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Kotodama, Kanji fürs Klatschgebet
bugei
Beitrag 10.11.2006 13:59 Uhr
Beitrag #16


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@ Haiku,

es hilft wirklich. Ich suchte zwar eigentlich nur die Kanji dafür, (aus nem ganz prosaischen Grund..für nen Aufkleber tongue.gif ), aber es ist doch schön, bei der Gelegenheit was über den Hintergrund zu erfahren

bugei
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marashiten
Beitrag 10.11.2006 18:31 Uhr
Beitrag #17


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Von der Webseite:
QUOTE
Möglicherweise kommen die Gedankengänge in Kototama vom tantrischen sphota-vada, das im 9.Jahrhundert von dem buddhistischen Priester Kukai in Japan eingeführt wurde. Er bildete die buddhistische Bewegung Shingon, Wort der Wahrheit, das es immer noch gibt. Das Wort shingon ist das selbe wie im indischen Sanskrit mantra, heilige Wörter, die dem Menschen durch ihr Aussprechen Klarheit bringen und ihn zu einem höheren Zustand führen. Das bekannteste Mantra ist OM, das Universelle, geschrieben mit einem Symbol, das die Buchstaben A, U, M enthält. Meditiert man mit dem Mantra OM, dann soll der Laut vom unteren Teil des Bauchs hoch in den Kopf steigen, wenn er von O nach M gleitet. Eine klassische hinduistische Phrase ist Om mani padme hum: "Om, das Juwel, hat sich in der Welt offenbart." Diese Betrachtungsweise liegt kototama sehr nahe.

Was ich mir gedacht habe, Mikkyo! Shingon und Tendai sind die zwei Schulen des Buddhismus die Mikkyo praktizieren. Also nix "Zen-Chanting"!
Wird Kotodama den im Bujinkan praktiziert?
Grüsse
Sven

Der Beitrag wurde von marashiten bearbeitet: 10.11.2006 18:31 Uhr
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loki
Beitrag 10.11.2006 21:50 Uhr
Beitrag #18


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QUOTE (marashiten @ Freitag, 10. November 2006, 17:31 Uhr)
Also nix "Zen-Chanting"!

Was vom zitierten bringt dich zu der Annahme, dass es nix mit Zen zu tun hat, wenn ich fragen darf?


QUOTE
Blending easily with elements of Shinto practice and the pre-Buddhist folk traditions of sangaku shinko (spiritual practices connected with Sacred Mountains), these imported teachings, combining Chinese Tantric Buddhism, Chinese Yin-yang magic, Taoism, (and, at a later date, Tibetan Vajra Buddhism) evolved to become the esoteric Japanese tradition that is 'Mikkyo'.Mikkyō (密教; literally "secret teachings", often translated as "esoteric Buddhism") is a Japanese term that refers to the esoteric Vajrayana practices of the Shingon Buddhist school and the related practices that make up part of the Tendai school. There are also the various Shingon and Tendai influenced practices of Shugendo.


Der Beitrag wurde von loki bearbeitet: 10.11.2006 21:59 Uhr
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whirlwind
Beitrag 11.11.2006 09:45 Uhr
Beitrag #19


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QUOTE (marashiten @ Freitag, 10. November 2006, 17:31 Uhr)

Wird Kotodama den im Bujinkan praktiziert?


Wir haben ein "Ritual" zu Beginn und Ende des Trainings, das Kotodama genannt wird. Ob es den Namen verdient, kann ich nicht sagen. (Liegt wohl an dem Ernst mit dem der Lehrer selber bei der Sache ist!)
Dieses Ritual geht aber über das "normale Angrüßen" (hinsetzen, augen zu, verbeugen und anfangen/beenden) hinaus.

greets

PS
@bugei: gute Idee mit den Stickern. Wie sieht der denn aus, und kann "man" den haben?

EDITED: PS ...

Der Beitrag wurde von whirlwind bearbeitet: 11.11.2006 09:49 Uhr
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marashiten
Beitrag 14.11.2006 13:07 Uhr
Beitrag #20


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QUOTE
Blending easily with elements of Shinto practice and the pre-Buddhist folk traditions of sangaku shinko (spiritual practices connected with Sacred Mountains), these imported teachings, combining Chinese Tantric Buddhism, Chinese Yin-yang magic, Taoism, (and, at a later date, Tibetan Vajra Buddhism) evolved to become the esoteric Japanese tradition that is 'Mikkyo'.Mikkyō (密教; literally "secret teachings", often translated as "esoteric Buddhism") is a Japanese term that refers to the esoteric Vajrayana practices of the Shingon Buddhist school and the related practices that make up part of the Tendai school. There are also the various Shingon and Tendai influenced practices of Shugendo.

