Hallo Terao,
Terao sagte am 03 Februar 2012 - 12:02 Uhr:
Die Frage nach den Ryu ist doch eigentlich auch ne hochrelevante, über die man sich auch erstmal Klarheit verschaffen sollte: Lernt man nun BBT von Anfang an als eine KK, die aus verschiedenen Quellen (sinnvoll) zusammengesetzt ist? Dann wäre es sinnvoll, wie von theiden vorgeschlagen, eher nach Inhalten bzw. Zwecken strukturiert vorzugehen. Oder lernt man erstmal die unterschiedlichen Ryu einzeln, um dann nach und nach Gemeinsamkeiten zu entdecken und sich quasi sein eigenes BBT zusammenzustellen? Wie hat sich`s Hatsumi denn gedacht?
Was sich Hatsumi so gedacht hat, weiß ich natürlich nicht, um es mal vorweg zu nehmen. Nach meiner Leseart, so wie ich es bisher verstanden habe, wird BBT als eine KK gelehrt, die aus verschiedenen Quellen zusammen gesetzt wurde. Und so kenne ich es, dass bis zum Shodan zunächst Grundlagen gelehrt werden (Rollen, Fallen, Werfen, Würgen, Treten, Schlagen, Hebeln etc.). Zum Beispiel beim Rollen und Fallen würde mir jetzt spontan nicht einfallen, aus welcher Schule das stammen könnte (bitte die Experten um Aufklärung). Also ich hab mich immer an das ten chi jin ehalten (als Zusammenfassung).
Direkte arbeit mit den Kata aus den Schulen fängt, so kenn ich es, erst nach der Erlangung des Shodan an. Auch im Ten chi jin sind im Teil "jin" bereits einige Kata aus verschiedenen Schulen enthalten. Insofern stimmt das wohl nicht ganz, dass man das erst nach dem Shodan macht.
Ich tendiere deshalb dazu, wie von theiden vorgeschlagen, zunächst eine Basis zu schaffen um dann die komplexeren Kata üben zu können. Es ist wohl recht kompliziert renyo zu machen, wenn man nicht weiß, wie man treten soll oder einen omote gyaku fabriziert. Dann ist das zwar schön, wenn man bei einer kata timing, balance etc. lernen kann, es aber doch nicht kann, weil man schon die äußere Form einfach nicht umsetzen kann.
Außer natürlich ich konzentriere mich wieder nur auf wenige kata, um mir diese Basis anzueignen, also nicht nur die komplexe Form in timing etc. umsetzen zu können, sondern auch die einzelnen Basisschritte dahinter. Das dürfte dann aber recht lang dauern bei sovielen Schulen. Und ich denke, es würde einfach die heutigen Möglichkeiten der meisten KKler übersteigen (was den Zeitaufwand betrifft).
Just my 2 cents....
LG Catwoman