Angemessene Trainingskleidung
#1
Geschrieben 07 Dezember 2011 - 08:18 Uhr
mir fällt in letzter Zeit auf, dass ich unsicher bezüglich der angemessenen Trainingskleidung im BBT werde.
Zu Beginn meines Trainings wurde mir mal beigebracht, ich solle ein schwarzes T-Shirt (möglichst ohne Aufdruck) sowie einen schwarzen Gi und einen Obi in entsprechender Farbe tragen. Zur Fußbekleidung wurde mir nichts mitgeteilt.
Jetzt fällt mir zunehmend auf, dass gerade Männer (bei Frauen wäre es wohl ungleich komplizierter) kein T-Shirt mehr unter der Gi-Jacke tragen. Ist das jetzt so üblich?
Auch die Fußbekleidung wird recht unterschiedlich gehandhabt. Manche trainieren grundsätzlich barfuß, einige Dojo mögen das aber nicht (wg. der Hygiene oder steht da ein anderer Grund dahinter?). Ich hab es auch schon mehrfach erlebt, dass Menschen mit richtigen Turnschuhen (also was festes, was man auf der Straße trägt) auf der Matte standen (und ich hatte immer Angst um meine Zehen!). Wie handhabt ihr das?
Ich freu mich über Antworten.
LG Catwoman
shikin haramitsu daikomyo
http://www.onsideklettersport.de/
#3
Geschrieben 07 Dezember 2011 - 10:32 Uhr
Catwoman sagte am 07 Dezember 2011 - 08:18 Uhr:
Auch die Fußbekleidung wird recht unterschiedlich gehandhabt. Manche trainieren grundsätzlich barfuß, einige Dojo mögen das aber nicht (wg. der Hygiene oder steht da ein anderer Grund dahinter?). Ich hab es auch schon mehrfach erlebt, dass Menschen mit richtigen Turnschuhen (also was festes, was man auf der Straße trägt) auf der Matte standen (und ich hatte immer Angst um meine Zehen!). Wie handhabt ihr das?
Ich komme nicht aus dem BBT. Auf Matten trainieren wir aber auch. Bei uns im Verein heißt es ganz klar, Matten dürfen nur Barfuß oder mit Mattenschuhen betreten werden. Es ist nicht sonderlich gut für die Haltbarkeit der Matten mit Turnschuhen darauf rumzulaufen.
#4
Geschrieben 07 Dezember 2011 - 10:41 Uhr
Was das T-Shirt angeht, so mag das bei Frauen okay sein, bei Männern sollte es aber wegbleiben. Wem kalt ist, der bewegt sich nicht genug.
Ein vernünftiger Anzug transportiert den Schweiß ausreichend ab, ein T-Shirt wirkt da eher als zusätzliche Barriere. Wenn man die Jacke häufig genug wäscht, dann gibt es auch keine Probleme mit schlechten Gerüchen.
Bei der Fußbekleidung denke ich, dass Tabi oder Barfuss die richtige Wahl sind. Auf jeden Fall haben die Nägel (auch an den Händen) geschnitten zu sein.
Die BBT-Marotte, sich die üblichen "Teebeutel" an den Gürtel zu hängen, halte ich für gefährlich im Training, aber die Diskussion hatten wir hier ja auch schon.
.
"Allein sind die Menschen noch annehmbar, doch wenn sie Cliquen bilden, fangen sie an, zu verblöden. Sie verfallen dem Gruppenwahn. Sie sind so sehr darauf aus, in Gruppen zu verblöden, dass sie dafür extra Vereine gründen und Mitgliedsbeiträge bezahlen. [...]" (Sawaki Kôdô)
#5
Geschrieben 07 Dezember 2011 - 11:13 Uhr
ja, mit den Schuhen sind wir uns hier wohl alle einig
Shava sagte am 07 Dezember 2011 - 10:41 Uhr:
Zitat
Zitat
Aber stimmt, hier sollte es hauptsächlich um das T-Shirt und die Fußbekleidung gehen.
LG Catwoman
shikin haramitsu daikomyo
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#6
Geschrieben 07 Dezember 2011 - 11:43 Uhr
Catwoman sagte am 07 Dezember 2011 - 11:13 Uhr:
Auch in anderen jap. KKs scheint generell zu gelten: Frauen obligatorisch mit, Männer obligatorisch ohne.
Keine Ahnung, ob man das mit der Reiß- und Drosselgefahr aufs Bujinkan übertragen kann. Ihr greift&zieht ja nicht so intensiv an den Jacken, und kämpft auch nicht so dolle, oder?
