Hallo Kampfkunstfreunde,
ich habe von klein auf daheim einige Lektionen im Jiu - Jitsu bekommen (Vater hat ne Trainerlizenz) und auch einige Jahre Judo gemacht.
Daheim knn mir inzwischen nichts mehr beigebracht werden da mein Vater aus beruflichen Gründen so gut wie nie Zeit hat und natürlich auch nicht mehr der jüngste und nach einem Schlaganfall ist er auch körperlich nicht mehr besonders in Form sprich im großen und ganzen ist er nicht mehr besonders gut als Trainer geeignet.
Nun habe ich mir überlegt mit dem Ju Jutsu Training im Verein zu beginnen da es von dem Verein in dem ich Kendo trainiere ebenfalls angeboten wird.
Allerdings habe ich ein Handycap. Meine Kniescheiben sind fehlgebildet was dazu führte dass die linke Kniescheibe eines Tages so weit heraussprang dass unter anderem einige Nervenstränge schwer in mitleidenschaft gezogen wurden.
Schritte sind kein problem und auch der stabile Stand leidet nicht darunter doch beim fegen und sicheln gibt es schon starke Probleme.
Tritte mit links kann man vollends vergessen denn die Koordination fällt schwer und selbst mit vollem Kraftaufwand sind die Tritte mit links völlig kraftlos und bei einem Tritt auf ein Trainingspolster kaum zu hören.
Nach derzeitigem medizinischen Stand lässt sich daran nahezu nichts ändern.
Nun meine Frage, ist das reguläre Training und voranschreiten im Ju Jutsu so trotzdem möglich?
Ich würde schon eine höhere Graduierung und eine Trainerlizenz anstreben da ich das was ich gelernt habe gerne auch offiziell an andere weitergeben würde.
Ich bin sozial seh engagiert und würde meine Liebe zur Kampfkunst gerne miteinbeziehen indem ich ich ferner ferner Zukunft auch Selbstverteidigungskurse für Frauen und/oder Kinder anbieten kann.
Es wäre schade wenn das wegen eines blöden Knies nicht möglich sein sollte doch schon im Judo hat es mir bei Prüfungen das Leben schwer gemacht.
Vielen Dank im Vorraus für eure Antworten.
Liebe Grüße,
Serjoscha
Ju Jutsu trotz körperlicher Einschränkungen problemlos möglich?
Erstellt von serjoscha, Dez 19 2011 00:36 Uhr
6 Antworten in diesem Thema
#2
Geschrieben 19 Dezember 2011 - 11:06 Uhr
Hi Serjoscha
Generell würde ich sagen, das was du machen willst, dem steht eigentlich nichts im Weg.
Ich habe bei mir in der Gruppe auch Personen, die in irgendeiner Form nicht so können, wie sie wollen. Deswegen sage ich ihnen immer, euer Körper sagt, was du tun und lassen kannst.
Nur sollte dein Trainer das auch so sehn
Gruß Lupin der III
Generell würde ich sagen, das was du machen willst, dem steht eigentlich nichts im Weg.
Ich habe bei mir in der Gruppe auch Personen, die in irgendeiner Form nicht so können, wie sie wollen. Deswegen sage ich ihnen immer, euer Körper sagt, was du tun und lassen kannst.
Nur sollte dein Trainer das auch so sehn
Gruß Lupin der III
Bearbeitet von Lupin der III, 19 Dezember 2011 - 11:06 Uhr.
Lieber zwei Stunden nachdenken, als 20 Minuten umsonst arbeiten
Die Homepage des DJK Waldenrath
Man darf in der Demokratie eine Meinung haben, man muss nicht !!!
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#3
Geschrieben 19 Dezember 2011 - 11:19 Uhr
Hast du Probleme beim Sicheln oder gesichelt werden? Ich denke, dass es für die Ausübung des Sportes kein Problem darstellt, wenn man etwas eingeschränkt ist, aber wenn gewisse "Grundtechniken" nicht ausgeführt werden können, kann es schwer werden höhere Graduierungen zu erreichen. Ich kann mir vorstellen, dass beim Meistergrad/Trainerschein es problematisch wird, wenn diese Basics fehlen - kann mich auch irren. Im Zweifelsfall einfach mal an den Verband wenden.
Wir denken selten an das, was wir haben, aber immer an das, was uns fehlt. - Arthur Schopenhauer -
#4
Geschrieben 19 Dezember 2011 - 15:56 Uhr
Ich kann mit links nicht wirklich sicheln.
Im großen und ganzen geht es irgendwie aber es ist eben sehr unbeholfen.
Mit rechts funktioniert es mehr als einwandfrei mit ausnahme von sicheln und fegen mit links war ich damals der beste werfer in meiner Judogruppe.
Interessant wäre ob der Verband da ein Auge zudrücken kann.
Beim Trainer mache ich mir da weniger Sorgen.
Im großen und ganzen geht es irgendwie aber es ist eben sehr unbeholfen.
