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Wieder Einsteigen, aber was?


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6 Antworten in diesem Thema

#1 Breitmaulfrosch

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Geschrieben 11 Januar 2012 - 21:03 Uhr

Hallo miteinander :D
Ich war gerade froh, als ich dieses Forum entdeckt habe. Ich glaube ihr könnt mir am besten meine Fragen beantworten.
Es ist so, ich bin nun 17 Jahre jung, aus Luzern und weiblich. Eigentlich suche ich eine neue Kampfsportart die ich betreiben kann :)
Vorerst will ich mal erzählen wie meine bisherige "Karriere" war:

Begonnen habe ich mit Kampfsport im Alter von 5 Jahren, dazumals Shotokan-Karate(Schwerpunkt Kumite).
Das übte ich auch aus bis ich 13 war. Ich hatte in dem Alter ein Sportpensum inkl Schulsport von 7-8h. Da ich verletzliche Gelenke habe, da diese zu beweglich sind. Das, und der Leistdungsdruck brachten mich dann dazu mit dem Karate aufzuhören. Ich hatte auch gar keine Lust mehr, ich wollte nach 8 Jahren einfach mal in ruhe sein können. Im ersten Jahr war ich sehr froh diesen Druck nicht mehr verspüren zu müssen :).
Seit dem wurde ich leider sehr faul. Ich mache mittlerweile nur noch den regulären Schulsport :/ und der ist auch nicht intensiv. Nach 4 Jahren Kampfsport los zu sein merke ich wie sehr es mir selber und meinem Körper fehlt. Mittlerweile kann ich meine Wut und ausschreitungen kontrollieren :), aber nach dem Abbruch kam eine lange Zeit in dem ich mit der übermässigen Energie nicht klar kam :/. Noch dazu fehlt mir ein wenig die Mentalität, ich war viel harter im nehmen und mittlerweile bin ich wirklich verweichlicht. Meine Gelenke beschweren sich über die mangelnden Muskeln, sodass diese nochmehr "aus der Form" gleiten.
Das Selbstvertrauen, das ich zu der Zeit hatte aufgrund meiner Muskeln ist seitdem auch nicht mehr da. :/

Zurück zum Karate möchte ich nicht. Mein damaliger Trainer war eine Vaterfigur für mich und ich könnte mir nicht vorstellen diesen Sport bei jemanden anderen ausführen zu können. Vor allem habe ich Angst jemand aus dem alten Dojo zu treffen oder gar ihn. Noch dazu würde mein Stolz es nicht über Herz bringen zu sehen wie schwach und schlecht ich mittlerweile bin.
Ich suche ich einen Sport der mich in flexibilität so fordert, aber auch im Muskelaufbau. Ich muss keine sichtlichen Muskeln haben, aber ich will wieder Kraft haben. Im idealfall soll es dieses mal einen Kampfsport sein in der Selbstverteidigung ein Aspekt ist, da ich ungern von anderen Menschen abhängig bin. Von der Mentalität her sagt mir vor allem wieder die Disziplin, Ruhe und der Respekt zu.
Ich will auf keinen Fall an Turnieren teilnehmen, es geht mir wirklich drum es für mich selber zu tun. Habe aber schon vor so 3h Training zu haben pro Woche. :)

Ich habe mir überlegt mit dem Kickboxen anzufangen. Doch da kam mir wiederum die Frage ob ich mit dem Thai oder dem "normalen" Beginnen sollte. Ich konnte darüber nur in erfahrung bringen, dass es gefährlicher ist für die Knochen...

Nunja.. ich wär sehr froh wenn ich Anregungen oder Vorschläge bekommen würde :) Im idealfall natürlich Erfahrungsberichte aus Luzern.
ich danke jetzt schon für die Vorschläge :)

#2 ingolf

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Geschrieben 11 Januar 2012 - 22:40 Uhr

so wie es sich anhört, klint es fast ein bisschen, als wenn du deine hörner abgestossen hast. - dann bist du möglicherweise reif für aikido ^_^ . du glaubst gar nicht wie muskelaufbauend und gleichzeitig gelenkschondend das sein kann. - gibts übrigens auch in luzern. nach angaben auf der webseite allerdings nur zwei mal die woche. - da wäre dann also je nach temprament noch ein bisschen zeit für einen ausgleichssport. - hab mal gehört, dass rudern gut sein soll. (ich selbst rudere allerdings seit ich mit aikido angefangen habe nicht mehr, höchstens bei funakogi waza)

tingel doch einfach mal durch die dojos und schau, was dir spass macht und wo es am besten riecht. :blink:

Bearbeitet von ingolf, 11 Januar 2012 - 22:44 Uhr.

sei still

#3 Terao

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Geschrieben 12 Januar 2012 - 09:51 Uhr

Zitat

tingel doch einfach mal durch die dojos und schau, was dir spass macht und wo es am besten riecht.
Das ist der beste Tip von allen. Zumal Du offenbar noch nicht so konkrete Vorstellungen hast, in welche Richtung es gehen soll. Mitunter entdeckt man Sachen für sich, an die man zuvor nie gedacht hätte. DfnSake hier im Forum etwa wollte erst zum Krav Maga und ist dann bei etwas völlig Anderem (Shinkendo nach Obata) gelandet, und offenbar sehr zufrieden damit. Ein paar Muskeln gibts (fast) überall frei Haus. Wenn auch m.E.n. am besten und ausgewogensten bei div. "Ringerstilen" (Ringen, Judo, Sambo etc.).