...und sorry, aber sind Socken nicht wahnsinnig rutschig? Da scheint mir barfuß aber allemal die bessere Alternative.
Bzgl. Turnschuhen gibt es interessante Diskussionen in den historischen europäischen KKs, inwieweit sich mit dem typischen modernen Joggingschuh mit dicker flacher und extrem griffiger, fast haftender Sohle die mittelalterliche Fußarbeit überhaupt nachvollziehen lässt. Könnte man wohl auch auf historische japanische KKs übertragen.
Bearbeitet von Terao, 07 Dezember 2011 - 11:48 Uhr.
#7
Geschrieben 07 Dezember 2011 - 11:48 Uhr
bei uns handhaben wir es folgendermaßen:
Wir haben dicke Matten,darauf nur barfuß. Ausnahme wenn jemand z.B. erkältet ist oder sich irgendwo was an den Füßen eingefangen hat, dann mit Mattenschuhen. Die Matten werden einmal in der Woche desinfiziert, Zwischenreinigung bei Bedarf.
T-Shirt für die Jungs- nöö. ( mich persönlich schüttelt es, wenn ich unter dem schwarzen Dobok grellbunte T-Shirts sehe.)
Für die Damen sind Shirts oder Tanktops natürlich selbstverständlich, eben wie es beliebt. Aber auch hier bitte dezent und dunkel.
Kibon
Nehmt mich blos nicht ernst, ich tu's ja auch nicht!
#8
Geschrieben 07 Dezember 2011 - 12:09 Uhr
Was rutscht denn da im Dojo bei Nacht und Wind, der Kendoka auf Socke , das unbedachte Kind.
Ne, barfüßig ist es üblich.
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#9
Geschrieben 07 Dezember 2011 - 12:10 Uhr
Warum einige männliche TN ein T-Shirt drunter tragen möchten kann ich nicht verstehen, man schwitzt auch ohne noch genug
Auf Fuß- und Fingernägel achte ich pingelichst, ebenos wie auf saubere Hände/Füße.
Wer schon mal einen Ratscher mit dem Fußnagel im Gesicht gesehen hat wird das auch verstehen.
Habe auch schon einige diesbezüglich wieder von der Matte geschickt (und wer bei uns die Matte verlässt/verlassen muss darf anschließend 20 LS machen, in harten Fällen auch schon mal auf den Knöcheln auf dem Fliesenboden - manche sind beratungsresistent und da helfen nur Schmerzen).
Drax
#10
Geschrieben 07 Dezember 2011 - 12:14 Uhr
Zitat
#11
Geschrieben 07 Dezember 2011 - 12:25 Uhr
Zitat
Außerdem natürlich die Gründe, die Terao schon angeführt hat.
Zitat
Was die Fingernägel angeht, können die beim Kenjutsu theoretisch auch länger sein, sie werden dann aber irgendwann für Frau unpraktisch (denke ich) und sollten deshalb nicht "zu" lang sein.
Bei Budô-Arten mit engem Körperkontakt, Schlägen und Griffen sollten sie aber auf alle Fälle ganz kurz gehalten sein.
Ganz allgemein gesprochen, ist Budô zwar nicht an bestimmte Kleidung gebunden, persönlich denke ich jedoch, sollte man nicht versuchen, durch extravagante Geschichten aufzufallen. Am besten man hält sich an die hiesigen Koventionen und gut ist.
Was die "Socken" angeht, ist wohl klar, dass die beim Kendô absolut unbrauchbar sind. Habe auch am Wochenende bei einem Seminar in einer Turnhalle (Pakett) mit Tabi trainiert, diese dann aber irgendwann ausziehen müssen, weil zu rutschig gewesen. Wenn man Wildledersohlen hat, ist das was anderes. Bei uns im Dôjô trainiere ich auf den "Gummimatten" nur mit Tabi.
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"Allein sind die Menschen noch annehmbar, doch wenn sie Cliquen bilden, fangen sie an, zu verblöden. Sie verfallen dem Gruppenwahn. Sie sind so sehr darauf aus, in Gruppen zu verblöden, dass sie dafür extra Vereine gründen und Mitgliedsbeiträge bezahlen. [...]" (Sawaki Kôdô)
#12
Geschrieben 07 Dezember 2011 - 12:25 Uhr
Habe mal einen Probetrainierenden zu Füße waschen geschickt, die waren aus einiger Distanz recht dunkel.
