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zum Jujutsu noch Judo dazunehmen?


26 Antworten in diesem Thema

#1 puma085

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Geschrieben 13 November 2011 - 15:57 Uhr

Hallo, alle zusammen, da in meiner neuen beruflichen Heimat die Aikido Trainingszeiten sich ausbildungstechnisch nicht vereinbaren lassen, war ich gezwungen mir einen Ersatz zu suchen. Bin dann schließlich über Hapkido, wo mir die Trainingsgruppe nicht so zugesagt hat, beim Jujutsu gelandet, mir großen Spaß macht. Bedauerlichweise hat die Gruppe nur einmal die Woche Training was doch zu wenig ist. Bin deshalb auf der Suche nach einer KK die sich perfekt mit dem JJ ergänzt also überhaupt nicht in die Quere kommt. Die Auswahl in der neue beruflichen Heimat ist beschränkt, und es käme eigentlich nur Judo und Shotokan Karate in Frage. Und Karate so intessiert es auch ist, dürfte eher schlecht zum JJ dazu passen. Tendiere deshalb stark zum Judo. Da könnte ich auch 2 mal die Woche tranieren ohne meinen JJ Termin zu schwänzen. Und jetzt wollte ich fragen ob jemand von euch bereits Erfahrungen mit dieser KK Kombination gemacht hat, und man diese als Sinnvoll erachten kann oder eher nicht.

Würde mich freuen ein paar Meinungen zu diesem Thema zu hören.

#2 Luggage

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Geschrieben 13 November 2011 - 16:10 Uhr

Also, althergebracht war JJ in Deutschland ja Karate+Judo+Aikido, aber das hat sich in den letzten Jahren sehr verschoben, so dass Karate kaum noch seinen Platz dabei hat. Deswegen ist deine Einschätzung wohl richtig, dass du damit zumindest nicht ganz in die selbe Kerbe hauen würdest (obgleich ich etliche Leute kenne, deren Stamm-KK Shotokan ist und die dann mit der Zeit noch JJ dazu nahmen).

Judo und JJ ist die klassische Kombination, etliche JJka haben lange Jahre Judo auf dem Buckel. Würfe und Bodenkampf wirst du 1:1 im Judo wie im JJ trainieren und natürlich ist Judo eine gute Ergänzung in diesen Distanzen (obgleich bei dir bei 2xJudo und 1xJJ JJ die Ergänzung sein wird, zumal mit Aikido-Hintergrund).

Also nur zu! Warst du denn schonmal Gast in dem Judo-Dojo?

#3 puma085

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Geschrieben 13 November 2011 - 16:17 Uhr

Nein, habe mir das Judo Dojo noch nicht angeschaut, werde ich aber nächste Woche in Angriff nehmen. Und bei uns Ö gab es ja keine "Weiterentwicklung" des JJ so wie es Deutschland ist, also beim Ösi JJ könnte man mit der Karate Grundschule sicher noch was anfangen. Das ist aber nicht der Grund warum Karate für mich eher nicht in Frage kommt obwohl es mich durchaus interssieren würde, ist der Umfang des Karate Curiculums. ich persönlich tue mir leichter wenn ich mich mal nur mit einer Stand UP KK auseinander setzte. Beim Judo gibt es das Problem mit dem durcheinander gekommen nicht im Gegenteil, man kann alles vom Judo im JJ wiederverwenden. Außerdem hat Judo einem guten Fittnessfaktor, was mir sehr zu gute kommt. Habe mi Judo schon bereits in Salzburg angeschaut, da ich es schon mal aus Ergänzung zum Aikido machen wollte. Habe es aber dann verworfen beschlossen mich nur dem Aikido zu wiedmen. Da hatten wir aber 3 mal die Woche Training, so das das die richtige Entscheidung war. Jetzt haben sich die Dinge aber geändert, da meine JJ Gruppe nur 1 mal die Woche traniert und das ist nur zu wenig. Da kann ich mit ruhigen gewissen zum Judo gehen ohne eine KK zu vernachlässigen.

Bearbeitet von puma085, 13 November 2011 - 16:20 Uhr.


