Anatomie in der Kampfkunst
#1
Geschrieben 16 Januar 2012 - 19:44 Uhr
Aber beschäftigen sich die Lehrer auch mit Anatomie, wissen sie, welche Auswirkungen die eine oder andere Technik auf die Organe hat, was nach einem Treffer passiert, oder übernehmen sie alles ungefragt und geben es weiter?
Trefferpunkte wie Leber, Milz, Solarplexus, kurze Rippen.......was bewirken Treffer, bzw. was kann ich mit der Technik anrichten?
Wird das im Unterricht durchgesprochen?
Wenn Krieg die Antwort ist, stellen wir die falschen Fragen
#4
Geschrieben 16 Januar 2012 - 20:59 Uhr
Zitat
Fairerweise muss man aber auch sagen, dass es bei manchen Sachen mangels Möglichkeit, das jemals auszuprobieren, schwierig ist, da an gute Informationen heranzukommen. Wer drückt schon regelmäßig Schweineaugen aus oder zertritt Knie?
Und bei Waffen (speziell stumpfen, die nicht so drastisch sichtbare Wirkungen hervorrufen) wird`s noch viel schwieriger.
Die medizinische Fachliteratur hat da meiner Erfahrung nach auch eher "kann... unter bestimmten Umständen..."-Aussagen zu bieten.
#5
Geschrieben 16 Januar 2012 - 21:24 Uhr
Dem kann ich uneingeschränkt zustimmen. Ein paar wenige tun es, sind aber leider viel zu wenige.
www.kyusho-training.de
Musst Du wackeln mit dee Hufte.
Lerne zu kämpfen um nicht kämpfen zu müssen!
#8
Geschrieben 17 Januar 2012 - 09:59 Uhr
Was nützt es, wenn ich weiß, wie ich schlagen muss aber nicht weiß, was mein Schlag anrichtet.
Und da diese Kenntnisse auch hilfreich sind, wenn Verletzungen beim Training etc. entstanden sind, ist dies für mich eine Grundvorraussetzung für den eigenständigen Unterricht.
Drax
#10
Geschrieben 17 Januar 2012 - 10:48 Uhr
gibt es Sinn, wenn sich Spezialisten aus dem Forum vielleicht finden und im "Medi-Forum" einen Thread zusammen stellen, der sich mit genau dem Thema befasst?
Der Aufbau könnte dann sein:
- Angegriffenes Ziel
- Auswirkung des Angriffes
- Eventuelle Schäden kurzfristig
- Eventuelle Schäde langfristig
- Erste Hilfe bei dieser Verletzung
Viele Grüße
Mac
Wie soll ich wissen was ich denke, bevor ich lese was ich schrieb?
Ich wollte mich eigentlich geistig mit Dir duellieren, doch ich sehe Du bist unbewaffnet.
#11
Geschrieben 17 Januar 2012 - 12:36 Uhr
#12
Geschrieben 17 Januar 2012 - 13:07 Uhr
Mac sagte am 17 Januar 2012 - 10:48 Uhr:
gibt es Sinn, wenn sich Spezialisten aus dem Forum vielleicht finden und im "Medi-Forum" einen Thread zusammen stellen, der sich mit genau dem Thema befasst?
Der Aufbau könnte dann sein:
- Angegriffenes Ziel
- Auswirkung des Angriffes
- Eventuelle Schäden kurzfristig
- Eventuelle Schäde langfristig
- Erste Hilfe bei dieser Verletzung
Viele Grüße
Mac
Da wäre ich dagegen.
Wer weiß wer mit liest. Sowas sollte in der Verantwortung der Trainer/Lehrer sein und bleiben, die Leute auch dazu zu animieren sich damit auseinander zu setzen.
www.kyusho-training.de
Musst Du wackeln mit dee Hufte.
Lerne zu kämpfen um nicht kämpfen zu müssen!
#13
Geschrieben 17 Januar 2012 - 13:15 Uhr
Zitat
Wer weiß wer mit liest. Sowas sollte in der Verantwortung der Trainer/Lehrer sein und bleiben, die Leute auch dazu zu animieren sich damit auseinander zu setzen.
