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Kurzes Video von Anita Köhler (5. Dan Aikido)


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12 Antworten in diesem Thema

#1 Luggage

    Stammgast

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Geschrieben 04 November 2011 - 18:44 Uhr

Hallo zusammen,

ich habe gerade dieses kurze Video von Anita auf ihrer mannheimer Seite entdeckt und wollte es euch nicht vorenthalten. Man sieht nicht viel, aber es ist schön gemacht:


Lg

Bearbeitet von Luggage, 04 November 2011 - 18:44 Uhr.


#2 Rakoshi

    Alter Hase

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Geschrieben 04 November 2011 - 18:50 Uhr

Finde ich wirklich sehr schön gemacht.
Aber mir ist aufgefallen, dass bis auf den ersten Gegner, alle anderen einen Angriff von oben machen. Auch diese unkontrollierte Energie nach vorne, kenne ich bei normalen Angriffen nicht (Vollkontakt). Ist das Aikidotypisch?
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#3 Luggage

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Geschrieben 04 November 2011 - 20:01 Uhr

Also, egtl. sollte ich die Antwort den Aikidoka hier überlassen und das mache ich in letzter Konsequenz auch. Meines Wissens aber geht es im Aikidotraining darum, bestimmte Attribute zu entwickeln und die Angriffe stellen Modelle für Kraftrichtungen dar, die reale Angriffe einnehmen können. Von der Idee her wird so die Fähigkeit entwickelt auf alles in bestimmter Weise zu reagieren, das aus der entsprechenden Richtung kommt und einen Impuls gibt, was genau, sollte egal sein. Dass dann weder der Angriff noch die Verteidigung aussehen wie im Training, ist klar.

#4 Rakoshi

    Alter Hase

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Geschrieben 04 November 2011 - 20:07 Uhr

Ok, ich kann mir zwar nicht gut vorstellen, wie zum Beispiel ein Aikidopraktizierender gegen einen Boxer ankommt. Wäre aber sicher sehr interessant zu sehen.

Das Video ist aber echt super schön gemacht. Gerade die Einführung gefällt mir sehr gut, künstlerisch und nicht übertrieben.
Manchmal kann weniger, deutlich mehr sein.
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#5 pugilism

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Geschrieben 04 November 2011 - 20:09 Uhr

Sehr schönes Video. Gefällt mir nicht zu überrissen. Irgendwie merkt man dass die Frau schon länger Kampfkunst betreibt. Sie ist zufrieden.
- Seinen Kampfstil gegen einen unkooperativen Gegner in einem freundlichen Sparring mal zu testen ist wohl das Mindeste bevor man grosse Reden über dessen Tauglichkeit schwingt.....
- Klassische KK-Attacken:

Stop and freeze Attack: Aus zwei Meter Entfernung wird ein Faustschlag gestartet und die Technik wird durchgezogen komme was wolle, abrupt wird die Bewegung mit ausgestrecktem Arm gestoppt und der grosse Sifu/Sensei kann eine im Minimum, 10 Fachcombofaustattacke demonstrieren. Zweitangriffe sind nicht möglich weil das Chi des Meisters dies verhindert.

Rhino Attack: Aus zwei Meter Entfernung, vielleicht sogar noch mehr, Ausgangsposition im besten Fall noch kniend am Boden, rennt der Angreifer auf sein Ziel los. Der Faustarm bleibt während der ganzen Bewegung gestreckt und man rennt unbeirrt weiter. Sollte sich das Ziel zur Seite bewegen, so rennt man weiter am Ziel vorbei. Sollte das Ziel Kontakt mit dem Angriffsarm aufnehmen so lässt man sich willenlos in ein Wurf oder Hebeltechnik führen. Zweitangriffe sind auch während dieser Bewegung unmöglich wegen einer KI-Blockade welche sich durch das eigene Momentum ergiebt.

Die Wichtigste Regel überhaupt in den klassischen KK's: Wenn wir alle gaaaaaaanz fest daran glauben, dann funktioniert es auch......

