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Taekkyon ist nun UNESCO-Weltkulturerbe


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11 Antworten in diesem Thema

#1 Vagabund

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Geschrieben 29 November 2011 - 20:43 Uhr

Hallo Leute,

Taekkyon ist nun UNESCO-Weltkulturerbe - als bisher einzige Kampfkunst weltweit! :)

Die offizielle Bezeichnung lautet “UNESCO-Meisterwerke des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit”.

Die Auflistung begann 2001. Sobald ein Kulturgut, das laut UNESCO der gesamten Menschheit gehört, aufgenommen wird, hat das jeweilige Land dafür zu sorgen, das es erhalten, entwickelt und weitergegeben wird. Die Länder werden dabei von der UN unterstützt.

Auf der Liste sind bisher elf südkoreanische Kulturgüter. Hier der Link zur UNESCO-Seite mit dem Eintrag von Taekkyon in die Liste, inklusive Beschreibung, Fotos und einem Video (auf Englisch):
UNESCO Culture Sector - Intangible Heritage - 2003 Convention

Ein immaterielles Kulturgut muss für die Aufnahme folgende Kriterien erfüllen:
  • Die kulturelle Ausdrucksform fällt unter eine oder mehrere Bereiche des in Artikel 2 der Konvention definierten "immateriellen Kulturerbes"
  • Die kulturelle Ausdrucksform bedarf des Schutzes, weil seine Lebensfähigkeit gefährdet ist
  • Maßnahmen zum Schutz und zur Förderung der kulturellen Ausdrucksformen müssen ausgearbeitet sein
  • Die Nominierung hat nach einer möglichst umfassenden Beteiligung der Gemeinschaft, Gruppe oder gegebenenfalls der betreffenden Personen zu erfolgen und bedarf ihrer vorhergehenden freien Zustimmung
  • Die kulturelle Ausdrucksform muss in einer nationalen oder regionalen Liste des immateriellen Kulturerbes des Vertragsstaates geführt werden
  • Die Einschreibung der immateriellen kulturellen Ausdrucksform trägt zur Sichtbarkeit und Bewusstseinsbildung für die Bedeutung des immateriellen Kulturerbes bei und ist darauf gerichtet, den interkulturellen Dialog zu fördern.
  • Die immaterielle kulturelle Ausdrucksform ist ein repräsentatives Beispiel für die weltweite kulturelle Vielfalt und ein Zeugnis der menschlichen Kreativität.
Quelle: Aufnahmeverfahren - Deutsche UNESCO-Kommission


Taekkyon-Seminar mit Großmeister Lee Yong-bok (9. Dan Taekkyon und 9. Dan Tae Kwon Do) in Hamburg: www.zentrum.taekkyon.de/news

#2 Drax

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Geschrieben 30 November 2011 - 08:56 Uhr

Nochmals herzlichen Glückwunsch :)

Video macht Lust auf mehr

Drax ;)
Don't dream it, be it!

#3 Catwoman

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Geschrieben 30 November 2011 - 09:10 Uhr

Hallo Vagabund,

hey! Herzlichen Glückwunsch. Ich wußte bisher gar nicht, dass Kampfkünste überhaupt Welt-Kulturerbe werden können. Klasse!

LG Catwoman
"(und bei Katzen ist die vollkommen irrationale Launenhaftigkeit biologisch angelegt. Wenn man so will: Die sind von Natur aus wahnsinnig.)" Terao, 02.03.12

shikin haramitsu daikomyo

http://www.onsideklettersport.de/

#4 kkke

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Geschrieben 30 November 2011 - 17:18 Uhr

Aha, die ganze Sache ging anscheinend von Jung Kyong-hwa aus. Interessant, aber auch irgendwie logisch.

Natürlich wurde die Aufnahme bei UNESCO auch bei uns beigeistert besprochen und mein neuer Lehrer musste gleich mal für Zeitungsfotos herhalten. Hätte ich da nicht gerade Unterricht gehabt, hätte er mich mitgeschleppt...
Im Kyulyun Taekyun Hauptquartier war es auch ein Thema beim Mittagessen :D (jetzt wohne ich seit vier Tagen nicht mehr in Seoul und musste schon zwei Mal nach Seoul fahren :blink:)
Und in diversen Nachrichtenfilmchen oder Zeitungs- und Internetartikeln sind meine alten Lehrer aufgetaucht. Ist echt ein großes Thema hier... vielleicht wird Taekkyon dadurch ja mal etwas bekannter, selbst in Korea kennt das längst nicht jeder.

