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Gehen Kampfkunst und Kampfsportarten an der Realität vorbei ?


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141 Antworten in diesem Thema

#41 Vagabund

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Geschrieben 15 November 2011 - 10:14 Uhr

Beitrag anzeigenshudokan sagte am 14 November 2011 - 22:35 Uhr:

Wer gegen die Wölfe bestehen will, der muss mit den Wölfen heulen, ganz einfach. Wer nicht bereit ist sich dieser Seite seiner selbst zu stellen, der soll Sport machen, aber nicht vom kämpfen reden...

Grüße aus dem Shudokan

Klar, denn echte Kämpfer machen ja keinen Kampfsport.
Taekkyon-Seminar mit Großmeister Lee Yong-bok (9. Dan Taekkyon und 9. Dan Tae Kwon Do) in Hamburg: www.zentrum.taekkyon.de/news

#42 Terao

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Geschrieben 15 November 2011 - 10:56 Uhr

Intensiv betriebener Sport ist Kampf. Und wenn dann noch der Ehrgeiz einsetzt, kann das brutaler und gnadenloser werden, als sich so mancher Künstler vorstellen mag.

#43 Luggage

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Geschrieben 15 November 2011 - 11:01 Uhr

Ahh, soviele Tiere! Ich bin ganz verwirrt, aber mir fällt ein Zitat dazu ein: 10 räudige Hunde können auch einen Löwen erlegen!

#44 Terao

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Geschrieben 15 November 2011 - 11:10 Uhr

Noch ne Parallele: Auch Tiere üben das Kämpfen und Jagen zunächst kampfsportlich-spielerisch. Das läuft nach impliziten Regeln ab, kann aber auch durchaus ziemlich aggressiv werden.

#45 Luggage

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Geschrieben 15 November 2011 - 11:13 Uhr

Ah, ich hab noch einen: Beutetiere treten, Raubtiere ringen!

#46 puma085

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Geschrieben 15 November 2011 - 11:29 Uhr

Beitrag anzeigenLanariel sagte am 11 November 2011 - 21:54 Uhr:

Na ja viele Leute wollen ja gar nicht wirklich SV-fähig werden oder zumindest nicht wirklich was dafür tun. Gutes Training beinhaltet leider auch mal Aspekte die keinen Spaß machen einem aber weiterbringen und das wollen viele gar nicht erst wissen, da bleiben sie lieber dabei die Märchen zu glauben, die ihnen vorgetischt werden.

Interssanten Standpunkt hast du. Nur welche Aspekte mi dem guten Training meinst du den genau die keinen Spaß machen? Meinst du damit Vollkontakt Sparring oder was anderes?

#47 Mac

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Geschrieben 15 November 2011 - 11:34 Uhr

Hi Luggage,

Zitat

Beutetiere treten, Raubtiere ringen!

und Kängurus boxen.

Winke


Mac :-)
Renne um Dein Leben, wenn ich lächele.

Wie soll ich wissen was ich denke, bevor ich lese was ich schrieb?

Ich wollte mich eigentlich geistig mit Dir duellieren, doch ich sehe Du bist unbewaffnet.

#48 ingolf

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Geschrieben 15 November 2011 - 11:34 Uhr

Zitat

Ah, ich hab noch einen: Beutetiere treten, Raubtiere ringen!
...und noch einen: "ein floh kann einem löwen mehr zu schaffen machen, als ein löwe einem floh."
sei still

#49 shudokan

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Geschrieben 15 November 2011 - 14:20 Uhr

