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Highlights eines Taekkyon-Turniers


21 Antworten in diesem Thema

#1 Vagabund

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Geschrieben 01 November 2011 - 07:58 Uhr

Hallo zusammen,

dieses Turnier fand im Oktober oder September 2011 statt.

Leider nicht auf Youtube, daher hier der Link zur Facebook Seite von "Taekkyon Deutschland". Kann man auch ohne Einloggen anschauen. Derzeit ist es das zweite Posting von oben, das Video mit der Länge 4:44.

https://www.facebook.com/pages/Taekk...72182739509878

LG,
Vagabund
Taekkyon-Seminar mit Großmeister Lee Yong-bok (9. Dan Taekkyon und 9. Dan Tae Kwon Do) in Hamburg: www.zentrum.taekkyon.de/news

#2 Luggage

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Geschrieben 01 November 2011 - 20:06 Uhr

Sind ein paar nette Sachen dabei und ordentlich gelenkig sind die auch - aber manchmal denke ich, ob nicht ein Bisschen Deckung besser wäre...

#3 Vagabund

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Geschrieben 02 November 2011 - 22:04 Uhr

Interessant, dass das mit der Deckung immer wieder ein Thema ist.

Schon beim TKD damals fiel es mir schwer, eine Erklärung zu finden. Da wird ja häufig auch von Außenstehenden gefragt, warum die Arme nicht höher genommen werden.

Es verbietet einem niemand, die Arme hoch zu nehmen und ich habe es in beiden Sportarten selbst schon häufig ausprobiert. Es ist nicht so, dass Deckung total unsinnig wäre, aber letztlich überwiegen die Nachteile (von mehr Deckung) einfach die Vorteile (von weniger Deckung).



In manchen Situationen wäre es schon sinnvoll gewesen, die Arme in Kopfnähe gehabt zu haben, weil man dann einen kürzen Weg zum Blocken gehabt hätte. Es geht ja um Bruchteile von Sekunden. Das Ding ist aber, dass man nicht die ganze Zeit die Arme hoch halten kann, denn dann ist man weniger agil. Man braucht die Arme, um sich schnell bewegen zu können (Ausgleichen von Rotationsbewegungen, Abstoppen, minimale Richtungsänderungen, Gleichgewicht) und im Taekkyon auch zum Greifen und Halten.


Die Sache liegt wohl so ähnlich wie bei der Behauptung "Kopftritte haben so einen langen Weg und sind deshalb unsinnig". Ehe man das rein sprachlich widerlegt hat, haben 90% der Leser mit Lesen aufgehört. Man muss es selbst ausprobieren.

Ein weitere Faktor, der recht einfach zu erklären ist: Auf naher Distanz schränkt man seine Sicht ein, wenn man die Deckung hoch nimmt. Im Taekkyon muss man ständig den ganzen Körper des Gegners im Blick haben (nicht etwa nur die Augen, wie Musashi schrieb). Es gibt einen Verband, in dem man ständig mit den Armen rumwedelt, aber da existierend entsprechend noch andere Regeln, die das sinnvoll machen.

Wobei man im Taekkyon heutzutage schon wesentlich mehr Deckung benutzt als früher, schau Dir mal dieses Video bei 1:35 an:
http://www.youtube.c...1&v=gFJykc_4Rxw

Kann man hier eigentlich keine Youtubevideos mehr direkt einbinden?
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#4 Vagabund

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Geschrieben 04 November 2011 - 21:37 Uhr

Es gibt das Video jetzt sortiert nach Trefferkategorien. Außerdem alles auch in Zeitlupe:

https://www.facebook.com/pages/Taekk...72182739509878

Die besten Szenen sortiert nach Art des Treffers. Jeweils normal und Wiederholung in Zeitlupe!

Die Techniken in der Reihenfolge des Videos sind:

Chagi (Tritte):
1) Bokjang Jireugi
2) Garo Jireugi
3) Garo Jireugi
4) Nae Jireugi
5) Nae Jireugi
6) Bat Balttagwi
7) Garo Jireugi

Ttanjuk & Jaebi (Würfe / Feger & Griffe):
8) Dwit Hoemok Chigi
9) Hoemok Jaebi
9) Hoemok Jaebi Annakk Geori
10) Deot Geori
11) An Jjang Geori
12) An Jjang Geori
13) An Jjang Geori

Gyeotgi Situationen (Strafposition nach Foul)
14) Gyeotgi - Deot Geori
15) Gyeotgi - Bat Nakk Geori ("Bannakk" Geori)
15) Gyeotgi - Anu Geori
16) Gyeotgi - Jeongal Kkori Chigi
17) Gyeotgi - Hoemok Chigi


P.S. Manchmal haben die auch einfach keine Deckung, weil sie's vergessen :D
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#5 Holzkeule

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Geschrieben 05 November 2011 - 12:25 Uhr

Beitrag anzeigenVagabund sagte am 02 November 2011 - 22:04 Uhr:

Kann man hier eigentlich keine Youtubevideos mehr direkt einbinden?

