Kyokushin kaikan - ein Familienstil?
#21 GastFrodoBeutlin_*
Geschrieben 11 Februar 2012 - 23:34 Uhr
Nun. *denke nach*
Ich verstehe nicht so ganz was der Unterschied zwischen "der EINZIG möglichen Methode den Boden zu wischen" ist, wenn sich bloß die FARBE des Mops ändert. Der blaue Mop ist dem roten Mop gegenüber doch nicht anders geformt oder irgendwie "verkrüppelt", so daß "das Wischen des Bodens" dadurch erschwert bzw. verändert würde? Das Wischen des Bodens ist mit dem roten Mop doch genau das selbe wie mit dem blauen und dem weißen Mop. Oder?
Also...ich kapiere das "Gleichnis" nicht so ganz....wenn da bloß die FARBE des Mops geändert wird. *schäm*
Im Diskolicht fangen manche Farben auch an zu leuchten bzw. sehen plötzlich ganz anders aus. Aber wieso sollten WIR uns dadurch ändern?
.....vielleicht hat sich einfach die "Grund-Farbe" unserer Zeit geändert in der wir leben, so daß alles in einem anderen "Licht" erscheint....
#22
Geschrieben 12 Februar 2012 - 01:22 Uhr
Jeder entscheidet sich für die Organisation, bei der er sich am wohlsten fühlt, den Trainer besser versteht, mit den Leuten besser auskommt usw.... Da schaut man nicht unbedingt als erstes auf den Namen, ob es nun IKO oder KKD ist interessiert am Anfang auch gar nicht . Manchmal kommt man auch zufällig weil es der nächstbeste Verein ist zu diesem und fühlt sich wohl und bleibt dabei. Also man kauft zufällig einen blauen Mop und gewöhnt sich an diesen, so dass man nicht das Bedürfnis hat die Farbe und den Mop unbedingt zu wechseln. Dann ist einem auch egal ob der Erfinder dess Mops nun Hans oder Franz heißt, man kümmert sich halt drum dass man mit seinem Mop den Boden richitg sauber kriegt. Vielleicht kriegt man am Rande mit das sich die Verkäufer der Mops streiten wer denn nun der Namensgeber ist und wer das Geld einkassieren darf, aber den Verbrauchern ist es letzendlich doch egal wer der Namensgeber der Mops wird, oder? Und hier kommt die Frage von soto-deshi
"Nach den Richtlinien die in Japan gelten - ist das von Masutatsu Oyama geschaffene Kyokushin kai kan - Karate - ein Vermächtnis des Großmeisters an seine Familie.
Daher ist die Kyokushinkaikan - Karate- Organisation IKO Sosai mit der Tochter von Oyama, Kikuko Kuristina Oyama, seine dritte Tochter, im Hobu Dojo die wahren Vertretung des Kyokushin kai kan -Karate.
Warum gibt es dann noch weiter Karate-Stilrichtungen die sich auch Kyokushin kai Karate nennen?"
1-Es ist für mich total egal wer nun Namensgeber oder wahrer Vertreter von den Organisationen wird. Solange mein Trainer mich im Kyokushin weiterbringt und gut trainiert und ich Spaß dran habe, solange mache ich das auch weiter, unabhängig davon wer nun die Vertretung übernimmt!
2-Da geht es dann eben denke ich auch um das liebe Geld! Jeder will was abkriegen und wenn sie sehen die Mops (Kyokushin) kommen gut an, dann erfinden sie halt verschiedene Fraben um die Leute davon zu überzeugen das man mit seiner Lieblingsfarbe besser den Boden wischen kann und nennen dann halt alle Mop, da sie ja auch alle Mops sind. Es sind auch nicht so viel Unterschiede zwischen ihnen, nur die Farbe ist anders. Soviel zu dem "Mop"!
#23 GastFrodoBeutlin_*
Geschrieben 12 Februar 2012 - 03:37 Uhr
Ich verstehe das vollkommen. Wie sich herausstellt ist der wahre Unterschied der, daß es den Standpunkt des "Verkäufers" und den des "Kunden" gibt. Die Mops sind alle Mops, alle gleich.
