Verformen unter Krafteinwirkung sinnlos?
#41
Geschrieben 24 November 2011 - 17:58 Uhr
Muckibude, Anfang bis Mitte 20 (da gab´s sogar schon Gewichte aus Metall und nicht aus Stein...) - 80 kg bei 1,75m Körpergröße - 135kg Bankdrücken
Mitte 30 Laufen, Radfahren, Muckibude und kontrolliertes Essen- 64kg. weder gewachsen noch geschrumpft (auch kein Bein verloren oder so) - 135 kg Bankdrücken und fit wie nie - mit WT angefangen und steif wie Sau
Mitte 40-. Rückenprobleme- 80kg- Keine muckibude- wenig laufen, etc.- Mittlerweile kann ich mich recht vernünftig bewegen und mein Defizit (Rücken) Trainingspartnern und fortgeschrittenen Schülern gegenüber durch bewusstes Bewegen im Sinne des *ing *un erfolgreich begegnen.
Fuffzich- Rücken wieder OK, stilistisch immer noch "weich"- aber scheiße, ich muß mich echt mehr bewegen...................
Lucius Annaeus Seneca 0004(v.Chr.) - 0065 (n.Chr.)
Nimm das an, was nützlich ist...Lass das weg, was unnütz ist...Füge das hinzu, was dein Eigenes ist...
(Bruce Lee)
#42
Geschrieben 26 November 2011 - 08:25 Uhr
Es gibt dazu ja auch die verschiedene Entwicklungsstadien, die KRK mal in einem Editorial behandelt hat. Bei Erklärungsversuchen von WTlern, wie WT eigentlich funktioner findet man diese Erklärungen auch als ein Stadium dieser Entwicklungsstadien.
Als Anfänger geht man mit Universallösung rein. Im nächsten Entwicklungsschritt greift man selber an und arbeitet dann taktil, wenn man auf Wiederstand trifft ( wie man hier von einer hohen Kettenfaustfrequenz auf taktiles Arbeiten umschaltet ist auch noch so ein offener Punkt).
Im letzten Stadium (the Road less traveled) wartet man auf die Aktionen des Gegner und reagiert dann dementsprechend.
Wie soll das genau aussehen? Zu der handhaltung heißt es, dass sie beliebig sein kann. Geübt wird z.B., dass man in ManSao, WuSao wartet und dann Tan oder Bong auf den Angriff macht. In Vom Zweikampf wird es auch so erklärt. Weiter wird dann auf den Vorteil hingewiesen, dass man so nicht getäuscht werden kann.
Andererseits kommen dann wieder Erklärung, in denen ohne Kontakt optisch bereit antizipiert wird, so dass dann bei Kontakt der Bonsao passt.
Also ist die Reaktion dann doch optisch? Wo ist dann der Vorteil zu einer Meidebewegungung im Boxen?
Wie schaut es die Verformung aus, wenn ein Boxer mit links/rechts in meine Distanz kommt?
Wer kann das Umsetzen?
Wie lange muss man dafür WT trainieren? Ab welchen Grad kann man es?
Wird es auch gegen Boxer getestet, die einen vergleichbaren Trainingsstand haben?
Wenn ja, warum wird so ein Test nicht auch vermarktet?
#43
Geschrieben 26 November 2011 - 17:15 Uhr
Zitat
Und du machst Ing Ung?...Das Verformen als "solches" ist doch mit der Kernpunkte des Ing Ung und da sei es erstmal dahin gestellt unter welcher Idee das umgesetzt wird.Es gehört zur Grundstrategie eines Ing Ung-ler´s.
Mal ganz abstrakt gehalten"Die Verformung unter Krafteinwirkung ist die Änderung der eingeschlagenen Richtung durch äussere Einflüsse um weiter am Ziel zu bleiben"...also ich halte das sehr wohl für möglich.
Noch zu solchen Fragen.
Zitat
Diese Dinge als ein Vorteil oder Nachteil zu anderen Stilen zu betrachten,bringt meines E.n nix,denn diese Dinge sind ja mehr im Kontext des Stil begründet.Von daher,wüden Fragmente aus dem Kontext gerissen und in den Stilen vermischt,würde sich das für den Benutzter in der Regel als Nachteil heraustellen,zumindest was die Bewegungsmuster betrifft.
Ich war bisher immer der Meinung,das sich ein Stil,durch sich selbst erklärt,es ist meiner Meinung nach nicht nötig,Bezug zu anderen Stilen zu nehmen,schon gar nicht abwertend.(was du jezt nicht getan hast aber mal so allgemein)
gr.rb
Bearbeitet von rauchbombe, 26 November 2011 - 17:21 Uhr.