Hi Loki! Und wie kann dieses Zitat, in dem es offensichtlich um Mikkyo geht irgendwie zeigen, das es was mit Zen zu tun hat? smile.gif
Alles was ich bisher über Kotadama gehört habe kling schwer nach Mikkyo, möglicherweise vermengt mit anderen Einflüssen wie Shinto. Anders als bein Zen , wo der Weg zur "Erleuchtung" durch auschalten Bewussten Denkes mittels Zazen oder andere Methoden, wie dem Koan die Mehodik prägt ist Mikkyo immer ein Zusammenspiel der "drei Geheimnisse". Die "drei Geheimnisse" sind die Sprache, Repräsentiert durch Mantra und Sutra, der Körper, im Ritual oft durch Mudra representiert und der Geist, hier werden z.B. Gottheiten oder abstrakter die Silbe "a" visualisiert. Und das immer zusammen! Kotodma klingt nicht wie reines Mikkyo, aber wenn man weiss wie stark verbunden Budhismus und Shinto im alten Japan ist ein starker Mikkyo einfluss nicht auszuschliessen.
@ Whirlwind
Danke für die Info. Kannst du euer Kotodama mal beschreiben? Macht ihr im Bujinkan eigenlich Mukuso vor dem Training?
Grüsse
Sven

Der Beitrag wurde von marashiten bearbeitet: 14.11.2006 13:09 Uhr
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loki
Beitrag 14.11.2006 13:38 Uhr
Beitrag #21


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QUOTE
Hi Loki! Und wie kann dieses Zitat, in dem es offensichtlich um Mikkyo geht irgendwie zeigen, das es was mit Zen zu tun hat?


Ganz ehrlich gesagt, ich kenn mich mit Mikkyo nicht aus. Aber was ich weiss, ist dass es nichts gibt, was im Buddhismus "verboten" wäre. Und da ausserdem Zen (vereinfacht) eine Vermischung von Buddhismus und Taoismus ist, und in dem Zitat Taoismus und Buddhismus als mögliche Einflüsse auf Mikkyo angeführt werden, könnte es doch möglich sein, dass kotodama / mikkyo was mit Zen zu tun hat?
Zumindest ist das Gegenteil damit auch nicht bewiesen!

Ganz abgesehen davon gibts auch im Zen unterschiedlichste Systeme, welche mit und welche ohne viel "Tam-tam".
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marashiten
Beitrag 14.11.2006 13:52 Uhr
Beitrag #22


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Hi Loki!
Zen und Mikkyo sind zwei paar Schuh! Mikkyo ist am anfang des 9 Jahrhunderst von Kukai, a.k.a. Kobu Dachi in Japan eingeführt worden. Zen erst wärend der Kamakura-Periode, fast 300 Jahre später. Die unterschiede zwischen beiden Schulen sin d erheblich besonders wenn es wie schon erwähnt um die Methode geht. Mikkyo hat sicher einen leichten taoistischen Einfluß, aber den sollte man nicht überstrapazieren. Wo ist den das Zitat her?
grüsse
Sven
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The_Tenguwarrior
Beitrag 14.11.2006 14:12 Uhr
Beitrag #23


Alter Hase


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also marashiten hat ja nach ner beschreibung gefragt:
Nachdem sich Sensei zum Kamidama gedreht hat, falten wir unsere Hände vor uns zusammen, die Fingerspitzen sind ausgestreckt.
Sensei sagt "Shikin Haramitsu Daikomyo" vor und alle Schüler sprechen es danach zusammen nach. dann wird zweimal in die Hände geklatscht, verbeugt, nochmal geklatscht noch mal verbeugt.

Die Endung der Silbe Yo bei Daikomyo weißt auf einen buddhistischen Hintergrund des Spruches hin.
Widerrum stammt das Klatschen aus dem Shintoismus um die Götter aufzuwecken.

mfg The_Tenguwarrior
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bugei
Beitrag 14.11.2006 14:34 Uhr
Beitrag #24


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Ich kenn das Kotodama, besser gesagt, den Ablauf desselben, genauso, wie es Tenguwarrior beschrieben hat.
Gibt es noch andere Formen der Ausführung? Ich meine jetzt nicht unbedingt Details, sondern eher grundsätzliche Sachen.