#4 Richard

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Geschrieben 13 November 2011 - 18:11 Uhr

Das sind meiner Erfahrung nach tatsächlich zwei Stile, die sich gut ergänzen. Ju-Jutsu leidet ja etwas unter dem Alles-ein-bisschen-und-nichts-richtig-Syndrom, da kann es gar nichts schaden, wenn man sich im Judo eine etwas bessere Basis im Werfen verschafft (und dafür im JJ die Sachen macht, die im Judo nicht oder nur am Rand vorkommen). Außerdem ist Judo oft etwas Randori-lastiger als JJ, was auch nicht schaden kann. Klingt also nach einem guten Plan.

#5 soto-deshi

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Geschrieben 14 November 2011 - 21:20 Uhr

Hallo puma085.

ich habe Dein Schreiben gelesen und bin etwas überrascht.
Aikido und Judo haben einiges gemeinsam - der Gründer des Aikido O Sensei Morihei Ueshiba hatte sogar einen Judo-Lehrer - bevor er sich entschloß das jujutsu der daito-Schule von meister Sokaku Takeda zu lernen. Das alles kannst Du im Buch :Budo das Lehrbuch des Gründers des Aikido nachlesen.

Ju- Jutsu des DJJV ist ein Mischsystem, das die Gründer siehe Ju-Jutsu 1 Falken-Verlag aus Bücher verschiedener Kampfsportarten um 1969 zusammengestellt haben.
Dort wurden früher Techniken aus dem Karate ( Shotokan), dem Rahn Jiu-Jitsu, Judo und Aikido übernommen. Wobei ich - für mich festgestellt habe- die Trainer können meist nichts richtig.
Das beurteile ich aus meiner Erfahrung im Karate- Shotokan und Aikido ( 2 1/2 Jahre ), wobei besondes die Aikido-Techniken im Ju-Jutsu des DJJV - nicht wiederzuerkennen sind.

Judo ist ein geschlossenes System - das leider überwiegend nur noch als Sport-Judo unterrichtet wird - angepaßt an das Regelwerk für den Sportbetrieb. Tom Herold unterrichtet ein Judo das sich mehr auf den Gründer des Kodokan Judo Jigoro Kano bezieht, in einem anderen forum geht er öfters auf dieses Thema ein.

Ju-Jutsu die Ausbildung in unserem Verein, war immer mit einem willigen Partner - damit die Technik auch ausgeführt werden konnte. Wer sich einmal mit Judo - Randori oder Karate- Wettkampf beschäftigt hat, erkennt leicht nicht alles klappt so einfach, wenn der Partner nicht mitspielt. Denn beim Randori oder Karate-Kumite versuchen beide die eigene Technik anzubringen.
Ich denke, das wird höchstens beim Ju-Jutsu Wettkampf geübt, wobei viele Ju-Jutsu ka dafür extra Judo oder Karate Kurse besuchen.

Ist nur meine persönliche Erfahrung und Ansicht. Habe schon lange wieder mit Ju-Jutsu aufgehört, von jedem Stil nur einige Techniken ohne richtige Grundlagen, war mir nichts.

soto-.deshi

#6 soto-deshi

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Geschrieben 14 November 2011 - 21:37 Uhr

Hallo lieber Luggage,

ich schätze Deine Erfahrungen in vielen Bereichen der Kampfsportarten und sportlichen Ausbildung.
Aber ich denke, hier muß ich Dir einfach widersprechen.

Ju-Jutus des DJJV - ist eine Sammlung von Techniken aus verschiedenen Budoarten und auch Techniken aus dem Escrima. Wobei einfach nichts richtig unterrichtet wird.
Viele der Dan-Träger des Ju-Jutsu des DJJV kommen aus dem Rahn-Jju-Jitsu und wurden nach einem Überprüfungslehrgang mit einem Dan-Grad im neuen Ju-Jutsu des DJJV belohnt. Leider schreibt Tom Herold nicht mehr hier, der könnte es ausführlicher erläutern, so mußt Du in einem anderen forum nachlesen.