#45
Geschrieben 26 November 2011 - 18:41 Uhr
rauchbombe sagte am 26 November 2011 - 17:15 Uhr:
Zitat
Und du machst Ing Ung?...Das Verformen als "solches" ist doch mit der Kernpunkte des Ing Ung und da sei es erstmal dahin gestellt unter welcher Idee das umgesetzt wird.Es gehört zur Grundstrategie eines Ing Ung-ler´s.
Mal ganz abstrakt gehalten"Die Verformung unter Krafteinwirkung ist die Änderung der eingeschlagenen Richtung durch äussere Einflüsse um weiter am Ziel zu bleiben"...also ich halte das sehr wohl für möglich.
#46
Geschrieben 26 November 2011 - 18:50 Uhr
Den sagte am 26 November 2011 - 18:13 Uhr:
Geht es in diese Richtung:
#48
Geschrieben 26 November 2011 - 20:02 Uhr
... nein, es deckt sich nicht mit dem, was ich im WT gemacht habe - aber das WT hat mir zusammen mit Judo, Ringen (von ganz früher) und FMA, Boxen (die letzten Jahre) geholfen es zu dem zu machen, was es jetzt ist... MEINS...
--------------------
Hallo M.K.
Das auf dem Clip soll ein FMA Drill sein; was ich da sehe ist nicht mein Ding... so ziemlich gar nicht sogar.
Bearbeitet von Den, 26 November 2011 - 20:10 Uhr.
#49
Geschrieben 26 November 2011 - 23:32 Uhr
Zitat
Unter den Bedingungen die mir möglich sind,einen Kampf so nahe wie möglich zu simulieren,klappt das ganz gut.
Zitat
Verstehe ich nicht die Frage.
Zitat
Dir ist anscheinend meine Meinung dazu entgangen.....aber ja,wenn der Kampf die Bedingungen der Muster einer Partnerübung erfüllt,kann es so ausehen
#51
Geschrieben 20 Dezember 2011 - 13:04 Uhr
Hop Sing sagte am 22 November 2011 - 13:50 Uhr:
Die Leute werden schon nach 6-8 Wochen ungeduldig, weil sie einen krummen Arm vor den Körper halten (ganz Dreiste behaupten, sie "machen Bong Sao") und dann was auf´s Maul kriegen.
Selbst bei genauester Erklärung und fleißigem Üben reichen 2 Monate nicht, um das vernünftig hinzubekommen.
Einen Bewegungsablauf den man zuerst Jahre trainieren muss ist fürs Kämpfen oder für die SV generell ungeeignet.
Es gilt die Regel das man einfache Bewegungen nicht mit komplexen Bewegungen kontert. Unter komplex verstehe ich das nicht x bedingungen erfüllt sein müssen damit eine Abwehr funktioniert.
Für komplexe Bewegungen oder Technickdenken ist das Zeitfenster in den meisten realistischen Situationen einfach zu gering.
Im Prinzip spüren das sogar diejenigen die vorher noch nicht viel mit KK zu tun hatten und das ist dein Problem.
Gruß
#52
Geschrieben 20 Dezember 2011 - 18:53 Uhr
Decado sagte am 20 Dezember 2011 - 13:04 Uhr:
Hop Sing sagte am 22 November 2011 - 13:50 Uhr:
Die Leute werden schon nach 6-8 Wochen ungeduldig, weil sie einen krummen Arm vor den Körper halten (ganz Dreiste behaupten, sie "machen Bong Sao") und dann was auf´s Maul kriegen.
Selbst bei genauester Erklärung und fleißigem Üben reichen 2 Monate nicht, um das vernünftig hinzubekommen.
Einen Bewegungsablauf den man zuerst Jahre trainieren muss ist fürs Kämpfen oder für die SV generell ungeeignet.
Es gilt die Regel das man einfache Bewegungen nicht mit komplexen Bewegungen kontert. Unter komplex verstehe ich das nicht x bedingungen erfüllt sein müssen damit eine Abwehr funktioniert.
Für komplexe Bewegungen oder Technickdenken ist das Zeitfenster in den meisten realistischen Situationen einfach zu gering.
Im Prinzip spüren das sogar diejenigen die vorher noch nicht viel mit KK zu tun hatten und das ist dein Problem.
Gruß
Es gibt beim *ing *un (aber sicher auch in allen anderen KK/KS) gewisse Dinge, die man sowohl mit dem Kopf als auch mit dem Körper verstehen lernen muß.
Denke mal, dass das Zusammenspiel von Arm- und Beinarbeit beim Boxen auch nicht von heute auf morgen funzt und so manch einer schon nach kurzer Zeit resigniert, weil er das erwartete nicht innerhalb einer kurzen Zeit erreicht.