Nachdem ich den thread schonmal eingerührt habe, will ichs nun auch genau wissen. smile.gif

bugei
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The_Tenguwarrior
Beitrag 14.11.2006 15:22 Uhr
Beitrag #25


Alter Hase


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Ich kenne das Kotodama eher aus dem Aikido, als eine Art spirituelle Ton- Lehre,
ich selbst würde unser Shikin Haramitsu Daikomyo eher als ein Gebet betrachten.

Ueshiba, der Begründer des Aikido hat das ja exessiv betrieben und wie ich meine es verstanden zu haben benutzt man die verschiedenen Silben während der Meditation als Hilfe um mit dem Universum eins zu werden.(Man muss aber wissen, das das Kotodama seinen Ursprung in der Shintoistischen Lehre hat und das das erste "etwas" im Universum ein Ton, der Urton war.- Nach Ansicht des Kotodama)

@Bugei:
Ne, großartige Unterschiede gibt es im Bujinkan beim Shikin Haramitsu Daikomyo nicht. Selbst das Jinenkan und die Organisation die hier nicht mehr genannt werden darf benutzen diesen Spruch meines Wissens.
Hab mal gelesen das Moshe Kastiel es eine Zeitlang aus seinem Training verbannt hatte, weil er sich zur Zeit wieder stäker an seinen Jüdischen Glauben orientierte, aber vorsicht ist nur Hörensagen.
Sonst gibts noch manchmal Probleme bei strengen Muslems weil die sich nur gegenüber Allah verbeugen dürfen.

Hatsumi hats inzwischen aber so gedeixelt das er meint, streng Gläubige sollen Shikin Haramistu... als ein Gebet ihrer Religion auffassen und das man Shikin... sowieso nicht so eng sehen soll, sondern um eine allgemeine Bitte für ein gutes und sicheres Training, an wem auch immer.

mfg The_Tenguwarrior

Der Beitrag wurde von The_Tenguwarrior bearbeitet: 14.11.2006 15:22 Uhr
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loki
Beitrag 14.11.2006 17:04 Uhr
Beitrag #26


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Hallo marashiten!

Das Zitat stammt vom hier im Forum allseits(?) verachteten Wikipedia- aber weil ich mich wie gesagt nicht auskenn... Dass Zen erst 300 Jahre später nach Japan kam, mag sein, aber es ist ein Kennzeichen vom Buddhismus, dass er auf dem Weg seiner Verbreitung alles mögliche "assimiliert" hat, so ist eben auch der Chan-Buddhismus aus der Verschmelzung mit dem Taoismus entstanden, und in Japan wurde daraus Zen.

Ich habe kotodama nur einmal kennengelernt bei Terry Ezra sensei, ich habs oben schonmal verlinkt. Er praktiziert nach eigenen Angaben kotodama und Zen-Meditation, er bezeichnet kototama ja eben auch als Zen-chanting!
Beim Zen gibts zwei grosse Schulen, soto und rinzai.
Die unterscheiden sich teilweise recht deutlich, eben auch in der Praxis der Meditation.

Vielleicht können wir sagen, es gibt ein mikkyo-kotodama und ein zen-kotodama?
Kotodama heisst eigentlich wörtlich übersetzt... was? Magie des Wortes? Oderso? Spirit of sound, wie Ezra sensei es nennt?

Aber eigentlich ists mir egal, weil ichs eh nicht übe...

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marashiten
Beitrag 14.11.2006 21:08 Uhr
Beitrag #27


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QUOTE
Ich habe kotodama nur einmal kennengelernt bei Terry Ezra sensei, ich habs oben schonmal verlinkt. Er praktiziert nach eigenen Angaben kotodama und Zen-Meditation, er bezeichnet kototama ja eben auch als Zen-chanting!