#6 Luggage

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Geschrieben 04 November 2011 - 21:00 Uhr

Beitrag anzeigenRakoshi sagte am 04 November 2011 - 20:07 Uhr:

Ok, ich kann mir zwar nicht gut vorstellen, wie zum Beispiel ein Aikidopraktizierender gegen einen Boxer ankommt. Wäre aber sicher sehr interessant zu sehen.
Ich denke, allgemein die für und wider von Aikido zu diskutieren, führt hier zu weit, hier soll es um das konkrete Video und vllt. noch um die gezeigte Technik oder das spezifische Aikido gehen. Ist ja auch eine leidige Diskussion und wurde hier schon tausendfach geführt. Ich für meinen Teil denke, dass gut entwickeltes Aikido grundsätzlich durchaus mit anderen KK/KS umgehen kann - alles andere ist eine Einzelfallfrage und bedarf zur Beantwortung tausender Vorzeichen. Der Aikidoka, der sich auf den Schlagabtausch mit dem Boxer einläßt, wird wohl verlieren. Wenn er aber sein Ding durchziehen kann, den Boxer kommen läßt und im letzten Moment in die Distanz eintritt und den Boxer destabilisiert, dann kann das durchaus klappen. Ich habe ja auch hier mal irgendwann ein Video gepostet auf dem man einen Aikidoka mit einem TKDin hat sparren gesehen. Das waren beides keine Helden und dementsprechend gabs auch keine Heldentaten zu sehen - aber man konnte erkennen, dass man mit Aikido durchaus unkooperativ arbeiten kann. Aber wie gesagt, das sollte man wenn, dann in einem eigenen Thread diskutieren, glaube ich...

Zitat

Das Video ist aber echt super schön gemacht. Gerade die Einführung gefällt mir sehr gut, künstlerisch und nicht übertrieben.
Manchmal kann weniger, deutlich mehr sein.
Ich mag die kunstvolle Klarheit, hat für mich etwas sehr japanisches. Nicht die heutige japanische Filmkultur - die ist bunt und stressig, sondern klassische, klare und reduzierte, japanische Designschule, wie man sie in der Architektur findet. Klare Formen, wenige Farben, deutliche Kontraste, wenig Details.

#7 ten-chi

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Geschrieben 05 November 2011 - 11:45 Uhr

Vier Mann liegen am Schluss am Boden und rühren sich nicht mehr, und Anita hält das Schwert in der Hand.
Ein bisschen wie Theater, das Bild hat aber tatsächlich was künstlerisches.

Sehr gut gemachtes Video,.
Aber es gehen einem doch Fragen durch den Kopf.

Was ist die Aussage des Bildes? Will sie auf die Wurzeln verweisen, und wenn, warum?

Wird man wirklich erst durch Gi und Hakama zum Aikidoka transformiert? Eigentlich sollte es nicht so sein,die Sicherheit solte in einem selbst liegen und nicht von Äußerlichkeiten abhängen.


Zu den Angriffen: Eigentlich sollte technische Fragen hier tatsächlich keine Rolle spielen.

Aber die Angriffsbewegungen sind nicht unkontrolliert, sondern eher klar definiert und zielgerichtet, dafür aber auch nicht besonders raffiniert oder ausgefeilt, und die Ukes sind offen wie Scheunentore. Das macht aber erst mal nichts, da man auf eine bestmmte Art und Weise übt mit den auftretenden Kräften umzugehen (und man darf auch nicht vergessen, dass Waffen symbolisiert werden, was völlig anderes als Boxen).
Mehr wird hier nicht gezeigt, und soll wohl auch nicht.

#8 Lue Cha

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Geschrieben 06 November 2011 - 11:31 Uhr

Leute, das ist ein sehr gut gemachtes Werbevideo! Was ihr da alles rein interpretiert ist für mich etwas weit hergeholt! Hier geht es nicht darum, darzustellen das Aikido effektiv ist, sondern zu zeigen was es ist!