Oder einfach die Geschichte des Lübecker Judo-Clubs www.-luebecker-judo-club.de Ju-Jutsu die Anfänge, aufrufen oder lies die Wolfgang Schütte Geschichte, Samurai Aschaffenburg.oder Historie, 100 Jahre Budo in Europa, unter www.ziviler -sicherheitsdienst.de , Carl Wiedmeier

Viel Spaß mein Lesen....soto-deshi

#7 puma085

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Geschrieben 14 November 2011 - 23:01 Uhr

@soto-deshi Das ursprüngliche Judo und Aikido hatten vielleicht was gemeinsam. Aber das moderne Judo ist so unterschiedlich wie Tag und Nacht, so das ein Judo und Aikido Training überhaupt nichts bringt.Judo und JJ hingegen dürften sehr gut zusammen passen. Und mag sein, das JJ nur was eine halberherziger Zusammenschluss von unterschiedlichen Techniken ist, aber deshalb muss es doch noch lange nicht schlecht sein. Mir persönlich macht es jedenfalls viel Spaß und ist für meine Zwecke ausreichend. Und sehr interssant auch etwas über das ursprüngliche Judo zu lesen, was aber höchstwarscheinlich heute nur noch ein Exot ist. Mir war gar nicht bewusst das sich das moderne Judo vom ursprünglichen Judo so unterscheidet...

ps: War heute abend schon Judo Verein, oder besser gesagt (Sport) Judo Verein, so wie ich gerade eben gelernt habe und dort es mir gut gefallen Denke das JJ und Judo eine gute Ergänzung ist um mich sportlich zu betätigen.

Bearbeitet von puma085, 14 November 2011 - 23:09 Uhr.


#8 Terao

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Geschrieben 14 November 2011 - 23:28 Uhr

Zitat

Mir war gar nicht bewusst das sich das moderne Judo vom ursprünglichen Judo so unterscheidet
Manche haben auch durchaus ihre Zweifel, ob es sich wirklich so unterscheidet. Dass Tom Herold die Unterschiede besonders sieht und betont, hat wohl auch persönliche Gründe. Und Papier, sorry, soto-deshi, ist geduldig...


Wie dem aber auch sei: Die meisten sind sich jedenfalls darin einig, dass man mit altem oder neuem Judo Leute prima zu Boden werfen kann. Und darum gehts ja.

Bearbeitet von Terao, 14 November 2011 - 23:29 Uhr.


#9 puma085

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Geschrieben 14 November 2011 - 23:42 Uhr

Genau so ist es. Um nichts anders geht es ja. Und ob die Unterschiede wirklich so gravierend sind, müsste man schon ein Vergleichstraining machen, und mal eine Zeit lang parallel in einem alten und moderen Verein tranieren. Für mich ist das nicht möglich, aber es ist dennoch interssant das es möglicherweise Unterschieden geben könnte.

#10 Terao

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Geschrieben 15 November 2011 - 08:20 Uhr

und ich finde, dass man JuJutsuka, speziell der unteren Grade, durchaus ansieht, ob sie vorher oder parallel Judo betrieben haben oder nicht: Wer nicht auf regelmäßiger Basis über einen längeren Zeitraum judoähnliche Randori geübt hat (und das kommt im JuJutsu naturgemäß oft zu kurz), der kann in aller Regel nicht werfen, sondern nur Würfe nachspielen. Es hat, denke ich, einen Grund, dass die meisten der Entwickler der div. JuJutsu-Stile selbst aus dem Judo kamen.

Bearbeitet von Terao, 15 November 2011 - 08:22 Uhr.


#11 Luggage

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Geschrieben 15 November 2011 - 11:10 Uhr

Beitrag anzeigensoto-deshi sagte am 14 November 2011 - 21:37 Uhr:

Ju-Jutus des DJJV - ist eine Sammlung von Techniken aus verschiedenen Budoarten und auch Techniken aus dem Escrima. Wobei einfach nichts richtig unterrichtet wird.

Beitrag anzeigenLuggage sagte am 13 November 2011 - 16:10 Uhr:

Also, althergebracht war JJ in Deutschland ja Karate+Judo+Aikido, aber das hat sich in den letzten Jahren sehr verschoben, so dass Karate kaum noch seinen Platz dabei hat.
Einen Widerspruch sehe ich nicht, du formulierst nur aus:
Teil dieser Verschiebung ist ein Implementieren starker FMA-Anteile, auch durch das IKAEF-Programm. Außerdem sind Sachen wie MT, FMA und Wing Chun einfach im Trend und es ist opportun für die JJ-Leute, das mit aufzunehmen. Früher galt halt Karate als unbesiegbar, also wurde das verstärkt mittrainiert.

