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Was ist Kobudo, Kendo und Iaido


2 Antworten in diesem Thema

#1 Lupin der III

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Geschrieben 14 Mai 2004 - 14:41 Uhr

Auf Anfrage mal eine Aufstellung, was hier im Forum bearbeitet wird

Was ist Kobudo?



Übersetzt bedeutet Kobudo etwa alte (KO) Kampf- (BU) künste (DO). Es ist eine Art des Kampfes mit den verschiedensten Bauern-, Fischer- und Handwerkerwerkzeugen der einfachen Bevölkerung. Die Ursprünge des Kobudo liegen auf den Ryu-Inseln, von denen Okinawa die größte ist. Erstmalig wurden Kobudowaffen im Jahr 1243 in einem Kriegsberichtsbuch erwähnt. Zur Zeit der japanischen Besatzung hatten die Bewohner der Ryu Kyu (Ryu-Inseln) hohe Steuern zu zahlen und es war ihnen verboten Waffen zu tragen. Dies war der Beginn des KOBUJUTSU (Kobudo), da Gegenstände und Werkzeuge des täglichen Gebrauches nicht den Charakter von Waffen hatten und somit das Tragen eben dieser erlaubt war. Im 19ten Jahrhundert, zur Zeit der sozialen Umschichtung Japans, verlor sich der martialische Hintergrund des Kobudo und es geriet langsam in Vergessenheit. JUTSU (Kunst) wurde durch DO (Weg) ersetzt, die Wandlung weg von dem "martialischen Kampf" hin zur "Kunst des Kampfes" vollzogen.

Das heutige Kobudo sieht sich Sekundärsportart, seine Basis erhält es aus dem Karate. Viele Kampfsportler (auch anderer Stile wie Ju.Jutsu, Judo oder Aikido) betreiben Kobudo um für ihre "primäre Sportart" ein besseres Verständnis zu erlangen. Heute treten vor allem SV-Techniken des Kobudo in den Vordergrund - Die reale Anwendung der Waffe in der Selbstverteidigung. Hier kommen vor allem Hanbo, Tessen und Tonfa zum Einsatz, vor allem aufgrund ihrer Verbreitung bei Polizei, BGS, Wachschutz...



KO - alte BU - Kampf - DO - künste



Quelle: Kobudo Kwai International mehr info

Bearbeitet von Lupin der III, 02 Juli 2004 - 13:21 Uhr.

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#2 Lupin der III

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Geschrieben 14 Mai 2004 - 14:46 Uhr

Iaido - Notizen zur japanischen Schwertkampfkunst

Zum Begriff Iaido: die erste Silbe Iai setzt sich zusammen aus zwei Schriftzeichen: I(ru) = sein, und Ai(Au) = zusammenpassen; beides vereint bedeutet so viel wie ganz dasein, ganz dabeisein. Die zweite Silbe Do bedeutet Weg. Damit ist der Vorgang der persönlichen Ausbildung gemeint. In dessen Mittelpunkt steht das Üben einer bestimmten Fertigkeit.

Das endgültige Ziel liegt in der Erweiterung der in jedem Menschen befindlichen Fähigkeiten, durch die er sein Leben mit Bewußtsein und Erkenntnis füllen kann.
Zweck des Iaido ist daher zunächst, zu erlernen, wie man das Schwert in allen möglichen Situationen gezielt und sicher bewegen kann. Dies allein wäre Iai-Jutsu: Schwertkampftechnik um des wirklichen Kampfes willen. Das ergibt aber keinen wahren Fortschritt.

Beim Iaido geht es nicht um die Methode, andere mit dem Schwert zu besiegen, sie zu töten. Diese Zeiten sind vorrüber. Es geht darum, das eigene Selbst, das Ego, zu treffen und zu zerschneiden. Die vielen Schwierigkeiten jedes ernsthaft Übenden zwingen ihn zu einer intensiven Auseinandersetzung mit sich selbst. Das Ringen und die Überwindung zur Verbesserung ist der eigentliche Beginn seiner Ausbildung.

Die Situation des klassischen Schwertkämpfers, der gezwungen ist, sich gegen einen drohenden Angriff zur Wehr zu setzen, steht nun stellvertretend für alle Handlungen des modernen, täglichen Lebens. Nur wenn der Geist frei ist von Zweifeln oder Ängsten, kann man vorausschauend und im Einklang mit den Umständen handeln. Das größte Ziel besteht darin, einen möglichen Kampf zu beenden, ohne das Schwert überhaupt zu ziehen.

Quelle: Das Copyright liegt beim Deutschen Iaido Bund mehr info

Bearbeitet von Lupin der III, 15 Mai 2004 - 08:21 Uhr.

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#3 Lupin der III

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Geschrieben 14 Mai 2004 - 14:49 Uhr

Was ist Kendo, Der Weg des Schwertes

Kendo bedeutet wörtlich übersetzt „Schwertweg“. Der Schwertkampf ist die älteste japanische Kampfkunst. Erste Überlieferungen sind bereits aus dem 4. Jahrhundert n. Ch. Bekannt. Der Ursprung von Kendo liegt formal in der Kampftechnik und ideell im Ehrenkodex der legendären Samurai, der japanischen Ritter. Das moderne Kendo ist eine dynamische Vollkontakt-Kampfkunst mit stark philosophischen geprägten Zügen.

Kendo vereint ein grosses Potential an körperlicher, geistiger und charakterlicher Ausbildung. Ziel ist die Erlangung von Harmonie zwischen Körper und Geist. Das Training fördert Konzentrations- und Reaktionsvermögen und festigt die Entschlussfähigkeit. In den intensiven Übungskämpfen wird das entschlossene Vorgehen gegen den Gegner geübt und gleichzeitig die Fähigkeit ausgebildet, einer Stresssituation psychisch und physisch standzuhalten. Disziplin und Höflichkeit gegenüber Lehrern und Trainingspartnern ist wegen der Energie geladenen Übungen und Kämpfe unabdingbar und stärkt sowohl Verantwortungsbewusstsein als auch die Achtung vor Mitmenschen.

Obwohl Kendo heute als Sportart gilt, unterscheidet es sich klar von den klassischen Sportarten des Westens: Kendo wurzelt in den Schlachtfeldern des mittelalterlichen Japan und wurde stark beeinflusst durch den Zen-Buddhismus.

Zu den Besonderheiten des Kendo zählt, dass man es bis ins hohe Alter betreiben kann. Aktive achtzigjährige Kendoka (Kendo-Treibende) sind keine Seltenheit, da im Kendo weniger Jugend und Kraft zählen als vielmehr Persönlichkeit und Erfahrung.

Kendo ist nicht nur in seinem Ursprungsland Japan, sondern auch in anderen Ländern weit verbreitet. Rund acht Millionen Kendoka auf der ganzen Welt anerkennen Kendo als faszinierende, ganzheitliche Sportart und ausgezeichnete Schule für körperlichen und geistigen Bildung.

Quelle: mehr Info´s

Bearbeitet von Lupin der III, 15 Mai 2004 - 08:29 Uhr.

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