@ten-chi: Zitat: "Wird man wirklich erst durch Gi und Hakama zum Aikidoka transformiert? Eigentlich sollte es nicht so sein,die Sicherheit solte in einem selbst liegen und nicht von Äußerlichkeiten abhängen."
Sie spricht auch nicht davon ein Akidoka dann zu werden, sondern ein Aikidokalehrer. In meinen Augen durchaus ein Unterschied.

Zum Video selber, ich finde die Aussage darin sehr schön! Die Aussage, dass man schauen soll was man selber im Leben erreichen möchte. Finde ich sehr wichtig.
LG., Lue Cha
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#9 Gastpilgrim_*

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Geschrieben 06 November 2011 - 13:35 Uhr

Rückfragen ...

Beitrag anzeigenten-chi sagte am 05 November 2011 - 11:45 Uhr:

Ein bisschen wie Theater, das Bild hat aber tatsächlich was künstlerisches.
Anita kommt ursprünglich vom Theater her.

Zitat

Was ist die Aussage des Bildes? Will sie auf die Wurzeln verweisen, und wenn, warum?
Warum verstehst du dieses Bild als rückwärtsgewandt?

Zitat

Wird man wirklich erst durch Gi und Hakama zum Aikidoka transformiert?
Wie erlebst du das Umkleiden? (Ich kenne das als einen sehr intensiven, ruhigen Moment. Es gibt die, die dabei Reden und Witze erzählen. Es gibt die, die dabei sehr in sich gekehrt sind. Bei Seminaren erlebe ich fast nie laute Gespräche in der Umkleide.)
Warum trägst du hakama und gi. (Tust du doch?)

Zitat

Eigentlich sollte es nicht so sein,die Sicherheit solte in einem selbst liegen und nicht von Äußerlichkeiten abhängen.
Nimmst du das Video tatsächlich so wahr, daß hier die Sicherheit an die Kleidung geknüpft ist?

Den Text finde ich a) sehr gelungen und b) mich darin wieder.

#10 HAI

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Geschrieben 06 November 2011 - 13:36 Uhr

Moin,

ich finde das Video sehr schön gemacht.
Keine Effekthascherei,ruhige klare Bilder.
War mit Sicherheit kein Videoanfänger am Werk.

gruss Hai
****
DE OPPRESSO LIBER Freiheit den Unterdrückten
Leitspruch der US Army Special Forces
****

#11 Gastblauvogel_*

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Geschrieben 06 November 2011 - 14:44 Uhr

Beitrag anzeigenpilgrim sagte am 06 November 2011 - 13:35 Uhr:

......

Zitat

Wird man wirklich erst durch Gi und Hakama zum Aikidoka transformiert?
Wie erlebst du das Umkleiden? (Ich kenne das als einen sehr intensiven, ruhigen Moment. Es gibt die, die dabei Reden und Witze erzählen. Es gibt die, die dabei sehr in sich gekehrt sind. Bei Seminaren erlebe ich fast nie laute Gespräche in der Umkleide.)
........

vielleicht soltest du mal bei den mädels lauschen. da ist es eher lebhaft.

ich zähle mich da durchaus auch zu den tratschtanten. es ist eine form der kommunikation mit den leuten, mit denen ich nachher üben werde oder geübt habe und ich empfinde das anziehen der aikido-sachen keineswegs als heiligen akt, der bedächtigkeit erfordert.
es ist interessant, beim üben die person evenuell anders zu erleben, als im gequatsche in der umkleide oder eben eine authenzität zu erkennen.
das bezieht sich nicht auf reden oder nicht, sondern auf das wahrnehmen der person in einer subtileren weise.

ich fühle mich in gi und hakama auch nicht anders als sonst. es sind für mich alltägliche kleidungsstücke, ebenso wie aikido alltäglich ist oder die jeans, die ich heute noch in die waschmachine schleppen sollte.

wenn ich die halle betrete oder die matten, dann ist es etwas anderes und erfordert sicherlich mehr konzentration...........was aber etwas anderes ist, als es beim anziehen wäre.


zum video:

auch wenn die bilder schön sind, finde ich es eher etwas gekünstelt als kunst. das war der grund, warum ich das video nicht bis zum schluss durchgehalten habe.
das mag aber am persönlichen verständnis von kunst liegen.

trotzdem ein netter versuch, ein aikido-video mal anders zu gestalten.