Juhuu, ich bin Teil eines Weltkulturerbes :D

Hmm, die Leute aus dem Video muss ich auch mal treffen. Dürfte eigentlich nicht so schwer sein, aber irgendwie gehen immer zig andere Dinge vor...

Viele Grüße,
kkke
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#5 Vagabund

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Geschrieben 02 Dezember 2011 - 14:12 Uhr

Schön, dass so positive Resonanz kommt :)

Folgendes ist übrigens leider falsch:

Die offizielle Bezeichnung lautet “UNESCO-Meisterwerke des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit”.

Diese Bezeichnung war früher offiziell, ist mittlerweile aber "veraltet". Ganz schön kompliziert, dieses UNESCO Zeugs :D

@kkke:
Hast Du vielleicht Zeit und Lust, mal kurz zu erklären, was hier über Kungfu und China im Zusammenhang mit dem UNESCO-Kulturerbe geschrieben steht?

Zitat

택견, 쿵후를 누르다
[fn스트리트]

파이넨셜뉴스 - 김남일 논설위원

기사입력2011-11-29 09:26기사수정 2011-11-29 09:26

택견 또는 택껸은 우리 민족의 전통 무예이자 민속놀이다. 삼국시대에는 지배계층이 즐겼던 보편적인 무예이었고 고려시대에는 민속경기로 성행했다.조선시대에는 무과 시험과목이자 군사훈련에 필수적 이었다.당연히 택견은 왕실에서 서민에 이르기까지 널리 퍼져 씨름과 같은 민속놀이로 즐겼다.

이런 택견이 대중화에서 멀어진건 일제시대다.일본이 우리 민족 고유의 무술이라는 이유로 택견을 금지했기 때문이다.광복이후에도 택견은 검도와 태권도 등에 밀려 사라질 위기까지 몰렸다. 다행스럽게도 송덕기(1928~1987)에 의해 전승돼 전통 무예로서 새롭게 대중화의 길을 열었다.택견협회,택견원형보존회, 한국 전통 택견회 등 택견단체들은 모두 '송덕기 택견'에 뿌리를 두고 있다.

택견이 28일 세계 전통무예로는 처음으로 유네스코의 인류무형유산으로 등재를 인정받았다.중국의 전통 무술인 쿵후는 자진 철회해 이번 등재에서 제외됐다.택견의 판정승이다.유네스코 무형유산위원회는 "여러 세대에 걸쳐 전승된 전통무예로 전승자들간의 협력과 연대를 강화하며 그 대표 목록 등재는 전 세계 유사한 전통무예의 가시성을 높일 수 있다"고 설명했다.보존가치가 높다는 뜻이다.

택견은 방어기술은 거의 없고 공격기술을 구사한다. 태견은 상대방을 강하게 가격하는게 아니라 밀고 당기고 걸어서 넘어트려 단번에 제압한다.손 보다는 발을 많이 쓴다.공격은 상대방을 다치지 않으면서 제압하는데 역점을 둔다. 칼과 창 등 각종 살상무기까지 동원해 공격과 수비를 격렬하게 펼치는 쿵후와는 전혀 다르다.

특히 고정된 세 지점을 밟는 이른바 품밟기로 상대를 발로 차 제압하는 기술은 묘품이다.그 기술은 아주 유연하고 탄력적이다. 마치 강물이나 구름이 흘러가듯이 자연스럽다.장단에 맞춰 춤을 추는 것 같고 리드미컬하다.무예가 춤사위와 리듬이 어울려 예술로 승화된 모양이다.

이제 택견이 인류무형유산으로 등재된 만큼 세계인의 무예이자 놀이문화로 보급시켜야 한다.이미 세계무술축제와 세계택견대회 등을 통해 세계 무술인들에게는 택견이 낯설지 않다. 택견전수관 등 관련 인프라가 상당히 구축된 상태다.그렇다면 택견의 글로벌 브랜드화는 예능 보유자와 애호인들이 얼마나 원형보전과 보급에 힘쓰느냐에 달려 있다.세계인의 무예로 발전한 태권도의 저력이 택견에서도 발휘되길 기대한다.



Du hast farblich und design-mäßig übrigens einen der schönsten Avatare im KKF.

Edit: Haha, und das Geburts- und Todesjahr von Song Dokki hat der Autor des Textes wohl mit dem von Shin Hanseung verwechselt? :D

Bearbeitet von Vagabund, 02 Dezember 2011 - 14:13 Uhr.