Links von Schriftart BB Codes klicken dann Media und die Adresse eingeben.
" Ratschläge sind eine gefährliche Gabe, selbst von den Weisen an die Weisen, und alle Wege mögen in die Irre führen "

( Gildor Inglorion , aus Finrods Geschlecht )

#6 Vagabund

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Geschrieben 08 November 2011 - 20:46 Uhr

Danke, Holzkeule! :)
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#7 big X

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Geschrieben 09 November 2011 - 15:00 Uhr

ich habe gerne ein wenig deckung im taekkyon-wettkampf. gehe da also anders rein, als vagabund. mache auch manche technik ein wenig anders, damit ich mehr an deckung habe.
ist also möglich zu machen, bringt vorteile - aber auch nachteile. wie alles in der welt ;).

#8 kkke

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Geschrieben 17 November 2011 - 15:54 Uhr

Hallo,

die Wettkämpfe sehen irgendwie ganz anders aus als bei uns. Dass sich die einzelnen Taekkyon-Verbände so unterscheiden…
(Erklärung: das in dem Video ist vom größten Verband Daehan Taekkyon und ich trainiere in einem kleinen Verband Kyulyun Taekyun)
Für mich ist es ungewohnt, dass die so lang auf einem Bein stehen, dass die keine Tritte zu den Beinen machen und meist wenig Deckung haben.

Ich habe da mehr Deckung, die guten Leute treffen trotzdem mit den Füßen oft genug meinen Kopf… sowohl die vom Kyulyun als auch die vom Daehan. Dabei tut Kyulyun mehr weh, weil sich die Techniken unterscheiden. Beim Daehan soll es keine Verletzungen geben, beim Kyulyun wird auch gern mal so hart auf die Beine getreten, dass man am nächsten Tag kaum laufen kann. Jedem das Seine.

Vagabund, ich hatte diesbezüglich heute eine lange Unterhaltung mit deinem Lehrer. Der möchte, dass alle Verbände vereint werden und dazu muss es auch ein einheitliches Regelsystem geben. Und das ist ein riesiges Problem. Die beim Daehan wollen auf keinen Fall Verletzungen (früher wollte man am Tag nach dem Volksfest ja auch wieder arbeiten) und wir beim Kyulyun wollen nicht auf die Tritte zu den Beinen verzichten (das war schließlich auch Song Dok-kis Lieblingstätigkeit). Dein Lehrer meint, dass unser Kyulyun Taekyun Wettkampf kein Taekkyon sei, eben weil es zu sehr weh täte. Außerdem würde man beim Kyulyun den Grundschritt nicht benötigen, weil es keine Regel gebe, die besage, dass man einen Fuß nach vorne setzen müsse – damit sei im Kyulyun der dauernd wechselnde Dreieckschritt eigentlich unnötig, werde aber trotzdem dauernd geübt. Ich selbst sehe das mit dem Grundschritt so, dass man so üben kann, aus jeder Position zu treten: vorderes Bein, hinteres Bein, Füße parallel und außerdem noch das Gewicht kurz vor dem Tritt unterschiedlich verlagern.

Wusstest du, dass beim Daehan eine neue Regel eingeführt wurde? Man darf nun nicht mehr mit der Hand den Nacken fassen (zum Ziehen). Damit sind jegliche Handtechniken verboten, es kommt nur noch auf das Timing mit den Füßen an…

Ich war heute mal wieder an der Yongin Uni und habe total ungeplant beim Taekkyon mitgemacht, da haben wir am Ende natürlich wieder gekämpft. Und ich musste dauernd denken „Ach nein, das darf ich nicht…“ – keine tiefen Tritte, kein Nackenfassen, Handgelenk auch nicht, kein Bein fassen zum Werfen (außer wenn man einen Tritt auffängt)… Dafür sind die alle super beweglich in der Hüfte und können weiter treten als man denkt. Meinem Rücken tut Kyulyun allerdings viel besser…
Hmm. Es wird zwar gern behauptet, dass im Taekkyon alles eins sei, aber Kyulyun und Daehan unterscheiden sich in jeder Technik und vom dritten Verband habe ich so gut wie keine Ahnung. Und ich werde ab demnächst wohl entweder den Verbandskrieg verstärken oder zu einer Vereinigung beitragen, da bin ich mal gespannt. Mal gucken, wer mich alles hassen wird… ich hab Schiss.

