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Kata entschlüsseln - ab welcher Kata?


342 Antworten in diesem Thema

#21 Drax

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Geschrieben 17 November 2011 - 11:10 Uhr

Beitrag anzeigensoto-deshi sagte am 15 November 2011 - 15:25 Uhr:

... Meinst du die neue Formschule des Taekwondo oder die erste Formenschule des Taekwondo die Hyong oder das was Gen. Choi Hong Hi danach entwickelt hat....

Ich beziehe mich auf die ersten Formen, die Choi in der Anfangszeit des TKD verbreitet hat.
Als ich 1970 angefangen habe, war meine 1.Form identisch mit der 1.Form im Shotokan.

Mittlwerweile praktiziere ich aber die 24 Formen von Choi (Hyong) und lasse meine Schüler immer wieder mal prüfen, was funktioniert und was nicht.
Eine (TKD-)Form im Ganzen als Kampf gegen ein oder mehrere Gegner zu interpretieren halte ich für sehr gewagt.
Nichtsdestotrotz arbeite ich persönlich beim Formenlaufen mit Bildern, d.h. ich sehe (fühle) genau, was auf mich zukommt und wie z.B. Konter und Gegenangriff ablaufen.
Das dabei (mit der Zeit) alles synchronisiert wird ist richtig.

Gruß :)
Drax

P.S.
Danke für die PN
Don't dream it, be it!

#22 Cross-over

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Geschrieben 17 November 2011 - 12:54 Uhr

Beitrag anzeigensoto-deshi sagte am 14 November 2011 - 20:55 Uhr:

Warum finden sich den Formen des Taekwondo ( viele Meister habe noch bei Gichin Funakoshi gelernt ) keine Hinweise auf Bunkai- Anwendungen?

Schau mal nach folgenden TKD Formen
Pyong A(h)n 1-5
Chul Gi 1-3
Pal Sek
Sip Soo

usw.

Gerade das Ende der Sip Soo (letzte 8-5 Techniken) ist für den (Shotokan)Karateka sehr interassant

Bearbeitet von Cross-over, 17 November 2011 - 13:05 Uhr.


#23 ZoMa

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Geschrieben 17 November 2011 - 14:32 Uhr

Beitrag anzeigenyamamoto49 sagte am 17 November 2011 - 08:32 Uhr:

Hallo ZoMa,

wenn immer wieder die selben Fragen gestellt werden obwohl mittlerweile selbst in deinem so geliebten Verband Antworten existieren (in praxii), die Menschen aber weder die Suchfunktion eines Forums benutzen noch entsprechende Zeit und Mühen investieren wollen, sich entsprechendes Wissen anzueignen, helfen Erklärungen tatsächlich nicht viel. Was solche Menschen ohne Internet gemacht? Gab es damals kein Karate? Oder kann man Karate ohne Praxis tatsächlich nicht erklären?

"Soto-Deshi" fragt sich, warum sein Trainer/Lehrer/Sensei ihm das nicht beibringen kann, was er gerne lernen möchte. Dazu habe ich ihm etwas gesagt, was weder nebulös noch geheimnisvoll ist. Und auf die Möglichkeit, bei mir vorbeikzukommen, weise ich schon lange niemanden mehr hin.

Du hast also entweder ein Problem mit mir, oder du suchst selbst Antworten. In beiden Fällen kann ich dir nicht helfen, weil ich einfach keine Lust dazu habe.

Sorry, ging nicht gegen dich persönlich. Musste nur mal gesagt werden.

In meinem geliebten Verband? Welchen meinst du? Die IRKRS? Dort existieren die Antworten doch schon deutlich länger als sie in diesem (und anderen) Foren en vogue sind.

Natürlich wurde vieles bereits anderswo besprochen und manchmal ist man müde detaillierter auf Dinge einzugehen, mit denen man sich schon mehrfach auseinander gesetzt hat, aber dann vermeide ich (persönlich) es auch lieber lediglich Bröckchen hinzuwerfen. Konkreter: Wenn Soto-deshi (sich) fragt was ihm sein Sensei noch bringt, hilft deine Antwort ja auch nicht so wirklich weiter, oder?

Vielleicht sollte man sich beim Posten manchmal fragen ob mein Ziel beim schreiben das Publizieren oder das Informieren ist.?

