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Kampfkunst und Finanzen


10 Antworten in diesem Thema

#1 Yamaneko

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    Budo
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Geschrieben 18 November 2011 - 11:50 Uhr

Hallo,
vieleicht kann mir ja hier jemand helfen. Mein Weg in der Kampfkunst richtet sich auch danach, dass ich persönlich für das Training kein Geld nehme. Ein Mitgliedsbeitrag wird trotzdem gefordert. Das Geld dient nur dafür, um Unkosten wie zum Beispiel: Raumiete, Trainingsgeräte, Gemeinschaftsabende usw. zu Finanzieren. Alle Mitglieder sind sich darin einig. Muss ich jetzt beim Finanzamt oder sonst irgend jemanden rechenschaft dafür ablegen? Wie bereits gesagt, Verdiene ich keinen Cent daran!! Wie seht ihr das? Oder gibt es da draußen jemanden, der es genauso praktiziert?

Gruß Yamaneko

#2 marv

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    Kendo
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Geschrieben 18 November 2011 - 12:16 Uhr

Damit Du nachweisen kannst das Du keine Gewinne erwirtschaftest solltest Du auf jeden Fall Buch führen, am einfachsten als Einnahmen-/Ausgabenrechnung.

Ein Din A 4 Blatt mit einem Strich von oben nach unten teilen, links alle Einnahmen, rechts alle Ausgaben, gelegentlich Summe bilden. Alle Quittungen sammeln.

Falls mal jemand fragt (z.B. Finanzamt): Zettel vorzeigen und erledigt.
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#3 Yamaneko

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    Budo
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Geschrieben 18 November 2011 - 13:13 Uhr

Vielen Dank für deine schnelle Antwort. Man muss ja heutzutage für alles einen nachweiß haben! :glare:
Ich hoffe nur es ist auch ausreichend. Vieleicht hat ja noch jemand eine Idee oder Vorschlag.

#4 mad

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    ICMAO Chinadi, Kyusho
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Geschrieben 23 November 2011 - 15:37 Uhr

Also.
Wenn Du keinen eingetragenen Verein hast bist Du dazu verpflichtet Gewerbe an zu melden.
Wenn Du das nicht tust kann Dir das Finanzamt im schlimmsten Fall sogar Steuerhinterziehung unterstellen.
Das Problem ist das Du einnahmen erziehlst, diese müssen versteuert werden. Erziehlst Du ca. 7 Jahre keinen cent Gewinn, kann das vom FA als Liebhaberrei angesehen werden, dann bist Du raus aus dem "Problem" ;)

Wenn man sich nicht sicher ist kann man solche Sachen auch beim FA erfragen. Du musst dann halt nur sagen, das du so was vor hast und nicht das du es schon tust.

Das einfachste ist in meinen Augen die Gründung eines e.V.´s. Das macht vieles einfacher und es ist nur alle 3 Jahre ne Steuererklärung fällig. ;)
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Musst Du wackeln mit dee Hufte.

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#5 Rakoshi

    Alter Hase

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Geschrieben 23 November 2011 - 17:32 Uhr

@ mad,

Danke, ja so denke ich mir das auch. Das Finanzamt macht leider nichts auf Treue und Glauben.... die prüfen lieber.
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#6 Terao

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    Kendo
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Geschrieben 23 November 2011 - 17:51 Uhr

Denke auch, e.V. ist die richtige Lösung. Da kommst Du sogar einfacher/billiger an Hallenplätze.

Zitat


Das Finanzamt macht leider nichts auf Treue und Glauben.... die prüfen lieber.
Ist ja auch richtig so. Sonst enden wir wie Griechenland, wo Milliarden an Renten an längst Verstorbene ausgezahlt wird...

#7 marv

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    Kendo
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Geschrieben 23 November 2011 - 18:39 Uhr

Alternative zum e.V. ist ein Nebengewerbe, Eintragung kostet ca. 25,- Euro. Wenn Du 7 Jahre keinen Gewinn erzielst siehe oben.