Viele Grüße,
kkke
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#9 Drax

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Geschrieben 18 November 2011 - 09:43 Uhr

Hallo kkke

Einheitlicher Verband: ja!
Komplett einheitliches Regelwerk: warum?

Vielfalt eröffnet doch Möglichkeiten voneinander zu lernen.
OK, wenn man miteinander "spielen" möchte, sollte man schon einheitliche Regeln haben.
Trotzdem halte ich es für möglich, dass alle Ihre Individualität bewahren.

Übrigens denke ich, das Du keinen "Schiss" haben brauchst - in den Kämpfen, die ich von Dir gesehen habe konntest Du Dich doch ganz gut zur Wehr setzen ;)

Weiterhin viel Spaß in Korea
Drax

P.S.
Ich beneide Dich um die Erfahrunge, die Du gerade machst
:26:
Don't dream it, be it!

#10 Vagabund

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Geschrieben 18 November 2011 - 10:16 Uhr

Genau, im Kickboxen gibt es ja auch mehrere Modi (Semi-Kontakt, Vollkontakt etc.)
Im Fechten gibt es mehrere Waffen.
Im olympischen Ringen gibt es Freistil und griechisch-römisch (wenn ich mich nicht irre).

Wäre also durchaus möglich, mehrere Modi unter einem Dachverband zu haben. Man wird sehen, ob es irgendwann dazu kommt. Ob das sein muss, weiß ich nicht, von mir aus können auch mehrere Verbände nebeneinander bestehen bleiben. Vor ein paar hundert Jahren gab es schließlich auch keinen einheitlichen Taekkyon-Stil, geschweige denn Verbände. Es lebe die Vielfalt des Taekkyon! :)

Später mehr... :)
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#11 Vagabund

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Geschrieben 18 November 2011 - 10:32 Uhr

... und in Deutschland gibt es diese Vielfalt eh. Selbst im Training bei uns kämpfen wir mal nach diesen, mal nach jenen Regeln. (Ist ja auch sinnvoll, denn gegen unseren 1,95 Mann haben die kleineren nur Chancen, wenn sie auch seine Beine direkt umklammern dürfen).

Das tolle Europäische Taekkyon Meeting dieses Jahr hat ja sogar gezeigt, dass es problemlos möglich ist, dass sogar Mitglieder aller drei Verbände zusammen Spaß haben :)

Ich glaube, es wird auf eine Annäherung hinaus laufen. Von "Krieg", wie es ihn in anderen Kampfarten zwischen den Stilen gibt, sind wir weit entfernt. Mein Lehrer (Prof. Jang) beschreibt in seinem Buch (dieses Jahr erschienen) alle drei Stile ausführlich und trägt somit zur Bekanntheit der anderen Verbände bei, anstatt sie tot zu schweigen. Das ist schon sehr positiv in meinen Augen. :)
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#12 kkke

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Geschrieben 18 November 2011 - 16:00 Uhr

Hallo,

wie sich das Ganze entwickelt, wird die Zeit zeigen… Auch wenn sich Korea immer mehr am Westen orientiert, ist die koreanische Denkweise doch eine ganz andere als die deutsche. In kleinen Gruppen ist es da auch kein Problem, gemeinsam zu trainieren, aber bei dem ganzen Verbandskram haben die Leute eben Angst davor, ihr Gesicht zu verlieren. Ich sehe ein großes Problem auch in dem Chef meines Verbandes, der sich heute sogar schon darüber aufgeregt hat, dass ich nur den Verein wechsele – obwohl in meinem zukünftigen Verein jemand trainiert, von dem mir mein Lehrer empfohlen hat, viel zu lernen (und mein Lehrer hat kein Problem mit dem Wechsel). Ich selbst hätte auch kein Problem damit, die Tritte neben der Art meines Verbandes auch so wie in dem anderen Verband zu trainieren, sehe dort sogar Vorteile für mich (solange ich daneben meinen Verbandsstil übe). Andere Dinge mag ich in dem anderen Verband aber gar nicht. Blöd nur, dass meine wahrscheinlich einzige wirklich realistische Chance, in Korea zu bleiben (und nicht ohne Visum, Dach über dem Kopf und Essen zu leben), ein Studium des anderen Verband-Stils an einer Uni ist. Außerhalb der Uni würde ich dann täglich meinen Verbandsstil üben, aber ich müsste darauf hoffen, dass mich mein Verband nicht verstößt und der Lehrer in der Uni mich ein paar Dinge anders machen lässt – an die Regeln und bei Partnerübungen an den Rhythmus würde ich mich natürlich anpassen.