Taekkyon-Seminar mit Großmeister Lee Yong-bok (9. Dan Taekkyon und 9. Dan Tae Kwon Do) in Hamburg: www.zentrum.taekkyon.de/news

#6 kkke

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Geschrieben 02 Dezember 2011 - 17:34 Uhr

Tach,

habe den Text mal so ungefähr übersetzt - aber mein Koreanisch ist nicht besonders gut!

***
Taekkyon ist eine traditionelle Kampfkunst unseres Volkes und ein Volksspiel. Zur Zeit der Drei Reiche war es eine omnipräsente Kampfkunst der kontrollierenden Klasse und zur Goryeo-Zeit war es bekannt als Volkswettkampf. Während der Joseon-Zeit war es ein unabdingbarer militärischer Drill. Nachdem sich Taekkyon auf natürliche Weise vom Königshaus bis zum normalen Volk ausgebreitet hat, erfreute man sich daran gleichsam mit Ssireum (koreanisches Ringen) als Volksspiel.

Die Zeit der japanischen Besatzung beendete die Verbreitung dieses Taekkyons, denn Japan hat Taekkyon verboten, indem es diese Besonderheit unseres Volkes als Kampfkunst bezeichnete. Auch nach der Befreiung war Taekkyon hinter Gumdo, Taekwondo usw. fast bis zum Verschwinden im Hintertreffen. Zum Glück wurde durch Song Deok-ki ein neuer Weg zur Verbreitung als traditionelle Kampfkunst eröffnet. Verschiedene Verbände bewahren die Wurzeln Song Deok-kis Taekkyons.

Am 28. wurde die Registrierung Taekkyons als erste traditionelle Kampfkunst der Welt als UNESCO immaterielles menschliches Kulturgut anerkannt. Die chinesische traditionelle Kampfkunst Kungfu wurde durch freiwillige Zurücknahme bei dieser Registrierung ausgeschlossen. Taekkyon hat die Entscheidung gewonnen. Ein Mitglied des Komitees für UNESCO immaterielle Kulturerben hat erklärt: „Während die Registrierung auf der Liste die Zusammenarbeit der Überlieferer der über mehrere Generationen überlieferten traditionellen Kampfkunst stärkt, kann sie die Sichtbarkeit dieser traditionellen Kampfkunst als Erbe in der ganzen Welt erhöhen.“ Das Interesse an einer Erhaltung scheint hoch zu sein.

Im Taekkyon gibt es fast keine Defensivtechniken, man benutzt Offensivtechniken. Im Taekkyon muss der Gegner nicht viel einstecken, sondern man gewinnt dadurch, dass man ihn durch Ziehen und Drücken einmal zu Fall bringt. Die Füße werden mehr als die Hände benutzt. Damit die Attacken den Gegner nicht verletzen, wird die Kraft kontrolliert. Es unterscheidet sich komplett vom Kungfu, das Messer, Pistole und alle anderen Arten von Waffen zu Angriff und Verteidigung benutzt.

Besonders ist der komisch aussehende, Pumbalbgi genannte, auf drei Punkten fixierte, Schritt, durch den man den Gegner durch Tritte kontrolliert. Diese Technik ist sehr weich (ruhig, flexibel) und elegant. So natürlich wie Flusswasser oder das Ziehen der Wolken. Rhythmisch wie Tanzen. Ich denke, dass eine Kampfkunst, die wie ein Tanz Rhythmus aufweist, zu feiner Kunst veredelt wird.

So sehr Taekkyon nun als immaterielles menschliches Kulturgut registriert ist, müssen die Menschen dieser Welt Kampfkunst und Spielkultur verbreiten. Durch schon veranstaltete Weltkampfkunstfeste, Taekkyon-Weltmeisterschaft usw. ist Taekkyon den Kampfkünstlern nicht unbekannt. Die Infrastruktur der Taekkyon-Vereine ist gut genug. Ob Taekkyon eine weltweite Marke wird, hängt davon ab, wie sehr sich die Halter und Schützer der Kunst dafür einsetzen, die originelle Form erhalten und verbreiten. Man hofft, dass Taekkyon auch, wie das bereits expandierte Taekwondo, als Kampfkunst der Menschen dieser Welt manifestiert wird.
***

Zitat

Du hast farblich und design-mäßig übrigens einen der schönsten Avatare im KKF.
Ich weiß gar nicht, wer den erfunden hat - ich glaube, unser Verbandschef.

