ich wollt mich hier mal kurz vorstellen, da ich keinen Regulären Vorstellungsthread gefunden habe.
Ich bin recht spät zum Kampfsport gekommen, so habe ich leider erst mit 18 meine Liebe zum Sport entdeckt und das auch nur durch Zufall. Ich war eigentlich immer einer der schwächsten aus unserer Schulklasse und damals hatten wir in der Lehrausbildung einen Wettbewerb (Stärkster Lehrling) welchen ich Überraschend gewann, ohne Vorbereitung. Das motivierte mich sehr und ich beschloß mich mit dem Thema Sport mehr auseinander zu setzen. Also wollte ich Gewichtheber werden, das war allerdings nur unter enormen Zeitaufwand möglich, so das ich diese Pläne schnell über Bord werfen musste. Zeitgleich machte bei uns im Ort (ich wohne in einem kleinen Dorf, ca. 6.000 Einwohner) eine Boxschule auf. Kurzerhand sattelte ich um, stieg mit 18 Jahren beim Boxen ein. Eigentlich machte mir das viel Spaß, ich kam auch gut zurecht, toller Trainer, es waren auch schon welche dabei die schon Erfahrung mit Boxen hatten (einer von uns war mal 7 Jahre auf der Sportschule gewesen).
Als dann die Wende kam, hat unser Trainer aufgehört und ist nach Wilhelmshaven gezogen und somit stand ich erstmal ohne was da. Ich hab dann versucht das noch etwas am Leben zu erhalten aber das ging nicht wirklich. Da es bei uns nichts weiter gab, hab ich erstmal versucht weiterhin zu Hause fleißig zu sein, was mir eigentlich auch recht gut gelang.
So richtig weiter ging es dann erst 1997, da kam ich an einen Verein in unserer Nachbarstadt, der war aber gerade im Umbruch und unser Trainer auf der Suche nach der bestmöglichen Kampfsportart. So konnte ich dort ins Kickboxen und später ins Thaiboxen hinein schnuppern, was auch alles recht angenehm war. Da unser Trainer sich vom Sport ernährte, ergab sich die Gelegenheit das er im Jahre 2000 einen eigen Dojo eröffnen konnte was schon immer sein Traum war. Er bot dann dort viele Kampfsportarten an und er fungierte nur noch als Inhaber und stellte wirklich gute Trainer zur Verfügung die auch meist richtig gut Erfahrung hatten. So lößte ich mich schnell vom Thaiboxen und kam zum Taekwondo, das wurde in von einer Frau trainiert die auch mal Vizeweltmeisterin war. Die ist dann allerdings nach Norwegen ausgewandert und ich landete dann beim Ninjutsu. Unser Trainer hatte damals schon den 5. Dan und ich muss ganz ehrlich sagen dass ich endlich mal das Gefühl hatte richtig zu sein. Ich habe mich dort so wohl Gefühl und war hoch motiviert, das hat einen Riesenspaß gemacht.
Leider konnte ich nur ein dreiviertel Jahr dort bleiben und hab es nur bis zum 9. Kyu geschafft, das Leben läuft manchmal anders als man denkt, so kam dann schnell Frau und Kinder dazu und ich konnte zeitlich es nicht mehr einrichten weiter zu machen. So musste ich eine Zwangspause einlegen von 2002 bis 2010. seit 2010 Trainiere ich zwar wieder, allerdings nur zu Hause, ich kann zeitlich und finanziell immer noch nicht die Mittel aufbringen in den Nachbarort zu fahren (dauert auch jedes Mal eine halbe Stunde) um dort weiter am Training teil zu nehmen. Dennoch versuche ich mehr schlecht als recht Ninjutsu zu trainieren. An viele Sachen kann ich mich erinnern, viele Sachen kann man belesen und auch wenn es blöd klingt, Youtube ist eine enorme Wissensquelle.
Ich weiß das ist kein Ersatz für ein richtiges Training, da es meine Möglichkeiten aber auch nicht anders zulassen, habe ich keine andere Wahl.
Nun bin ich hier und hoffe auf die ein, oder andere Frage eine Antwort bzw. Unterstützung zu erhalten. Ich hoffe ihr Verteufelt mich nicht, da ich nicht einem richtigen Verein angehöre aber meine Situation erlaubt es mir derzeit wirklich nicht und ich will lieber so etwas tun als die Zeit sinnlos verstreichen zu lassen.
vielen dank fürs lesen, ich hoffe es war nicht zu kurzweilig