Beitrag anzeigenyamamoto49 sagte am 17 November 2011 - 08:32 Uhr:

Du hast also entweder ein Problem mit mir, oder du suchst selbst Antworten. In beiden Fällen kann ich dir nicht helfen, weil ich einfach keine Lust dazu habe.

Da ich mir nicht anmaßen würde alle Antworten zu kennen, suche ich natürlich immer noch welche. Jeden Tag. Aber die werde ich kaum in diesen Thread finden. Wo ich allerdings ein Problem mit dir haben soll oder wie diese beiden Aspekte mit einander korrelieren ist mir auch noch nicht ganz klar. Habe auch lediglich deinen Post als Aufhänger genommen um diese Dinge anzusprechen, da sich mich bei verschiedenen Personen in der Vergangenheit gestört haben. Dies geht dann aber nicht gegen jene Personen selber, sondern gegen ihr "Informationsverhalten".

LG
17. + 18.03.2012 - Koryu Uchinadi Lehrgang mit Olaf Krey in Bielefeld

"Kämpfen um verteidigen Ehre, verteidigen Leben. Nicht um verteidigen Trophäe.."

#24 DerSchleifer aus Fulda

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Geschrieben 17 November 2011 - 17:29 Uhr

Beitrag anzeigenCross-over sagte am 17 November 2011 - 12:54 Uhr:

Gerade das Ende der Sip Soo (letzte 8-5 Techniken) ist für den (Shotokan)Karateka sehr interassant

Nicht nur das Ende. Das ist ja eigentlich fast 1:1 die Jitte. ^^

Viele Grüße!

Mathias
Tradition bedeutet nicht die Erhaltung der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers! - Unbekannt

Fehler sind nicht der Ausdruck von Mangel, sondern der Schatten des Könnens! - Unbekannt

Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte, wo kämen wir hin und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir nur gingen. - Kurt Marti

#25 Volker

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Geschrieben 17 November 2011 - 18:25 Uhr

Und ich sach noch, "ein fass ohne boden". danke auch an crossover, v.

P. S.: Und jetzt wäre ein "Bunkai" der Taekwondoin hierzu sehr spannend!

#26 Cross-over

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Geschrieben 17 November 2011 - 19:03 Uhr

Beitrag anzeigenDerSchleifer aus Fulda sagte am 17 November 2011 - 17:29 Uhr:

Beitrag anzeigenCross-over sagte am 17 November 2011 - 12:54 Uhr:

Gerade das Ende der Sip Soo (letzte 8-5 Techniken) ist für den (Shotokan)Karateka sehr interassant

Nicht nur das Ende. Das ist ja eigentlich fast 1:1 die Jitte. ^^

Viele Grüße!

Mathias

Hast Recht, ich war zum Teil bei der Hansoo (http://www.natkd.com...Forms/Hansu.mpg), die gibt es im Karat nicht. Trotzdem schön wenn man sie karatemäßig macht. Auch die Pyongwon habe ich immer gerne gemacht (http://www.natkd.com...ms/PyongWon.mpg)

Bearbeitet von Cross-over, 17 November 2011 - 19:04 Uhr.


#27 Lanariel

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Geschrieben 17 November 2011 - 19:54 Uhr

Wenn du an Bunkai der Kata interessiert bist, dann mußt du einfach jemanden fragen der es weiß und der gewillt ist es dir beizubringen. In erster Linie ist das normalerweise der Trainer. Wenn du jetzt aber deinen Trainer fragst und der es nicht weiß, dann bleibt wirklich nur noch die Möglichkeit sich weiter umzusehen und jemanden zu suchen, der es dir beibringen kann. An Kata ist nichts geheimnisvolles und es gibt keine Geheimtechniken in Kata. Die meisten Kata enthalten Bewegungsprinzipien, die es ermöglichen sich in einer Situation gegen einen Angreifer zu verteidigen. Eigentlich sollten die Kata mehr eine Art Gedächtnisstütze sein, indem man nämlich die Bewegungen übt und sich daran erinnert, was man mit dieser Bewegung anzufangen weiß. An sich finde ich es wäre sogar besser wenn man erst die Partnerübung lernt und dann daraufhin die Kata aufbaut. In unserer heutigen Zeit bräuchte man Kata als Übungsform eigentlich nur bedingt. Es geht dank Technik mittlerweile einfacher: Videokamera Aufnahme an, Aufnahme stop! Fertig ist die Gedächtnisstütze. Problem an der Sache: Es gibt leider bis heute keine wirklich eindeutigen Schlüsse was genau diese eine Bewegungssequenz aus Kata XY zu bedeuten hat.