Mit rechts funktioniert es mehr als einwandfrei mit ausnahme von sicheln und fegen mit links war ich damals der beste werfer in meiner Judogruppe.
Interessant wäre ob der Verband da ein Auge zudrücken kann.
Beim Trainer mache ich mir da weniger Sorgen.
#5
Geschrieben 19 Dezember 2011 - 22:08 Uhr
Moin Serjoscha,
meiner Erfahrung nach ist es grade im Ju Jutsu (nach dem Deutschen Ju-Jutsu Verband) möglich mit Einschränkungen weit zu kommen, da die Technikbreite sehr groß ist und daher die Möglichkeit besteht, seinem körperlichen Fähigkeiten nach Schwerpunkte zu setzen, wenn man eine Gruppe findet die das Möglich macht bzw. einen Trainer der dir da hilft und sich nicht sperrt.
Jetzt ist es natürlich die Frage was du willst.
Willst du Wettkampf betreiben, dann könnten deine Einschränkungen Probleme bedeuten bzw. dass du dein Kampfverhalten darauf ausrichten musst im Rahmen der Regeln. Wie weit du damit kommen kannst müsste man sehen.
Ähnlich sieht es für die SV aus, auch hier Anpassung, wobei hier die Wahl des Vorgehens und der Technikwahl nicht durch Regeln eingeschränkt wird (mir Ausnahme der geltenden Gesetze). Auf Prüfungen solltest du keine Probleme damit haben, da du soweit ich das verstanden habe, die Techniken zumindest auch einer Seite kannst. Zudem kannst du im Zweifelsfall ein Artest vom Arzt vorlegen, der dir die Einschränkung bestätigt.
Dann dürften dir deswegen keine Steine in den Weg gelegt werden.
Willst du es nur für dich machen ohne Anspruch auf Wettkampferfolg, Prüfungserfolg ("...ich brauch noch nen Dan-Grad") oder den Anspruch dich schnell Wehrfähig zu machen, dann solltest du gucken ob es dir Spaß bringt und es einfach genießen.
Gruß Nissen
meiner Erfahrung nach ist es grade im Ju Jutsu (nach dem Deutschen Ju-Jutsu Verband) möglich mit Einschränkungen weit zu kommen, da die Technikbreite sehr groß ist und daher die Möglichkeit besteht, seinem körperlichen Fähigkeiten nach Schwerpunkte zu setzen, wenn man eine Gruppe findet die das Möglich macht bzw. einen Trainer der dir da hilft und sich nicht sperrt.
Jetzt ist es natürlich die Frage was du willst.
Willst du Wettkampf betreiben, dann könnten deine Einschränkungen Probleme bedeuten bzw. dass du dein Kampfverhalten darauf ausrichten musst im Rahmen der Regeln. Wie weit du damit kommen kannst müsste man sehen.
Ähnlich sieht es für die SV aus, auch hier Anpassung, wobei hier die Wahl des Vorgehens und der Technikwahl nicht durch Regeln eingeschränkt wird (mir Ausnahme der geltenden Gesetze). Auf Prüfungen solltest du keine Probleme damit haben, da du soweit ich das verstanden habe, die Techniken zumindest auch einer Seite kannst. Zudem kannst du im Zweifelsfall ein Artest vom Arzt vorlegen, der dir die Einschränkung bestätigt.
Dann dürften dir deswegen keine Steine in den Weg gelegt werden.
Willst du es nur für dich machen ohne Anspruch auf Wettkampferfolg, Prüfungserfolg ("...ich brauch noch nen Dan-Grad") oder den Anspruch dich schnell Wehrfähig zu machen, dann solltest du gucken ob es dir Spaß bringt und es einfach genießen.
Gruß Nissen
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Wer rastet der Rostet, wer Rostet ist Schrott
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#6
Geschrieben 21 Dezember 2011 - 08:48 Uhr
ich habe noch nicht erlebt, dass eine grosse aussensichel mit linx verlangt wurde. messer- und stockangriffe ja, aber keine sicheln (oder anderen würfe). diese dürfen in den prüfungen immer mit der schokoladenseite abgelegt werden.
somit sollte kein problem entstehen
.
somit sollte kein problem entstehen
#7
Geschrieben 21 Dezember 2011 - 10:08 Uhr
big X sagte am 21 Dezember 2011 - 08:48 Uhr:
ich habe noch nicht erlebt, dass eine grosse aussensichel mit linx verlangt wurde. messer- und stockangriffe ja, aber keine sicheln (oder anderen würfe). diese dürfen in den prüfungen immer mit der schokoladenseite abgelegt werden.
somit sollte kein problem entstehen
.
somit sollte kein problem entstehen
dass bei dan-prüfungen links abgefragt wurde, habe ich schon erlebt
aber auf körperliche einschränkungen nimmt man da sicher rücksicht. ich hatte es auch erst so verstanden, dass die sicheln gar nicht gehen, weder links, noch rechts.
Wir denken selten an das, was wir haben, aber immer an das, was uns fehlt. - Arthur Schopenhauer -