Und nach dem ganzen überhaupt nicht zum Thema passenden Kram nun noch eine Aneinanderreihung der Siegtechniken des größten Turniers meines Verbandes (nach einer Minute fängt es dann auch mal an): klick
Wie man sieht, waren diesmal viel mehr Würfe als Kopftritte dabei. Man gewinnt, wenn man den Gegner entweder zu Fall bringt oder ins Gesicht tritt.

Viele Grüße,
kkke
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#13 Alfons Heck

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Geschrieben 19 November 2011 - 21:49 Uhr

Hallo kkke,

kkke sagte:

eine Aneinanderreihung der Siegtechniken des größten Turniers meines Verbandes (nach einer Minute fängt es dann auch mal an): klick
Wie man sieht, waren diesmal viel mehr Würfe als Kopftritte dabei.
sehr schön; gute Kicks, gute Würfe.


Gruß
Alfons.
Hap Ki Do - Schule Frankfurt - eMail - 합기도 도장 프랑크푸르트

#14 Luggage

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Geschrieben 20 November 2011 - 13:14 Uhr

Beitrag anzeigenAlfons Heck sagte am 19 November 2011 - 21:49 Uhr:

Hallo kkke,

kkke sagte:

eine Aneinanderreihung der Siegtechniken des größten Turniers meines Verbandes (nach einer Minute fängt es dann auch mal an): klick
Wie man sieht, waren diesmal viel mehr Würfe als Kopftritte dabei.
sehr schön; gute Kicks, gute Würfe.
Ja, ein paar schöne Sachen sind dabei. Mir gefallen vorallem Umgebung und Atmosphäre der Wettkämpfe, mit dem dichten Sitzen an der Kampffläche und so. Warum taucht da egtl. ab und zu einer in einem (hellblauen) Vovinam-Anzug auf? :)

#15 kkke

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Geschrieben 20 November 2011 - 13:30 Uhr

Hallo Luggage,

bei dem Turnier dürfen auch Leute aus anderen Kampfkünsten mitmachen, solange die sich an die Regeln halten. Die meisten Leute machen aber natürlich Taekkyon. Der mit dem hellblauen Anzug kommt vom Karate, jetzt frag mich nicht, wieso der Anzug blau ist ;)

Ich mag dieses Turnier aufgrund der Atmosphäre auch sehr gern, normalerweise bin ich kein Wettkampf-Fan. Es macht einfach Spaß, dabei zu sein. Es gibt sogar ein Team, das vor dem Kampf immer kleine, gelbe Melonen ins Publikum wirft (die sind Bauern und bauen die Melonen selbst an).

Viele Grüße,
kkke
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#16 Luggage

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Geschrieben 20 November 2011 - 13:53 Uhr

Beitrag anzeigenkkke sagte am 20 November 2011 - 13:30 Uhr:

Ich mag dieses Turnier aufgrund der Atmosphäre auch sehr gern, normalerweise bin ich kein Wettkampf-Fan. Es macht einfach Spaß, dabei zu sein. Es gibt sogar ein Team, das vor dem Kampf immer kleine, gelbe Melonen ins Publikum wirft (die sind Bauern und bauen die Melonen selbst an).
Cool :) Das ganze wirkt mehr wie ein gemütliches, spontanes Zusammenkommen. Das gefällt mir deutlich besser als diese strengen, durchorganisierten Veranstaltungen bei uns. Aber Taekkyon ist ja insgesamt etwas entspannter, als manch andere KK ;)

Gibts egtl. immer noch keine Schule bei uns im Süden, Hendrik? ;)

#17 Vagabund

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Geschrieben 20 November 2011 - 18:37 Uhr

Ja, die Taekkyon-Szene ist insgesamt wirklich ziemlich entspannt, finde ich. Klar gibt es auch hier und da Konflikte, aber wo Menschen mit Menschen zu tun haben, ist das wohl unvermeidlich :)

Bei den Taekkyon-Battle Turnieren sitzen die Zuschauer übrigens absichtlich nah an der Matte. In dieser Enge muss man dann natürlich anders agieren als mit mehr Platz. Früher machte man Taekkyon im Winter drinnen auf aufgetrennten Reissäcken (Gamani) als Matten und die Kampffläche war dementsprechend auch sehr klein.

