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Kendoka mit Handicaps


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17 Antworten in diesem Thema

#1 Kirino

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Geschrieben 10 Dezember 2011 - 14:34 Uhr

Ich bin gestern auf Folgendes gestoßen: http://texrocks.com/kendo2005.html

Des Weiteren kennen viele sicher Henry Smalls, den beinlosen Kendoka. Oder den Japaner, der als Kind einen Arm verloren hat.

Ich habe eine Menge Respekt vor dem, was diese Leute geschafft haben. Überhaupt die Tatsache, dass jemand ohne Beine überhaupt erst versucht, Kendo zu trainieren, ist einfach toll.

Gibt es eigentlich auch Förderungen für Kendoka mit Handicaps?

Bearbeitet von Kirino, 10 Dezember 2011 - 14:35 Uhr.


#2 suhajd.aZ68

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Geschrieben 11 Dezember 2011 - 23:59 Uhr

welche art förderung meinst'u?

"2009: ....
Der JCW führt erstmals die Hessische Einzelmeisterschaft im G-Judo für Menschen mit Behinderungen durch. Unter der Schirmherrschaft von OB Dr. Helmut Müller nahmen 120 Teilnehmer aus ganz Deutschland an diesem Otto Schmelzeisen Turnier in Wiesbaden teil." (aus die geschichte jcw)

- das würde in kendô nicht funktionieren, weil es nicht genügend betroffenen gibt.

einige beispiele aus der nähe:
jürgen fuhr hat es bislang bis zum fünften dan geschafft, mit seinen klumpfüßen.
in hannover trainiert auch einer, der nur einen arm hat.
in budapest sah ich einen rollstuhlsfahrer im anfängertraining.

ich glaube, dass so eine situation ganz einfach vor ort gehandhabt wird, und sehe kein grundsätzliches problem. es sollte sich eher einer melden, der unmittelbare erfahrung damit hat.

(p.s.: ich hab' bereits drei verschidene japanische studenten gesehen, in dokumentarfilmen, wettkämpfen, die nur einen arm hatten.)
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#3 marv

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Geschrieben 12 Dezember 2011 - 11:47 Uhr

Aus meiner Sicht besteht die Förderung darin jeden als Trainingspartner willkommen zu heißen, der Freude an Kendo hat.

Mir sind 2 Diabetiker bekannt die Kendo treiben (3.Kyu und 7.Dan), blaue Flecken halten länger, Verletzungen, besonders an den Füßen, heilen langsamer.

Weiterhin ist mir einer bekannt der sehr wenig intelligent ist und aus einem Verein entfernt und bei uns aufgenommen wurde.

Außerdem kenne ich noch einen mit MS, bewegt sich wie leicht angetrunken, Fußarbeit wird ewig schlecht bleiben.


Kritisch wirds aus meiner Sicht nur, wenn so jemand versucht Weltmeister oder sowas zu werden, das ist wohl hoffnungslos. Kendo um Kendo zu treiben sollte man niemandem verwehren, aus meiner Sicht kann am Training jeder teilnehmen der die Dojoregeln akzeptiert.
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#4 Terao

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Geschrieben 12 Dezember 2011 - 12:36 Uhr

Denke auch, für ne organisierte Förderung a la Judo sind wir einfach zu klein. In Japan sieht das sicherlich anders aus.

Einzelne zu integrieren, ist aber sicher auch nicht sooo das Problem, und das scheint ja in div. Vereinen auch zu funktionieren. Persönliche Erfahrungen damit hab ich aber nicht (schlicht, weil noch nie einer im Verein aufgetaucht ist).


Zitat

Weiterhin ist mir einer bekannt der sehr wenig intelligent ist und aus einem Verein entfernt und bei uns aufgenommen wurde.
Was ist denn "sehr wenig intelligent"? Bereits im Bereich geistiger Behinderung?
Und was bedeutet "er wurde entfernt"?
Mag ja unpopulär sein, aber ich finde es auch ok, wenn ein Lehrer offen sagt, dass er sich`s nicht zutraut, Menschen mit einer bestimmten Behinderung angemessen zu fördern.

