Kontrolle durch Hebel, Griffe, Druckpunkte u. ohne Schläge - welche Kampfsportart?
#1
Geschrieben 11 Dezember 2011 - 00:35 Uhr
ich suche nach einer Kampfsportart, die den Gegner nicht durch Schläge oder Tritte verletzt, sondern durch Griffe oder Hebel kontrolliert.
Ich finde im Netz immer mal wieder Videos die das zeigen, aber leider steht nie eindeutig dabei, um welche Kampfsportart es sich dabei handelt.
Ich arbeite im Sicherheitsbereich und kann Gegner dabei eben nicht immer mit Schlägen ausser Gefecht setzen. Ich würde daher gerne eine Alternative erlernen.
Vielen Dank für Eure Tipps!
#5
Geschrieben 11 Dezember 2011 - 21:34 Uhr
Mikame sagte am 11 Dezember 2011 - 00:35 Uhr:
ich suche nach einer Kampfsportart, die den Gegner nicht durch Schläge oder Tritte verletzt, sondern durch Griffe oder Hebel kontrolliert.
Ich finde im Netz immer mal wieder Videos die das zeigen, aber leider steht nie eindeutig dabei, um welche Kampfsportart es sich dabei handelt.
Wenn du Abführgriffe und Hebel im Stand brauchst, schau, ob du einen Polizei-lastigen Ju-Jutsu-Verein findest.
#6
Geschrieben 14 Dezember 2011 - 12:28 Uhr
http://www.isrmatrix.org/
#7
Geschrieben 14 Dezember 2011 - 13:02 Uhr
Kampfsportarten mit Griffen sind halt nicht so speziell. Dafür liefern sie eine hervorragende Basis, wenn man Kontrolle mit Griffen von der Pike auf lernen will, und Zeit mitbringt. Ich würde beides machen.
#8
Geschrieben 14 Dezember 2011 - 17:37 Uhr
kann sein, dass Hapkido und Aikido und Jiu jutsu oder auch Ninjutsu / Bushinkan was für Dich sind, die Techniken sind überall mehr oder weniger die selben Grundideen, wenn auch je nach Martial Art etwas unterschiedlich ausgeführt... ich weiss es nicht, denke aber dass Systema da auch noch zu zählen könnte...
Dann gibt es noch die Leute, die sich nur noch mit Schmerzpunkten etc. auseinandersetzen, Kyusho etc..., meist kommen einzelne Techniken dieser Art in allen o.g. Künsten vor, oder werden mal später dazu gelernt oder trainiert.
Die rein nur noch Kyusho Lehrenden werden immer recht schnell in die Zauber- und Esoterikecke verschoben, was nur zum Teil gerechtfertigt ist, und die Seriosität des einzelnen Trainers muss man in der Richtung selbst überprüfen..
google is your friend
:-)
best
Ingo
#9
Geschrieben 14 Dezember 2011 - 19:06 Uhr
Du hattest ja zwei threads aufgemacht,in dem anderen hatte ich Hapkido empfohlen.
Hier kriegst Du Schläge,Tritte ,Wuerfe und eben auch die gesuchten Hebel und Arretiertechniken.
Nervenpunktangriffe werden fuer Fortgeschrittene gelehrt.
Außerdem gehören Alltagswaffen auch dazu.
Schick mir ne PN wo du wohnst, und ich schick Dich weiter ;-)
Kibon
Nehmt mich blos nicht ernst, ich tu's ja auch nicht!
#10
Geschrieben 15 Februar 2012 - 23:25 Uhr
Mikame sagte am 11 Dezember 2011 - 00:35 Uhr:
ich suche nach einer Kampfsportart, die den Gegner nicht durch Schläge oder Tritte verletzt, sondern durch Griffe oder Hebel.
Ich lese hier "Ju Jutsu", "Hapkido"... Wenn du Fokus auf Griffe und Hebel legst um zu kontrollieren lerne Judo.