Viele Grüße,
kkke
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#7 kkke

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Geschrieben 03 Dezember 2011 - 02:49 Uhr

Oh, ich war wohl müde. Meinte natürlich
"[...]die originale Form zu erhalten und zu verbreiten."

Dass Taekkyon extra von Kungfu unterschieden wird, ist mal wieder typisch Korea. Nein, wir sind nicht so wie der andere Kandidat aus China. Kann man aber verstehen, der "große Nachbar" ist schon gewaltig und da tut man alles dafür, neben diesem überhaupt bemerkt zu werden.

Ansonsten könnte man noch anmerken, dass man nicht nur gewinnt (wie es im Artikel steht), wenn man den Gegner zu Fall bringt, sondern auch, wenn man ihn ins Gesicht tritt.


Und: Koreanisch besteht aus furchtbar langen Sätzen! Beim Sprechen ist das in Ordnung (ich spreche selbst in Endlossätzen), aber wenn man diese Sätze dann schriftlich ins Deutsche übersetzen muss, gibt das tolle Verschachtelungen :wacko:

Noch mal viele Grüße,
kkke
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#8 Kaishakunin

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Geschrieben 03 Dezember 2011 - 18:00 Uhr

Das nenne ich eine gute Nachricht und hoffe dass noch einige andere Kampfkünste in die UNESCO Weltkulturerbe schaffen wie z. B. Kalarippayattu.
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#9 HAI

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Geschrieben 06 Dezember 2011 - 18:31 Uhr

Moin,
Glückwunsch auch von mir,einige Fragen habe ich auch...
....erwachsen aus der Aufnahme in das UNESCO Weltkulturerbe eigentlich Pflichten
in welcher Form auch immer,für die Ausübenden?
Hat man Vorteile, zb bei Beschaffung von Geldern für Trainingsstätten
und deren Erhalt?


gruss Hai
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#10 Vagabund

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Geschrieben 07 Dezember 2011 - 10:02 Uhr

@kkke: Vielen, vielen Dank!!! :)

@HAI: Für die Ausübenden erwachsen keinerlei Pflichten - ich habe jedenfalls nichts davon gehört oder gelesen. Die Vorteile sind meines Wissens bzw. nach meiner Interpretation:

- Das betreffende Land verpflichtet sich zum Schutz des Kulturguts. Das kann natürlich auch finanzielle Aufwendungen einschließen.
- Die UNESCO unterstützt das betreffende Land in seinen Bemühen, das Kulturgut zu schützen. Das kann natürlich auchfinanzielle Aufwendungen einschließen.

Taekkyon ist ja bereits seit 1983 in Korea als immaterielles nationales Kulturgut Nr. 76 registriert. So weit ich weiß, wird seit dem das offizielle Taekkyon-Zentrum in Chungju und meines Wissens auch die beiden "inoffiziellen" Verbände (in Insadong und im Olympic Park) vom koreanischen Staat mit Geldern unterstützt (wahrscheinlich aber bei weitem nicht so stark wie das TKD Kukkiwon).

Daneben trägt natürlich alleine schon die Registrierung bei der UNESCO dazu bei, dass Taekkyon als etwas Wertvolles und Unterstützenswertes betrachtet wird.

Ich habe mal durch das "Übereinkommen zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes" gestöbert. Dort sind wohl die folgenden Abschnitte am interessantesten:

III. Erhaltung des immateriellen Kulturerbes auf nationaler Ebene

Artikel 11 - Rolle der Vertragsstaaten

Jeder Vertragsstaat hat die Aufgabe,
a) die erforderlichen Maßnahmen zur Sicherstellung der Erhaltung des in seinem Hoheitsgebiet befindlichen immateriellen Kulturerbes zu ergreifen;
b) als Teil der in Artikel 2 Nummer 3 genannten Erhaltungsmaßnahmen die verschiedenen Elemente des immateriellen Kulturerbes, die sich in seinem Hoheitsgebiet befinden, unter Beteiligung von Gemeinschaften, Gruppen und einschlägigen nichtstaatlichen Organisationen zu ermitteln und zu beschreiben.