Spontan sind die Turniere allerdings nicht :D

Leider fehlt uns für den Süden immer noch ein Trainer. Es gibt aus dem Frankfurter und Münchener Raum recht viele Interessenten, aber leider niemanden in der Gegend, der im Norden eine Trainerausbildung machen will und dann dort eine Gruppe anleiteten könnte. Ist ja auch ein weiter Weg bis Hamburg... Ok, ein Trainer wäre noch in Düsseldorf zu finden, vielleicht könnten wir den mal ein bisschen animieren und reaktivierien, wenn Interesse da wäre ;)
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Geschrieben 21 November 2011 - 10:35 Uhr

Beitrag anzeigenVagabund sagte am 20 November 2011 - 18:37 Uhr:

Ja, die Taekkyon-Szene ist insgesamt wirklich ziemlich entspannt, finde ich.

Ja. Es fühlt sich an wie eine Familie und der Wettkampf ist das Familientreffen, bei dem man feiert und hinterher gemeinsam essen geht (und trinken... und noch mehr trinken... und Noraebang :D ).


Zitat

Spontan sind die Turniere allerdings nicht
Ach, nur mehr oder weniger. Ihc erinnere mich an einmal dieses Jahr: es könnte regnen. Natürlich bauten wir draußen alles auf. Kurz vor dem Turnier fing es an zu regnen und wir bauten schnell drinnen alles auf. Nach der Hälfte hörte es auf zu regnen, Kommando: "Alles nach draußen, wir machen da weiter!" - natürlich musste es kurz nach dem Beginn draußen wieder anfangen zu regnen, aber dann blieben wir draußen und aufgrund der Rutscherei sollten die Kämpfer ihre Schuhe ausziehen. Müßig zu erwähnen, dass es an diesem Tag nur Siege durch Würfe und nicht durch Tritte ins Gesicht gab ;)


Zitat

der im Norden eine Trainerausbildung machen will und dann dort eine Gruppe anleiteten könnte.
Was will ich denn in Norddeutschland, wenn ich Korea habe? :P Ist noch weiter weg...


Zitat

animieren und reaktivierien
Hihihi... das habe ich damals immerhin auch so halbwegs geschafft, es besteht Hoffnung :D

Viele Grüße, muss schnell zum Training,
kkke
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Geschrieben 21 November 2011 - 12:54 Uhr

Kurz vor 21:00 in Seoul, gleich ist das Training vorbei. Wie war's denn heute? ;)

Übrigens, Noraebang ist Karaoke :)
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#20 kkke

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Geschrieben 21 November 2011 - 16:19 Uhr

Seit wann ist denn bei uns schon um 9 Uhr das Training fast vorbei? :blink:

Außerdem mussten wir hinterher natürlich noch essen und trinken, aber diesmal ohne Noraebang. Wird irgendwie komisch, den Verein zu wechseln, aber ich glaube, dass ich gut in den neuen Verein passen werde.

Training war nett, ging was härter zur Sache. Einmal hat plötzlich meine Lippe geblutet (passiert trotz Gesichtstritten selten) und eigentlich ist es in Korea total schlimm, wenn einer Frau was passiert. Der Geschlechterunterschied wird hier viel größer geschrieben als in Deutschland und die meisten koreanischen Frauen sind wirklich schwach und unsportlich. Aber diesmal hat sich keiner sonderlich dafür interessiert, dass ich geblutet habe - ein Indiz, dass ich in der Kampfkunstwelt angkommen bin. Mein Lehrer behandelt mich inzwischen zum Glück wie die Männer (auch wenn's weh tut...) und macht dauernd Witze, indem er meint, dass da ja gerade zwei Männer kämpfen würden. Ich würde ja so gern nächstes Jahr auch bei dem großen Turnier mitmachen... eigentlich mag ich Wettkämpfe aufgrund der Atmosphäre nicht, aber dieses Turnier macht einfach Spaß... aber da sind nur Männer erlaubt :( (Aus Frauenmangel bekommt man kein Frauenturnier zustande - und ich habe bei koreanischen Frauen auch irgendwie Hemmungen, weil die meistens schon umfallen, wenn man sie nur leicht berührt. Ausnahmen freuen mich.)

Bearbeitet von kkke, 21 November 2011 - 16:23 Uhr.

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