LGr
Marcel
#11
Geschrieben 07 April 2012 - 18:40 Uhr
wenn ich die bisherigen Vorschläge betrachte, fällt mir auf, nur Du stellst Judo vor.
Gerade Judo ist ein Kampfsport der immer wieder unterschätzt wird. In unserem Verein, machte damals Aikido, waren die Judo-kas vorher auf der Matte. Da wurde wirklich geübt und das richtig. Der Trainingsraum war voller Judo-kas und die Jungens und Mädchen waren voll bei der Sache und wurden auch richtig gefordert.
Habe mich dann etwas mehr mit dem Kodokan Judo beschäftigt, besser mit dem Buch von Jigoro Kano, das ist wirklich ein System das auch Schläge und Tritte hat, nicht nur Wurf- und Hebeltechniken.
Ju-Jutsu kann sehr gut oder ein Üben nur nach dem Programm des DJJV - dem Lehrbuch das Ju-Jutsu 1 x1 sein. Habe dies auch in unserem Verein geübt und war von den Trainern mehr als entäuscht. Wenn ein Ausbilder eine Aikido-Technik oder Karate-Technik erklären will und nicht weiß wovon er überhaupt spricht -
dann bei einem Lehrgang mit Erich Reinhardt, Ju-Jutsu mehr auf den Sicherheitsbereich ausgerichtet, war ich total begeistert.( Muß aber bemerken, daß Erich Reinhardt auch Meistergrade in Judo und Karate hat)
Aikido - da fand ich den Ausbilder Ralf Siebenmark, Yoshinkan Aikido, 4. Dan, super. Nur hatte ich vorher schon einige Jahre Karate und Kickboxen gemacht, wie mich mein Partner da mit einem Faustschlag angreifen sollte - dachte immer - der hat aber wirklich keine Ahnung, wie man einen richtigen Fauststoß ausführen soll. Die Bücher über Aikido- habe noch einige sind interessant - aber für mich war das nichts.
Du mußt Dich wirklich informieren - Tom Herold - ein Judo-ka ist von seinem System überzeugt und hat Judo -Techniken schon öfters im Sicherheitsdienst einsetzen müssen. Es liegt wirklich nur an den Ausbildern.
soto-deshi
#12
Geschrieben 10 April 2012 - 21:36 Uhr
Bearbeitet von big X, 10 April 2012 - 21:39 Uhr.
#13 GastBudoka1982_*
Geschrieben 18 April 2012 - 10:53 Uhr
soto-deshi sagte am 07 April 2012 - 18:40 Uhr:
soto-deshi
Crass ist unser Tommylein in der Sicherheitsbranche tätig?- ups jetz hab ich ein Problem.
Bearbeitet von Budoka1982, 18 April 2012 - 10:53 Uhr.
#14
Geschrieben 18 April 2012 - 23:07 Uhr
Budoka1982 sagte am 18 April 2012 - 10:53 Uhr:
Jetzt muß ich doch glatt nachfragen: Du kennst Tom Herold persönlich? Oder wie soll ich Deine obige Bemerkung verstehen?
Und wenn Du ihn wirklich kennst: Wieso kannst Du dann nicht fallen? (Vergleiche den Thread hier im Aikido-UF)
Fragen über Fragen
bugei
GFID
Pogue Mahone!
#15 GastBudoka1982_*
Geschrieben 19 April 2012 - 08:54 Uhr
bugei sagte am 18 April 2012 - 23:07 Uhr:
Budoka1982 sagte am 18 April 2012 - 10:53 Uhr:
Jetzt muß ich doch glatt nachfragen: Du kennst Tom Herold persönlich? Oder wie soll ich Deine obige Bemerkung verstehen?
Und wenn Du ihn wirklich kennst: Wieso kannst Du dann nicht fallen? (Vergleiche den Thread hier im Aikido-UF)
Fragen über Fragen
bugei
cool ne Frage mit ner Gegenfrage geil. .... ne ist nicht schlimmm.....