Artikel 13 - Sonstige Maßnahmen zur Erhaltung

Zur Sicherstellung der Erhaltung, Entwicklung und Förderung des in seinem Hoheitsgebiet befindlichen immateriellen Kulturerbes bemüht sich jeder Vertragsstaat,
a) eine allgemeine Politik zu verfolgen, die darauf gerichtet ist, die Funktion des immateriellen Kulturerbes in der Gesellschaft aufzuwerten und die Erhaltung dieses Erbes in Programmplanungen einzubeziehen;
b) eine oder mehrere Fachstellen zu benennen oder einzurichten, die für die Erhaltung des in seinem Hoheitsgebiet befindlichen immateriellen Kulturerbes zuständig sind;
c) wissenschaftliche, technische und künstlerische Studien sowie Forschungsmethodologien im Hinblick auf die wirksame Erhaltung des immateriellen Kulturerbes, insbesondere des gefährdeten immateriellen Kulturerbes, zu fördern;
d) geeignete rechtliche, technische, administrative und finanzielle Maßnahmen zu ergreifen, die darauf gerichtet sind,
(i) den Auf- oder Ausbau von Ausbildungseinrichtungen für die Verwaltung des immateriellen Kulturerbes zu fördern sowie die Weitergabe dieses Erbes im Rahmen von Foren und Örtlichkeiten, die dazu bestimmt sind, dieses Erbe darzustellen und zum Ausdruck zu bringen;
(ii) den Zugang zum immateriellen Kulturerbe zu gewährleisten, gleichzeitig aber die herkömmliche Praxis zu achten, die für den Zugang zu besonderen Aspekten dieses Erbes gilt;
(iii) Dokumentationsstellen für das immaterielle Kulturerbe einzurichten und den Zugang zu diesen zu erleichtern.

Artikel 21 - Formen der internationalen Unterstützung

Die Unterstützung, die der Ausschuss einem Vertragsstaat zuerkennt, unterliegt den in Artikel 7 vorgesehenen Richtlinien sowie der in Artikel 24 genannten Vereinbarung und kann wie folgt gewährt werden:
a) Studien zu verschiedenen Aspekten der Erhaltung;
b) Bereitstellung von Experten aus Theorie und Praxis;
c) Ausbildung des benötigten Personals jedweder Art;
d) Erarbeitung von richtungsweisenden oder sonstigen Maßnahmen;
e) Schaffung und Unterhalt von Infrastrukturen;
f) Bereitstellung von Ausrüstungsgegenständen und Fachwissen;
g) sonstige Formen der finanziellen und technischen Unterstützung, gegebenenfalls auch die Vergabe von niedrig verzinsten Darlehen und von Zuwendungen.

Artikel 28 - Internationale Kampagnen zur Sammlung von Spenden

Die Vertragsstaaten unterstützen im Rahmen ihrer Möglichkeiten die unter der Schirmherrschaft der UNESCO zu Gunsten des Fonds durchgeführten internationalen Kampagnen zur Sammlung von Spenden.


Quelle: http://www.unesco.de...konvention.html
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#11 HAI

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Geschrieben 08 Dezember 2011 - 17:12 Uhr

Moin,
das hört sich doch gut an.
Dann kann man nur allen Ausübenden
weiterhin viel Erfolg mit ihrer Sportart wünschen.

gruss Hai
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#12 Vagabund

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Geschrieben 09 Januar 2012 - 10:43 Uhr

Und um noch ein bisschen für die Verbreitung des Taekkyon zu tun... :)

Trainerkurs für Quereinsteiger: Ab 12. Februar 2012 findet in Hamburg ein Taekkyon-Kurs statt, der auf die Prüfung zum 1. Dan Taekkyon vorbereitet.

Er richtet sich an Fortgeschrittene aus anderen Kampfkünsten, die Taekkyon erlernen und möglichst auch weiter geben wollen. Ausrichter ist Jung-Do Hamburg e.V.

Die Gebühr für den ganzen Kurs beträgt 480 Euro und umfasst 16 Seminare, die sich über 1,5 Jahre erstrecken.

Weitere Informationen gibt es beim Ausbilder Hendrik Rubbeling unter www.taekkyon.de oder hier im Forum :)

P.S. Die Anforderungen, um die Prüfung zum 1. Dan zu bestehen, entsprechen den Anforderungen in vergleichbaren Kampfkünsten wie Taekwondo, Hapkido, Karate usw. Das Leistungsniveau wird also nicht auf einen niedrigeren Standard herabgesetzt. Es ist ggf. auch möglich, die Danprüfung erst zu einem späteren Zeitpunkt abzulegen.

Bearbeitet von Vagabund, 09 Januar 2012 - 10:44 Uhr.

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