Zitat

Fußarbeit wird ewig schlecht bleiben.
Und auch das gehört zur Ehrlichkeit dazu: Jeder kann sich verbessern. Aber nicht jeder kann alles (oder auch nur ein mittleres Niveau) erreichen. Wenn das für alle Beteiligten (v.a. den Betroffenen) ok ist: Warum nicht?

#5 marv

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Geschrieben 12 Dezember 2011 - 14:00 Uhr

Da ich sicher bin, das hier einige mitlesen die wissen wer sich hinter Hong Kong Pfui verbirgt könnte man auf andere Beteiligte zurückschließen.

Das möchte ich gern vermeiden.

"Aber nicht jeder kann alles (oder auch nur ein mittleres Niveau) erreichen. Wenn das für alle Beteiligten (v.a. den Betroffenen) ok ist: Warum nicht?"

Genau das wollte ich damit sagen.
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#6 Bluescreen

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Geschrieben 12 Dezember 2011 - 15:13 Uhr

Zitat

Denke auch, für ne organisierte Förderung a la Judo sind wir einfach zu klein. In Japan sieht das sicherlich anders aus.
Also wenn ich da an den Bericht über den einarmigen Takamiya zurückdenke dann denke ich wollen die es aber gerade wegen dem Handycap aus eigener Kraft schaffen und nicht bemitleidet werden. Gerade die Japaner haben da ihren Stolz.

Immer wieder faszinierend anzusehen dieses Durchhaltevermögen:

Bearbeitet von Bluescreen, 12 Dezember 2011 - 15:16 Uhr.

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#7 Manabu

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Geschrieben 13 Dezember 2011 - 19:22 Uhr

Hallo,

sehr interessantes Thema und vielleicht kann ich dazu etwas sagen, denn ich bin "behindert"! Nach einem Herzinfarkt habe ich nur noch eine Herzleistung von ca. 75%, darf eine Menge Tabletten schlucken, darunter z.B. auch Blutdrucksenker, und bin damit zu 70% "schwerbehindert". Mit dem Kendo habe ich erst nach meinem Infarkt angefangen und komme zwischenzeitlich damit sehr gut klar. Am Anfang hatte ich einige Probleme, die auch auf fehlende Kondition zurückzuführen waren, aber bei meinem jetzigen Trainingsstand/Kondition ist es ok und ich konnte nach ca. 4 Monaten meine erste Prüfung ablegen und trainieren jetzt schon wieder für die Nächste. Meinen Trainer habe ich über mein "Handicab" - finde ich persönlich besser als "Behinderung" - informiert und er sagte, dass ich mich bei eventuellen Problemen melden solle, oder z.B. Übungen in meinem Tempo durchführen sollte. Das habe ich in der gesamten Zeit aber nur 2x in Anspruch genommen und trainieren jetzt sogar ganz normal 3x in der Woche mit. Natürlich kann ich mir abschreiben jemals Weltmeister zu werden, aber kleinere Ziele sind durchaus erreichbar und mein Ansporn ist die Bewegung und auch das Verhalten der Kendoka in meinem Dojo untereinander.

Bearbeitet von Manabu, 13 Dezember 2011 - 19:24 Uhr.


#8 Tampopo

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Geschrieben 14 Dezember 2011 - 06:44 Uhr

Wir haben auch in Deutschland einen einarmigen Kenshi sollte es nicht bekannt sein. Im Gegensatz zu dem Japaner ist der relativ groß und auch etwas kräftiger gebaut.

Sagt mal... das erinnert mich an eine gute Frage:
Würdet ihr einem Einarmigen erlauben bei einem Wettkampf ein Shinai zu benutzen welches die Gewichtsanforderungen eines Nito-Shinai erfüllt?
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#9 Terao

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Geschrieben 14 Dezember 2011 - 09:29 Uhr

Zitat

Würdet ihr einem Einarmigen erlauben bei einem Wettkampf ein Shinai zu benutzen welches die Gewichtsanforderungen eines Nito-Shinai erfüllt?
Ich schon. Schließlich führt er`s ja einhändig.