Wohin hier Erbsenzählerei führen soll, erschließt sich mir aber nicht - Judo gut, soweit ist alles geklärt. Dieses Herumgereite auf einem vermeintlich traditionellen Judo nach Tom Herold geht mir persönlich auf den Senkel. Wenn der Mann so toll wäre, würden seine Leute international die Wettkämpfe dominieren, habe ich aber noch nix von gehört. Warum er mittels Yoga aufwärmen und gleichzeitig noch Escrima trainieren muss, wenn sein altes Judo so super komplett ist, erschließt sich mir auch nicht. Wie auch immer, selbst wenn Tom einiges ein Bisschen besser machen würde, ist das Kritik auf hohem Niveau und das im Wettkampf geprüfte und geschliffene moderne Judo reicht zum Hausgebrauch vollkommen aus - zumal kaum jemand wirklich die Wahl haben dürfte, ob er Toms System trainiert oder "normales" Judo.

#12 puma085

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Geschrieben 15 November 2011 - 11:33 Uhr

Ja die Diskusion über die unterschiedlichen Judo Stilrichtungen ist zwar interssant, nur nicht sehr zielführend, da ich ja keinen Zugang zu dem alten Judo habe. Ich habe nur das neue, und das reicht fü meine Zwecke, als Ergänzung zu meinem Ju Jutsu locker aus. Geht ja primär darum mich sportlich zu betötigen und wenn sich dabei ganz zufällig meine allgemeine Wehrfähigkeit steigern sollte, wäre das ein netter Bonus, ist aber nicht das Hauptziel.

#13 Daemonday

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Geschrieben 16 November 2011 - 18:06 Uhr

@Terao

Zitat

Manche haben auch durchaus ihre Zweifel, ob es sich wirklich so unterscheidet. Dass Tom Herold die Unterschiede besonders sieht und betont, hat wohl auch persönliche Gründe. Und Papier, sorry, soto-deshi, ist geduldig...
Ja Tom ist etwas speziel, und ja er stichelt gerne gegen das Sportjudo.
Aber und das ist der Punkt, was er macht hat Hand und Fuss und funktioniert auch gegen körperlich überlegene Gegner. Das konnte ich im Sportjudo so nicht sehen, auch wenn ich ihm ein paarmal eine Chance gab.

@Luggage

Zitat

Wohin hier Erbsenzählerei führen soll, erschließt sich mir aber nicht - Judo gut, soweit ist alles geklärt. Dieses Herumgereite auf einem vermeintlich traditionellen Judo nach Tom Herold geht mir persönlich auf den Senkel. Wenn der Mann so toll wäre, würden seine Leute international die Wettkämpfe dominieren, habe ich aber noch nix von gehört.

Man könnte dann auch argumentieren wen der Soke der Takenouchi Ryu so gut ist wie alle sagen warum dominiert er oder seine Leute den nicht international die Wettkämpfe? Ich denke es ist einfach eine Frage wo man seine Prioritäten setzt und so wie ich das bei Tom gesehen habe war das nicht der sportliche Wettkampf.

Lg
Micha

Bearbeitet von Deamonday, 16 November 2011 - 18:12 Uhr.

-Michael May-

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#14 Luggage

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Geschrieben 16 November 2011 - 18:11 Uhr

Beitrag anzeigenDeamonday sagte am 16 November 2011 - 18:06 Uhr:

@Terao

Zitat

Manche haben auch durchaus ihre Zweifel, ob es sich wirklich so unterscheidet. Dass Tom Herold die Unterschiede besonders sieht und betont, hat wohl auch persönliche Gründe. Und Papier, sorry, soto-deshi, ist geduldig...
Ja Tom ist etwas speziel, und ja er stichelt gerne gegen das Sportjudo.
Aber und das ist der Punkt, was er macht hat Hand und Fuss und funktioniert auch gegen körperlich überlegene Gegner. Das konnte ich im Sportjudo so nicht sehen, auch wenn ich ihm ein paarmal eine Chance gab.

Keine Ahnung was für Dojo du da besucht hast, aber ich wurde schon von Judoka nach Belieben durch die Gegend geworfen, dass es sich gewaschen hatte. Von einer mangelnden Tauglichkeit gegen körperlich Überlegene kann keine Rede sein (sofern wir damit nicht bessere Judoka oder Vertreter vergleichbarer Stile reden).