Zitat
#14
Geschrieben 17 Januar 2012 - 13:46 Uhr
Es geht mir darum, leuten die man in seinem Training raus werfen würde, nicht hier ein Anleitung zu geben, wie sie ihre Mitschüler oder andere U-Bahnfahrgäste usw. noch schneller und gefährlicher Verletzen können.
Was die Kaufvideos anbelangt, wirst du mit denen wenig bis keinen effekt hin bekommen wenn dir entsprechendes Schlüsselwissen fehlt. Es wird in den Videos auch immer schön auf die gefährlichkeiten verschiedener Trefferzonen hingewiesen. Auch wird immer wieder betont, das es unerlässlich ist, sich einen entsprechenden Lehrer zu suchen und das die DVD´s als unterstützung gedacht sind. Zudem findest du diese Kaufvideos für nahezu alle Kampfkünste und Kampfsportarten. Also lass uns nicht über Kyusho diskutieren sondern um das eigentliche Thema. Wenn Du möchtest können wir uns gerne per PM austauschen oder Du kommst zum KKF Treffen. Auch da können wir dann gerne darüber sprechen.
Bearbeitet von mad, 17 Januar 2012 - 13:47 Uhr.
www.kyusho-training.de
Musst Du wackeln mit dee Hufte.
Lerne zu kämpfen um nicht kämpfen zu müssen!
#15
Geschrieben 17 Januar 2012 - 13:54 Uhr
Zitat
#16
Geschrieben 17 Januar 2012 - 14:01 Uhr
Terao sagte am 17 Januar 2012 - 13:54 Uhr:
Zitat
www.kyusho-training.de
Musst Du wackeln mit dee Hufte.
Lerne zu kämpfen um nicht kämpfen zu müssen!
#18
Geschrieben 17 Januar 2012 - 15:14 Uhr
#19
Geschrieben 17 Januar 2012 - 15:24 Uhr
Es ist statistisch erfasst, das immer das Werkzeug von Gewalttätern genutzt wird das gerade zur Verfügung steht. Ist das ein Stein, dann ein Stein, ist aber nichts greifbar wird der Körper, vornehmlich der eigene, genutzt.
Das Gute ist ja, egal was man beschreibt, wenn es nicht genug Details dazu gibt werden es sich solche Leute schwer tun es um zu setzen, vorallem ohne Training.
www.kyusho-training.de
Musst Du wackeln mit dee Hufte.
Lerne zu kämpfen um nicht kämpfen zu müssen!
#20
Geschrieben 17 Januar 2012 - 15:35 Uhr
Tavor sagte am 17 Januar 2012 - 12:36 Uhr:
Ob bei einem Treffer zum Kinn jetzt das Kinn "nur" als Hebelansatz wirkt, um das Hirn durchzuschütteln, oder ob noch irgendwelche Nerven im Kiefergelenk SOS funken: geschenkt, Hauptsache der Kerl fällt um.
Ob bei einem Würger die Blutzufuhr zum Hirn unterbunden wird oder vielmehr die Blutabfuhr, was durch Drucksteigerung zum KO führt: egal, Hauptsache der Kerl schläft ein.
Welche Sehnen bei einem Armstrecker jetzt genau zuerst Schaden nehmen, bevor dann die Ellbogenkapsel Knirsch macht: wurscht, Hauptsache ich habe ihn gut fixiert, Arm in die richtige Richtung gebracht, und bringe meine Rücken- und Hüftmuskulatur in die Technik.
Die Details können wichtig sein, wenn man durch eine solche Technik die entsprechenden Schäden erlitten hat, und es hilft beim Training zu wissen, wo bleibende Schäden mit größerer Wahrscheinlichkeit eintreten und wo man sich nicht so viel Sorgen machen muss. Aber auch das kann man heuristisch lösen - der Trainer sagt, keine Fußhebel, und fertig - ohne dass jeder wissen muss, dass Drehbewegungen am Fuß schnell mal die Bänder am Knie zerbröseln.



