Zum Inhalt wechseln


- - - - -

Fluktuation der Trainierenden im Dojo-wie verhindern?


82 Antworten in diesem Thema

#81 wildwater

    Stammgast

  • Members
  • 543 Beiträge
  • Geschlecht:männlich
  • Wohnort:Erde

  • Kampfkunst:
    Das Leben, Handtuchkampf, BBT
Offline

Geschrieben 11 Januar 2012 - 13:20 Uhr

@cat

Zitat

Aber: Wie soll diese Selbstreflexion erfolgen?

Nachdenken, über den Tellerrand schauen, den Geist offen halten, selber noch aktiv trainieren und sich mit seinen Schülern auf Augenhöhe unterhalten und Kritik einfordern.

Zitat

Wieviel kann (und will) ich als Lehrender an meiner Unterrichtsmethodik überhaupt ändern?

Rein theoretisch kann man alles ändern, dazu muss man a.) natürlich dne Willen haben und b.) nicht wirtschaftlich von seiner KK abhängig sein.

Zitat

Und letztlich: Welche Vorteile bringen mir Änderungen?

Die Frage kann man so pauschal nicht beantworten, dazu müßtets du die Frage explizit definieren.

Zitat

Was könnten die "gewollten" und "ungewollten" Schüler sein?

So wie ich das sehe:

Gewollte Schüler = Menschen die sich für die KK interessieren, die einen offenen Geist haben und Respektvoll mit einander umgehen

Ungewollte Schüler = Menschen die aktiv das Training sabotieren, Fundamentalisten aller Art usw

Zitat

Ist das gleich festgelegt oder könnte sich sowas entwickeln?

Das hängt imho davon ab wie genau man das Thema für sich definiert, bei meiner weit gefassten Definition sehe ich erst mal lange Zeit keinen Grund für eine Änderung.

Zitat

Und wie kann (und sollte) ein Trainer hier Gruppendynamisch wirken, damit z.B. Mobbingsituationen nicht entstehen (oder ist das vielleicht sogar manchmal gewollt)?

Mobbing ist in keiner Situation sinnvoll und warum sollte es gewollt sein ?

So wie ich das sehe sollte ein Lehrer durch seine Art und Handlungen ein offenes, tollerantes, respektvolles Klima schaffen.
Und so einen Rahmen schaffen in dem sich alle die lernwillig sind und sich in die Gruppe integrieren wollen, im Rahmen ihrer Möglichkeiten, positiv entwicklen können.

Wenn es an der Gruppendynamik klemmt sollte man das offen und ehrlich mit allen besprechen und rausfinden wo der Hund begraben ist.

Das bedeutet im Umkehrschluss aber nicht das das ganze ein hypertolerantes KuschelCommando ist und klare Grenzen und Konsequenzen fehlen.
Wenn ich Trainer/Chef/AlphaTier/what ever bin dann muss ich halt auch bereit sein die Freiheit/Toleranz zu verteidigen, sprich wenn z.b. ein oder mehrere Schüler Intrigen spinnen und mobben, dann spreche ich das an und ziehe klare Grenzen.
"Freiheit ist das Recht, anderen zu sagen, was sie nicht hören wollen." (George Orwell)

"Beleidigungen sind die Argumente derer, die unrecht haben." J.Rousseau

#82 faehrmeista

    Neu im Forum

  • Members
  • 6 Beiträge
  • Geschlecht:männlich

  • Kampfkunst:
    BBT
Offline

Geschrieben 15 Januar 2012 - 15:25 Uhr

Ich glaube das jede KK, jeder Lehrer, jedes Dojo
ob bewußt formuliert oder zum selbst herausfinden - eine Zielgruppe, ein Profil, ein Corporate Identity hat.

Ich bin grade am überlegen welche Patterns und Features mein Dojo, und ein anderes bei dem ich regelmäßig zu Gast bin, jeweils auszeichnen.
Wie würde es bei euch aussehen wenn ihr euer Dojo aussagekräftig mit wenig Worten beschreiben wollt ?
z.B.
familiär, eingeschworen, leistungsorientiert, stiloffen, etc.
oder auf einzelne Punkte bezogen, ist das Aufwärmtraining
eher sportlich auf Kondition ausgelegt, liegt der Schwerpunkt auf Stretching für Beweglichkeit, Körperspannung, usw.
Ettikette wichtig / weniger wichtig und is das halt so oder hat man sich was dabei gedacht :-)

#83 Terao

    Stammgast

  • Members
  • 4.301 Beiträge
  • Interests:Militärgeschichte; psychologische, historische und soziologische Aspekte von Kampfkunst und -sport

  • Kampfkunst:
    Kendo
Offline

Geschrieben 15 Januar 2012 - 15:49 Uhr

Zitat

Ich bin grade am überlegen welche Patterns und Features mein Dojo, und ein anderes bei dem ich regelmäßig zu Gast bin, jeweils auszeichnen.
Wie würde es bei euch aussehen wenn ihr euer Dojo aussagekräftig mit wenig Worten beschreiben wollt ?
Interessanter Ansatz. Auch wenn ich den Begriff der "corporate identity" nicht mag (in der Wirtschaft ist das eher was Aufgesetztes, also eher, wie man gerne wirken würde), so ist mir doch schon des öfteren aufgefallen, wie himmelweit sich Art des Umgangs vor, während und nach dem Training und Art des Trainierens von uns und bspw. den Gruppen, die vor und nach uns dran sind, unterscheiden. Man könnte auch von "Dojo-Kultur" sprechen, die sich auch zwischen KKs, aber eben auch zwischen Gruppen derselben KK stark unterscheiden kann. Und ein "besser" oder "schlechter" gibts da eh nicht: Alles geht eben nicht gleichzeitig. Und jeder zieht da was Anderes vor.

Bloß schwer, das zu charakterisieren, wenn man keine umfangreichen Vergleichsmöglichkeiten hat.