#28 Gastyamamoto49_*

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Geschrieben 18 November 2011 - 00:00 Uhr

Lieber ZoMa,

die Ausgangsfrage des Threads bezog sich darauf ab welcher Kata eine solche entschlüsselt werden könne. Allein die Fragestellung ist absurd, weil es a) keine "Verschlüsselung" und daher b) es keine "unverschlüsselten" Kata (sprich "geheime Techinken") gibt.

Soto-Deshi hat darauf etwas geantwortet das - wie immer in seinen Antworten - nicht darauf eingeht. Seine Frage danach, was er machen solle, da er dies und jenes nicht von seinem Sensei lernen könne, war auch deutlich und ohne Blabla beantwortet. Die Ausgangsfrage ist und bleibt absurd, weil sie am Kern vorbeigeht. Solange Soto-Deshi das nicht kapiert - wie immer in den von ihm gestarteten Threads - ist das nicht mein Problem. Ich habe keine Zeit zu langen Ausführungen für Dinge, die sich in Kürze in der Praxis zeigen lassen.

Du, mein lieber ZoMa, schreibst doch auch nichts hilfreiches. Und wenn dir das Verhalten bestimmter Leute nicht passt, solltest du hier nicht mehr schreiben oder diejenigen, die dir nicht passen, direkt ansprechen. Deine letzten Beiträge hatten nur den Sinn, deinen emotionalen Ballast bei mir abzuladen. Such dir dafür bitte jemand anderen.

Zu deinem Lieblingsverband: Hattest du nicht vor kurzem über einen "Naziverband" geschrieben?? Den meinte ich...

#29 Taysoku

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Geschrieben 18 November 2011 - 12:42 Uhr

Hallo Stephan,

ich benutze auch häufig den Begriff "Verschlüsselung", weil ich keinen besseren so auf Anhieb finde. Damit meine ich i.d.R. Techniken, die sich nicht ganz offensichtlich aus dem Kata-Ablauf ergeben. Ich verstehe darunter keine geheimen Techniken (was nur zur Mystifizierung taugt), sondern Dinge, die sich mir auf meinem Kenntnisniveau verschließen.

Also finde ich den Begriff in diesem Kontext mit dem Kataverständnis nicht schlecht.

Tay
Meine Lehrgangsempfehlungen:
Seminar mit Hidetoshi Nakahashi und Carlos Molina
am 19. und 20.5.2012 in Berlin
Infos unter http://www.shingitai...mid=122&lang=de

#30 soto-deshi

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Geschrieben 18 November 2011 - 12:46 Uhr

Lieber Yamamoto49,

da sich Deine Antwort auf meine Ausgangsfrage dieses Threads bezog, ab welcher Kata - kann diese entschlüsselt werden, möchte ich meine Ansicht darlegen, die sich auf Bücher und auf Anfragen bei anderen " Schwarzgurten " bezieht.

Es ist unbestritten, daß Katas von den Meistern auf Okinawa entwickelt wurden unter den Gesichtspunkten der Leibeserziehung. Daher alle gefährlichen Techniken entfernt wurden, siehe im Buch Kata von Pflüger,- der nicht immer Deiner Ansicht ist - trotzdem werden seine Darlegungen in anderen Büchern bestätigt.

Wenn die Aussagen stimmen, daß Karate auf Okinawa entstanden ist und von chinesischen Kampfsportarten beeinflußt wurde, so muß ich die Antwort ob es geheime Techniken in der Kata gibt auf Okinawa oder China suchen. Da ich annehmen kann, daß im Bunkai Buch von Helmut Kogel, der im Beruf Chefarzt ist also mit Karate sein Geld nicht verdienen muß, auch einige oder viele Sachen stimmen - ja dann haben die Karate-Meister auf Okinawa auch geheime Anwendungen in der Kata versteckt.