Will der Verkäufer einen Mop verkaufen, dann genügt es nicht, diesen "aus einer verstaubten Ecke auszukramen". Das Teil muß gut aussehen. Es muß dem Kunden gefallen und NICHT dem Verkäufer. Natürlich könnte der Verkäufer auch darauf bestehen "das Mops grundsätzlich farblos aus einer verstaubten Ecke ausgekramt werden", allerdings hätte er dann irgendwann keine Kunden mehr (außer ein paar die auf rustikal/traditionell stehen), weil die meisten es nunmal schön bunt haben wollen, um sich damit identifizieren können - diese Farbe hab ich mir ausgesucht.
Um "den Mop" mal etwas plastischer auf die Kampfkunst zu übertragen, ersetze ich diesen mal durch ein Katana. Mit dem Katana welches eigens für einen geschmiedet wurde oder welches man sich zumindest selber ausgesucht hat, trainiert es sich doch viel angenehmer als mit irgend einem Schwert von der Stange. Es ist aber prinzipiell vollkommen egal, welche Verzierungen das Schwert hat oder welche Gravur. Die alles entscheidende Frage ist, ob mit dem Schwert Iaido gezeigt wird oder etwas anderes (z.B. Fechten). Es liegt NICHT am Aussehen des Schwertes ob man damit den Boden....äh....Iaido trainieren kann, sondern an dem der es führt. Von daher kann jeder der Iaido zeigt es auch beim Namen nennen, ganz egal wie die Verzierungen aussehen oder welche Farbe die Scheide/der Griff hat.
#24
Geschrieben 12 Februar 2012 - 16:14 Uhr
@FrodoBeutlin
Übrigens machst du doch Shotokan, also hast du, dir den Schrubber ausgesucht! Du musst mal zuerst schauen ob du mit nem Mop eventuell besser zurechtkomst und dein Boden sauberer wird, um dir die Farbe auszusuchen.
Bearbeitet von weltraumkarate, 12 Februar 2012 - 16:16 Uhr.
#25
Geschrieben 12 Februar 2012 - 16:36 Uhr
Die machen schlichtweg alle Kyokushin, Punkt. Es wäre dämlich, das dann nicht Kyokushin zu nennen.
Seido, Ashihara, Daidô juku etc. haben teils dramatische Veränderungen zum Kyokushin erfahren, was das technische Curriculum angeht. Da macht ein neuer Name Sinn. Aber IKO1 und 2 etwa ernsthaft stilistisch unterscheiden wollen? Hallelujah ...
lG
L.
#26
Geschrieben 12 Februar 2012 - 17:01 Uhr
Luaith sagte am 12 Februar 2012 - 16:36 Uhr:
Die machen schlichtweg alle Kyokushin, Punkt. Es wäre dämlich, das dann nicht Kyokushin zu nennen.
Seido, Ashihara, Daidô juku etc. haben teils dramatische Veränderungen zum Kyokushin erfahren, was das technische Curriculum angeht. Da macht ein neuer Name Sinn. Aber IKO1 und 2 etwa ernsthaft stilistisch unterscheiden wollen? Hallelujah ...
lG
L.
Genau das nervt mich ja auch zT dadran!
Bearbeitet von weltraumkarate, 12 Februar 2012 - 17:03 Uhr.
#27 GastFrodoBeutlin_*
Geschrieben 12 Februar 2012 - 17:41 Uhr
weltraumkarate sagte am 12 Februar 2012 - 16:14 Uhr:
#28
Geschrieben 12 Februar 2012 - 17:46 Uhr
FrodoBeutlin sagte am 12 Februar 2012 - 17:41 Uhr:
weltraumkarate sagte am 12 Februar 2012 - 16:14 Uhr:
Das heißt wir kümmern uns einfach darum dass der Boden sauber bleibt, sollen sich die Verkäufer doch drum streiten wer den besseren Mop oder Schrubber erfunden hat und wer nun der wahre Vertreter ist?
Bearbeitet von weltraumkarate, 12 Februar 2012 - 17:50 Uhr.