#10 suhajd.aZ68

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Geschrieben 14 Dezember 2011 - 15:52 Uhr

beim anschauen des dokus über takamiya dachte zunächst nicht, dass das all zu beschwerlich sein müsste, er hält halt das schwert mit einer hand. später aber hab' ich mir im training das nochmal vor augen geführt und begriff, dass die belastung doch enorm ist. dass mit einem arm das schwert bewegen, hebeln zu müssen, die arme auch nicht wechseln können, selbst in den kurzen pausen, das gewicht nicht verteilen zu können, doch ihm ein großes stück abverlangt.
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#11 Bluescreen

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Geschrieben 15 Dezember 2011 - 14:22 Uhr

Zitat

Würdet ihr einem Einarmigen erlauben bei einem Wettkampf ein Shinai zu benutzen welches die Gewichtsanforderungen eines Nito-Shinai erfüllt?

Nein, das ist nicht zugelassen. Ein erwachsener Jodan Kämpfer muss ein 39er Shinai benutzen ob zwei- oder einarmig. Im Leben muss der einarmige auch so mit allem zurecht kommen wieso sollte man es ihm dann im Kendo schenken. Das ist genau das was ich oben mit "Mitleid" meinte ... Ich hab schon Respekt das er schafft sich die Bogu oder Hakama mit einer Hand anzulegen und sein Sensei ihm nie helfen musste. Versucht das mal! Das schaffen einige nicht mal zweihändig ordentlich. ;)
Wenn du Takamiya ein Daito in die Hand drückst dann verhaut der dich. Aber ich glaub der würde uns alle eh locker in die Tasche stecken. :D

Die Belastung ist eine Frage der Übung. Ein Jodan Kämpfer macht auch extrem viele Katate Suburi um den Kraftaufwand aufbringen zu können. Aber es braucht Zeit. Ich übe sehr viel Katate Technik um meine Linke seite zu stärken da ich immer tendiere zuviel mit rechts zu schlagen. Zum einen mit ein Suburito aber auch mit einem 39er Shinai auf einen Uchikomidai. Es geht durchaus. Aber es fordert Übung und die korrekte Technik der Katateschläge. Takamiya hat da seine eigene Technik entwickelt und seinen Vorderarm zu Stahl gemacht. Das fordert vor allem eins viel Geduld und Selbstdiziplin. :)

Bearbeitet von Bluescreen, 15 Dezember 2011 - 14:36 Uhr.

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#12 suhajd.aZ68

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Geschrieben 15 Dezember 2011 - 15:34 Uhr

Beitrag anzeigenBluescreen sagte am 15 Dezember 2011 - 14:22 Uhr:

Es geht durchaus.

klar, geht es. man kann auch mit den füssen nähen oder schreiben lernen. aber nur auf einen arm angewiesen zu sein, macht hierbei den wesentlichen unterschied aus. wenn einer das schwert stets mit dem selben arm halten muss, und das wollte ich hervorheben. im film wird an der einer stelle auch erwähnt, dass er an seiner grenzen stößt, als der kampf sich in die länge zieht.
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#13 Tampopo

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Geschrieben 16 Dezember 2011 - 10:56 Uhr

Hey Blauschirm,

erstmal danke für dein Feedback. Tatsächlich bin ich froh für eine andere Meinung. Warum aber sind für Nito-Kämpfer überhaupt leichtere Shinai eingeführt worden?
Bisher dachte ich es hat etwas mit der gesundheitlichen Belastung zu tun. Ein Handgelenk, besonders die Sehnenscheide, ist schnell überlastet und entspricht dann einem Totalausfall, mit wochenlangen Auszeiten. Ein paar Katatesuburi oder Katatetechniken, die du in deiner Freizeit machst und jederzeit beenden kannst, kannst du damit kaum vergleichen.