Wenn ich weiterhin annehmen kann, daß Chuck Norris in seinem Buch: Zen-Kampfkunst im täglichen Leben, seinen Weg des Karate beschreibt, den er von anderen Kampfsportmeistern gelernt hat, so kann ich diesen Weg auch gehen. Er beschreibt die Atmosphäre die ein Dojo ausmachen, das auch das A und O beim Erlernen eines Kampfsports ist: Respekt, Höflichkeit, Disziplin. Dies alles lebt der " Schwarzgurt der Meister in einem Dojo seinen Schülern/innen vor.

Was möchte ich Dir damit sagen? Wenn Du Dein Wissen behalten willst - so schreibe einfach nicht. Wenn Du aber schreibst, so beachte das, was das A und O eines Kampfsportes ausmacht.

Noch einen schönen Tag... soto-deshi :22:

Bearbeitet von soto-deshi, 18 November 2011 - 12:47 Uhr.


#31 Lanariel

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Geschrieben 18 November 2011 - 12:56 Uhr

Es gibt keine geheimen Techniken in Kata. Wenn in einer Kata in einer Bewegungsabfolge z.B. ein Hebel wäre, man diesen Hebel aber nie gelernt hat, dann kann man ihn folglich auch nie können. Ich empfehle hier einen Blick über den Tellerrand z.B. zum Ju Jutsu, wenn im eigenen Training nichts davon vermittelt wird.

#32 Luggage

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Geschrieben 18 November 2011 - 13:05 Uhr

Ach, ich kann einfach an keiner dieser Türen vorbei, ohne meine Thesen dran zu nageln ;)

Beitrag anzeigenLanariel sagte am 18 November 2011 - 12:56 Uhr:

Es gibt keine geheimen Techniken in Kata. Wenn in einer Kata in einer Bewegungsabfolge z.B. ein Hebel wäre, man diesen Hebel aber nie gelernt hat, dann kann man ihn folglich auch nie können. Ich empfehle hier einen Blick über den Tellerrand z.B. zum Ju Jutsu, wenn im eigenen Training nichts davon vermittelt wird.

Beitrag anzeigenDrax sagte am 17 November 2011 - 11:10 Uhr:

Beitrag anzeigensoto-deshi sagte am 15 November 2011 - 15:25 Uhr:

... Meinst du die neue Formschule des Taekwondo oder die erste Formenschule des Taekwondo die Hyong oder das was Gen. Choi Hong Hi danach entwickelt hat....

Ich beziehe mich auf die ersten Formen, die Choi in der Anfangszeit des TKD verbreitet hat.
Als ich 1970 angefangen habe, war meine 1.Form identisch mit der 1.Form im Shotokan.

Mittlwerweile praktiziere ich aber die 24 Formen von Choi (Hyong) und lasse meine Schüler immer wieder mal prüfen, was funktioniert und was nicht.
Eine (TKD-)Form im Ganzen als Kampf gegen ein oder mehrere Gegner zu interpretieren halte ich für sehr gewagt.
Nichtsdestotrotz arbeite ich persönlich beim Formenlaufen mit Bildern, d.h. ich sehe (fühle) genau, was auf mich zukommt und wie z.B. Konter und Gegenangriff ablaufen.
Das dabei (mit der Zeit) alles synchronisiert wird ist richtig.

Genau das was Drax beschreibt ist imho wegen dessen, was Lanariel schreibt das einzig richtige: Es gibt kein sinnvolles Bunkai und Kata/Hyong codieren nicht für Kampfanwendungen. Sie sind Körperübungen mithilfe von Kampftechniken, die intensiver und wirkungsvoller geübt werden, wenn der Ausführende dabei ein Bild vor Augen hat. Nur dieses Bild zu geben dient Bunkai. Alles weitere ist Sache des restlichen Trainings, aus Kata lernt man keine fancy Hebel wie Abernethy sie zeigt, man muss sie schon vorher können, dann kann man sie auch in die Kata reindichten - meist mit erheblichen Änderungen derselben. Bleibt man nahe an der Kata, kommt nichts praktikables bei raus, ändert man sie massiv ab, kann man etwas daraus machen, aber das kann man kaum als schon apriori in der Kata steckend bezeichnen - man hat es hineininterpretiert. Meinetwegen kann Kata also noch als Rohling dienen, der der Kreativität des Interpreten einen Nährboden gibt, dem muss aber noch etliches von ihm selbst hinzugefügt werden, bevor wirklich etwas daraus erwachsen kann. Soviel, dass es auch gleich ohne geht (wie etliche andere KK belegen). Jedenfalls enthält der Boden noch nicht den Samen, aus dem der Baum erwächst, den muss man anderswo besorgen...

