, und natürlich viel für die Unterarme.

Von allzu speziellen, nur auf die spezifische Bewegung zugeschnittenen Kraftübungen halte ich nix. Bei komplexeren Bewegungen haben nahezu alle Muskelgruppen zumindest eine Stützfunktion.

Mein Ziel ist es mit meinem Fitnessprogramm auchmein kendo zu unterstützen, ein Ersatz für meine Versäumnisse soll es natürlich nicht sein. Ich denke aber schon da besonders beim Rumpf/Oberkörper viel nachhollbedarf bei mir war/ist und mir das bei meinen Wiedereinstieg helfen wird, physisch wie psyhisch.

Hoffe ich zumindest ;-)

#13 Laker4life

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Geschrieben 19 Oktober 2011 - 10:52 Uhr

Beitrag anzeigenTrismegistos sagte am 19 Oktober 2011 - 10:48 Uhr:

Ich darf vielleicht mal den guten alten Les Denniston zitieren:
"It's important to continue, no matter how bad you are or how bad you feel you are. Always continue!"
(aus "Way of the warrior: Aikido & Kendo 4/4)

Wahre Worte, die muss ich mir irgendwie auf meine Innenseite vom Men kleben damit ich sie nicht vergesse! ;-)

#14 Trismegistos

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Geschrieben 19 Oktober 2011 - 11:03 Uhr

Das ist jetzt natürlich etwas frech von mir, aber darf ich fragen wie es bei dir mit dem Körpergewicht aussieht?
Ich kenne ja deine Physis nicht. Solltest du übergewicht haben, wäre Abnehmen natürlich noch eine gute Sache, die hilft.
Ich habe zwar kein übergewicht, aber ich habe mir zumindest vorgenommen, das Gewicht meiner Bogu abzunehmen, einfach um meiner Muskulatur kein zusätzliches Gewicht aufzubürden.
Wenn das bei dir kein Thema ist, dann ist dieser Post natürlich zu überlesen.^^

P.S. Meine ü-Taste klemmt, sry.

Bearbeitet von Trismegistos, 19 Oktober 2011 - 11:04 Uhr.

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#15 Luggage

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Geschrieben 19 Oktober 2011 - 11:05 Uhr

Zitat

Aktuell liegt mein Schwerpunkt bei den Beinen, was ja sich Sinn macht. Welche übung würde im Bezug auf Suburi/Kirikaeshi bzw. allgemein der Aushol- und Schneidebewegung, Sinn machen?
Da verschätzt man sich leicht - natürlich sind die Beine sehr wichtig beim Kendo, aber ohne starkes Widerlager läuft die Kraft der Beine ins Leere. Deshalb ist eine gut ausgebildete Coremuskulatur das A und O, denn hier muss die Kraft herkommen um den Beinabdruck am Boden in eine Bewegung umzuwandeln. Darum bringt es nicht viel, tausend übungen für einzelne Beinmuskeln durchzüführen, vielmehr muss man Muskelketten mit komplexen Bewegungen trainieren und den ganzen Körper, nicht nur die Beine.

Beitrag anzeigenLaker4life sagte am 19 Oktober 2011 - 10:31 Uhr:

Vielen Dank für die ausführlichen Informationen. Aktuell bewege ich mich zu 90% im Gerätebereich, hier mal eine kleine übersicht, ich hoffe ich hole nicht zu weit aus:...
Geräte haben zwar ihren Anwednungsbereich und sind nicht ganz sinnlos, aber sie sind weit weniger sinnvoll, als man in Fitnessstudios vermittelt bekommt. Geräte bieten geführte Bewegungen ohne Freiheitsgrade und meist isoliert auf einen Muskel zugeschnitten. Das entwickelt keine funktionelle Kraft. Ob ich eine Couch hochheben kann, entscheidet nicht der dicke Bizeps, sondern die gesamte Muskelkette vom Fuß bis in die Hand und genau die muss auch trainiert werden, wobei es nicht hilft einzelne Muskeln aufzupumpen. Ein weiteres Problem dieser ganzen Isolationsübungen ist, dass man 2 Stunden lang im Studio rumhängt, wenn man den ganzen Körper abdecken will, weil man gesondert jeden einzelnen Muskel mit mehreren Sätzen trainieren muss. Das ist vollkommen ineffizient, ein gutes Krafttraining dauert nicht länger als 60 Minuten. Alles was darüber hinaus geht beansprucht das ZNS zu stark, verlängert unverhältnismäßig die Regenerationszeit und senkt den Ertrag, weil der Körper mit den Anpassungsarbeiten überfordert ist. Wenn Konzentration und Energieträger im Körper abnehmen, verstärkt Laktat und Stresshormone ausgeschüttet werden, können keine sinnvollen Kraftreize mehr gesetzt werden, was alles nach ca. 60 Minuten Training aber der Fall ist. Man kann danach einfach nicht mehr sinnvoll trainieren, deswegen muss das Training intelligenter zusammen gesetzt werden.