Ich habe nirgends geschrieben, dass unter den Sportlern keine Kämpfer sen können, aber nicht jeder Sportler ist zwangsläufig ein Kämpfer! Kampf ist nun einmal etwas anderes als Wettkampf, wer etwas anderes behauptet, sollte mal einen Realitätscheck machen.
Sicher sind durchtrainierte Sportler, die sich mit KK befassen im Vorteil, wenn ihnen jedoch die richtige Einstellung fehlt, dann bringt es ihnen nichts.
Vlt. sollten diejenigen, die eben diese Erfahrungen nicht gemacht haben, hier einfach mal den Mund halten und in ihrem Elfenbeinturm sitzen bleiben. Ich rede hier nicht von ein wenig Schubsen in der Straßenbahn oder ein paar Betrunkene Jugendliche, die Ärger suchen. Ich rede von Leuten, die dir mal eben deinen Gesichtsschädel zertrümmern, ohne darüber nachzudenken, dir ein Messer im Vorbeigehen in den Bauch rammen oder zu dritt von hinten über dich herfallen, einfach so, weil ihnen langweilig ist. Leute mit einer anderen Einstellung zur Gewalt. Ihnen passt dein Gesicht nicht, egal, dann schmeißen wir dich eben durch die nächste Tür, ist doch egal wenn dein Kopf drin stecken bleibt.
Wer von euch ist bereit im Zweifelsfall jemandem das Gehirn aus dem Schädel zu prügeln, indem er ihn auf einen Bordsteinkante knallt?

Jeder, der jetzt auch nur einen Moment nachdenken musste, weis nicht, was Gewalt ist.Jetzt kommt mir nicht mit rechtlichen Konsequenzen, denn darum geht es nicht. Es geht um Kämpfen, Angst und Schmerzen und zwar ohne Regeln und doppelten Boden.Grüße aus dem Shudokan

Bearbeitet von shudokan, 15 November 2011 - 14:25 Uhr.

"Wahrhaft siegt wer nicht kämpft" - Sun Tsu

#50 Richard

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Geschrieben 15 November 2011 - 14:50 Uhr

Ah, ein ganz Harter. Super.

Beitrag anzeigenshudokan sagte am 15 November 2011 - 14:20 Uhr:

Ich habe nirgends geschrieben, dass unter den Sportlern keine Kämpfer sen können, aber nicht jeder Sportler ist zwangsläufig ein Kämpfer! Kampf ist nun einmal etwas anderes als Wettkampf, wer etwas anderes behauptet, sollte mal einen Realitätscheck machen.
Wettkampf kann Kampf sein. Wer etwas anderes behauptet, soll sich mal in den Käfig begeben.

Zitat

Sicher sind durchtrainierte Sportler, die sich mit KK befassen im Vorteil, wenn ihnen jedoch die richtige Einstellung fehlt, dann bringt es ihnen nichts.
Ja. Ist dir im Übrigen schon aufgegangen, dass man die richtige Einstellung (Stress aushalten, zurückschlagen, Siegeswillen zeigen) trainieren kann? Kleiner Tip: Viele Armeen kultivieren genau zu diesem Zweck den Kampf-Sport...

Zitat

Vlt. sollten diejenigen, die eben diese Erfahrungen nicht gemacht haben, hier einfach mal den Mund halten und in ihrem Elfenbeinturm sitzen bleiben. Ich rede hier nicht von ein wenig Schubsen in der Straßenbahn oder ein paar Betrunkene Jugendliche, die Ärger suchen. Ich rede von Leuten, die dir mal eben deinen Gesichtsschädel zertrümmern, ohne darüber nachzudenken, dir ein Messer im Vorbeigehen in den Bauch rammen oder zu dritt von hinten über dich herfallen, einfach so, weil ihnen langweilig ist. Leute mit einer anderen Einstellung zur Gewalt. Ihnen passt dein Gesicht nicht, egal, dann schmeißen wir dich eben durch die nächste Tür, ist doch egal wenn dein Kopf drin stecken bleibt.
In welcher Welt lebst du, in der dir regelmäßig solche Leute über den Weg laufen? In der, in der ich lebe, landen solche Leute ratzfatz im Knast, und das weiß ich auch durchaus zu schätzen.

Zitat

Wer von euch ist bereit im Zweifelsfall jemandem das Gehirn aus dem Schädel zu prügeln, indem er ihn auf einen Bordsteinkante knallt?

Jeder, der jetzt auch nur einen Moment nachdenken musste, weis nicht, was Gewalt ist.Jetzt kommt mir nicht mit rechtlichen Konsequenzen, denn darum geht es nicht. Es geht um Kämpfen, Angst und Schmerzen und zwar ohne Regeln und doppelten Boden.Grüße aus dem Shudokan
...wo man natürlich jeden Abend erbarmungslos die Köpfe seiner Angreifer gegen den Bordstein knallt und danach, wenn das Blut und die Hirnmasse weggewischt sind, ein paar Wölfe ins Dojo holt, um mit ihnen zu heulen.