Interessant, daß du die Sache mit den "zu viel mit Rechts schlagen" erwähnst. Wie genau stellt sich das bei dir dar? Kannst du das beschreiben?
Ich habe nach etwa 6 bis 7 Jahren Kendo eine Schlußfolgerung dazu gemacht und ich würde gerne wissen ob sich deine Beobachtungen mit meinen Decken.
Mit vielen Leuten habe ich darüber bisher nicht geredet. Sorry, das ist wohl etwas ab vom eigentlichen Thema.
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#14 Rasta_man

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Geschrieben 16 Dezember 2011 - 11:40 Uhr

Dann melde ich mich doch auchmal zu wort.

Ich habe aufgrund von schweren Verletzungen im linken Ellbogen Kendo mit Nito ryu\katate jodan begonnen. Ich mache jeher alle Techniken nur mit meinem rechten Arm. Bei Nito natuerlich mit einem Daito Shinai das bis auf ein paar Veraenderungen einem 37' Shinai entspricht. Bei Jodan allerdings, benutze ich wie alle anderen ein 39' Shinai. Natuerlich bedarf es einiges an Training bis die Katate Techniken halbwegs nach etwas aussehen, aber das tut es bei Itto Chudan-Anfaengern auch.
Ich denke wenn man sich trotz "Handicap" fuer Kendo entscheidet, sollte man nichts geschenkt bekommen, oder wie in meinem Fall nichts geschenkt wollen.
Es ist eine freie Entscheidung mit dem Kendo-Training zu beginnen und Kendo ist fuer niemanden leicht, auch nicht fuer "gesunde" Kenshi. Wenn man also mit einem "Nachteil" Kendo beginnt, muss man sich darueber im klaren sein, mehr Arbeit als ein "normaler" Kendoka in die Angelegenheit reinstecken zu muessen.

Soviel erstmal von mir.

PS: Bitte jetzt keine Diskussion darueber ob es toll oder schlecht ist Kendo mit Nito\katate Jodan anzufangen.

MfG,
Rasta_man

Bearbeitet von Rasta_man, 16 Dezember 2011 - 11:42 Uhr.


#15 Bluescreen

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Geschrieben 16 Dezember 2011 - 13:18 Uhr

Zitat

Warum aber sind für Nito-Kämpfer überhaupt leichtere Shinai eingeführt worden?
Tjoa ich vermute wegen der doppelten Belastung durch das zweite Shinai. Aber beim Jodan verwendet man ja auch ein 39er.

Zitat

Wie genau stellt sich das bei dir dar? Kannst du das beschreiben?
Also ich habs vor allem immer dann gemerkt wenn ich den rechten Arm zuweit gestreckt habe oder einen Krampf im rechten Schulterblatt hatte. Ich hab dann ne Zeit lang jeden Tag so um die 500-1000 Katate suburi gemacht. Dann wurde es deutlich besser. Natürlich ist das nicht vergleichbar mit einem der nur einarmig kämpft. Ich empfehle übrigens auf jeden Fall ein Ziel zum schlagen (Boxsack, Uchikomidai). Einfach nur in die Luft kann gerade zu Beginn bei nicht genug Unterarm Muskulatur und falscher Technik schnell das Handgelenk umknicken. Da wäre ich sehr vorsichtig. Bei ersten Anzeichen von Schmerz sofort aufhören. Ansonsten hilft es mir auf jeden Fall mich auch mehr auf die Linke Seite zu konzentrieren da ich eigentlich Rechtshänder bin.

Ich habe auch mal ein paar Wochen Jodan probiert aber dann schnell gemerkt das ich da noch nicht bereit für bin. Die Schläge wurden zwar von mal zu mal besser schärfer und präziser aber die Kraft ließ wie suhajd schon meinte sehr schnell nach. Renzoku Waza oder Kirikaeshi waren so gut wie unmöglich und nach dem Kihon training war der Arm eigentlich schon tot. Aber ich denke genau deswegen macht es auch erst Sinn später mit Jodan oder Nito anzufangen. Schaut man sich die Unterarme von Shodai oder Chiba an dann weiß man was die auf sich genommen haben. Chiba sagt auch wenn man nicht den Willen hat jeden Tag 500-1000 Katate suburi zu machen soll man Jodan gleich vergessen. Jetzt konzentrier ich mich wieder auf Chudan und vorallem mal wieder auf Fussarbeit.