Es stellte sich jedoch dann raus, dass er eine Pigmentstörung der Haut NUR an den Fußoberseiten hatte.
Da hätte man schon eine Schleifmaschine gebraucht...........
Noch zu den Nägeln: Selbstverständllich kurz und sauber, was anderes geht gar nicht!
Kibon
Nehmt mich blos nicht ernst, ich tu's ja auch nicht!
#13
Geschrieben 07 Dezember 2011 - 12:40 Uhr
mit den Fuß- und Fingernägeln geb ich euch recht. Das sieht nicht nur unästhetisch aus, es ist auch unangenehm, wenn so ein Teil mal wegknickt oder abreißt (oder gar be irgendwem anderen Schäden verursacht
Ich persönlich präferie auch barfuß zu trainieren eben wegen der Rutschgefahr. Zur Not gibt es ja nun diese ABS-Socken (mit rutschfesten Anteilen unten drauf). Habt ihr die schon mal probiert? Indoortabi auf Matten mache ich, wenn mir kalt ist lieber als Socken (hab schon so manche Socke beim Training "durchgelaufen"), aber die rutschen halt auch.
Wenn wer in mein Dojo (wenn ich eins hätte) kommen würde und Turnschuhe anhätte, würde ich ihn auffordern, die auszuziehen (auch auf die Gefahr hin, dass dann alle umkippen
Was das T-Shirt betrifft, bin ich zwiespältiger Meinung. Zum einen, weil wir (entgegen Teraos Auffassung) doch viel greifen (besonders am Revers) und auch Würgen und Würfe bei uns durchaus dazu gehören. Allerdings halten das die Gis (wenn man denn einen entsprechend festeren gekauft hat) gut aus nach meiner Erfahrung.
Notwendig wäre es wahrscheinlich nicht. Aber glaubt mir, als Frau finde ich es nicht unbedingt immer ästhetisch JEDEN Männerbauch betrachten zu müssen (wenn die Gi-Jacke aufgeht wegen irgendeiner Technik). Aber wenns so Tradition ist...deshalb frage ich ja
Und was die Farben betrifft: Unser Soke hat lilafarbene Haare. Darf man da auch grellbunte T-Shirts anziehen
LG Catwoman
shikin haramitsu daikomyo
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#15
Geschrieben 07 Dezember 2011 - 13:50 Uhr
mh, ich denke, das würde mir schon stehen
Aber im Ernst, grellbunt geht gar nicht? Bei uns haben einge z.B. rote T-Shirts oder Tabi. Ich finde das persönlich immer ganz witzig und meine Tabi sind auch nicht schwarz.
LG Catwoman
shikin haramitsu daikomyo
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#16
Geschrieben 07 Dezember 2011 - 13:52 Uhr
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"Allein sind die Menschen noch annehmbar, doch wenn sie Cliquen bilden, fangen sie an, zu verblöden. Sie verfallen dem Gruppenwahn. Sie sind so sehr darauf aus, in Gruppen zu verblöden, dass sie dafür extra Vereine gründen und Mitgliedsbeiträge bezahlen. [...]" (Sawaki Kôdô)
#18
Geschrieben 07 Dezember 2011 - 14:02 Uhr
#19
Geschrieben 07 Dezember 2011 - 15:03 Uhr
ja das stimmt schon, aber auch Schuh-/Tshirt und Co unterstelle ich jetzt mal, dass bei der Wahl der geeigneten Sachen nicht nur Sicherheit sondern auch Konvention eine Rolle spielt oder aber gespielt hat. Sonst würden wir ja z.B. alle in Rüstung rumhüpfen.
Deshalb, so meine Meinung, sollte hier nicht nur über die Funktionalität sondern darüber hinaus auch über die Angemessenheit von Trainngskleidung diskutiert werden.
Und hier kommen die Farben dann schon ins Spiel. Bei uns ist es üblich, schwarze Gi zu tragen. Zumindest für die Männer. Frauen sollten farbige Gi tragen (z.B. Lila). Wird aber nur sehr selten gemacht.
LG Catwoman
shikin haramitsu daikomyo
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#20
Geschrieben 07 Dezember 2011 - 15:16 Uhr
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"Allein sind die Menschen noch annehmbar, doch wenn sie Cliquen bilden, fangen sie an, zu verblöden. Sie verfallen dem Gruppenwahn. Sie sind so sehr darauf aus, in Gruppen zu verblöden, dass sie dafür extra Vereine gründen und Mitgliedsbeiträge bezahlen. [...]" (Sawaki Kôdô)