#15 Daemonday

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Geschrieben 16 November 2011 - 18:29 Uhr

Naja ich hab als Kind Judo gemacht und nach 8 Jahren Sambo nen Ersatz gesucht, da mein Lehrer weggezogen ist.
Ich habe 5 Dojo bei mir in der Gegend getestet und fand keines überzeugend, Einiges ging so krass an dem Verständniss von Wurfprinzipien welches mir beigebracht wurde vorbei das ich nur weinen könnte.
Und nur um jetz der Sambo ist ja kein Judo Argumentation vorzubeugen, Oshchepkov der massgebliche Begründer des Sambo war Judoka und ich würde behaupten mehr als 80% des Sambo basieren auf Judo.

Ich will hier garnicht Tom in den Himmel loben, wie gesagt er ist Speziel und ganz sicher nicht einfach im Umgang, aber wie gesagt ich finde das das was er macht sehr stimmig ist. Was aber wahrscheinlich vorallem daran liegt das er nicht in Judo Wettkampf Dimensionen denkt und sehr sauber und zusammenhängend erklärt.

Das ein Judoka der seit nen Paar Jahren auf Wettkämpfe hin trainiert einen Kampfkünstler herumwerfen kann der sich kaum mit Grappling befasst ist auch keine Frage.

Zitat

Von einer mangelnden Tauglichkeit gegen körperlich Überlegene kann keine Rede sein (sofern wir damit nicht bessere Judoka oder Vertreter vergleichbarer Stile reden).
Naja Um jemanden zu werfen der 30-50 Kilo mehr als ich wiegt (wir erinnern uns Würfe kommen aus dem Rüstungskampf und da wiegt man mit Rüstung, Waffen usw. schon mal 40 kilo mehr als ohne und meine rüstung macht mich ja nicht stärker) brauche ich eine Verständniss von Wurfprinzipien. Mit Kraft komm ich da nicht weit, diese wird im Sportjudo aber immer mehr in den Fordergrund gestellt.

Lg
Micha
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#16 Luggage

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Geschrieben 16 November 2011 - 20:09 Uhr

Beitrag anzeigenDeamonday sagte am 16 November 2011 - 18:29 Uhr:

Naja ich hab als Kind Judo gemacht und nach 8 Jahren Sambo nen Ersatz gesucht, da mein Lehrer weggezogen ist.
Ich habe 5 Dojo bei mir in der Gegend getestet und fand keines überzeugend, Einiges ging so krass an dem Verständniss von Wurfprinzipien welches mir beigebracht wurde vorbei das ich nur weinen könnte.
Und nur um jetz der Sambo ist ja kein Judo Argumentation vorzubeugen, Oshchepkov der massgebliche Begründer des Sambo war Judoka und ich würde behaupten mehr als 80% des Sambo basieren auf Judo.

Ich will hier garnicht Tom in den Himmel loben, wie gesagt er ist Speziel und ganz sicher nicht einfach im Umgang, aber wie gesagt ich finde das das was er macht sehr stimmig ist. Was aber wahrscheinlich vorallem daran liegt das er nicht in Judo Wettkampf Dimensionen denkt und sehr sauber und zusammenhängend erklärt.

Das ein Judoka der seit nen Paar Jahren auf Wettkämpfe hin trainiert einen Kampfkünstler herumwerfen kann der sich kaum mit Grappling befasst ist auch keine Frage.

Zitat

Von einer mangelnden Tauglichkeit gegen körperlich Überlegene kann keine Rede sein (sofern wir damit nicht bessere Judoka oder Vertreter vergleichbarer Stile reden).
Naja Um jemanden zu werfen der 30-50 Kilo mehr als ich wiegt (wir erinnern uns Würfe kommen aus dem Rüstungskampf und da wiegt man mit Rüstung, Waffen usw. schon mal 40 kilo mehr als ohne und meine rüstung macht mich ja nicht stärker) brauche ich eine Verständniss von Wurfprinzipien. Mit Kraft komm ich da nicht weit, diese wird im Sportjudo aber immer mehr in den Fordergrund gestellt.

