Das ist halt was ich wissen möchte. Ist es nur so ein Kyusho Ding oder machen es vielleicht ja doch alle/einige.
Mir ist zum Beispiel aufgefallen, das unsere Grundschule auf dieser Art zu arbeiten ausgelegt ist. Was bisher nur fehlte war eine vernünftige Erklärung warum genau so und nicht anders.
Es gab und gibt immer mal gute Erklärungen aber ab einem bestimmten Level reichten mir diese Erklärungen nicht mehr aus.
Über die praktische Anwendbarkeit möchte ich nicht streiten müssen, da hat halt jeder seine eigenen Erfahrungen. Mir ging oder geht es hier einfach nur darum mal zu erfahren wie das in anderen Künsten so gehandhabt wird, das mit den Winkeln im Ziel.
Arbeitet ihr mit Winkeln in den Techniken?
Erstellt von mad, Jan 04 2012 09:30 Uhr
27 Antworten in diesem Thema
#22
Geschrieben 05 Januar 2012 - 12:14 Uhr
zu winkeln fällt mir aus dem aikido z.b. kirikaeshi ein, bei dem man im 90° winkel rausgehen kann. eigentlich ist es aber von oben gesehen mehr ein U, weil ja noch aufnahme und abgabe hinzukommen. - habe neulich eigens um das herauszuarbeiten meine schüler mit den rücken an die wand gestellt...
tja und dann noch der beliebte shihonage. bei diesem vier-seiten-wurf sinds eigentlich 360°. wenn mans ganz ausführlich macht sogar für beide, also uke und nage.
an sonsten gilt im ki-aikido oft die devise eine bewegung gemeinsam zu machen. das bedeutet dann meist, dass die arme aneinanderliegen, also 0° bilden.
vielleicht wäre noch das schwert zu erwähnen, bei dem ein hacken im 90° winkel schon ein bisschen gefährlich fürs schwert selber sein kann. es schneidet jedenfalls besser, wenn man es mehr zieht.
tja und dann noch der beliebte shihonage. bei diesem vier-seiten-wurf sinds eigentlich 360°. wenn mans ganz ausführlich macht sogar für beide, also uke und nage.
an sonsten gilt im ki-aikido oft die devise eine bewegung gemeinsam zu machen. das bedeutet dann meist, dass die arme aneinanderliegen, also 0° bilden.
vielleicht wäre noch das schwert zu erwähnen, bei dem ein hacken im 90° winkel schon ein bisschen gefährlich fürs schwert selber sein kann. es schneidet jedenfalls besser, wenn man es mehr zieht.
sei still
#23
Geschrieben 05 Januar 2012 - 12:41 Uhr
ich halt´s wie tyrdal: auftreffwinkel 90° zur oberfläche.
anzustreben vom angreifer sind die 90°, da so normalerweise die optimale kraftübertragung stattfinden kann. es gibt ausnahmen, die anatomisch bedingt sind (z.b. uppercut zum herzen, kyushu-punkt hinter dem ohr, ...). günstig für den verteidiger ist es diese 90° zu verhindern (dann keine volle kraftübertragung, evlt "rutscht" hand oder fuss ab).
anzustreben vom angreifer sind die 90°, da so normalerweise die optimale kraftübertragung stattfinden kann. es gibt ausnahmen, die anatomisch bedingt sind (z.b. uppercut zum herzen, kyushu-punkt hinter dem ohr, ...). günstig für den verteidiger ist es diese 90° zu verhindern (dann keine volle kraftübertragung, evlt "rutscht" hand oder fuss ab).
#24
Geschrieben 06 Januar 2012 - 01:57 Uhr
Mir fällt auch spontan eine spezielle SV-Technik ein, die ich aus dem Kung Fu, wie auch aus dem Jiu kenne:
Gegner greift mit dem Stock von oben an, man geht etwa 45% grad raus neben den Gegner, nimmt die Kraft aus der Bewegung mit und zielt mit der Faust in die Kurzrippe. Und geht in weitere Techniken über.
Gegner greift mit dem Stock von oben an, man geht etwa 45% grad raus neben den Gegner, nimmt die Kraft aus der Bewegung mit und zielt mit der Faust in die Kurzrippe. Und geht in weitere Techniken über.
-Das Läbe isch e Emergency Room-
>>Siehst du denn Horizont?
Direkt überm Boden fängt der Himmel an.
Und wär' ich dort,
dann würd' ich wetten,
dass ich ihn erreichen kann.
Doch hier, hat es den Anschein, bin ich dafür zu klein.<<
-Thomas D.-
>>Siehst du denn Horizont?
Direkt überm Boden fängt der Himmel an.
Und wär' ich dort,
dann würd' ich wetten,
dass ich ihn erreichen kann.
Doch hier, hat es den Anschein, bin ich dafür zu klein.<<
-Thomas D.-
#26
Geschrieben 06 Januar 2012 - 20:29 Uhr
ten-chi sagte am 05 Januar 2012 - 09:24 Uhr:
mad sagte am 05 Januar 2012 - 07:54 Uhr:
Nein, ich meine ob eure Faust z.B. immer stehend oder liegend im Ziel einschlägt, ob ein "gerader Schlag" immer parallell zum Boden einschlägt, usw. oder ob es da Winkelabänderungen gibt und wenn ja, warum?
Na ja, ein gerader Schlag sollte doch möglichst "gerade" sein, ein Haken kommt von unten oder von der Seite, eine Hammerfaust kommt von oben, u.s.w.
Jede Schlagtechnik ist doch durch einen bestimmten Winkel definiert damit die maximale Wirkung entfaltet werden kann, warum sollte man die Technik ändern, das hat doch keinen Sinn?
Das könne wir ja beim KKF Treffen mal versuchen zu erarbeiten.
www.jacobi-selbstverteidigung.de
www.kyusho-training.de
Musst Du wackeln mit dee Hufte.
Lerne zu kämpfen um nicht kämpfen zu müssen!
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#27
Geschrieben 07 Januar 2012 - 11:48 Uhr
ingolf sagte am 05 Januar 2012 - 12:14 Uhr:
tja und dann noch der beliebte shihonage. bei diesem vier-seiten-wurf sinds eigentlich 360°. wenn mans ganz ausführlich macht sogar für beide, also uke und nage.
Shi-ho-nage heißt ja deshalb Shi-ho-nage, weil jeder Winkel möglich ist. Aus 4 Richtungen werden 8, und aus 8 wird unendlich. Je nach Erfordernis der Situation wird man die passende Wurfrichtung bestimmen.
Wenn man Formen übt, kann man sich auf festgelegte Winkel einigen, aber in der freien Anwendung oder im Randori sieht es anders aus,
#28
Geschrieben 07 Januar 2012 - 15:09 Uhr
Zitat
...aber in der freien Anwendung oder im Randori sieht es anders aus,
ein vorteil hat der 90° winkel allerdings: er ist allgegenwärtig und so einprägsam. - jedoch: ich hab mal von einem volk in afrika gehört (es war damals in der schule in geographie), bei dem es kein wort für "geradeaus" gibt. wenn sie sowas in diese richtung beschreiben möchten, sagen sie sinngemäss "dahin, wo der schmetterling fliegt". eigentlich herrlich. es ist ein bisschen wie mit wolken oder winkeln.
sei still



