Die WT-Qualität ist insgesammt gestiegen - die Kampfkraft gesunken.
Dabei meine ich (bezogen auf Pugilisms Frage), dass eine große Organisation
auch deshalb so groß wird, weil sie sich auch für Tante Uschi und klein Erna öffnet.
Für die selbst ist eine Verbesserung der Kampfkraft gegeben. Sie lernen die Bewegungsabläufe und können diese gut reproduzieren. Vielleicht verstehen sie den Sinn dahinter tatsächlich. Auch kann sogar etwas etwas von denen lernen, wenn die weiter sind.
Aber hat man dadurch prozentual mehr "Haudegen" in den Reihen?
Es ist wohl eine Ambivalenz, wenn man einerseits die "harten Jungs" bedienen will aber eben auch besagte Tante Uschis und klein Ernas mitnehmen will.
Ich glaube es ist illusorisch, wenn man glaubt mit einer KK aus einer Teewurst in wenigen Jahren einen Conan generieren zu können. Selbst wenn die das Technische gut hinbekommen. Ich weiß, dass hört keine KK, auch meine nicht, gerne. Aber sooooviel kann man da gar nicht tun, auch wenn eigentlich JEDE® KK/KS ein wenig damit wirbt.
Wird die Gruppe größer, wird auch der Anteil der "Zivilisten" größer und der Trainer muss denen auch Zeit widmen. Nicht, dass wir uns mißverstehen, die müssen auch die Prüfungen bestehen - aber was nützt einem eine 66 jährige Oma mit zweiten Dan in seinem Karateteam? Auch wenn die technisch noch so perfekt ist.
Also, wenn man die Kampfkraft als Qualität sieht, wird die in großen Verbänden schon eher verwässert.
Wenn man das technische Know how nimmt, sehe ich da keine Befürchtung. Das nimmt mit Anzahl der Schüler zu.
Man müsste (WENN man auf Graduierungen steht) vielleicht zweigleisig fahren:
Einmal den technischen Stand beurteilen.
Zum Anderen die tatsächliche Kampfkraft bewerten.
Ich denke aber, dass das aus mehreren Gründen schwierig ist.
Das klingt jetzt ein wenig negativ. Ich finde es schon gut, dass Jedermann das Training genießen kann und keine Hünenelite selektiert wird.
Allerdings vermisse ich das "Geknüppel" und finde auch nicht jede Angebotserweiterung erstrebenswert.
Zitat
Warum müssen Prüfungen eigentlich immer mit Lehrgängen zusammenhängen ? ^^ (Zumindest in manchen *ing *ung Schreibweisen)
Also das habe ich auch im Aikido und Jiu Juitsu nicht anders erlebt.
Prüfungen fanden meist am Wochenende EXTRA statt. Fast immer verknüpft mit irgendeinem Extrathema, sodass die Prüflinge, die gerade nicht getestet wurden etwas zu tun hatten und auch Nichtprüflinge kommen.
Beim WT hat man natürlich sehr viel mehr Möglichkeiten, da einfach das Angebot größer ist. Da ist fast jedes Wochenende irgendwo in Deutschland, sogar Europaweit, ein Lehrgang (verschiedene Themen, verschiedene Trainer, die man vielleicht immer schon mal sehen wollte), meist mit der Möglichkeit Prüfungen ablegen zu können.
Das war beim Jiu Juitsu und Aikido, Damals jedenfalls, doch eher selten der Fall.
Bearbeitet von brille, 25 November 2011 - 09:15 Uhr.