Vorteil vom Nebengewerbe scheint mir weniger Papierkram, Vereinsgründung habe ich nie gemacht, außerdem brauchst Du keinen Vorstand.
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#8 mad

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Geschrieben 23 November 2011 - 20:26 Uhr

Beitrag anzeigenHong Kong Pfui sagte am 23 November 2011 - 18:39 Uhr:

Alternative zum e.V. ist ein Nebengewerbe, Eintragung kostet ca. 25,- Euro. Wenn Du 7 Jahre keinen Gewinn erzielst siehe oben.

Vorteil vom Nebengewerbe scheint mir weniger Papierkram, Vereinsgründung habe ich nie gemacht, außerdem brauchst Du keinen Vorstand.

Ähm jein.
Auch das Nebengewerbe ist ein Gewerbe. Das bedeutet das noch zusätzliche Kosten entstehen wie nur die 25 €.
Evtl. Steuerberaterkosten, zusatzkosten bei der Rentenversicherung, Krankenversicherung, Trainerhaftpflicht..... usw. Was bedeuten würde es es aus ist mit dem kein Geld bekommen, es sei denn man hat soviel auf der hohen Kannte das man das 7 Jahre durch hällt.
Vorteil: Man hat das alleinige Sagen, weil, man ist der Chef. Da man das meist als Einzelunternehmer anmeldet ist man aber auch alleine in der Verantwortung.
(Natürlich gibt es da auch alternativen)

Der e.V. hat schon mal die Vorteile: keine RV keine KV keine Steuerberaterkosten(die Steuererklärung für den Verein kann man recht leicht selbst machen)
Es ist auch Steuerlich vorteilhafter.
Wie man Satzung und Vorstand gestalltet ist, bis auf wenige Rahmenbedingungen, sehr frei. Wie und was, kann man nachlesen in einschlägigen Büchern.
Bis auf die Eintragungskosten beim Amtsgericht und Notarkosten entstehen sonst erst mal keine weiteren Kosten.
Die Notarkosten hat uns unser Notar sogar gespendet gegen entsprechende Spendenquittung.

Bearbeitet von mad, 23 November 2011 - 20:34 Uhr.

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#9 Rüdiger

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    Shaolin Kempo
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Geschrieben 24 November 2011 - 20:24 Uhr

Und dem Registergericht ist egal, ob der Vorsitzende auf Lebenszeit eingesetzt wird.
"Stell Dir vor, es kommt Krieg und keiner geht hin - dann kommt der Krieg zu euch!
Wer zu Hause bleibt, wenn der Kampf beginnt, und lässt andere kämpfen für seine Sache,
der muss sich vorsehen: Denn wer den Kampf nicht geteilt hat, der wird teilen die Niederlage.
Nicht einmal Kampf vermeidet, wer den Kampf vermeiden will:
Denn es wird kämpfen für die Sache des Feinds,
wer für seine eigene Sache nicht gekämpft hat."

Bertold Brecht

#10 Yamaneko

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    Budo
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Geschrieben 25 November 2011 - 11:26 Uhr

So, ich habe mich jetzt direkt in die Höhle des Löwen begeben und war beim Finanzamt!
So lange man keine Einnahmen nach dem Einkommenssteuergesetzt hat, erfolgt keine Anmeldung oder eine Kontrolle vom Finanzamt. Mir wurde erklärt, dass wir eindeutig eine GbR sind. Jeder wirft etwas Geld in den Topf für die Miete der Räumlichkeit und für die Beschaffung von Trainingsgeräten usw. und damit hat es sich. Es muss nur alles unter den Teilnehmern wirklich geklärt sein, wer welche aufgaben hat. Damit ist keine wirkliche Buchführungspflicht notwendig und auch keine Steuern zu zahlen. Es sei den man gründet einen Verein. Dann will auch das Finanzamt wissen ob Einnahmen zu verbuchen sind und ob es Gewinn gibt.

Gruß Yamaneko

#11 mad

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Geschrieben 25 November 2011 - 15:18 Uhr

Ok, super Sachbearbeiter, bei uns war das nicht so einfach.
Na dann steht dem ja nichts mehr im Wege, ich würde es trotzdem unter den Leuten schriftlich fixieren, ist aber rechtlich nicht notwendig bei der GbR.

Viel Spaß noch. :)
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