#51 ingolf

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Geschrieben 15 November 2011 - 15:43 Uhr

Zitat

In welcher Welt lebst du, in der dir regelmäßig solche Leute über den Weg laufen? In der, in der ich lebe, landen solche Leute ratzfatz im Knast,
öh, solche dinge sind in manchen bezirken von berlin durch aus an der tagesordnung. wenn solche typen (was gar nicht so wenige sind) mal erwischt werden, laden sie nur ganz kurz mal im knast und die wenigsten dauerhaft. es lohnt fast gar nicht. - kannst ja mal bei den kollegen durchschnuppern: http://www.berlin.de...ung/presse.html (und das ist nur, was veröffentlicht wird)

Bearbeitet von ingolf, 15 November 2011 - 15:46 Uhr.

sei still

#52 Vagabund

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Geschrieben 15 November 2011 - 16:09 Uhr

Beitrag anzeigenRichard sagte am 15 November 2011 - 14:50 Uhr:

Ah, ein ganz Harter. Super.

...

Ich bin auch total froh, dass uns endlich mal jemand aufklärt, was Kampf wirklich bedeutet. Sicher hat er schon etliche Kämpfe auf Leben und Tod gehabt und spricht aus einem reichhaltigen Erfahrungsschatz. Hört sich jedenfalls so an, als wäre er der deutsche Experte für Ghettokampf.
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#53 shudokan

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Geschrieben 15 November 2011 - 16:17 Uhr

Ja, ich habe um mein Leben gekämpft und ich kenne einige Leute, die dies auch tun mussten. Beruflich habe ich damit auch zu tun, sowohl mit Opfern als auch mittlerweile mit Tätern.
Wie sind denn so deine Erfahrungen mit realer Gewalt lieber Vagabund?

Grüße aus dem Shudokan
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#54 Mac

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Geschrieben 15 November 2011 - 16:34 Uhr

Hi zusammen,

das ist so ein typisches Thema, wo es gerne mal unschön wird.
Bleibt bitte auf der Sachebene.

Viele Grüße

Mac
Renne um Dein Leben, wenn ich lächele.

Wie soll ich wissen was ich denke, bevor ich lese was ich schrieb?

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#55 Taysoku

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Geschrieben 15 November 2011 - 16:51 Uhr

Leute, die meinen dass Gewaltexzesse die Realität sind, auf die man trainieren muss, an denen geht die Realität vorbei. Sie suchen die falschen Lösungsansätze und verkennen vollständig, dass sie selbst damit das Geschmeiß decken. Wenn solche "bösen Leute" trotz Gewalttaten frei rumlaufen, dann nur, weil sie durch Schweigen geschützt werden.

Die, die meinen, sich durch ihr(e) Härte/Können/Kampfkunst auf die sichere Seite bringen zu können, sind die, die das Gewaltsystem stützen und sie tragen KEINEN Deut dazu bei, das es besser wird. Eher das Gegenteil.

Realität ist das, wo 99,9% der Menschen leben und nicht 0,01% der Anachronisten. Für 99,9% der Menschen decken die KK genau die Realität ab, die sie brauchen!

Tay
Meine Lehrgangsempfehlungen:
Seminar mit Hidetoshi Nakahashi und Carlos Molina
am 19. und 20.5.2012 in Berlin
Infos unter http://www.shingitai...mid=122&lang=de

#56 shudokan

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Geschrieben 15 November 2011 - 17:15 Uhr