Darum habe ich auch das Beispiel mit dem Bong Sao gebracht.
Ein Aussenstehender, bzw. sieht zunächst mal einen Block.
Nach Erklärung wird die Bewegung unter Stress wieder ein Block.
Erst nach einiger Zeit des Trainings und des Verständnisses für die notwendigen Abläufe, Distanz und Timing wird das eine sicher einsetzbare Aktion.
Und davon gibt es einiges im *ing *un.
Ich erkläre das gerne so, dass man zunächst ein kleines aber sicheres (Eigensicherung) Repertoir für die SV aufbauen sollte und anderes so lange übt, bis es anwendbar sitzt.
Das Gefühl für Winkel, Distanzen, und Zeiten sowie der Umgang mit der gegnerischen Kraft braucht seine Zeit.
Und da gebe ich Dir Recht, komplexe Bewegungen, die man nicht automatisiert einsetzen kann, gefährden den Anwender nur...........
Lucius Annaeus Seneca 0004(v.Chr.) - 0065 (n.Chr.)
Nimm das an, was nützlich ist...Lass das weg, was unnütz ist...Füge das hinzu, was dein Eigenes ist...
(Bruce Lee)
#53
Geschrieben 21 Dezember 2011 - 11:07 Uhr
Beinarbeit ist einfach, von jedem sofort verständlich und mit etwas training auch schnell umzusetzen.
Sie funktioniert sowohl unter stress als auch ohne.
Mich würde interessieren kannst du eigentlich das wt propagierte nachgeben und ableiten im freien Sparring wirklich umsetzten ? Kann es irgend einer deiner Schüler ? Habt ihr es schon auf irgend einem Sparring Video jemals gesehen ? Es müssen zu viele Vorraussetzungen stimmen damit das ganze funktioniert. Es ist einfach zu kompliziert und deshalb für den Faustkampf untauglich.
Imho hat jeder Schüler ein Grundgespür was für einen funktioniert und was nicht, Und wenn das da ist wir keiner unter stress eine Bewegung abrufen können gegen die er sich instinktiv sperrt
Schon der versuch gegen diese Instinkte zu unterrichten ist kontraproduktiv für den Schüler.
Bearbeitet von Decado, 21 Dezember 2011 - 11:09 Uhr.
#54
Geschrieben 21 Dezember 2011 - 15:15 Uhr
Decado sagte am 21 Dezember 2011 - 11:07 Uhr:
Beinarbeit ist einfach, von jedem sofort verständlich und mit etwas training auch schnell umzusetzen.
Sie funktioniert sowohl unter stress als auch ohne.
Mich würde interessieren kannst du eigentlich das wt propagierte nachgeben und ableiten im freien Sparring wirklich umsetzten ? Kann es irgend einer deiner Schüler ? Habt ihr es schon auf irgend einem Sparring Video jemals gesehen ? Es müssen zu viele Vorraussetzungen stimmen damit das ganze funktioniert. Es ist einfach zu kompliziert und deshalb für den Faustkampf untauglich.
Imho hat jeder Schüler ein Grundgespür was für einen funktioniert und was nicht, Und wenn das da ist wir keiner unter stress eine Bewegung abrufen können gegen die er sich instinktiv sperrt
Schon der versuch gegen diese Instinkte zu unterrichten ist kontraproduktiv für den Schüler.
Da arbeiten die EWTO- Schulen deutlich unterschiedlich.
Nachgeben ist für mich kein schwächer sein als der Gegner, sondern das Umleiten/ Ableiten seiner Angriffsrichtung.
Das geht bei Anfängern noch mit deutlichem Impuls (z.B. Bong Sao oder Tan Sao, die eher durch die Winkelstellung verdrängen) von statten, je weiter man fortgeschritten ist, umso weniger Input bekommt der Gegner.
Das wird dadurch erreicht, dass man sich durch den einschlagenden Impuls aktiv mit dem gesamten Körper bewegt und dadurch eine neue Situation herstellt.
Es dauert einige Zeit, das automatisiert umzusetzen aber funktioniert auch unter Stress.
Ich denke, das erfolgreich umzusetzen, hab´jedenfalls schon länger nix mehr auf´s Maul bekommen!
Das weiche Nachgeben und passive verformen lassen ist nicht unser Ding!
Glaube auch nicht, dass ich das hinbekäme.
Lucius Annaeus Seneca 0004(v.Chr.) - 0065 (n.Chr.)
Nimm das an, was nützlich ist...Lass das weg, was unnütz ist...Füge das hinzu, was dein Eigenes ist...
(Bruce Lee)



