Im Thread "Tako Ryu Bushido returns" wurde im Post 360 das Konzept "Shu Ha Ri" erwähnt, welches vermutlich den meisten Betreibenden einer japanischen KK ein Begriff sein sollte.
Shava hat es, zumindest in Bezug auf die KK, imho sehr schön zusammengefaßt:
Shava sagte:
Ha 破 - einreißen, zerstören usw. = man hinterfragt das Konzept, beginnt seinen eigenen Weg zu gehen
Ri 離 - sich trennen, sich lösen = man löst sich von dem gelernten und entwickelt eigene Ansätze, eigene Techniken usw.
So ähnlich wie in dem Zitat von Shava kenne ich die Erklärung der Stufen auch aus dem BBT (BTW, eines unserer Probleme ist imho, daß es Leute gibt, die gleich mit "Ri" beginnen wollen...) Svenerik Bogsätter hat es sinngemäß mal erklärt mit "Learn the form, break the form, forget the form."(mit "form" meinte er wohl "Kata")
Jetzt stellt sich mir die Frage, ist dieses Konzept wirklich allen japanischen Künsten* (nicht nur speziell den KK) inhärent? Kaji bestreitet das ja zumindest für den Spezialfall der Toshigi der Honami-Tradition.
Gibt es also Künste, in denen das Konzept nicht zum Tragen kommt?
Weiterhin, wie sehen die Stufen Ha und Ri in den traditionellen Koryu aus?
Wie wird das Konzept im Gendai Budo angewandt bzw kommt es da überhaupt zum Tragen?
Grüße
bugei
* Künste im weitesten Sinne: KK, (Kunst)handwerk, schöne Künste (Musik, Malerei, Kalligraphie etc) usw usf
Edit: Formulierung korrigiert
Bearbeitet von bugei, 20 Januar 2012 - 00:15 Uhr.