Bearbeitet von blauvogel, 06 November 2011 - 14:47 Uhr.


#12 ten-chi

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Geschrieben 06 November 2011 - 18:21 Uhr

Beitrag anzeigenLue Cha sagte am 06 November 2011 - 11:31 Uhr:

Sie spricht auch nicht davon ein Akidoka dann zu werden, sondern ein Aikidokalehrer. In meinen Augen durchaus ein Unterschied.

Diesen Einwand hatte ich erwartet. Für mich ist es kein Unterschied. Ich werde nicht durch ein äußeres Attribut (durch welches ich mich noch nicht mal von den anderen unterscheide) zum Lehrer. Für andere vielleicht.


Beitrag anzeigenpilgrim sagte am 06 November 2011 - 13:35 Uhr:

Warum verstehst du dieses Bild als rückwärtsgewandt?

Ich sagte ja dass mir da Fragen durch den Kopf gingen, und überlegt habe was mögliche Antworten sein könnten.
Sind Wurzeln rückwärtsgewandt? Wenn bei einem Baum die Wurzeln Vergangenheit sind, dann stirtbt er erst ab, später dann fällt er um.
Wurzeln sind ein lebendiger Teil des Ganzen.

Das Bild hat etwas sehr theatralisches, erinnert ein bisschen an Kurosawa. Es ist für Aikido eher unüblich, dass unbewegliche Körper herumliegen, man hätte auch ein bisschen rote Farbe auftragen können (passt aber nicht zum Stil, von daher schon in Ordnung). Da stellen sich halt Fragen.


Beitrag anzeigenpilgrim sagte am 06 November 2011 - 13:35 Uhr:

Wie erlebst du das Umkleiden?

Meistens als eine Handlung, die bei mir vor dem Training incl. Hakama ca. 2-3 Minuten dauert. Nach dem Training lasse ich mir schon mal mehr Zeit.
Ein Hakama ist Bestandteil der Trainingskleidung. Warum ich den trage, darüber denke ich schon lange nicht mehr nach, aber es hat wohl mit dem Lebendig-sein der Wurzeln zu tun. Man muss das nicht als Meditation auffassen. Ein Samurai der alten Zeit hat beim anlegen seiner Rüstung vielleicht bestimmte Gedanken gehabt, aber manchmal muste es vielleicht auch einfach schnell gehen. Es gab wohl auch spezielle Techniken dafür. Ein Relikt davon mag vielleicht dieses T-shirt-Falten- in-5-sekunden sein, kann ich aber nicht beurteilen.

(Viele Aikido-Verletzungen entstehen übrigens durch Hakama, wäre eigentlich ein Grund darauf zu verzichten).

Zitat

auch wenn die bilder schön sind, finde ich es eher etwas gekünstelt als kunst. das war der grund, warum ich das video nicht bis zum schluss durchgehalten habe.
das mag aber am persönlichen verständnis von kunst liegen.
Ich habe es sogar mehrmals angeschaut. Ich finde es hat was, allerdings hat das Medium Theater für mich eigentlich immer etwas künstliches.

Bearbeitet von ten-chi, 06 November 2011 - 18:22 Uhr.


#13 Drax

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Geschrieben 05 Dezember 2011 - 11:02 Uhr

Mir als Aussenstehem gefällt das Video sehr gut - mal etwas ganz anderes als diese ständige Effekthascherei.
Gut gemacht!

Drax
Don't dream it, be it!