serjoscha sagte am 28 Januar 2012 - 16:06 Uhr:
Hanteln sind vorhanden un werden häufig genutzt, dafür dass die Arme so dünn sind wirde bei den Übungen auch eine recht erstaunliche Anzahl an Wiederholungen Gemeistert. Auch die Beine werden durch laufen und seeeeeeehr viel Radfahren ganz gut trainiert, darüber hinaus muss ich für die Beine auch Krankengymnastik machen wodurch ich da ebenfalls nochmal einige Übungen machen kann.
Brust und Bauch sind daher derzeit das einzige Problem, wobei das auch relativ ist denn vom Kraftfaktor bin ich zufrieden.
Nur die Form sollte sich etwas ändern und das auch nur aus rein oberflächlich - ästetischen Gründen.
Ein besonderes Zirkeltraining ist daher für den Moment etwas viel zumal ohnehin bereits ein ungleichgewicht besteht.
Arme und Beine sind wirklich ziemlich kräftig.
Siehst du, du machst den Fehler, den ich mit einem Satz eingangs zu vermeiden hoffte: Radfahren, Laufen und KK ersetzen kein Krafttraining, da vollkommen unterschiedliche Reize gesetzt werden. Beim Radfahren handelt es sich in erster Linie um Ausdauertraining, der Reiz ist lang ausgedehnt und die Intensität stets unterschwellig. Damit wird vorallem das Energiesystem von Körper und Muskeln trainiert. Bei Sprints und Bergetappen erreicht man von Intensität und Belastungsdauer her einen Kraftausdauerreiz, dh. Slowtwitch-Muskelfasern und das korrelierende Energiesystem wird entwickelt. Beim Krafttraining im WDH-Bereich bis 15 WDH werden aber Typ II, bzw Fasttwitchmuskelfasern angesprochen. Diese haben das größte Wachstumspotential und besorgen alle Kraftintensiven Kurzzeitbelastungen. Bei absolut austrainierten Athleten schaffen die Typ II Fasern eine Belastungsdauer von maximal 3 Minuten, alle anhaltenden Belastungen werden danach von Slowtwitchfasern besorgt. Daher entwickelst du beim Radfahren und beim Laufen nicht die Fasttwitchfasern. Diese brauchst du aber, um schnelle Antritte und Explosivbewegungen auszuführen, um aus dem Sitzen hochzukommen und so weiter. Hinzu kommt, dass du beim richtigen Krafttraining die Inter- und Intramuskuläre Koordination entwickelst. Letztere ist in erster Linie die Rekrutierung, also die Zahl an Muskelfasern die dir sofort zur gleichen Zeit zur Verfügung stehen - maßgeblich für deine Explosiv- und Maximalkrafttleistung. Auch die Rekrutierung der Fasttwitchfasern wird im Ausdauertraining nicht weiter entwickelt. Darüber hinaus handelt es sich bei KK, Laufen und Radfahren zwar um komplexe Bewegungen, aber um gleichförmige. Kraftraining hilft dir durch die Variabilität ganz andere Muskelketten zu trainieren. Verletzungsprofilaxe ist da ein weiterer Stichpunkt - die dt. Nationalelf trainiert zB nach Plänen von Verstegen, auch viel ihre Beine, warum, wo sie doch soviel laufen? ...
Daher brauchen auch im Alltag häufig belastete Muskeln Krafttraining, da sie diese Art Reiz dort nicht erhalten. Wer jetzt nur Bauch und Brust mit Krafttraining beackert, wird ein Ungleichgewicht in diesen Aspekten zwangsweise Erzeugen, weil ein falsches und schwammiges Verständnis von "Kraft" vorliegt - denn Kraft ist nicht gleich Kraft und Trainingsreiz nicht gleich Trainingsreiz.
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pugilism sagte am 29 Januar 2012 - 08:31 Uhr:
Klettern, Rudern, Ringturnen.
Kletterer sind iaR extrem schlank um eine günstige Kraft-Gewicht-Relation zu erreichen. Zudem ist ihr Training nunmal kraftausdauerlastig und Slowtwitchfasern haben ein sehr geringes Wachstumspotential. Dass auch gute Maximalkraftwerte erreicht werden, ist richtig, liegt aber entsprechenden Anteilen im Training sowie vermutlich an der gerade in Forschung nach oben rückenden faszialen Kraftentwicklung. Gerade Ruderer und Turner trainieren übrigens mit einem Heer Fitnesstrainer an Gewichten mittels moderner Wissenschaft...