Taysoku, ich weiss nicht, ob du dich auf mich beziehst, aber urteile nicht über mich, ohne mich zu kennnen! Wer sagt, dass ich Gewaltexzesse gut heiße oder diese Leute decke?
Gewalt wird in unserer Gesellschaft ausgeblendet, teilweise sogar gewollt. Nicht jeder, der Gewalt erlebt hat oder mit Gewalt umgehen muss, kommt aus der äußeren Ecke unserer Gesellschaft. Man kann in Situationen kommen, in denen die Gewalt einfach über einen hereinbricht, oder willst du Überfallopfern erzählen, die mit einem Mittelgesichtsbruch oder Schädelbasisbruch auf der Intensivstation wach werden, dass sie außerhalb der Realität leben?
Eine Gesellschaft, die ihren Bürgern Gewalt vorenthält, um sie nicht zu verunsichern (in meiner Stadt wird z.B. nicht über Kindesentführungen oder Gewalt gegen Kinder in der Presse berichtet, um die Bevölkerung nicht zu verunsichern und zwar, weil sich Polizei und Presse darauf geeinigt haben!) muss sich nicht wundern, wenn einige (wenn auch wenige) die keine Gewalt suchen plötzlich Opfer der Gewalt von Leuten aus dem Rand der Gesellschaft werden, denn dort ist diese Gewalt sehr sehr präsent nur kann sich das leider kaum einer vorstellen.

Nur weil 99,9% einer falschen Sicherheit aufliegen, macht es das Ganze nicht besser. KK wurde für reale Gewalt entwickelt, das vergessen die Leute leider immer wieder. BJJ ist schön, Bodenkampf ein Klasse Trainingsinstrument, nur in der Realität völlig bedeutungslos sobald es nicht 1:1 geht und wenn es 1:1 geht und der eine ein Messer hat, ist der Boden das dümmste, was du als Verteidiger suchen kannst. Wenn du mehr als einen gegen dich hast und du gehst ins Bodenkuscheln, spielen die anderen mit deinem Kopf oder Rücken Fussball. In den Koryu (wo das BJJ herkommt) war der Kampf am Boden die allerletzte Möglichkeit, nicht ohne Grund.
Das Te war eine Nahkampf-KK mit Würfen und üblen Genickhebeln in Kombinaton mit hocheffektiven kurzen Tritten und Schlagmöglichkeiten. Schau dir an, was heutzutage als Karate verkauft wird...

Grüße aus dem Shudokan
"Wahrhaft siegt wer nicht kämpft" - Sun Tsu

#57 puma085

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Geschrieben 15 November 2011 - 19:22 Uhr

@Taysoku, Nun ja auch wenn diese Gewaltexesse vielleicht nicht die Regel sind, so kommen sie doch öfter vor, und man kann Menschen die sich darauf vorbereiten wirklich keinen Vorwurf machen. Ich bin froh, das ich sowas noch nie erlebt habe, aber genau aus diesem Grund interssiere ich mich für die Selbstverteidigung. Eine Schule die aber einen wirklich Anspruch daruf erheben jemanden einigermaßen darauf vorzubreiten habe ich noch getroffen. Was ich bisher traniert habe, betrachte ich eher als Sport um meine Beweglichkeit und Grundfittness zu tranieren, was auch nicht das schlechteste ist. Nur was ich bisher gelernt habe, ist nicht adquat genug um mich auf etwas vorzubreiten was man nur als extreme Gewalt bezeichnen könnte, und man leider mitunter auf der Straße antreffen kann.

#58 Richard

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Geschrieben 15 November 2011 - 21:21 Uhr

Vielleicht leben wir tatsächlich in verschiedenen Realitäten. In meinem Leben habe ich bisher maximal ein dutzend Schlägereien am Rande mitbekommen, und da war nichts dramatisches dabei. Keine Viele-gegen-einen-Situationen, keine Messer, nichts, was man nicht mit ein bisschen Boxen und Ringen in den Griff bekommen hätte. Ich kenne auch niemanden, dem krasse Sachen einfach so passiert wären. Die Statistiken sagen, dass wir in Deutschland derzeit in sensationell friedlichen Zeiten leben. Klar kann man zur falschen Zeit am falschen Ort sein, aber diese Möglichkeit rechtfertigt für den Normalo nicht, exzessiv Zeit und Energie dafür aufzuwenden, für so etwas gewappnet zu sein. (Im Übrigen: es sterben in Deutschland im Jahr etwa 900 Menschen durch Mord. Aber etwa 4000 durch Verkehrsunfälle. Wie viele der Leute, die Selbstverteidigungskurse besuchen, waren auch im Fahrsicherheitstraining?)