Die meisten übungen, die du machst, sind unfunktionell und beanspruchen nur einzelne Muskeln. Dem Körper wird die Stütz- und Koordinationsarbeit vollkommen abgenommen, die er mit freien Gewichten und bei komplexen übungen leisten muss. Die übungen, die ich dir gepostet habe beanspruchen stets den ganzen Körper und mit einem Satz von denen kannst du dir locker 3 von deinen sparen. Und nicht nur das, du hast mehr davon, weil Koordination, Propriozeption und Corepower in einem Maße entwickelt wird, das du mit Geräteübungen garnicht erreichen kannst.

#16 Laker4life

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Geschrieben 19 Oktober 2011 - 11:26 Uhr

Beitrag anzeigenTrismegistos sagte am 19 Oktober 2011 - 11:03 Uhr:

Das ist jetzt natürlich etwas frech von mir, aber darf ich fragen wie es bei dir mit dem Körpergewicht aussieht?
Ich kenne ja deine Physis nicht. Solltest du übergewicht haben, wäre Abnehmen natürlich noch eine gute Sache, die hilft.
Ich habe zwar kein übergewicht, aber ich habe mir zumindest vorgenommen, das Gewicht meiner Bogu abzunehmen, einfach um meiner Muskulatur kein zusätzliches Gewicht aufzubürden.
Wenn das bei dir kein Thema ist, dann ist dieser Post natürlich zu überlesen.^^

P.S. Meine ü-Taste klemmt, sry.

Nein, natürlich nicht unverschämt :-) ca. 70 kg auf 1,72 Meter. Also 2-3 kg wollte ich schon abnehmen ist aber kein Muss!

#17 Trismegistos

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Geschrieben 19 Oktober 2011 - 11:29 Uhr

Beitrag anzeigenLaker4life sagte am 19 Oktober 2011 - 11:26 Uhr:

Beitrag anzeigenTrismegistos sagte am 19 Oktober 2011 - 11:03 Uhr:

Das ist jetzt natürlich etwas frech von mir, aber darf ich fragen wie es bei dir mit dem Körpergewicht aussieht?
Ich kenne ja deine Physis nicht. Solltest du übergewicht haben, wäre Abnehmen natürlich noch eine gute Sache, die hilft.
Ich habe zwar kein übergewicht, aber ich habe mir zumindest vorgenommen, das Gewicht meiner Bogu abzunehmen, einfach um meiner Muskulatur kein zusätzliches Gewicht aufzubürden.
Wenn das bei dir kein Thema ist, dann ist dieser Post natürlich zu überlesen.^^

P.S. Meine ü-Taste klemmt, sry.

Nein, natürlich nicht unverschämt :-) ca. 70 kg auf 1,72 Meter. Also 2-3 kg wollte ich schon abnehmen ist aber kein Muss!

nene, das ja voll ok. Aber hätte ja sein können. Schließlich muss jedes nutzlose Kilo (Fett), ja beim Schlag mitbewegt werden.
Wobei es auch Leute gibt, die trotz Kilos irre Schnell sein können, schon beeindruckend.
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#18 Laker4life

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Geschrieben 19 Oktober 2011 - 11:45 Uhr

Schonmal vielen Dank für alle Beiträge, das hilft mir schonmal weiter zu sehen in welche Richtung ich gehen müsste. Besonderen Dank an Luggage für seinen Trainingsplan, werde versuchen diesen zu Hause einzuführen.

Was übungen zu Hause angeht habe ich immer das Problem die Motivation und Lust zu verlieren, man wird ja sehr schnell abgelenkt (Fernseher / PC / Frau). Da ich sofort nach der Arbeit ins Fitnessstudio fahre, kann ich gar nicht groß abgelenkt werden und kann alles sauber durchziehen, ob nun sinnvoll für Kendo oder nicht.