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Ein weiteres Beispiel aus dem Alltag wären Bauarbeiter. Da ich selbst 5 Jahre in der Branche verbracht habe kann ich aus eigener Erfahrung das hohe Wiederholungszahlen, Ein Palletverbundsteine 2-3 Kg/Stück, 2-3 Tonnen täglich, auch zum Wachstum führen.
Verschleiss natürlich inbegriffen aber darum gehts nicht.
Natürlich führt das irgendwo zum Wachstum, aber mit irgendeiner schwammigen Tätigkeit über 20 Jahre hinweg mit täglicher Dauerbelastung irgendwie irgendwas zu erreichen, kann nicht Ziel eines Sportlers sein. Hier geht es um zeiteffiziente, gezielte Reize die effektiv und sicher zum gewünschten Ergebnis führen. Wirksamkeit von Reizen sind messbar und beschreibbar und die Ergebnisse finden niederschlag in der Sportwissenschaft. Wenn man die nicht kapiert kann man sich freilich darauf zurück ziehen jemanden 20 Jahre auf den Bau zu schicken

Am Rande ein Artikel zu den Gefahren, Arbeit mit Training zu verwechseln:
http://www.coreperfo...-the-unfit.html
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Mit länger von Liegestützen profitieren meine ich das mann auch noch Trainingsreiz hinbringen kann wenn die Wiederholungszahl erhöht wird. Da der Fred um einfaches Heimtraining für Brustmuskeln geht schien mir dies logisch. Der Fredsteller hat auch keine Angaben gemacht was er möchte. Einfach solls sein und ich spreche ja nicht von hunderten von Liegestützen.
Man bringt aber nunmal einen ungezielten Trainingsreiz mit 20 LS in 5 Sätzen. Klar wird davon irgendwie irgendwas besser, aber warum soll ich meine Zeit damit verschwenden, wenns auch gezielt geht? Den Reiz intensiviert man entweder mit Übungsvarianten (Diamant-LS, einarmige LS, Füße hochlagern, PhysioballLS) oder mit Gewichten (dicke Bücher in gut sitzendem Rucksack etwa), nicht mit beliebigkeit in den WDH. Wer die erhöht macht Kraftausdauer, dann sollte er aber eine andere Übungsanordnung und -Ausführung als die von dir vorgeschlagene wählen, weil die eben blind in die Binsen geht. Wer Muskelwachstum will, bleibt im Hypertrophiebereich, arbeitet langsam und ohne Schwung und mit den angesprochenen Steigerungen.
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Es gäbe auch noch die Theorie der Zeitspanne. Hittraining von Mike Mentzer hat seine Wurzeln bei Arthur Jones, Erfinder der Nautilusmaschinen, welcher auf 1 Satztraining schwörte. Der Muskel muss innert 60 bis 90 Sekunden ausgebrannt werden. Wenn du länger trainieren kannst ist das Gewicht zu leicht, unter 60 Sekunden logischerweise zu schwer. Auch er hat dies "Wissenschaftlich" erwiesen. Es gäbe auch noch etc. etc. etc. etc. etc.
Es gibt keine Theorie von der Zeitspanne als gesonderte Idee. Es ist nunmal so, dass Muskeln vorallem durch Risse an der Z-Scheibe wachsen, dabei sind vorallem langsame exzentrische Phasen und Gesamtbelastungsdauern entscheident, da hier mechanisch der größte Zug auf die Z-Scheiben ausgeübt wird. HIT und Superslow-Ansätze nutzen das maximal aus. Das ist aber nichts, was den Erkenntnissen der Sportwissenschaft widerspricht, sondern lediglich eine Art, diese zu verwerten. Dabei muss man sich seiner Zielsetzung bewusst sein: Das sind reine Hypertrophiemethoden, der funktionelle Nutzen ist gering.
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Wissenschaft ist Irrtum auf den letzten Stand gebracht.
Linus Carl Pauling
US-amerikanischer Chemiker
Geschwätz, denn wenn überhaupt ist Wissenschaft der fundiertere Irrtum mit belegbaren und belegten Resultaten gegenüber vollkommener Beliebigkeit. In aller Regel werden diese Sprüche übrigens vorallem von Leuten gerissen, die die Wissenschaft nicht kennen und nicht verstehen, um ihren Sermon zu rechtfertigen.
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Warum räts du dem Fredsteller zu Zirkeltraining? Welches so wie du es vorschlägst auch nen Kraftausdaueraspekt hat und die Pumpe auf Hochtouren bringt?(So traininern die meisten MMA-Kämpfer) . Sicherlich ausgewogen, denoch?