#33 Gastyamamoto49_*

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Geschrieben 18 November 2011 - 13:07 Uhr

Lieber Soto-Deshi,

immer wenn man die Karten sehen will, bekommt man von der anderen Seite den üblichen, abgeschmackten Sermon über "Respekt, Höflichkeit, Disziplin" usw usw. zu hören. Liegt dies daran, daß die andere Seite vielleicht in ganz mieses Blatt spielt und sich dessen doch mal schämt?

Der Mythos der "gefährlichen Techniken, die Meister XY entfernt hat" ist einfach nicht wahr. Pflüger als Quelle zu nennen, der sich auf seinen Seminaren auf japanische Spielfilme (!) bezieht und außer dem legendären Lehrgang 1965 in Bad Godesberg nichts anzubieten hat, ist schon wenig. Aber Chuck Norris, der wie jeder andere zu irgendeiner Zeit mal über Sekundärtugenden konfabuliert hat, anzuführen beweist doch, wie falsch die Rchtung ist, in der du suchst. Und welche "anderen Bücher" bestätigen, daß Pflüger und Co. Recht haben? Namen und Titel bitte!

Du brauchst jemanden, der dir die Sachen zeigt, die du lernen willst. Bei deinem jetzigen Trainer lernst du das nicht, wie du selbst uns wissen lässt. Statt dessen suchst du den einen Dummen, der dir das alles mal eben so im Forum erklärt. So funktioniert keine Kampfkunst. Deshalb schreibe ich dir nicht, wie es funktioniert sodern lege dir nahe, dir jemanden zu suchen, der dir das in praxii erklärt und zeigt.

Du musst erstmal was können bevor du den moralischen Zeigefinger hebst. Wenn dir klare, ehrliche Worte nicht zusagen, dann stell keine Fragen in einem anonymen Forum.

Auch wenn es selten passiert, daß ich Lanariel zustimme, hat sie an dieser Stelle doch Recht: Wessen Wahrnehmung nicht entsprechend ausgerichtet ist, der wird bestimmte Sequenzen einer Kata nicht einordnen können.

Die Empfehlung hinsichtlich JJ teile ich jedoch nicht, zumindest was das deutsche JJ angeht.

Edit: Gute Ausführung, Luggage. Danke.

Bearbeitet von yamamoto49, 18 November 2011 - 13:08 Uhr.


#34 Gastyamamoto49_*

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Geschrieben 18 November 2011 - 13:11 Uhr

Beitrag anzeigenTaysoku sagte am 18 November 2011 - 12:42 Uhr:

Hallo Stephan,

ich benutze auch häufig den Begriff "Verschlüsselung", weil ich keinen besseren so auf Anhieb finde. Damit meine ich i.d.R. Techniken, die sich nicht ganz offensichtlich aus dem Kata-Ablauf ergeben. Ich verstehe darunter keine geheimen Techniken (was nur zur Mystifizierung taugt), sondern Dinge, die sich mir auf meinem Kenntnisniveau verschließen.

Also finde ich den Begriff in diesem Kontext mit dem Kataverständnis nicht schlecht.

Tay

Ist auch OK, da du nichts Geheimes bzw. mystisches darin siehst. Nur daß im Allgemeinen der Begriff "Verschlüsselung" mit "Geheimhaltung" korreliert.

#35 soto-deshi

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Geschrieben 18 November 2011 - 13:39 Uhr

Hallo Yamamoto49,

diese Antwort kam aber schnell.

Ich suche keinen " Dummen Sensei " in diesem Forum, der mir eine Kata und ihre Anwendung erläutern kann. Was ich wollte, waren Hinweise, da ich einige Bücher besitze die sich mit den Anwendungsmöglichkeiten von Techniken die durch die Kata vermittelt werden beschäftigen und Beispiele geben.
Dieser Gedanke wurde geboren, da ich schon öfters in der DKV- Karate gelesen habe, daß dort auf Lehrgängen Bunkai gelehrt wird.