Ich würde an Deiner Stelle aber auch ne Rückkehr ins Karate nicht völlig ausschließen. Dein damaliger Trainer wird die typische "Null-Bock-Phase", die viele zwischen 14 und 16 haben, kennen und sich eher freuen, dass Du wieder zurück bist. Und wenn Du engagiert dabeibleibst, solltest Du da auch bald an Deine verschütteten Skills anknüpfen und diese übertreffen können.


Und wenn Geruch das Kriterium ist, wird`s schon mal nicht Kendo... :P

Bearbeitet von Terao, 12 Januar 2012 - 09:53 Uhr.


#4 Breitmaulfrosch

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Geschrieben 12 Januar 2012 - 21:24 Uhr

Zitat

DfnSake hier im Forum etwa wollte erst zum Krav Maga und ist dann bei etwas völlig Anderem (Shinkendo nach Obata) gelandet, und offenbar sehr zufrieden damit. Ein paar Muskeln gibts (fast) überall frei Haus. Wenn auch m.E.n. am besten und ausgewogensten bei div. "Ringerstilen" (Ringen, Judo, Sambo etc.).

Was ist den Shinkendo nach Obata? Und Sambo? :o

Zitat

Ich würde an Deiner Stelle aber auch ne Rückkehr ins Karate nicht völlig ausschließen. Dein damaliger Trainer wird die typische "Null-Bock-Phase", die viele zwischen 14 und 16 haben, kennen und sich eher freuen, dass Du wieder zurück bist. Und wenn Du engagiert dabeibleibst, solltest Du da auch bald an Deine verschütteten Skills anknüpfen und diese übertreffen können.

Danke für das positive zusprechen :). Trotzdem ist es momentan noch ausgeschlossen, nunmal auch weil ich in 1-2 Jahre umziehen werde und dann nicht über 1h ins Dojo fahren möchte. Abgesehen davon habe ich langsam den Eindruck gewonnen, dass es viele schlechte und unseriöse Dojos gibt. Ich kenne ein sehr belibtes, bei dem der Meister selbst erst 6 Jahre erfahrungen hat...

#5 Terao

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Geschrieben 13 Januar 2012 - 11:19 Uhr

Zitat

Was ist den Shinkendo nach Obata? Und Sambo?
Da siehste mal, was es noch so alles zu entdecken gibt :)

Kleines Tutorial: Gib einfach mal beide KK-Namen jeweils einmal in Google, einmal in die Wikipedia und einmal bei Youtube ein. Dann hast Du zumindest schon mal ne grundlegende Vorstellung, in was für ne Richtung die jeweilige KK geht, und wie das so aussieht. Und wenn dann noch Fragen bleiben, stellst Du die hier im entsprechenden Subforum.

Wenn Du sowieso bald umziehen willst, würde ich mir nichts ZU Exotisches suchen, sondern eher was, das man in den meisten größeren Städten findet.



Schlechte Schulen sind eines der häufigsten Themen hier im Forum. Drum geht auch kein Weg an persönlichem Anschauen, Mitmachen und Ausprobieren vorbei. Es bringt nichts, wenn die Kampfkunst zwar genau Dein Ding, der einzige erreichbare Verein aber ein Reinfall ist.

Bearbeitet von Terao, 13 Januar 2012 - 11:25 Uhr.


#6 Lando

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Geschrieben 13 Januar 2012 - 15:18 Uhr

Es kommen ja eh' nur Vereine in Frage, die du realistisch erreichen kannst. Was bringt es, wenn hier jemand Hansan-Bo vorschlägt und es wird bei dir nirgends angeboten.
Denke es kommen (je nach Wohnlage) ohnehin nur 3-4 Vereine in Frage. Meist geht man dann da hin, wo man sich menschlich am wohlsten fühlt. Google war ein guter Tipp.
Ansonsten mal bei den -mittlerweile wie Pilze aus dem Boden sprießenden- Fitnessstudios anfragen. Dort werden oft auch Kampfsportarten angeboten.
Eventuell bietet es sich an dort parallel Kraftsport zu betreiben.

#7 serjoscha

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Geschrieben 20 Januar 2012 - 02:07 Uhr

Also ich würde dir normalerweise Aikido oder Kendo nahelegen da du da sehr viel von der gewünschten Mentalität findest die im Kickboxen ehe fehlt (ist einfach keine japanische Kampfkunst und hat daher auch eine etwas andere Mentalität).
Da ich auch Probleme mit den Gelenken, vorallem den Knien, habe würde ich dir neben dem kampfsport zumindest noch ein Aufbautraining nahelegen um deine Gelenke zu stützen und mit dem neuen Sport nicht zu überfordern.

Doch nochmal zum Sport selbst. Wie du sicher weist schult der Kampfsport nicht nur den Körper sondern auch den Geist. Dazu gehört auch Demut und Stolz ist dementsprechend hinderlich. Selbstvertrauen ist eine Stärke, Stolz eine Schwäche. Um diesen nutzlosen Stolz abzulegen und aufrecht zu dir selbst zu stehen wäre es tatsächlich das beste zum alten Dojo zurückzukehren, den alten Mitgliedern in die Augen zu sehen und zu akzeptieren dass du nicht ganz so gut bist wie früher. Und dann trainierst du eben bis du noch besser bist. Ein guter Sensei wird dich auch nach jahren mit offenen armen empfangen und im Dojo wird dich niemand komisch ansehen.