Eben weil so in kürzester Zeit alle relevanten Konditionselemente (zur Erinnerung: Kondition heißt nicht Ausdauer!) gezielt entwickelt werden können. Alles andere ist Zeitverschwendung, solange man nicht einzelnen Aspekten Priorität einräumt. Wer Bodybuilding machen möchte, muss (zumindest vorwiegend) anders trainieren. Wer Maximalkraft entwickeln möchte, muss anders trainieren. Wer Kraftausdauer entwickeln möchte, muss anders trainieren. Wer allgemeine Leistungssteigerung und Verletzungsprofilaxe mit geringem Aufwand sucht, muss so trainieren, wie ich es vorschlage. Der vorgestellte Plan enthält genug Theorie für 2 Bücher (funktionelles Warmup, Aktivieren der Tiefenmuskulatur, Entwicklung der Propriozeption, Effizenzsteigerung durch antagonistische Anordnung, Koordination (Plyos) vor Power (Burpees insbes.), große Muskeln vor kleineren, Belastungskurve, Muskelkettentraining, funktionelle Übungen usw) und kostet normaler Weise mindestens 40 Euro beim Personaltrainer. Kann man jetzt annehmen oder es lassen...
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Und wer hat dich eigentlich zum Sportwissenschaftler erklärt? Deine Art zu argumentieren gefällt mir nicht du stellst mich gerne als Trottel hin mit deinen absoluten Aussagen.
Es ist extrem ermüdend sich immer wieder mit deiner Untkenntnis auseinander setzen zu müssen. Egtl. habe ich mir vorgenommen, meine Zeit so nicht mehr zu verschwenden (diese Beiträge dauern Stunden!), da du eh nix lernen willst. Im Prinzip habe ich gesagt, was es zu sagen gab, die Leute können sich jetzt entscheiden, ob sie deine Beliebigkeit meinem, bis aufs letzte ausgeklügeltem, zielgerichtetem Plan vorziehen.
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Den sagte am 28 Januar 2012 - 22:37 Uhr:
.... geht es Dir ausschließlich um Tonus? ....und wofür, alleine wegen Aussehen oder hast Du auch funktionelle Verbesserung als Ziel? Falls ja, welche? Ausdauer? Dehnbarkeit? Um alles gleichermaßen? (Steigerung der Max.kraft scheint ja kein Ziel zu sein)
Abgesehen von der Art der Übungen (zu denen es ja schon genug Vorschläge gibt - und das www ist Dir ebenso zugänglich wie uns..... wobei ich persönlich die klassischen LS und Crunches sowie Klimmzüge und Dips für absolut in Ordnung halte, um ne gute Basis zu schaffen), bisher eher viele Wiederholungen mit geringer Belastung.... 20 LS wären mir beispielsweise zu wenig, außer direkt nachm Aufstehn aus fröhlicher Gewohnheit... aber ob Dir das hilft? Erstens gibt es sicherlich schönere Männer als mich

und zweitens weiss ich net, wo Du leistungsmäßig stehst...
Klassische Crunches sind eher keine gute Idee, sie führen zu funktioneller Verkürzung, wenn nicht gegengesteuert wird und haben nur geringen funktionellen Nutzen. Klimmzüge sind eine Superübung, aber man kann getrost davon ausgehen, dass sie zu schwer sind. Es gab mal eine Studie, derzufolge ~80% der Männer in amerikanischen Fitnessstudios keine 3 sauberen Klimmzüge hinbekommen - Männer an Orten, wo man normaler Weise fitte Leute zu finden hofft. Wer nur 2-3 hingekrutzte Klimmzüge hinbekommt, sollte sinnvoller mit etwas anderem aufbauen, bevor er dazu übergeht. Wer die aber im gewünschten Ziel-WDH-Bereich hinbekommt, kann natürlich gerne dazu greifen.
Was deine vielen LS angeht, müsste man erstmal deine Ausführung sehen, bevor man Beifall klatscht

Ansonsten ist 20 wie gesagt zu wenig für Kraftausdauer und zuviel für alles andere. Ersteres mag noch angehen, wenn man die 20 mit sehr kurzen Pausenintervallen hintereinander raushaut, würde ich aber auch anders angehen, denn, wie ebenfalls gesagt, so wird man nur besser in der Übung, die Übung soll aber in anderen Sachen besser machen...
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soto-deshi sagte am 28 Januar 2012 - 14:31 Uhr:
Hallo Luggage,
Du hast ein Programm vorgestellt und dieses durch verschiedene Hinweise untermauert.