Meine "Schlussfolgerung" aus dem Jodan Experiment ist das meine Fussarbeit einfach miese ist ... Ich vermute das ist auch das was du festgestellt hast. :)

Bearbeitet von Bluescreen, 16 Dezember 2011 - 13:32 Uhr.

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#16 Bluescreen

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Geschrieben 16 Dezember 2011 - 13:54 Uhr

Ich möchte noch was ergänzen:

Eine Sache die mir bei Jodan aufgefallen ist und die ich auch immer wieder in dem Video von Takamiya gesehen habe. Das wichtige ist nicht unbedingt die Technik von Fussarbeit (natürlich auch) oder Schlägen sondern vor allem der unglaublich Willen und die Entschlossenheit. Gerade wenn man in Jodan geht und man in keinster weise mehr geschützt ist zeigt sich ob man wirklich bereit ist alles in den Angriff zu legen. Bei Chudan hab ich die Möglichkeit mit der Spitze Seme auszuführen und mich zu schützen aber beim Jodan kommt es allein auf meine mentale Stärke an den Gegner unter Druck zu setzen. Ich hatte oft dieses zurückzucken bei Tsukiversuchen des Gegners und hab auch einige Blaue Flecken rund um den Hals davon getragen. Der Druck ist enorm und dem muss man standhalten.

Aber dafür muss man bereit sein und wenn ich sehe wie der Takamiya von seinem Sensei getreten (auch wenn das in Japan so üblich ist) wird dann hab ich noch mehr Respekt vor seiner Leistung. Nicht nur der physischen sondern vor allem der mentalen. Ich denke das ist es worauf es wirklich ankommt. Nicht ob er ein 37er oder ein 39er in der Hand hat, das ist ihm egal sondern den reinen Willen durchzuhalten und zu beweisen das er auch mit Handycap gutes Kendo machen kann.

Übrigens auch bei den 1000 Suburi kommt es nicht unbedingt nur auf die Kraft an sondern vor allem auf den reinen Willen und die Geduld immer und immer weiterzumachen.

Sensei sagt immer zuerst mit dem Arm schlagen, dann mit dem Fuss, dann mit der Hüfte und schlussendlich mit dem Herzen (Kokoro 心). Ich bin erst beim Fuss angekommen. ;)

Bearbeitet von Bluescreen, 16 Dezember 2011 - 14:05 Uhr.

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#17 Tampopo

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Geschrieben 16 Dezember 2011 - 14:50 Uhr

@Bluescreen:
Rechte Hand.... interessant, ist aber anders als meine Schlußfolgerung. Das mit dem Schulterschmerz kenn ich nicht mal. Vielleicht zeigst du mir das mal beim nächsten Mal, wenn wir uns sehen. Ich will auch nicht zu weit ins Offtopic.

Doppeltebelastung durch zwei Shinai. Was ist dann bitte anders als ein Shinai zu haben aber nur einen Arm?

Allgemein ist das "ich will nicht geschenkt haben" Argument etwas fehl am Platz.
Warum gibt es denn Shinai für Kinder verschiedenen Alters?
Warum gibt es denn getrennte Meisterschaften für Frauen?
Ist es nicht genau aus dem Grund um körpferliche Unterschiede zu kompensieren?

Bearbeitet von Tampopo, 16 Dezember 2011 - 15:01 Uhr.

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#18 majin_uriel

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Geschrieben 23 Januar 2012 - 01:09 Uhr

@blue
Sensei sagt immer zuerst mit dem Arm schlagen, dann mit dem Fuss, dann mit der Hüfte und schlussendlich mit dem Herzen (Kokoro 心). Ich bin erst beim Fuss angekommen.

kurz ausführlicher bitte?
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