Terao sagte am 10 Januar 2012 - 19:50 Uhr:
Zitat
Bei Den's Video gibt die gewohnheitsmäßige Druckstärke in der ND den Ausschlag. Der Karateka kennt nur Spielkaraterandori, kein Kontakt-Sparring. Pointfighting-Anfänger vs. durchlaufenden Leichtkontakt-Freizeitsportler sozusagen.
Ehrlich gesagt, das hat mich ein wenig geschockt. Wenn die Beschreibung stimmt, ist der Karatemann ja kein Anfänger. Und der zeigt ja wirklich überhaupt gar nichts, bis auf zwei merkwürdige Versuche, über die Deckung hinweg zu schlagen. Dagegen sind die Jungs in meinem Video, obwohl offenbar ziemliche Neulinge, in puncto Kampfgeist, Technik, Kampfgestaltung, Reflexen ja wahre Tiere. Ist der Unterschied zwischen Leichtkontakt-Kumite und Vollkontakt (oder auch nur zwischen Pointfighting und Leichtkontakt) wirklich derart enorm? Oder sind die "7 years of kumite karate" arg poetisch übertrieben?
Wahrscheinlich eher ein Fake.
Ich meinte, er ist evtl.Anfänger in einem Verein, wo nach Sportkaratinspiration gesparrt wird.
Aber er bewegt sich überhaupt nicht, wie ein erfahrener Kumite-Wettkämpfer.
Die haben ein ganz anderes Distanz- und Winkelgefühl.
Äh, die haben halt eins.
Und schon auch Druck.
Der hier kann gar nicht kämpfen.
Ich glaub nicht, dass der KB in Deinem Video ein Neuling ist. Oder auch nur KB macht.
Leichtkontakt nennt man es meist, wenn es schon ganz schön auf die Fresse gibt und fürs Punkten nicht unterbrochen wird.
Ich glaub, das machen Deine Jungs.
Der KB läßt nämlich vage Zurückhaltungsmomente erkennen.
Sportkarate ist im sogenannten Nichtkontakt.
Da kannst Du Dir auch die Nase brechen und schon als Kind ne Gehirnerschütterung einfahren.
Aber mit Glück kriegst Du dann den Punkt.
Oder wirst Weltmeister, weil der andere Dich im Finalkampf ausknockt und sofort disqulifiziert wird. Live in München gesehen.
Es wird halt gestoppt, wenn eine starke, schnelle Technik gewertet wird.
Wer zuerst trifft, oder "schöner", kriegt den Punkt.
Die Leute sind extrem schnell und Distanzerfahren, aber die Deckung leidet durch Anlocken und AUA-Schwalbenmöglichkeit.
Machida kämpft wirklich noch, wie ein ergänzter Sportkarateka.
Bei meinen eigenen Vergleichen konnten WCler eher durchziehen, weil ihre Techniken eh kürzer und "harmloser" sind. Aua, aua.
Ich kam von länger und härter, wenn ich den Leichtkontaktbegriff ausdehnte - aber mußte eben auch erst wieder vom Punktemarkieren abrücken.
Super ist, dass der Kopf immer gerade hinter dem Arm steht, so lange sie schulmäßig bleiben.
Da macht Mitschlagen bei Seitneigung Freude.
Dein KBler crosst einfach mal mit minimalwinkeln und nutzt so diese Schwäche.
Darum find ich es legitim, wenn es nicht nach WT aussieht.
Ist ja nur das Startkonzept. Auch wenn es anders vermarktet wird.
Mitschlagen von Langarm Jones hat ja auch Machida geknackt - wir Karateka sind nämlich auch oft schnurgerade am Armende zu finden...
Bearbeitet von Kenkon, 11 Januar 2012 - 17:25 Uhr.
Mal verliert man, mal gewinnt der Andere.