Hi Loki!
Hier hast du grade das Rätsel gelöst! wenn dein Lehrer Kotodama und Zen verbindet, ist der Begriff "Zen-Chanting" sicher richtig! Seine Webseite gab diese Information nicht her.
Der Begriff Kotodama 言霊 bedeutet Seele oder Kraft der Sprache. Im Bujinkan wird sich der Ausdruck sehr wahrscheinlich auf das "Shikin Haramitsu Daikomyo" und weniger beziehen als auf den Reste des Rituals, der ist nämlich so ziemlich bei allen Koryu gebräuchlich, auch im TSKSR und ist auch der standard beim betreten eines Shinto-Schrein, wenn auch im stehen. Beim "Shikin Haramitsu Daikomyo" handelt es sich um ein Mantra (sanskrit) oder japanisch Shingon, was "Wahres Wort" bedeutet.
Das Zitat unten habe ich auf einer Seite gefunden, die die bhuddistischen Wurzeln des Reiki zu Thema hatte. Ist also ein recht verbeitetes Mantra. Ich würde in dem Fall nicht generell von Mikkyo ausgehen, aber da die zusammengelgten Hände einen Mudra sind(Kongo-gassho genannt) und mit der Matra eigentlich nur noch die passende Visualisierung gebraucht wird um aus eurem Kotodama reinrassiges Mikkyo zu machen. Vielleicht gibts die ja sogar, aber Hatsumi lehrt die nicht?! Spannendes Thema!
QUOTE
The Meaning of:
"SHIKEN HARAMITSU DAI-KO-MYO"

"Shiken Haramitsu Daikomyo" is a sacred 'nine-syllable' Buddhist mantra.

It (conceptually) translates as :


"May the Light in our heart bring the awareness of harmony perceived by spiritual awakening, and bring sincerity, loyalty and faithfulness in what we are achieving."

or, if you prefer:

"The Wisdom of the Four Hearts leads us to Enlightenment"

The 'Four Hearts' ( lit: Four Perspectives) are:
The Merciful Heart
- expresses love for everything
The Sincere Heart
- follows.what is right
The Attuned Heart
- follows the natural order of things
The Dedicated Heart
- holds to the chosen pursuit.

Shiken (four perspectives): is the sensation and the harmony perceived by the sense of hearing and heart.

Haramitsu (-in Sanskrit: Paramita): is Buddha's Satori or a permanent state of spiritual awaking that transcends the limitations of life and death.

Daikomyo: is the 'Great Komyo' - the 'big bright light' of illumination - the light of your heart - the Radiance of a Deity (Buddha, Bodhisattva, 'Vidyaraja', etc) - the manifest expression of the Light of Wisdom: the means by which illumination "dawns on us."

Grüsse
Sven

Der Beitrag wurde von marashiten bearbeitet: 14.11.2006 21:09 Uhr
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loki
Beitrag 14.11.2006 21:50 Uhr
Beitrag #28


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He marashiten! hat_3.gif

Du hast recht- spannendes Thema! Auf jeden Fall werd ich mich etwas mit mikkyo beschäftigen, um mehr darüber zu erfahren...

Hab grad den Zettel herausgesucht, mit den mantras, die wir damals bei Terry sensei "gechantet" haben
(ein kleiner Auszug):

O- KOMYO- NO- O- KAMI
Spirit of inner light of compassionate wisdom

O- INAZUMA- NO- O- KAMI
Spirit of physical energy in the form of lightening

HI FU MI YO I MU NA YA KO TO MO CHI RO
jede Silbe hat bestimmte Bedeutungen...bin zu faul alles zu schreiben...

Und viele mehr, eine halbe Seite voll Silben, und noch eine Seite mit Mantras... tongue.gif

Der Beitrag wurde von loki bearbeitet: 14.11.2006 21:51 Uhr
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marashiten
Beitrag 15.11.2006 13:46 Uhr
Beitrag #29


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Hi Loki!
Die Silben stehen meist für bestimmte Gottheiten. Mein Avatar ist zum Beispiel das Sanskrit zeichen der Silbe "Ma" und steht für Marishiten, eine der für die Bugei bedeutentsten Gottheiheiten. Das mein "Kampfname" hier Marashiten ist,ist ein ganz dummer Fehler von mir! unsure.gif Aber da die Sanskrit-zeichen auf Waffen auf Grund künstlerischer Freiheit oft auch nicht eindeutig zuzuordnen sind, gehe ich trotz falscher Schreibweise von der vollen Wirkung aus, und bis jetzt kann ich mich nicht beklagen! wink.gif Wenn du Sanskrit-Zeichen irgendwo entdeckst, besonders bei Waffen etc. ist immmer Mikkyo am Werk. Zen hat erst ab der Meiji-Periode stärkeren Einfluss auf die KK gehabt. Koryu und aus den Koryu entstandene Schulen wie das Bujinkan haben mit Zen nichts zu tun, bhuddistische Einflüsse kommen immer aus dem Mikkyo. Beim Aikido is das wieder anders!
Grüße
Sven
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Kennin
Beitrag 15.11.2006 16:57 Uhr
Beitrag #30