50kg mehr ist aber schon ne Menge Holz, da wird man mit jeder KK seine Probleme gegen bekommen. Andererseits würde ich da einem Grapplingstil regelmäßig mehr Chancen einräumen, als schlagenden Systemen, da fällt eine so große Differenz noch etwas mehr ins Gewicht. Es ist übrigens ein Unterschied, ob jemand 30-50kg mehr als ich wiegt, weil er größer und schwerer (evtl muskulöser) ist, oder weil er eine entsprechende Rüstung trägt. Letzterer ist mit Sicherheit leichter auszumanövrieren, weil er totes Gewicht mit sich rumschleppt. Darüber hinaus ist mir egtl. ziemlich egal, ob ich jemanden in Rüstung werfen könnte, mir reicht es, für heutige Bedingungen gerüstet zu sein. Ich denke nicht, dass sich beide Anforderungen in Sachen Prinzipien decken (um dem Argument zuvor zu kommen), denn jemand gerüsteten zu werfen ist auf ganz anderen Wegen möglich - auch wenn es natürlich Überschneidungen gibt. Dass man im Judowettkampf sowie einem System, das eben darauf ausgerichtet ist und daran geprüft wird, keine Vorbereitung auf sowas bekommt, ist klar. Ist imho aber eben auch nicht erforderlich.

Rohe Kraft ist sicher nicht verkehrt, aber genauso sicher nicht Mittel der Wahl im Judo, denn damit kann ich keinen Kampf gegen ein vergleichbar austrainierten Athleten gewinnen. Und wenn ich versierte, vergleichbar austrainierte Athleten werfen kann, dann kann ich erstrecht unbedarfte Leute werfen, die garnicht wissen, was mit mir auf sie zukommt (SV). Übrigens schult Judo (und BJJ) wie kaum eine andere KK Ganzkörperkraft und -Spannung, die Leute sind alleine daher schon ernstzunehmende Gegner. Imho deutlich ernstzunehmendere als die BBT'ler die ich so getroffen habe. Mangels sportlicher Betätigung waren das immer träge Stecken, die ich auch ohne Technik in der Mitte durchbrechen könnte.

Jaja, der Tom hat eine ganz andere Ausrichtung, deswegen geht er nicht auf Wettkämpfe und auch seine Leute nicht. WT'ler gehen auch nicht auf Wettkämpfe, weil sie dafür viel zu tödlich sind (wenns doch mal einer tut bekommt er regelmäßig die Mütze voll). Tom rühmt sich im Judo als unwerfbar geltende Techniken problemlos unkooperativ werfen zu können. Würde mich interessieren, ob das mal auf einem Wettkampf, außerhalb des üblichen Dojoinzests getestet wurde... Wie auch immer, ich glaube gern, dass der Tom was auf dem Kasten hat. Ich glaube aber nicht, dass er einen derartigen Vorsprung besitzt, dass seine großspurigen, selbstgefälligen Reden gerechtfertigt wären. Ganz besonders geht mir auf die Nerven, dass seit Auftauchen Toms in den verschiedenen Foren auf einmal in jedem Thread jemand daher kommt und Interessenten nur das traditionelle und superkomplette Judo nach Tom empfiehlt, alles andere ist versportlichter Weicheikram. Dieselbe Tradition-vs-Moderne-Diskussion gibt es in fast allen Systemen und die super kompletten und mega überlegenen Traditionalisten zeichnen sich stets vorallem dadurch aus, dass sie durch Mangel an Beweisen glänzen, während die Sportler die Funktionalität ihres Krams ständig unter Beweis stellen.

Deine Sambo-Judo-Wurfprinzipien-Erfahrungen kann und will ich nicht beurteilen. Fakt ist, dass ein Dojo, das erfolgreiche Wettkämpfer hervorbringt, auch taugliches Judo unterrichtet. Ob du nur Pech hattest, oder Judo insgesamt gegen deine Prinzipien verstößt, muss ich dahinstehen lassen. Aus vielfacher Erfahrung weiß ich, dass Wettkampfjudoka nicht zu unterschätzen sind und die Logik widerspricht der Annahme, das beruhe lediglich auf Kraft. Wie gesagt - wo bleibt dann der Techniker, der all die Kraftmeier an der Weltspitze wegfegt?