Im Buch von Kogel Helmut, : Kata Bunkai - die geheimen Techniken im Karate, wird auf Akupunkturpunkte verwiesen, die als Angriffspunkte dienen. Auch einige Möglichkeiten der Anwendung von Techniken aus einer Kata, werden vorgestellt.
Viele Hinweise finden sich im Buch: Kyusho, von Reinisch/Höller/Malluschka und natürlich auch bei Werner Lind, klassisches Karate-Do.

Wenn ich Hebel und Würfe lernen möchte, würde ich mich - jetzt für Judo - oder Aikdo entscheiden. Im Ju-Jutsu habe ich nur immer halbe Sachen gelernt, da Judo-Techniken und Aikido-Techniken nie richtig vermittelt wurden. ( Bei Aikido wurde mir das sehr deutlich, habe 2 1/2 Jahre versucht diese Kampfsportart zu lernen.)

Jetzt finde ich diesen Meinungsaustausch wieder gut - einfach seine Gedanken darlegen - mit freudlichen Worten. Mehr erwarte ich auch nicht - lernen kann ich nur in meinem Dojo und evt. auf einem Lehrgang.

Danke für Deine erläuternden Worte....soto-deshi
:15:

#36 Gastyamamoto49_*

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Geschrieben 18 November 2011 - 14:17 Uhr

Ich sprach nicht von "dummen Sensei" sondern von einem "Dummen", der sich die Zeit nimmt, dir alles im Kleinen zu erklären. Ein Sensei wird dir hier nichts erklären, besonders dann nicht, wenn du nicht sein Schüler bist.

Aber egal...

Vergiß die ganzen Bücher. Die können dir a) keinen Lehrer und b) keine Schule mit einer in sich stimmigen Lehre ersetzen. Sowas ist in Deutschland allerdings selten. "Bunkai-Lehrgänge" helfen wenig, wenn jemand Wurf- oder Hebeltechniken nicht kann, diese aber unterrichten will. Dazu sei angemerkt: Es reicht nicht, einfach ein Gelenk zu verdrehen, damit es sich um eine "Hebeltechnik" handelt. Jemanden umzuwuppen ist noch keine Wurftechnik. Und mit Kraft irgendwo draufzuhauen ist noch kein Tsuki. Sonst wäre Kampfkunst etwas sehr einfaches. Aber Kampfkunst - egal welche - lässt sich eben nicht in 2 1/2 Jahren erlernen.

Wenn dich allerdings keine Wurf- und Hebeltechniken interessieren, interessiert dich ein Großteil des Karate nicht. Da bist du mit dem Verbandskarate gut bedient. Nur darfst du dann nach irgendwelchen "Geheimtechniken" in den Kata fragen. Das schließt sich dann aus.

#37 GastChrisDz_*

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Geschrieben 18 November 2011 - 14:23 Uhr

Wie immer, hinken Vergleiche....

Ich habe es mir abgwöhnt, vor einem Kinobesuch Kritken zu lesen. Letzens mit der family in Jonny English II, nach 10min Bauchweh gehabt vor Lachen, wir sind also voll auf unsere Kosten gekommen. Hätte ich auf die die Kritik der seichten Handlung gehört, wäre ich zu Hause geblieben.

So geht es uns mit vielen Dingen.

Hat "mein" Lehrer eine mehr Judo/JJ-lastige Vergangenheit, dann wird er auch mehr Hebel und Würfe in den Kata sehen. Usw. usf.

Danke an einen meiner Lehrer aus der Anfangszeit, der auf die Frage, ob sich der Besuch eines LG bei den beiden Meistern X/Y lohne, mir antwortete, er sei ein Riesena.....loch, sie ganz gut, er würde nie wieder dorthin gehen, aber ich solle mir mein eigenes Bild machen. War ein Klasse-LG, habe damals Bassai Dai gelernt, aber wie!