Wie ist es denn mit Pilates? Ich finde das ist ein super Übungsprogramm das zu einer guten Figur, mehr Energie und Gesundheit verhilft. Mache jetzt schon einige Zeit das Pilates- Mattentraining und habe - bei regelmäßigem Training - keine Rückenbeschwerden.
Die Pilates- Methode des Körpertrainings ist keine anstregende Technik, die müde und schlapp macht. Dadurch, daß Sie mit den Bewegungen den Körper dehnen, während Sie gleichzeitig die Muskeln stärken, schaffen Sie für den Körper einen Zustand der Entspannung, dem er immer wieder und gerne folgen wird.
Pilates ist sicher eine super Sache - wobei ich es als sogar sehr anstrengend empfinde, aber das ist sicher eine Frage von Trainer und eigenem Engagement/Ansatz. Letztlich muss man sich aber fragen, was man will: Pilates bietet einen guten Aufbau des Cores und der Propriozeption, Beweglichkeit wird auch noch bedient (in geringerem Umfang, als in körperlichen Yogastilen). Die Entwicklung von Ruhe und Achtsamkeit (die ich aber auch eher im Yoga suchen würde), sind sicher auch Leistungsfaktoren und ganz davon ab klasse für die allgemeine Lebensqualität. Aber Pilates ist nunmal kein gezieltes Training zu Leistungssteigerung. Yoga und Pilates erreichen vieles nebenbei und können dem Ausgleich dienen, nicht aber dem gezielten Aufbau, etwa von Maximalkraft, Hypertrophie und Sprinthärte. Deswegen ist das hier im Thread auch deplaziert: Pilates ist nun wirklich nicht das was man jemandem empfiehlt, der dickere Pecs und Abs will...
Rückenbeschwerden kann man - je nach Ursache - mit Pilates gut entgegen wirken (aber auch mit anderen Sachen): Es kommt dabei darauf an, die funktionelle Verkürzung der vorderen Torsomuskulatur aufzubrechen und diese über die ganze ROM zu trainieren, sowie die Tiefenmuskulatur im Rücken zu trainieren und überhaupt erst wieder zu aktivieren. Die 3 großen Rückenmuskeln nehmen beim ständig sitzenden Zivilisationsmensch den 2 tieferen Muskelschichten die Arbeit ab, was dann bei Belastung diese überfordert und zu massiven Schmerzen führen kann. Deswegen ist propriozeptives Training des Cores so wichtig, die Arbeit muss wieder an die verteilt werden, die zu deren Erledigung gedacht sind. Das ist übrigens ein Punkt, warum gerade oben angesprochene Bauarbeiter und andere physisch sehr geforderte Arbeiter (meine Mutter gehört als Krankenschwester auch dazu) iaR große Rückenprobleme bekommen: Sie haben ständige Belastung der großen Muskeln ohne Training der Tiefen. Es ist mitunter nicht ganz einfach diesen körperlich schon sehr ausgelasteten Menschen klarzumachen, dass sie ihre Probleme mit weiterer körperlicher Arbeit, nämlich Training, wegbekommen.
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Ich könnte auch auf Berichte im Internet hinweisen - halte es aber wie immer besser - ein oder zwei Bücher vorzustellen. Brooke Siler. Schlank und schön mit Pilates, Mosaik Emily Kelly: Körpertraining nach Pilates, Honos.
Bin auf Deine fachliche Antwort gespannt....soto-deshi
"Schlank und Schön" - sicher, wenn man wenig genug isst, kann man mittels Pilates einen straffen Körper bekommen und erhalten. Die Ausrichtung des Körpers erhöht meist das ästhetische Empfinden massiv: gerade Haltung, entspannte, tiefe Schultern, erhobenes Kinn und elegante Bewegungen nimmt man (oft ganz unbewusst) wahr und sortiert es unter "attraktiv" ein. Aber es bleibt zum einen doch eher Kraftausdauer- und Koordinationstraining und spricht zum anderen vorallem die vielen kleinen Tiefenmuskeln an, die kaum Wachstumspotential haben.
Wer aber zB zu dick ist, kann mit dem eher geringen kcal-Umsatz im Pilatestraining nur wenig abnehmen, da braucht es schon intensivere Einheiten. Wer dickere Muckies will oder seine maximalkraft erhöhen... aber das hatten wir ja schon.
Bearbeitet von Luggage, 29 Januar 2012 - 14:51 Uhr.