Dessen ungeachtet: wenn man Kampf-Kunst oder Kampf-Sport macht, sollte man Sachen üben, die funktionieren, und das vorzugsweise nicht nur bei untrainierten Trotteln und Zombie-Ukes. Dass viel Krampf gelehrt wird, der nicht funktioniert, würde ich überhaupt nicht bestreiten. Nur, wenn man sich im Training ab und zu kloppt, sollte das auffallen. Und wenn man es nicht tut, lernt man eh nix.

#59 Vagabund

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Geschrieben 15 November 2011 - 21:25 Uhr

Beitrag anzeigenshudokan sagte am 15 November 2011 - 16:17 Uhr:

Ja, ich habe um mein Leben gekämpft und ich kenne einige Leute, die dies auch tun mussten. Beruflich habe ich damit auch zu tun, sowohl mit Opfern als auch mittlerweile mit Tätern.
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Grüße aus dem Shudokan

Deine Antwort imponiert mir.

Meine eindrucksvollste Gewalterfahrung habe ich letztes Jahr gemacht, als ich als Gast an einem Antigewalttraining in Kiel teilnahm und in einem Kreis mit ziemlich schweren Jungs saß, die teilweise unvorstellbare Grausamkeiten begangen haben. Das ist natürlich nicht das, was Dir als Antwort vorschwebt, aber ich will jetzt auch keinen Roman schreiben. Eine der vier "Gewalt-Situationen" habe ich ja schon beschrieben (S-Bahn). Das war schon heftig und wenn ich nicht gut im Training gewesen wäre, hätte das leicht sehr böse für mich ausgehen können. Ich wäre nicht der erste gewesen, der in einer Bahn oder Station zusammen geschlagen wurde.


@Puma085:

Natürlich kann man niemandem einen Vorwurf machen, wenn er sich für eine Eventualität wappnen will. Ggf. kann man aber vor "Verfolgungswahn" warnen. Nicht jeder da draußen hat ein Messer im Ärmel. Was mich persönlich nervt, ist, wenn Kampfkünstler auf Kampfsport hinab sehen und predigen, dass nur sie und ein kleiner auserwählter Kreis wirklich wissen, wie es "da draußen" zugeht.

Was etwa genauso häufig oder selten vorkommt, sind Erste-Hilfe-Situationen oder Wohnungsbrände. Interessanter Weise wird das aber nicht als so große Gefahr eingeschätzt wie Bedrohungen durch gewaltsame Mitmenschen. Warum eigentlich nicht? Oder wie lange ist Dein letzter Erste-Hilfe Kurs her? Schon mal eine Brandschutzübung gemacht? Steht ein Feuerlöscher bei Dir zu hause? Bei mir schon.
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#60 paco

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Geschrieben 15 November 2011 - 21:48 Uhr

vagabund Man braucht kein Messer um jemanden schwer zu verletzen, das nur mal dazu am Rande. Ich schnuppere im moment unter anderen im jJJ was ja angeblich auch für die SV da ist, aber ich sehe das nur als Sport, der mir Spaß macht. Nur in einer e chten SV Situation wird man das gelernte nie anwenden können. Aber solange man sich dessen bewusst ist sprichts nichts dagegen. Es ist nur gefährlich zu glauben mit etwas KK Training sv tauglich zu sein kann ein Fehler sein. Da ist backt man bessere kleinere Brötchen, wenn es ernsthafte kämpferische Fähigkeiten geht. Ich gebe mir da jedenfalls keine Iliusionen hin. Ich sehe die KK nur als sportlicher betätigung als Ausgleich zum Alltag, der mich vielleicht irgendwann etwas wehrfähiger macht, aber für wirklich sv tauglich werde ich mich nie halten. Dazu fehlt mir das richtige Training was ich bei nicht kriegen kann ,und selbst wenn ich es kriegen würde, fehlt mir die Skrupelosigkeit einem anderen wirklich schwer verletzen zu wollen, selbst wenn ich theoretisch gesehen wüsste wie es geht.. Auch die anderen Stille die ich mir angesehen habe, wie zb Karate, WT, VT usw sind zwar alle in der Theorie interssant, nur ob man sie in der Praxis richtig einsetzen kann halte ich für fraglich. Es kann nit schaden den KK Alltag zu hinterfragen denke ich.. da haben meine Vorposter schon recht

Bearbeitet von paco, 15 November 2011 - 21:55 Uhr.