Und:

Zitat

Das ein Judoka der seit nen Paar Jahren auf Wettkämpfe hin trainiert einen Kampfkünstler herumwerfen kann der sich kaum mit Grappling befasst ist auch keine Frage.
reicht doch!

Bearbeitet von Luggage, 16 November 2011 - 20:10 Uhr.


#17 Terao

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Geschrieben 16 November 2011 - 20:35 Uhr

Deja vu: Genau dieselbe Diskussion hatte ich auch schon mit Deamonday...


Nebenbei war Tom wahrscheinlich auch schon in (durch?) seine/r Wettkampf-Judo-Zeit (da war er wohl mal ne Weile sehr erfolgreich) ein ziemlich harter Brocken... was er aber in Foren lieber nicht so explizit hervorhebt.

Bearbeitet von Terao, 16 November 2011 - 20:36 Uhr.


#18 puma085

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Geschrieben 16 November 2011 - 21:25 Uhr

Leute, die Unterschiede zwischen dem alten und neuen Judo sind zwar interssant, aber für mich als Osi nicht von Bedetutung, da diese Art von Judo bei uns der Alpenrepublik defintiv nicht gelehrt wird. Und auch in Deutschland scheint es nicht wie Sand am Meer vertreten zu sein. Also ist die Diskusion witzlos, da ich mit dem operieren muss, was vor der Nase habe, und das ist nun mal das moderne Judo. Zur eigentlichen Diskusion lässt sich aber nichts mehr beitragen mein Verdacht hat sich bestätigt und es dürfte gut zum Jujutsu passen. Wobei ich der Vollständigkeit halber auch noch bald dem lokalen Shotokan Verein einen besuch abstatten werde. Scheinbar wird bei uns im juju eher weniger geschlagen und mehr gehebelt und geworfen. Sich mit dem Schlagen auszukennen, dürfte aber nie ein Fehler sein, und deshalb werde ich noch eine "Untersuchung" anstellen in wie fern Karate als ergänzung zu Jujutsu in frage kommen könnte. Wie das mit den unterschiedlichen Beinstellungen und Bewegungsmustern ist und ob die nötige Kapazität hätte beides auseinander zu halten.. Halte ieuch auf dem Laufenden.


und bitte beim Thema bleiben, eure Judo vs Judo Debatte könnt ihr ja woanders fort führen. Es nicht so das mich nicht interssiert, nur da ich nichts damit anfangen kann, hat es in meinem Thread eher nichts verloren.

Bearbeitet von puma085, 16 November 2011 - 21:28 Uhr.


#19 Luggage

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Geschrieben 16 November 2011 - 21:38 Uhr

Die Problematik bei Karate als Ergänzung sehe ich weniger in den Ständen (die Karategrundschule führt zu toller Schrittarbeit, mit der man sehr schnell und flexibel und gleichzeitig stabil große Distanzen überbrücken kann), als in der Arbeit mit den Fäusten. Wenn ihr im JJ mit Hikite (Faust an der Hüfte) und langen Geraden arbeitet, dann passt das. Nutzt ihr aber eine mehr boxerische Faustarbeit (gesenktes Kinn, Fäuste am Kinn, viel Körperrotation in Schlagrichtung), wirst du vermutlich durcheinander kommen - zumindest gehts mir so. Aber natürlich musst du das selbst ausprobieren.

#20 puma085

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Geschrieben 16 November 2011 - 21:45 Uhr

@Luggage wie gesagt sind wir in Ö noch etwas rückständiger was das JJ betrifft als ihr in Deutschland, unsere Schlagtechniken scheinen noch direkt aus dem Karate zu kommen. Also wir arbeiten noch mit der Faust an der Hüfte und langen Geraden. Boxerische Techniken haben bei uns noch keinen Einzug gehalten. Aber im Efffekt hilft wirklich nur ausprobieren. Und das nicht nur einmal, sondern für midestens einen Monat. Erst dann dürfte ich sehen ob ich mit dieser Kombination glücklich werde oder nicht. Ich denke ich werde das so durchziehen, da ich irgendwie eine schwäche für Karatedo habe. Besonders cool finde ich ja das dort so auf die Genauigkeit der Technik achtet, wobe ich etwas Bammel vor den Kata habe. Schon die erste Kata, Heian heißt die glaueb ich sieht ziehmlich komplex aus. Aber mit viel Übung kommt man da sicher schon rein..