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... wobei es Aikidō erst seit etwa 1920 gibt... also ist es beim Aikidō NICHT anders.
Der Einfluß des Zen machte sich jedoch bereits seit dem 17. Jahrhundert bemerkbar. Die stoische Selbstrelativierung des Zen fügte sich ausgezeichnet mit dem Denken der Samurai.
Musashi, der berühmte Samurai des frühen 17. Jahrhunderts war ein Adept des Zen-Buddhismus der Rinzai-Schule unter Takuan Sōhō.


Der Beitrag wurde von Kennin bearbeitet: 15.11.2006 17:07 Uhr
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marashiten
Beitrag 16.11.2006 09:22 Uhr
Beitrag #31


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QUOTE
... wobei es Aikidō erst seit etwa 1920 gibt... also ist es beim Aikidō NICHT anders.
Der Einfluß des Zen machte sich jedoch bereits seit dem 17. Jahrhundert bemerkbar. Die stoische Selbstrelativierung des Zen fügte sich ausgezeichnet mit dem Denken der Samurai.
Musashi, der berühmte Samurai des frühen 17. Jahrhunderts war ein Adept des Zen-Buddhismus der Rinzai-Schule unter Takuan Sōhō.

Hallo Kennin!
Da muss ich freundlich aber entschieden Wiedersprechen! Der Einfluss des Zen wurde und wird extrem aufgebauscht, besonders wenn es um KK geht. Es ist so gut wie keine Verbindung, besonders nicht in der Methodik zwischen Zen und den Bugei vor dem 19 Jahrhundert nachzuweisen. Der Grund für die Überhöhung des Zen in den Bugei ist bei Suzuki und Herigel zu suchen. Draeger zitiert die frequent. Leider sind die Arbeiten der beiden nicht Stand der Forschung. Im Kobudo-Forum gibt es ein Thread mit sehr viel infos zum Thema. Zu Musashi: Die Verbindung zwischen Takuan und M. ist wie die meisten Geschichten über ihn fiktiv oder zumindest nicht nachzuweisen! Takuan hatte gute Kontakte zu Yagyu Muneori und auch auf sein Denken zumimdest zeitweilig beeinflusst. Trotzdem wird und wurde in der YSR nie Zazen geübt! Der Einfluss des Zen auf die Bugei ist in erster Linie die eines Teminologie-Lieferanten. Die Bugeisha konnten mit den Begriffen des Zen sehr gut die mentalen Zustände während eines Kampfes beschreiben, wie Muneori in seinem "Heiho Kandensho".
Grüsse
Sven

Der Beitrag wurde von marashiten bearbeitet: 16.11.2006 09:24 Uhr
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loki
Beitrag 16.11.2006 22:58 Uhr
Beitrag #32


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Marashiten-

Wie kann man das denn alles so genau wissen?
Wer auf wen und warum Einfluss hatte, kann keiner heute erahnen...
QUOTE
Trotzdem wird und wurde in der YSR nie Zazen geübt!

Wird nicht, glaub ich dir, das weiss ich nicht. Wurde nie, glaub ich dir nicht, denn das weisst du auch nicht!

Mir ists eigentlich egal, ob Zen einen Einfluss auf die KK hatte, ich glaube es zwar, aber drüber streiten tu ich nicht.
Fest steht allerdings, dass es bestimmte Parallelen gibt, etwas zu üben und dass jemand der Zen praktiziert, das auch durch eine Kampfkunst kann.
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ruediger
Beitrag 17.11.2006 07:44 Uhr
Beitrag #33


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Bitte... nachfolgenden Link mal zu Gemüte führen

Zen and Koryu

Den im Westen leider überbewerteten Status hatte Zen im Zusammenhang mit Koryu nie inne...

Grüße
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Vereinfachte Darstellung Aktuelles Datum: 09.02.2010
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