....und wer kennt nicht den Tommylein von Namen her. grins.
dadurch das er nicht sehr groß von der Statur und nicht sehr schwer ist wäre Bodenkampf geil, .....
also nun nochmals: Ist der Tommylein von Security, diese frage haste mir nicht beantwortet.
Bearbeitet von Budoka1982, 19 April 2012 - 09:00 Uhr.
#16
Geschrieben 19 April 2012 - 08:54 Uhr
@all:
Das Problem liegt darin begründet, dass fast alle Hebeltechniken ausschließlich über Schmerz funktionieren.
Im realen Leben hat man es aber, insbesondere im hier immer wieder genannten Sicherheitsdienst,
sehr häufig mit Personen zu tun, die auf Grund einer starken Alkoholisierung oder der Einnahme von Beteubungsmitteln,
diesen Schmerz nicht oder nur noch vermindert wahrnehmen.
Das wirkt sich dann natürlich sehr stark auf die Wirksamkeit der Hebeltechniken aus.
Wird der Schmerz nicht mehr wahrgenommen, wirkt der Hebel nur noch rein mechanisch, da der unterstützende Faktor Schmerz fehlt.
In diesen Fällen steht dann - auch bei einer gut angesetzten Technik - doch nur wieder Kraft gegen Kraft.
Fehlt der Faktor Schmerz, habe ich (m)eine Kontrollmöglichkeit verloren.
Ich kann den Hebel (entsprechende Körperkraft vorausgesetzt) natürlich weiterhin durchziehen,
jedoch hat das dann in der Regel nichts mehr mit Kontrolle, sondern mit Zerstörung zu tun.
In diesen Fällen könnte man also die Wirksamkeit von Hebeltechniken verneinen und sofort zu Atemi übergehen.
@soto-deshi:
Du schreibst:
Zitat
In diesem Punkt möchte ich Dir widersprechen.
Ich denke - und habe es auch schon erlebt - dass ein Judoka durch eine Technik aus dem Judo erfolgreich aus einer SV-Situation hervorgehen konnte.
Nur kommt es hier eben i.d.R. auf die Umstände des Einzelfalles und auch immer auf die Fähigkeiten des Angreifers an.
Ein Judoka, welcher sich noch niemals mit der Abwehr von Schlag- oder Trittangriffen beschäftigt hat,
wird es im Ernstfall in einige Schwierigkeiten geraten...
Daher bin ich der Meinung, es kommt nicht nur auf den Ausbilder, sondern immer auch auf das System an.
Viele Grüße,
Daniel (Slow-Fox)
Homepage: www.bsv-rheinbach.de
#17
Geschrieben 19 April 2012 - 09:25 Uhr
Wenn ich mal Stress auf der Straße hatte, habe ich das immer mit Judo "sanft" gelöst. Obwohl ich auch schlagende und tretende Kampfsportarten gemacht habe kamen die nie zum Einsatz. Allerdings haben diese mir immer geholfen dem ersten Schlag oder Tritt auszuweichen, um dann mein Judo einsetzen zu können.
Ich würde im Sicherheitsdienst aber auf jeden Fall ein Stock- und Messersystem zum Judo dazu lernen.
#18 GastBudoka1982_*
Geschrieben 19 April 2012 - 09:26 Uhr
Slow-Fox sagte am 19 April 2012 - 08:54 Uhr:
@all:
Das Problem liegt darin begründet, dass fast alle Hebeltechniken ausschließlich über Schmerz funktionieren.
Im realen Leben hat man es aber, insbesondere im hier immer wieder genannten Sicherheitsdienst,
sehr häufig mit Personen zu tun, die auf Grund einer starken Alkoholisierung oder der Einnahme von Beteubungsmitteln,
diesen Schmerz nicht oder nur noch vermindert wahrnehmen.