#29 GastFrodoBeutlin_*
Geschrieben 12 Februar 2012 - 18:04 Uhr
Worüber sich die "Verkäufer" meistens uneinig sind, ist nicht das Ding ansich, sondern was genau der "Erfinder" denn nun "neues erfunden hat" (vielleicht garnichts....) bzw. was er denn sooo anders macht als seine Vorgänger - so daß es sich z.B. einen neuen Namen verdient.
Bearbeitet von FrodoBeutlin, 12 Februar 2012 - 18:04 Uhr.
#30
Geschrieben 13 Februar 2012 - 00:38 Uhr
Hatte das jemals jemand bestritten? Darum geht's doch immer, wenn alle Kuchen wollen, aber sich weder mit vorgekautem Brei noch mit Mitessern abfinden können ...
Wer hat nu' Recht?
lG
L.
#32
Geschrieben 19 Februar 2012 - 14:16 Uhr
ich war schon auf IKO 1,2,.... unterwegs - daher habe ich auch diese Frage gestellt.
Alle diese Organisationen berufen sich auf den Großmeister: Masutatsu Oyama und alle Meister haben auch bei diesem gelernt. Zu Lebzeiten von Oyamas gab es auch schon Meister, die ihren eigenen Weg gingen. Auch diese haben Kyokushin- Karate gelernt und es in bestimmten Punkten abgewandelt - siehe Ashihara International Karate - oder das Seido-Karate. Auch die Vollkontakt-Turniere im K1 sind vom Stil Kyokushinkai geprägt aber es sind auch viele andere Stilrichtungen dort vorhanden.
Nur stellt sich die Frage, wenn ich reines " Kyokushin -Karate " KANKAI mache, warum so viele Verbände und so viele Meisterschaften?
Als Oyama -Familen Stil gehört das KyokushinKANKAI -Karate als Erbe der Familie Oyama und damit ist Kikuko Kuristina Oyama die einzige juristische Person und Oberhaupt dieses Karate-Stils.
Noch einen schönen Sonntag....soto-deshi
#33
Geschrieben 20 Februar 2012 - 11:08 Uhr
ich verstehe ehrllich gesagt dein Anliegen nicht so ganz. Ich meine was wäre denn, wenn nun das Kyokushin Karate der Familie Oyama und damit Kikuko Kuristina Oyama gehören würde und es nur einen Verband gebe? Was wäre der Vorteil und was ist deiner Meinung der Nachteil dass es so ist wie es heute ist? Was bezweckst du mit dieser Frage, oder, wie würdest du es besser heißen?
Gruß
weltraumkarate
Bearbeitet von weltraumkarate, 20 Februar 2012 - 11:09 Uhr.
#34
Geschrieben 20 Februar 2012 - 15:51 Uhr
ich denke die Angelegenheit ist ganz einfach.
Nur ein KyokushinKAIKAN- Karate- Verband - nur ein Weltmeister -
warum sollte das Kyokushin- Karate nicht durch die Internationale Organisation KyokushinKAIKAN Karate und der Tochter von Masutatsu Oyama , Kikuko Kuristine Oyama vertreten werden?
Es gibt auch nur ein Taekwondo - mit Vollkontakt nach Regeln der WTF - und damit auch nur einen Verband. Die anderen Taekwondo- Stilarten ITF - Leichtkontakt oder Kwon-Verband, usw. ohne Kontakt. Daher immer nur ein Weltmeister je Gewichtsklasse in der WTF oder ITF oder......die sich in den Wettkampfregeln deutlich unterscheiden.
Aber einer der Gründe ist der Name Kyokushin -Karate und den Rummel den Masutatsu Oyama um seiner Karate-Richtung gemacht hat und die einiges an Geld in die Kasse der Verbände bringt. Nicht zu vergessen, die schönen " schwarzen Gürtel und die japanischen Urkunden " die es auch nicht kostenlos gibt.
Vieles ist einfach nur Geschäft und die geistige Einstellung, das Do, usw. nur für die zahlenden Schüler.
Leider ist dies kein Einzelfall, nach dem Tod von Masatoshi Nakayama, Chefausbilder der Japan Karate Association gabe es das im Shotokan- Karate auch.
Warum es das im Judo nicht gibt, frage mich nicht.
Noch einen schönen Tag, ..soto-deshi