Wenn Du etwas persönliches (ich habe oben vom "Egoismus" geschrieben) für Dich aus einem Buch, einem LG, einem Restaurant- oder Kinobesuch ziehen möchtest, ist das doch ok, aber es ist einerseits Deine persönliche Sache und andererseits sollte man auch immer nicht vergessen, cui bono? Filme werden gemacht, um damit Geld zu verdienen, eine ganze Industrie hängt da dran. Die kleinste Stehbar um die Ecke rum, muss am Ende des Monats Miete und Pacht zahlen und kyusho ist heutzutage nichts anderes als eine sehr gute Masche, um Willigen das Geld aus der Tasche zu ziehen (ungeachtet der Tatsache, daß auch ich mir an dieser Stelle das Geld aus der Tasche ziehen lasse, aber das ist dann eben mein persönliches Vergnügen....).

Nur das Geheimnisvolle oder Mystische sollte man ebensowenig hineindichten, wie Zen und andere Obskuritäten (es denn, man glaubt "Alles ist Zen!", na dann....). Am Tod ist nichts Mystisches, nach mittlerweile zwei Nahtoderfahrungen kann ich das guten Gewissens behaupten.

Wir sollten uns daran erinnern, daß irgendwann mal zwei Schwertkrieger in einer Schlacht sich gegenüberstanden, die Klingen kreuzten und (weil's damals noch nicht so viel V2A-Solingen-Rostfrei gab!) dem einen das Schwert zerbrach. Die Frage war, wer überlebte? Konnte der ohne Schwert, den mit Schwert mit bloßen Händen besiegen (und wenn er ihn auch "nur" erwürgt hat) - wo bleibt der Mythos?

Reduzieren wir unser Karate wieder auf den Ursprung, dann sehen wir schnell, daß es nicht Geheimnis darin gibt.

#38 soto-deshi

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Geschrieben 18 November 2011 - 18:36 Uhr

Hallo ChrisDz.


danke für Deine netten Zeilen. Du hast recht - vieles ist einfach nur ein Geschäft -

habe leider heute wenig Zeit, in wenigen Minuten muß ich zum Qi Gong Training. Werde Deine Ratschläge beachten.

Noch einen schönen Abend ..soto-deshi

:6:

#39 Tyrdal

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Geschrieben 18 November 2011 - 20:45 Uhr

Beitrag anzeigenChrisDz sagte am 18 November 2011 - 14:23 Uhr:

Wir sollten uns daran erinnern, daß irgendwann mal zwei Schwertkrieger in einer Schlacht sich gegenüberstanden, die Klingen kreuzten und (weil's damals noch nicht so viel V2A-Solingen-Rostfrei gab!) dem einen das Schwert zerbrach. Die Frage war, wer überlebte? Konnte der ohne Schwert, den mit Schwert mit bloßen Händen besiegen (und wenn er ihn auch "nur" erwürgt hat) - wo bleibt der Mythos?
Du kreierst hier gerade einen Mythos.

#40 Gastyamamoto49_*

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Geschrieben 18 November 2011 - 23:00 Uhr

Beitrag anzeigenTyrdal sagte am 18 November 2011 - 20:45 Uhr:

Beitrag anzeigenChrisDz sagte am 18 November 2011 - 14:23 Uhr:

Wir sollten uns daran erinnern, daß irgendwann mal zwei Schwertkrieger in einer Schlacht sich gegenüberstanden, die Klingen kreuzten und (weil's damals noch nicht so viel V2A-Solingen-Rostfrei gab!) dem einen das Schwert zerbrach. Die Frage war, wer überlebte? Konnte der ohne Schwert, den mit Schwert mit bloßen Händen besiegen (und wenn er ihn auch "nur" erwürgt hat) - wo bleibt der Mythos?
Du kreierst hier gerade einen Mythos.

Nein, ein Mythos wäre es nur dann wenn

a) dem Sieger der Tod des anderen so leid getan hätte, daß er sich ab sofort in Zen geübt hätte.

b) --> wie a), nur daß er darauf hin alle gefährlichen Techniken aus seiner Kampfkunst entfernt hätte.

c) der Kaiser den Sieger als seinen Leibwächter eingestellt hätte.

d) der Gürtel des Siegers schmutzig vom Staub gewesen wäre, woraus später der schwarze Gürtel entstanden wäre.

e) --> wie a), nur daß der Anblick eines Weidenbaumes ihn so verzückt hätte, daß er darauf hin das "Jû-Prinzip" erfunden hätte.

f) die Nachfahren des Verlierers 1965 in Bad Godesberg unzureichende informationen an die Deutschen weitergegeben hätten.