Ich wollte meinen Trainingsplan ehh etwas weniger Gerätelastig umstrukturieren vllt. kann ich einige Ideen hier einbauen.

#19 Luggage

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Geschrieben 19 Oktober 2011 - 11:52 Uhr

Beitrag anzeigenLaker4life sagte am 19 Oktober 2011 - 11:45 Uhr:

Was übungen zu Hause angeht habe ich immer das Problem die Motivation und Lust zu verlieren, man wird ja sehr schnell abgelenkt (Fernseher / PC / Frau). Da ich sofort nach der Arbeit ins Fitnessstudio fahre, kann ich gar nicht groß abgelenkt werden und kann alles sauber durchziehen, ob nun sinnvoll für Kendo oder nicht.

Ich wollte meinen Trainingsplan ehh etwas weniger Gerätelastig umstrukturieren vllt. kann ich einige Ideen hier einbauen.
Den Plan kannst du genauso, wie er dasteht im Studio machen - oder gibt es in deinem keine Hanteln? Kaum vorstellbar... Fitnesstudio heißt nicht, dass man zu Gerätetraining gezwungen ist ;)

Ansonsten ist der Plan natürlich nur eine Anregung und kann beliebig umgebaut werden. Wichtigste Botschaften sind:
- kurze bis keine Pausen, stattdessen andere übungen anschließen und zwar möglichst antagonistische (also direkt nach Trizeps, Bizeps, nach Brust, Rücken usw.)
- möglichst freie, vielgelenkige übungen, die stets den ganzen Körper beanspruchen
- weniger ist mehr, höchsten 60min pumpen gehen, 30 können durchaus auch reichen
- Mit Cardio-Sequenzen eingebaut entsteht ein guter Mix aus Ausdauer und Kraft, statt Seilspringen geht zB auch Hampelmann machen, Bergläufe auf dem Laufband, Sprints auf dem Indorbike mit hohem Wiederstand - alles in entsprechenden Intervallen

#20 Laker4life

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Geschrieben 19 Oktober 2011 - 12:01 Uhr

Beitrag anzeigenLuggage sagte am 19 Oktober 2011 - 11:52 Uhr:

Beitrag anzeigenLaker4life sagte am 19 Oktober 2011 - 11:45 Uhr:

Was übungen zu Hause angeht habe ich immer das Problem die Motivation und Lust zu verlieren, man wird ja sehr schnell abgelenkt (Fernseher / PC / Frau). Da ich sofort nach der Arbeit ins Fitnessstudio fahre, kann ich gar nicht groß abgelenkt werden und kann alles sauber durchziehen, ob nun sinnvoll für Kendo oder nicht.

Ich wollte meinen Trainingsplan ehh etwas weniger Gerätelastig umstrukturieren vllt. kann ich einige Ideen hier einbauen.
Den Plan kannst du genauso, wie er dasteht im Studio machen - oder gibt es in deinem keine Hanteln? Kaum vorstellbar... Fitnesstudio heißt nicht, dass man zu Gerätetraining gezwungen ist ;)

Ansonsten ist der Plan natürlich nur eine Anregung und kann beliebig umgebaut werden. Wichtigste Botschaften sind:
- kurze bis keine Pausen, stattdessen andere übungen anschließen und zwar möglichst antagonistische (also direkt nach Trizeps, Bizeps, nach Brust, Rücken usw.)
- möglichst freie, vielgelenkige übungen, die stets den ganzen Körper beanspruchen
- weniger ist mehr, höchsten 60min pumpen gehen, 30 können durchaus auch reichen
- Mit Cardio-Sequenzen eingebaut entsteht ein guter Mix aus Ausdauer und Kraft, statt Seilspringen geht zB auch Hampelmann machen, Bergläufe auf dem Laufband, Sprints auf dem Indorbike mit hohem Wiederstand - alles in entsprechenden Intervallen

Klar gibt es Hanteln, um diese müsste ich mich wahrscheinlich mit ein paar Muskelbergen streiten :-) Ich werde eh mal mit dem Trainer dort sprechen, der soll mir mal einen entsprechenden Plan ausarbeiten. Nochmals vielen Dank!