Das wirkt sich dann natürlich sehr stark auf die Wirksamkeit der Hebeltechniken aus.
Wird der Schmerz nicht mehr wahrgenommen, wirkt der Hebel nur noch rein mechanisch, da der unterstützende Faktor Schmerz fehlt.
In diesen Fällen steht dann - auch bei einer gut angesetzten Technik - doch nur wieder Kraft gegen Kraft.
Fehlt der Faktor Schmerz, habe ich (m)eine Kontrollmöglichkeit verloren.
Ich kann den Hebel (entsprechende Körperkraft vorausgesetzt) natürlich weiterhin durchziehen,
jedoch hat das dann in der Regel nichts mehr mit Kontrolle, sondern mit Zerstörung zu tun.
In diesen Fällen könnte man also die Wirksamkeit von Hebeltechniken verneinen und sofort zu Atemi übergehen.
@soto-deshi:
Du schreibst:
Zitat
In diesem Punkt möchte ich Dir widersprechen.
Ich denke - und habe es auch schon erlebt - dass ein Judoka durch eine Technik aus dem Judo erfolgreich aus einer SV-Situation hervorgehen konnte.
Nur kommt es hier eben i.d.R. auf die Umstände des Einzelfalles und auch immer auf die Fähigkeiten des Angreifers an.
Ein Judoka, welcher sich noch niemals mit der Abwehr von Schlag- oder Trittangriffen beschäftigt hat,
wird es im Ernstfall in einige Schwierigkeiten geraten...
Daher bin ich der Meinung, es kommt nicht nur auf den Ausbilder, sondern immer auch auf das System an.
Viele Grüße,
Daniel (Slow-Fox)
Die Frage ist ja nur inwiefern kann man ne Hebeltechnik ansetzen ohne das das Gelenk bricht. Auf der Matte klopfen wir ab. aber nicht auf der Strasse da
gibt es kein Abklopfen. Da wird in Normalfall der Hebel durchgezogen und es macht Knack. Ist es nicht so , das der Angreifer stehen bleibt wenn ich ruckartig ein Kote Gaeshi machen. Auf der Matte falle ich mit den Hebel mit, es wird kontrolliert angesetzt .... aber auf der Strasse kommt doch der Hebel ruckartig und dann amchst halt knack. oder wie seht ihr es. Hebeltechniken könne die auch für andere Dinge sein ausser für Knack. gelenk futsch......
#19 GastBudoka1982_*
Geschrieben 19 April 2012 - 09:29 Uhr
Talmei sagte am 19 April 2012 - 09:25 Uhr:
Wenn ich mal Stress auf der Straße hatte, habe ich das immer mit Judo "sanft" gelöst. Obwohl ich auch schlagende und tretende Kampfsportarten gemacht habe kamen die nie zum Einsatz. Allerdings haben diese mir immer geholfen dem ersten Schlag oder Tritt auszuweichen, um dann mein Judo einsetzen zu können.
Ich würde im Sicherheitsdienst aber auf jeden Fall ein Stock- und Messersystem zum Judo dazu lernen.
Was verstehst du unter "Sanft" ??? Einige sprechen von Sanfte Techniken und harte Techniken. Welche sind sanft`???
#20
Geschrieben 19 April 2012 - 10:25 Uhr
Der Unterschied "im dôjô" vs. "auf der Straße" ist didaktisch m.E. nicht sinnvoll. Man wird "auf der Straße" nichts umsetzen können, was man vorher nicht geübt hat.
Zudem macht es aus meiner Sicht - wenn man denn im Ernstfall überhaupt in der Lage ist, solche feinsinnigen Entscheidungen praktisch umzusetzen - mehr Sinn, einen Angreifer mittels des Hebels zu kontrollieren und z.B. zu fixieren, als einen Hebel zum Zerstören von Gelenken einzusetzen.
be as free as nature.



